Beiträge von Alice

    Booklooker, du willst mich anscheinend absichtlich missverstehen. Bitte zeig mir die Stelle, an der ich geschrieben habe, dass ich das Schreiben von Rezensionen bemängelt habe. Warum krallst du dich daran fest?

    Du hast mir in einem Beitrag geraten "wenn du genau lesen würdest..." - ich gebe diese Kompliment nun an dich zurück.


    Zur hoffentlich endgültigen Klarstellung:

    Was ich bedenklich finde, ist die Preisgabe von sehr persönlichen Daten, Gewohnheiten, Aufenthaltsorten, Fotos und dergleichen.

    Wenn ich das richtig verstehe, bist Du nicht sehr dafür, täglich den Geburtstagskindern zu gratulieren?

    Das Gratulieren ist eine nette Idee und macht den Beglückwünschten sicher Freude. Auch die anderen Threads, die das Privatleben ausbreiten, sind gut gemeint. Trotzdem habe ich so meine Bedenken, da ich die Personen, die das lesen können, nicht kenne und nicht weiß, was sie mit den Infos anstellen.


    Wer gratulieren möchte, möge es weiterhin tun. Wer Seelenstriptease betreiben will: nur zu. Wer bin ich, das verbieten zu wollen. Jede und jeder möge seine (hoffentlich nur guten) Erfahrungen machen. Ich sehe halt mehr Gefahren als Nutzen darin. Ich wollte niemanden eines lustigen Zeitvertreibs berauben, lediglich meine Bedenken äußern.


    Und wie Voltaires Beitrag zeigt, stehe ich mit meiner Meinung ja nicht völlig allein da.

    Das sollte auch ein Witz sein....

    Wenn Du genau liest, wirst Du selbst sehen, daß das alles Threads sind, die ich aufgelistet habe und die hier jeder kennt. Die Geburtstage kann auch jeder einsehen - zumindest die, die bekanntgegeben worden sind. Mehr ist es nicht.

    Ach Sternschnuppe, ich habe deinen Beitrag natürlich als Witz verstanden. Aber eben als Witz, den ich nicht besonders amüsant finde. Wie gesagt, meine Erfahrung hat mich schmerzhaft gelehrt, dass es nicht gut ist, allzu persönliche Dinge ins Netz zu stellen. Auch so etwas anscheinend "Harmloses" wie den Geburtstag.

    Jawoll und böse Dinge sind zutage gekommen 😡 . Z.B. Wann ihr Geburtstag habt, daß ihr buchsüchtig seid, welche Bücher ihr kauft und lest, euch in fremden Gärten rumtreibt, was ihr täglich esst, was euch nervt und freut etc.etc. Muß ich mehr sagen?

    Mhm... das amüsiert hier viele. Mich nicht so sehr. Manche werden mich für paranoid halten, ich nenne es schlechte Erfahrung.

    Tut mir leid, aber mit persönlichen Daten bin ich eben sehr vorsichtig (geworden)...

    Ich mag eigentlich nur wenige King-Verfilmungen.

    Auch wenn die meisten Shining toll finden: ich mag diesen Film überhaupt nicht. Ich finde auch, dass Jack Nicholson die absolute Fehlbesetzung ist für diesen vielschichtigen Charakter des Jack Torrance. Nicholson kennt wie in jedem seiner Filme nur einen einzigen Gesichtsausdruck. In Shining ist es halt das irre Grinsen. Mehr hat die Verfilmung nicht zu bieten. Horror-Kitsch vom Schlechtesten.


    The Stand sehe ich zwiegespalten: die ersten drei Folgen fand ich sehr gut, aber der vierte Teil ist für mich purer bigotter Kitsch. Schade darum.


    Aber genug kritisiert. Es gibt für meinen Geschmack auch sehr gute Verfilmungen. Allen voran Atlantis, aber auch ES (die alte Verfilmung), Stand by me und Needful Things haben mir ganz gut gefallen.

    arter hat eigentlich schon alles sehr treffend beschrieben - und ich stimme vollinhaltlich zu.

