E-Books bei amazon und dem Rest in Deutschland

  • Hallo dyke :wave


    Ja, ich kann deine Gedanken nachvollziehen.
    Ich habe das Medium e-Book auch nur wegen meinem Beruf ausprobiert, durch den ich viel unterwegs bin. Da ich sehr skeptisch war, habe ich mich für die preiswerteste Variante eines Readers entschieden, und mir den Trekstor3 gekauft.


    Inzwischen bin ich froh, dass ich mich diesem Medium genähert habe, denn es nimmt mir im wahrsten Sinne des Wortes (auf Dienstreise) eine Last ab.


    Allerdings, dass muss ich gestehen, kaufe ich mir die Bücher, die ich mehrfach lesen möchte weil sie mich begeistert haben, neben einer eventuellen e-Book Ausgabe auch als Print.
    Alleine aus dem Grund, weil man sich die signieren lassen kann ;-)
    Und ich hoffe immer noch, dass lange nicht mehr erhältliche Titel aus den Backlists der Verlage nun wieder veröffentlicht werden.


    Das Austesten neuer Autoren ist in der Tat so eine Sache.
    Aber andererseits ist in diesem Sinne jeder Kauf ein Risiko, und Leseproben gibt es ja bei allenthalben vorab.
    Zumindest bei den Verlagen, die hinter ihren Autoren und Autorinnen stehen ;-)


    Beste Grüße


    Richard :wave

  • Das Austesten neuer Autoren bei E-Books ist kaum riskant.


    1. Ich bekomme beim E-Book für gewöhnlich eine Leseprobe von 10%. Da kann ich meistens sehr gut feststellen, ob mir der Stil des "Neulings" gefällt. Und das kann ich auch noch in Ruhe zu Hause tun, anstatt in einer zum Teil unruhigen Buchhandlung.


    2. Wenn mir ein E-Book überhaupt nicht gefällt, kann ich es zurückgeben. Wenigstens bei Amazon geht das. Die Frist ist, glaube ich, zwei Wochen. Dann bekommt man den Preis zurück.


    Damit hält sich das Risiko eigentlich in überschaubaren Grenzen.


    Klaus

  • Zitat

    Das Austesten neuer Autoren bei E-Books ist kaum riskant.


    Hallo KlausS, :wave


    das sehe ich auch so. Dank umfangreicher Leseproben (zumindest bei Amazon) ist man doch eigenlich auf der sicheren Seite, und auch der Umfang der Bücher ist mittlerweile erkennbar (bisher war nur die Dateigröße angegeben). So ist es möglich, in aller Ruhe "reinzulesen" - diese Ruhe hatte ich bei meinem Buchhändler nie.


    Liebe Grüße, Emily


    "Clever? Ich müsste 60 IQ Punkte weniger haben, um clever genannt zu werden" Dr. Sheldon Cooper

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  • Hallo Klaus, ich muss dir Recht geben. Aber den Punkt des Umtauschs, den du ansprichst, sehe ich durchaus kritisch, weil es einige Leser zu geben scheint, die ihre E-Books auch dann zurückgeben, wenn sie ihnen gefallen haben. Einfach deshalb, weil es geht. Oder hast du bei deinen E-Books noch keine Retouren gehabt? Das finde ich einfach nur ärgerlich als Autor, und ich hoffe, dass amazon dem bald einen Riegel vorschiebt, denn Nassauer gibt es überall, und umsonst ist immer noch am billigsten!


    LG Cornelia

  • Zitat

    Original von richardjaeger
    [...]
    Ich habe mir zum Beispiel vor einigen Jahren ein Buchhaltungsprogramm gekauft, dass nur online als Download erhältlich war. Ich konnte es für meine Zwecke aber nicht verwenden, was ich leider zu spät erkannte. Aber ich konnte es auch nicht wieder veräußern, wie zum Beispiel eine Software, die via CD oder DVD geliefert wird.
    Das hat mich vorsichtig werden lassen, und ich verwende nur noch solche Software, die ich notfalls auch wieder veräußern kann.


    Beste Grüße


    Richard


    Hierzu ist vielleicht folgender Blog-Eintrag für dich interessant: http://www.lawblog.de/index.ph…are-darf-verkauft-werden/


    Mit diesem Urteil hat der EuGH Rechtsklarheit geschaffen und es steht fest, dass es legitim ist gebrauchte Software, die man per Download bezogen hat, weiterzuveräußern.

