Beiträge von Alice

    Ich gestehe, Olga Tokarcuk bis gestern nicht gekannt zu haben. Aber sie ist wohl eine wichtige Stimme und Systemkritikerin - gerade heute unverzichtbar. Ich werde heute nach ihren Werken stöbern.


    Zu Peter Handke kann man stehen, wie man will. Sein Werk ist jedenfalls hohe Literatur. Zugegeben, er ist kein Wohlfühl-Schriftsteller und seine Rede anlässlich des Todes des Diktators fand ich auch schrecklich.

    Meine erste Wahl für den Nobelpreis 2019 wäre eine andere gewesen.


    Aber dass eine Äußerung wie diese:

    Handke. Warum nicht gleich Goebbels.

    in einem seriösen Forum wie der Büchereule geduldet wird und unwidersprochen bleibt, entsetzt mich. Dieses Posting ist Hetze und fällt bestimmt nicht unter Meinungsfreiheit.

    Find ich gar nicht so seltsam. Locke spielt eine große Rolle in diesem Buch, und er ist eindeutig der Sympathieträger.

    Auch mich bewegt und interessiert Lockes Schicksal viel mehr als die beiden ermordeten Männer. Zumal man von denen kaum etwas erfährt. Für mich bleiben die beiden konturlos.

    Naja, dieser Abschnitt war recht unergiebig. Die beiden Ermittler erscheinen mir wenig fokussiert. Und es geht nichts weiter...


    Am interessiertesten verfolge ich Lockes Schicksal.

    Ob das eigentlich Absicht war, dass Heinrich Tenbrink einen schwarzen Pudel bekommt? Steht da irgendein faustischer Hintergedanke im Raum? Was ist des Pudels Kern? Heinrich, mir graut vor dir...

    Warum zieht ihr jetzt über die schlaue Frau Staatsanwältin her? Weil endlich mal ein Macho eins auf die Hupe kriegt? Weil er als Sexobjekt missbraucht wurde? Weil er zu dumm fürs Kondom war?


    Ehrlich: ich mag Bertram, aber gerade als selbstbewusster Frauenheld sollte er wissen, das Verhütung nicht allein Frauensache ist.

    Daher: SSKM :D

    Noch zum Hund: Warum ausgerechnet ein Pudel? Ich gebe zu, ich mag die nicht....;)

    Das ist ja gerade der Witz an der Sache: Weil diese Rasse die letzte ist, die man sich wünscht. Außer man ist ein kleines Kind oder eine alte Dame.

    Mir zaubert der verschlafene Pudel bei jeder Erwähnung ein Lächeln ins Gesicht. Weil ich das Absurde liebe.

    Die Knutschallee am Dorfbach habe ich mir übrigens nicht ausgedacht. Die gab's in meinem münsterländischen Heimatdorf und war bei den Jugendlichen sehr beliebt, weil sehr unbeleuchtet. Allerdings war sie nie der Tatort eines Mordes.

    Soweit man halt weiß... ;) Es soll auch unbemerkte Morde geben.


    Der Einstieg in den Krimi gefiel mir gut. Ich finde es immer wieder interessant, wie man als LeserIn gedanklich gelenkt (um nicht zu sagen: manipuliert) wird. Gleich beim Einstieg sieht man Paul Winterpacht als gemeinen Verbrecher, der nur wegen eines naiven Richters dem Gefängnis entgangen ist. Und Stefan Aukema ist das schuldlose Opfer. Dazu Verurteilung durch die Presse.

    Doch am Ende des Abschnitts sieht alles schon nicht mehr so schwarzweiß aus.

    Da kommen meinerseits große Zweifel auf.

    Jedenfalls ist es spannend...


    Tenbrink scheint es besser zu gehen. Auch wohl dank Locke. Die beiden werden doch nicht wirklich getrennt? Ein weiterer Verlust für Tenbrink? Das wäre zu schade.

    Alice,


    und wer hat immer das Geld sich neue Bücher kaufen zu können?

    Wenn man ein gebrauchtes für wenig Geld und wenig Porto kaufen kann, DAS fördert mMn das Lesen eher.

    Genau das meinte ich doch... Und ich wollte darauf hinweisen, dass es in meinem Land so etwas wie eine Buchsendung nicht gibt und nie gegeben hat.

    Und dass ich schon froh wäre, zu dem von euch beklagten Preis Bücher versenden zu können.

    Deshalb hielt ich euer Jammern für relativ abgehoben.

    Aber natürlich verstehe ich, dass ihr die Verschlechterung verurteilt.

    Booklooker, du willst mich anscheinend absichtlich missverstehen. Bitte zeig mir die Stelle, an der ich geschrieben habe, dass ich das Schreiben von Rezensionen bemängelt habe. Warum krallst du dich daran fest?

    Du hast mir in einem Beitrag geraten "wenn du genau lesen würdest..." - ich gebe diese Kompliment nun an dich zurück.


    Zur hoffentlich endgültigen Klarstellung:

    Was ich bedenklich finde, ist die Preisgabe von sehr persönlichen Daten, Gewohnheiten, Aufenthaltsorten, Fotos und dergleichen.

    Wenn ich das richtig verstehe, bist Du nicht sehr dafür, täglich den Geburtstagskindern zu gratulieren?