    Endlich fand ich Zeit, den Abschluss der Knightbridge-Trilogie lesen. Und ich habe mich durch die 1156 Seiten regelrecht gequält. Auch ich empfand Folletts Schreibunlust als sehr offensichtlich. Um das Soll zu erfüllen, füllt er die Seiten immer wieder mit sinnentleerten Wiederholungen.

    Selten fühlte ich mich von einem Buch so gelangweilt wie von diesem Wälzer: flache, uninteressante und austauschbare Charakter, teilweise schlimmer Schreibstil und vor allem eine vertane Möglichkeit nach der anderen, Spannung in die Handlung zu bringen.

    Dabei war diese Zeit eine der aufregendsten in der englischen, schottischen und spanischen Geschichte.

    Und P.S. ... welche Bedeutung hat eigentlich der Titel? Für mich reiner Etikettenschwindel. Weder Fundamente noch Ewigkeit spielen eine Rolle. Das Buch ist thematisch eher ein Prequel zur Titanentrilogie. Die Geburt der Neuzeit mit all ihrer Schnelllebigkeit ist das Thema, ganz im Gegensatz zu dem, was der Titel suggeriert.

    Über den Titel habe ich auch gerätselt. Völlig daneben. Genau wie der Klappentext.

    Und der Originaltitel A Column of Fire ist auch nicht besser.


    Dieser Roman bringt meine bisher positive Meinung über der Autor sehr ins Wanken.

    Macht euch also keine Hoffnung, dass demokratische Wahlen was bewegen können in einem Land wie Österreich. Nicht nur die unverbesserlichen Stammwähler der FPÖ sind bildungsfern.

    Ich hoffe, dich misszuverstehen. Was meinst du mit deiner Aussage? Alle ÖsterreicherInnen sind bildungsfern, beherrschen die deutsche Sprache nicht und sind nicht fähig, demokratisch zu denken bzw zu handeln?

    Falls du das meinen solltest, solltest du deine Vorurteile überdenken.

    Eigentlich ist mir völlig egal, warum man mit der Veröffentlichung gewartet hat (die abenteuerlichen Verschwörungstheorien sind amüsant, aber irrelevant), wer dahinter steckt und warum.


    Ausschlaggebend ist das Gesagte. Das kann nicht schön geredet werden.

    Diese Partei hat sich selbst entlarvt. Gut so.


    Was aber kaum zu glauben ist: die FPÖ hat immer noch Anhänger. :nichtskapiert

    Auch ich freue mich unheimlich. Seit wir diese unsägliche Partei ertragen müssen, geht bei uns alles bergab. Nun erscheint ein Hoffnungsstrahl am Horizont.

    Ob unser Schweigekanzler allerdings endlich die Konsequenzen zieht, bleibt abzuwarten. Und wer/was kommt nach?


    Fragen über Fragen.

    Aber heute abend trinken wir Champagner :)

    Meine Lust auf "King" ist im Grunde genommen nicht verschwunden - sagen wir Mal sie wurde etwas getrübt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, noch einen "King" zu lesen - aber dann bitte unbedingt in einer Leserunde. Ich muss mich nur überwinden, die Seitenzahl zu ignorieren und ihr müsstet dann unheimlich viel Geduld mit mir haben - ich war ja hier schon hinterher. Was gäbe das bei 1.000 Seiten? ;-)

    Ein reizvoller Gedanke: irgendwann noch eine King-Leserunde :)

    Dass du hinterherhinken würdest, muss nicht sein.