  • In Bezug auf das Urteil aus dem verlinkten Blog: Bekanntlich sind Urteile nicht immer etwas Endgültiges und ich bezweifle doch ein wenig, dass das das letzte Wort bleiben wird.



    Das Urteil öffnet dem Missbrauch die Türen, quasi ein Urteil im Sinne der Piratenpartei ... Selbst wenn man das korrekt aus technischer Perspektive kontrollieren könnte, sehe ich da immer noch diese Sache:


    Kann ein virtuelles Produkt wirklich "gebraucht" sein oder ist es nicht eher "neu"?. Ich sehe da schon einen Unterschied zum körperlichen Produkt:


    Gebrauchte Bücher haben Lesespuren und selbst beim Kauf der Software- und Musik-CD muss man mit dem Risiko von Kratzern und Spuren auf der Verpackung rechnen. Das wollen viele Kunden bewusst nicht, sie wollen einwandfreie Neuware. Wie aber wäre es bei Download-Ebooks? Wer die "weiterverkauft", verkauft ja Ware, die keine Gebrauchsspuren hat.


    Um es kurz zu machen: Als Autorin schließe ich mich diesem Urteil nicht an - selbst wenn ich nichts zu sagen habe ...

  • Zitat

    Original von Annorra
    Selbst wenn man das korrekt aus technischer Perspektive kontrollieren könnte, sehe ich da immer noch diese Sache:


    Kann ein virtuelles Produkt wirklich "gebraucht" sein oder ist es nicht eher "neu"?.


    Spielt das wirklich eine Rolle? Soweit ich weiß, kann ich auch original verpackte Ware, also eindeutig nicht "gebrauchte" "körperliche Produkte" unter Neupreis weiterverkaufen.


    Das könnte aufgrund der Buchpreisbindung bei Ebooks anders aussehen, aber bei Software spielt es imho keine Rolle, ob nun Gebrauchsspuren oder nicht.

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)

  • Mein Hinweis war jetzt vorallem auf die Softwarte zum "Buchhaltungsprogramm" bezogen.
    Bei E-Books sehe ich da auch noch mehr Schwierigkeiten allein was die Durchführbarkeit angeht. Offenbar sind ja viele E-Books auch gerätegebunden.


    Ich finde das Urteil auch schwierig was die praktische Durchführbarkeit angeht. Mal sehen, was uns da noch so erwartet.

  • Guten Morgen zusammen :wave


    Entschuldigt bitte meine Abwesenheit, aber mein Job hat mich ein paar Tage voll in Beschlag genommen.


    Das Urteil finde ich für Software sehr gut, aber für mich leider zu spät.
    Dieses kleine Buchhaltungsprogramm habe ich bereits gelöscht, und hätte zudem auch nciht gewusst, wie ich das wider hätte veräußern können.


    Für e-books aber auch für Software sehe ich trotz des positiven Signals dieses Urteils aber ein Problem:
    Software und e-books lassen sich nahezu unbegrenzt und verlustfrei vervielfältigen. Wie will man die Ehrlichkeit der Verkäufer kontrollieren? Bitte nicht über solche Konstrukte wie ACTA! Da schüttelt es einen ja!
    Aber dennoch eine Frage, die gestellt werden müsste.


    Als Konsument sehe ich das Urtiel sehr positiv. Aber ich sehe auch die andere Seite der Medaille, und kann die Bedenken von Autorn und Verlagen verstehen.
    Eine echte Zwickmühle, aber immerhin schon ein erster Schritt in die richtige Richtung, um das Gewirr um Urheber- und Verwerterrechte zu entwirren.
    Jetzt müsste nur eine Idee / eine technische Umsetzung kommen, damit man Software und e-books tatsächlich wie stoffliche Produkte behandeln könnte, dann wäre die Welt wieder in Ordnung.


    Vielleicht ein individuelles "Branding" für SW und e-books?
    Ein kleines Programm, dass erkennt, wenn die Ware verkauft wurde und auf dem neuen Rechner aktiviert werden muss, dafür die Ware aber auf dem alten nicht mehr laufen lässt?


