Beiträge von Alice

    Findest du?

    Ich sehe es schon so, dass er seinen Sohn aufrichtig liebt und deshalb gerne in der Nähe hätte... und auch regelmäßig sehen will...


    Das nehme ich auch an. Dass er seinen Sohn liebt. So wie eben seine Mutter auch.

    Und was hindert Jan eigentlich daran, weiterhin in der Nähe seines Sohnes zu leben? So ein toller Journalist wie er kann von überall aus arbeiten ;)

    Ich bin auch sehr beeindruckt von dem Buch. Melanie Metzenthin schreibt eindringlich, dabei aber auch unaufgeregt. Gerade deshalb geht dieser Roman unter die Haut. Aus heutiger Sicht ist es leicht, zu verurteilen und zu bewerten. Und es erscheint ungeheuerlich und unglaublich, was da, wenn auch zum Teil verschleiert, ablaufen konnte. Unvorstellbar, wenn man selber in der Situation gewesen wäre, zwischen Schweigen und Risiko für das eigene Leben und das der Familie wählen zu müssen.


    Das Buch hat mich berührt und nachdenklich gemacht. Und der Autorin ist es gelungen, diesen schwierigen Stoff so zu verarbeiten, dass trotz allem viel Hoffnung und Positives durchschimmern konnte.


    Ein sehr lesenswertes Buch.

    Ein wunderbarer Abschluss der Trilogie.

    Obwohl die geschichtlichen Ereignisse bekannt sind, ist der Roman trotzdem sehr spannend zu lesen. Der Autor versteht es geschickt, Fakten und Fiktion miteinander zu vermischen und ein tolles Gesamtkunstwerk zu erschaffen. Ich bedaure jetzt, dass ich als Schülerin Ciceros Schriften eher gelangweilt übersetzt habe. Mit Harris‘ Roman als Hintergrundwissen wäre der Lateinunterricht wesentlich interessanter gewesen.

    Ich frage mich schon, warum Jan sich so aufregt wegen seines Jungen. Wann hätte er eigentlich Zeit für das Kind? Jan hat doch mit Saufen, Abhängen mit Arslan, Herumjammern und der "Arbeit" einen ausgefüllten Tagesplan.

    Ich glaube, er will das Kind nur, um seine Ex zu bestrafen...

    Nachdem ich mich nach einem starken Anfang durch den Mittelteil des Buches eher gequält habe, haben mir das letzte Drittel und der Schluss wieder recht gut gefallen.

    Die Auflösung war für mich zwar keine Überraschung, aber dass Anne die Mörderin war, war mir im Ausschlussverfahren schon länger klar geworden. Linus hat sich zwar die größte Mühe gegeben, sie als Opfer darzustellen. ;)

    Aber bei solchen Charakteren bin ich einfach immer misstrauisch.


    Gestaunt habe ich immer über die beiden Journalisten, die in all der Zeit zwar viel Zeit zum Saufen und Quatschen hatten, aber keine Zeile geschrieben haben. Kein Notebook, keine Aufzeichnungen, wirklich ein netter Job.


    Auf jeden Fall hat mir der Ausflug in diese Welt recht gut gefallen.

    Naja, das stimmt wohl. Jeder Mensch liest ein Buch irgendwie anders.

    Ich würde es nur gerne erklären: mich gruselt bei dem Gedanken, dass so ein Mensch meinem Jungen beibringen würde, wie man andere schwer verletzt. Was kommt, wenn der Kleine dann älter wird? Anleitung zur Vergewaltigung? Zum Diebstahl?


    Sorry, aber das Thema macht mich echt emotional ;)

    Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster mit meiner Spekulation. Sherlock Holmes sagte mal sinngemäß: wer am verdächtigsten ist, ist meist unschuldig.


    Nach dem Mord an Rebecca und an Sonja bleibt noch Anne übrig. Ich glaube nicht, dass sie in Gefahr ist. Aber vielleicht geht die Gefahr von ihr aus. Die Frau hat auf jeden Fall Ängste und ein schlechtes Gewissen.


    Darf ich sagen, dass mir Arslan nicht besonders sympathisch ist. Er bedient jedes Klischee des primitiven, ungebildeten und gewaltverherrlichenden Menschen. Lustig finde ich ihn überhaupt nicht, und privat möchte ich so jemanden gar nicht kennen.

    Findus : Entschuldigung, dass ich gefragt habe. Ich habe dieses Wort noch nie gehört, und hier in Österreich gibt es so etwas offenbar nicht. Zumindest ist mir so etwas nie begegnet. Danke für den Hinweis aufs Googeln, aber wirklich geholfen hat es nicht.