    Ich wäre bereit, in dem Tempo zu lesen, das du vorgibst und auch Pausen einzulegen. Beim gemeinsamen Lesen sollte es meiner Meinung nach niemals darum gehen, schnell zu lesen. Mir ist der Gedankenaustausch dabei am wichtigsten. Ist doch egal, wie lange man für ein Buch braucht. Und wer weniger als vier Meilen in der Stunde schafft, wird ganz bestimmt nicht eliminiert ;)

    Schön, dass du den Roman beendet hast :)


    Vielleicht als kleinen Trost für die "neutrale Beobachterin": auch ich war beim ersten Lesen von diesem Buch nicht gerade begeistert. King-Fan wurde ich erst im Laufe der Jahre und viele Bücher später.

    Es tut mir echt leid..... ich wollte mich so gern auf einen "King/Bachman" einlassen - aber hier wird es mir schon sehr schwer gemacht. Ich ertappe mich immer öfter dabei, quer zu lesen.

    Ich kann dich verstehen. Und ich finde es sehr schade, dass dein erster Eindruck von Stephen King kein sehr guter ist.

    Vielleicht magst du dich irgendwann zu einem der neueren King-Romane durchringen wie The Stand oder ES oder Der Anschlag. Ich denke, du würdest es nicht bereuen, aber man kann es nicht erzwingen.


    Trotzdem finde ich es schön, dass du es versucht hast, dich auf King einzulassen. Ob du nun das Buch beendest oder nicht.

    Garraty musste doch bis zum Ende durchhalten. Er war der Protagonist, und es wäre ein Stilbruch gewesen, plötzlich die Erzählperspektive zu wechseln. Ich fand das Ende sehr passend: im Grunde war es egal, wer gewonnen hat. Eigentlich ist auch Garraty tot: er ist völlig wahnsinnig, körperlich ruiniert und wird sich von diesem Erlebnis sicher niemals völlig erholen. Auch wenn er weiterleben sollte.

    Der Schluss ist für mich die Zusammenfassung und das Resultat dieses Todesmarsches: eine grausame Sinnlosigkeit, um der stupiden Masse ein Schauspiel zu bieten und den Major ins Rampenlicht zu bringen.


    Ich habe in Gedanken immer wieder die Parallele gezogen zu den unsäglichen Massen-Unterhaltungen unserer Zeit: den Casting,- Sing-, Dschungel-, Tanz- und ähnlichen Shows, die auch nur dazu da sind, billige Unterhaltung für gelangweilte Massen zu produzieren und die TeilnehmerInnen zu demütigen.


    Das Buch macht mich traurig.

    Ein seltsamer, fiktiver Militärstaat, der seinen Nachwuchs skrupellos niederschießt, woran der Pöbel sich ergötzt. Letzteres hat ein wenig von "Brot und Spiele", aber dafür hat man dann wieder zu wenig Innenansichten in diesen Staat.

    Genau das beschäftigt mich auch.

    Warum diese "Alles oder nichts" - Einstellung? Wie schlecht muss es einem Menschen gehen, damit er sich auf solche hoch riskanten, nein: tödlichen, Aktionen einlässt?

    Ich vermisse es, etwas über die Lebensumstände der Menschen und den gesellschaftlichen Hintergrund zu erfahren. Ich vermisse die wahren Motive der Geher - nur die Aussicht auf ein Leben in unvorstellbarem Luxus kann es doch nicht sein.

    Denn so wahnsinnig schlimm kann es der Bevölkerung doch nicht gehen. Zumindest erfährt man es nicht.


    Besonders schockiert war ich, als ich etwas über das Auswahlverfahren las.

    "Einer von einer Million". Im Ernst? Eine Million Teenager bewirbt sich und lässt auch noch Tests über sich ergehen? Und betrachtet es als Auszeichnung und Ehre, am Todesmarsch teilzunehmen?


    Allerdings dürfen wir nicht den Fehler machen, den frühen Bachman mit dem späteren King zu vergleichen. Dazwischen liegen Jahrzehnte der schriftstellerischen Entwicklung. Das zu negieren ist ein bisschen unfair.