    Beste Grüße


    Richard :wave

  • Zitat

    Original von richardjaeger
    Für e-books aber auch für Software sehe ich trotz des positiven Signals dieses Urteils aber ein Problem:
    Software und e-books lassen sich nahezu unbegrenzt und verlustfrei vervielfältigen. Wie will man die Ehrlichkeit der Verkäufer kontrollieren? Bitte nicht über solche Konstrukte wie ACTA! Da schüttelt es einen ja!
    Aber dennoch eine Frage, die gestellt werden müsste.


    Da es jetzt schon technisch möglich ist, mittels DRM Bücher zu verleihen oder vorzeitig wieder zurückzugeben, sollte doch auch der Weiterverkauf möglich sein, indem dein Exemplar einfach als ungültig geflaggt wird.
    Einen wirksamen Kopierschutz, der nicht umgangen werden und das Vervielfältigen 100% unterbinden kann - so etwas wird es aber nie geben.

  • Zitat

    Original von Salonlöwin



    Gibt es eigentlich Zahlen, die belegen, zu welchem Preis ein Kindle verkauft werden müsste, um eine Querfinanzierung mittels Ebooks zu vermeiden?


    Ich kenne sie nicht, aber ich vermute, der Preis würde uns erschrecken. Bei Spielestationen wie der Playstation hieß es doch mal, daß sie über 1000 Euro kosten müssten, um sich selbst zu finanzieren. Bei Druckern ist das ja noch extremer, es gibt ja schon Drucker, die sind billiger wie eine volle Tintenladung :chen

  • Die Kindle mit eInk-Display sind nicht querfinanziert, dazu sind die Preise denen anderer Hersteller mit gleicher Ausstattung zu ähnlich.
    Beim Tablet Kindle Fire sieht die Sache anders aus. Ende 2011 waren die Produktionskosten wohl noch höher als der Verkaufspreis - das sind aber nur Schätzpreise und daher mit Vorsicht zu genießen. Außerdem dürfte es jetzt ein Dreivierteljahr später auch anders aussehen.

  • Bei der Rückgabe von E-Books sehe ich die Sache noch entspannt. Auf 100 verkaufte E-Books habe ich etwa 1-2 Rückgaben, sowohl bei den billigen als auch bei dem teuren E-Book. Das kann ich verkraften. Man gewöhnt sich dran, dass es 1-2 Schlawiener gibt.


    Ich habe den Eindruck, dass die meisten Leute ehrlich sind und auch bereit, einen angemessenen Preis zu bezahlen. Denen möchte ich das Leben nicht durch Einschränkungen schwer machen. Wenn die Rückgaben zu einem echten Missbrauch werden, muss man natürlich etwas dagegen tun, aber so schlimm ist es meiner Ansicht nach noch nicht.


    Klaus

  • Zitat

    Original von Bythernium
    Die Kindle mit eInk-Display sind nicht querfinanziert, dazu sind die Preise denen anderer Hersteller mit gleicher Ausstattung zu ähnlich.


    Wie sieht es eigentlich mit der "Querfinanzierung" bzw Subventionierung dieser Gratis-Aktionen von Amazon aus. Wer übernimmt da die Kosten? Zahlt Amazon an die Verlage je heruntergeladenem Buch oder müssen die Verlage diese Exemplare am Ende kostenlos zur Verfügung stellen (was bedeutet, daß wohl auch der Autor keinen Cent dafür sieht?), damit Amazon seinen Kindle promoten kann?

    "Wie kann es sein, dass ausgerechnet diejenigen, die alles vernichten wollten, was gut ist an unserem Land, am eifrigsten die Nationalflagge schwenken?"
    (Winter der Welt, S. 239 - Ken Follett)

  • Zitat

    Original von LeSeebär


    Wie sieht es eigentlich mit der "Querfinanzierung" bzw Subventionierung dieser Gratis-Aktionen von Amazon aus. Wer übernimmt da die Kosten? Zahlt Amazon an die Verlage je heruntergeladenem Buch oder müssen die Verlage diese Exemplare am Ende kostenlos zur Verfügung stellen (was bedeutet, daß wohl auch der Autor keinen Cent dafür sieht?), damit Amazon seinen Kindle promoten kann?


    Wie bei allem kommt es auf die Deals an und wie man so hört hat Amazon sehr gute Deals mit den Verlagen.