    Schade, dass nicht schon in der Ankündigung der Leserunde darauf hingewiesen wurde, dass das Lesen der Vorgängerbände Voraussetzung sei. Ich wusste gar nicht, dass es solche gibt.

    Angst habe ich weder um Rebecca noch um Anne - die beiden berühren mich momentan noch gar nicht. Mich interessiert viel mehr, was die beiden damals verschuldet haben. Der Uhrmacher ist wohl wirklich auf einem Rachefeldzug. Aber warum? Welche Beziehung hatte er zu Sonja?

    Wir werden es wohl noch erfahren...


    In diesem Abschnitt hatte ich mit der Fülle an neuen Personen schon ein wenig

    zu kämpfen. Mir wars fast zu viel: jetzt kommen noch eine Art Bordell dazu und der Verfassungsschutz, Intrigen und Arslan. Der Knoten ist kaum mehr überschaubar.


    Die Szene im Wald und bei der Kapelle fand ich lustig. Zwei Machos, die sich allein nachts im Wald fast in die Boxershorts machen, der Gedanke hat was. Bitte mehr davon :muah


    Zwei Dinge habe ich nicht verstanden:

    Auf Seite 103 wird behauptet, Jan fiele es schwer, seine Sorgen anderen Menschen anzuvertrauen. Aber das Gespräch mit Waldheim begann er damit, ihm ungefragt zu sagen, dass ihn seine Frau verlassen habe und mit dem Sohn wegziehen wolle. Passt für mich nicht wirklich zusammen.


    Und dann habe ich eine Sachfrage: was sind Schufa-Einträge?

    Nun habe ich den ersten Abschnitt fertig gelesen und mache mir Gedanken über die Charaktere (waren übrigens eine ganze Menge...).


    Das Opfer: da ist noch keine eindeutige Zuordnung möglich. Zwischen der verherrlichten Musterschülerin bis zur enttäuschenden Tochter ist reichlich Spielraum. Wahrscheinlich irgendwas in der Mitte.


    Jan: der wird es bei mir schwer haben, sein Image des weinerlichen Typen abzulegen. Ich hoffe sehr, dass er mehr kann als saufen und lamentieren.


    Mütze: noch ein bisschen farblos, aber erscheint mir sehr viel kompetenter und professioneller als ihr Kollege.

    Und ich hoffe, Linus erspart uns eine Liebesgeschichte zwischen den beiden. Das wäre ein schlimmes Klischee und zudem unglaubhaft und kitschig. Sex wäre noch okay, aber nichts Innigeres, bitte :grin


    Der Uhrmacher: momentan die geheimnisvollste Figur. Ein Mörder, ein Rächer? Beides? Oder einfach nur allwissender Erzähler?


    Sonjas alter Lehrer: schwelgt in verklärten Erinnerungen. Hier habe ich mir schon einige Gedanken gemacht. Wahrscheinlich ist es in Deutschland möglich, dass Lehrer so offen Daten herausgeben und im wahrsten Sinn aus der Schule plaudern dürfen. Hier in Österreich fällt so etwas unter Datenschutz und kann unter Umständen sogar strafbar sein.


    Sonjas Mutter: eine traurige Gestalt, verbittert, lebensuntüchtig und gescheitert. Allerdings steckt da sicher einiges dahinter, und ganz so schlimm wie sie dargestellt wird, ist sie sicher nicht.


    Anne weiß bestimmt mehr über die Geschehnisse damals, und sie scheint auch Schuldgefühle zu haben.


    Und eine weitere wichtige Rolle spielen Lieder und Liedtexte.

    Dankeschön für eure Vorschläge :bluemchen


    Ich werde mir die Bücher mal anschauen. Von Silvia Stolzenburg habe ich kürzlich einen historischen Roman gelesen, und Schneewittchen muss sterben habe ich vor Jahren auch gelesen, kann mich aber nicht an den Inhalt erinnern. Mein Verzeichnis sagt, dass ich das Buch damals klischeebeladen fand. Aber ich gebe Neuhaus vielleicht noch eine Chance, und der Ostfriesenkiller klingt auch nicht schlecht...


    Wow, so kommt man auch zu Buchtipps. Danke nochmals :wave

    Dann bist du sicher bei Jack Ketchum gut aufgehoben. Wenn dir bei Evil nicht der blanke Horror Angst macht, bist du echt abgebrüht ;)

    Richard Laymon liegt auch auf dieser Linie.