    Das Gratulieren ist eine nette Idee und macht den Beglückwünschten sicher Freude. Auch die anderen Threads, die das Privatleben ausbreiten, sind gut gemeint. Trotzdem habe ich so meine Bedenken, da ich die Personen, die das lesen können, nicht kenne und nicht weiß, was sie mit den Infos anstellen.


    Wer gratulieren möchte, möge es weiterhin tun. Wer Seelenstriptease betreiben will: nur zu. Wer bin ich, das verbieten zu wollen. Jede und jeder möge seine (hoffentlich nur guten) Erfahrungen machen. Ich sehe halt mehr Gefahren als Nutzen darin. Ich wollte niemanden eines lustigen Zeitvertreibs berauben, lediglich meine Bedenken äußern.


    Und wie Voltaires Beitrag zeigt, stehe ich mit meiner Meinung ja nicht völlig allein da.

    Das sollte auch ein Witz sein....

    Wenn Du genau liest, wirst Du selbst sehen, daß das alles Threads sind, die ich aufgelistet habe und die hier jeder kennt. Die Geburtstage kann auch jeder einsehen - zumindest die, die bekanntgegeben worden sind. Mehr ist es nicht.

    Ach Sternschnuppe, ich habe deinen Beitrag natürlich als Witz verstanden. Aber eben als Witz, den ich nicht besonders amüsant finde. Wie gesagt, meine Erfahrung hat mich schmerzhaft gelehrt, dass es nicht gut ist, allzu persönliche Dinge ins Netz zu stellen. Auch so etwas anscheinend "Harmloses" wie den Geburtstag.

    Jawoll und böse Dinge sind zutage gekommen 😡 . Z.B. Wann ihr Geburtstag habt, daß ihr buchsüchtig seid, welche Bücher ihr kauft und lest, euch in fremden Gärten rumtreibt, was ihr täglich esst, was euch nervt und freut etc.etc. Muß ich mehr sagen?

    Mhm... das amüsiert hier viele. Mich nicht so sehr. Manche werden mich für paranoid halten, ich nenne es schlechte Erfahrung.

    Tut mir leid, aber mit persönlichen Daten bin ich eben sehr vorsichtig (geworden)...

    Ich mag eigentlich nur wenige King-Verfilmungen.

    Auch wenn die meisten Shining toll finden: ich mag diesen Film überhaupt nicht. Ich finde auch, dass Jack Nicholson die absolute Fehlbesetzung ist für diesen vielschichtigen Charakter des Jack Torrance. Nicholson kennt wie in jedem seiner Filme nur einen einzigen Gesichtsausdruck. In Shining ist es halt das irre Grinsen. Mehr hat die Verfilmung nicht zu bieten. Horror-Kitsch vom Schlechtesten.


    The Stand sehe ich zwiegespalten: die ersten drei Folgen fand ich sehr gut, aber der vierte Teil ist für mich purer bigotter Kitsch. Schade darum.


    Aber genug kritisiert. Es gibt für meinen Geschmack auch sehr gute Verfilmungen. Allen voran Atlantis, aber auch ES (die alte Verfilmung), Stand by me und Needful Things haben mir ganz gut gefallen.

    arter hat eigentlich schon alles sehr treffend beschrieben - und ich stimme vollinhaltlich zu.

    Endlich fand ich Zeit, den Abschluss der Knightbridge-Trilogie lesen. Und ich habe mich durch die 1156 Seiten regelrecht gequält. Auch ich empfand Folletts Schreibunlust als sehr offensichtlich. Um das Soll zu erfüllen, füllt er die Seiten immer wieder mit sinnentleerten Wiederholungen.

    Selten fühlte ich mich von einem Buch so gelangweilt wie von diesem Wälzer: flache, uninteressante und austauschbare Charakter, teilweise schlimmer Schreibstil und vor allem eine vertane Möglichkeit nach der anderen, Spannung in die Handlung zu bringen.

    Dabei war diese Zeit eine der aufregendsten in der englischen, schottischen und spanischen Geschichte.

    Und P.S. ... welche Bedeutung hat eigentlich der Titel? Für mich reiner Etikettenschwindel. Weder Fundamente noch Ewigkeit spielen eine Rolle. Das Buch ist thematisch eher ein Prequel zur Titanentrilogie. Die Geburt der Neuzeit mit all ihrer Schnelllebigkeit ist das Thema, ganz im Gegensatz zu dem, was der Titel suggeriert.

    Über den Titel habe ich auch gerätselt. Völlig daneben. Genau wie der Klappentext.

    Und der Originaltitel A Column of Fire ist auch nicht besser.


    Dieser Roman bringt meine bisher positive Meinung über der Autor sehr ins Wanken.

    Macht euch also keine Hoffnung, dass demokratische Wahlen was bewegen können in einem Land wie Österreich. Nicht nur die unverbesserlichen Stammwähler der FPÖ sind bildungsfern.

    Ich hoffe, dich misszuverstehen. Was meinst du mit deiner Aussage? Alle ÖsterreicherInnen sind bildungsfern, beherrschen die deutsche Sprache nicht und sind nicht fähig, demokratisch zu denken bzw zu handeln?

    Falls du das meinen solltest, solltest du deine Vorurteile überdenken.