Magic Terror - Peter Straub

  • Inhalt (Amazon):
    Die Geschichten in Magic Terror sind teils nur am Rande phantastisch und zeigen das Interesse Straubs an den Abgründen der menschlichen Seele, das schon in Story-Juwelen wie "Der Wacholderbaum" oder "Blaue Rose" seinen Ausdruck fand. Das gilt schon für "Zena", die erste Geschichte, in der eine Kindergärtnerin die Machtposition über ihre Schützlinge gnadenlos missbraucht und die Kinder terrorisiert, bis schließlich eines verschwindet und der Albtraum der Kinder zu dem der Eltern wird... ein Spiel, das sich wiederholt, da die Kindergärtnerin Mrs. Asch längst weiter gezogen ist zur nächsten Anstellung. Ebenfalls beeindruckend die Halloween-Geschichte "Pork Pie Hat", die Lebensbeichte eines alten Jazz-Musikers, der ein Erlebnis seiner Kindheit schildert. Wie hier virtuos ein Schwebezustand zwischen verschiedenen möglichen Erklärungen der Ereignisse (phantastischen wie realistischen) gehalten wird, kann man nur als Kabinettstück des Erzählens bezeichnen.


    Der Autor:
    Peter Straub stammt aus Milwaukee, Wisconsin. Bevor er sich für einige Jahre in England niederließ, studierte er an der Columbia University und in Dublin. Heute lebt er mit seiner Frau auf einer Farm in Connecticut. Straub gilt neben Stephen King als einer der bedeutendsten amerikanischen Horror-Schriftsteller. Er hat weltweit eine große Leserschaft und Fangemeinde, die seinen Büchern regelmäßig zu Millionenauflagen verhilft. Im Wilhelm Heyne Verlag liegen unter anderem vor: "Der Hauch des Drachen", "Geisterstunde", "Das Mädchen", "Das Haus der stummen Fenster" und zusammen mit Stephen King: "Der Talisman" und "Das schwarze Haus".


    Meine Meinung:
    Ich mag Kurzgeschichten. Dies sind Kurzgeschichten. Also müsste ich sie mögen. Falsch gedacht. Wenn man eine Kurzgeschichtensammlung vor sich hat, sind normalerweise ein paar sehr gute, manch annehmbare, die eine oder andere geniale und leider auch ein oder zwei schlechte dabei.
    Diese Sammlung hier ist anders. Hier fand ich leider nur schlechte Geschichten. Zwar zeigten zwei der sieben Geschichten gute Ansätze und das Potential für Spannung und Grusel, aber leider nur Ansätze. Sie endeten wie alle anderen in Absurdität, Langweile und Unfug. Leider konnte ich in diesem Sammelsurium keine einzige Perle entdecken.


    Der Autor meint wohl, mit der Aneinanderreihung von ein paar nichts sagenden Sätzen, unlogischen Handlungen und uninteressanten Charakteren kann man Geschichten schreiben. Und wenn man das Ganze noch mit ein paar Prisen Sadismus und Ekel würzt, dann rollt der Rubel. Hier sicher nicht. Weg damit. Ich schicke dieses Buch ins Land des Vergessens.


    Nicht einmal das Cover ist gelungen... Eines der wenigen Bücher, die ich gar nicht mag.

    Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt. Oscar Wilde

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Alice ()

  • Die beiden Kurzgeschichten "Das Dorf der Geister" und "Im Schatten der blauen Rose" haben indirekt mit dem blaue Rose - Zyklus zu tun. Zwar werden die Morde nicht direkt erwähnt, aber einige der handelnden Personen spielen auch in "Koko" und "Der Schlund" eine (wichtige) Rolle.


    "Das Dorf der Geister" findet sich in ähnlicher Form bereits im Roman "Der Schlund" wieder und handelt von einem Geisterdorf, in das Tim Underhill, Michael Poole und einige andere Kameraden während des Vietnamkrieges geraten.


    "Im Schatten der blauen Rose" erfahren wir mehr von Bob Bandolier, dem Leiter des St. Alwyn Hotels, in dem einer der Blauen Rose - Morde stattfand.


    Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen. Diese Kurzgeschichtensammlung ist eindeutig besser als "Haus ohne Türen".