Übrigens hat sich der Erscheinungstermin für Mehr als die Ehre um eine Woche nach hinten verschoben, das liegt an Organisatorischen Gründen, und der für "Mehr als die Gerechtigkeit" ist am 10. Januar. Das ist aus Marketing-Gründen passiert, ich bin nämlich auf einen Spitzenmarketing-Platz mit dem Buch gerutscht. Aber da wir ja auch erst am 10. Januar mit "Mehr als die Ehre" starten, ist das ja nicht schlimm.
Beiträge von MelanieM
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Die Bücher sind auch über Thalia bestellbar, werden dort aber meist erst kurz vor Erscheinen gelistet.
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Im Moment basteln meine Lektorin und ich gerade an einem Klappentext für Mohlenberg 4. Das Cover wird in den nächsten Tagen wohl online gehen.
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Vielen Dank, ich hätte wirklich Lust, diese beiden Romane wieder mit euch zu lesen.
Band 3 erscheint am 18. Oktober und Band 4 ist auch schon vorbestellbar, hat aber noch kein Cover und keinen Klappentext, der erscheint am 20. Dezember und ist gerade im Lektorat.
Da der Klappentext von Band 3 schon steht, erzähle ich hier mal kurz, worum es in Band 4 gehen wird.
Band 4 spielt 1957. Es ist ein Mohlenberg-Roman, aber auch ein Crossover, weil die Helden aus den "Leisen Helden" (Im Lautlosen und Folgebände) und "Die Hafenschwester" sich hier treffen. Und darum geht es: Richard Hellmer (Held aus "Im Lautlosen"), bittet Friederike, ihn in Hamburg zu besuchen und zu unterstützen, denn er ist als Sachverständiger eingeladen, um in Bonn vor Abgeordneten zum Thema Entschädigung von Zwangssterilisierten Stellung zu beziehen. Friederike reist mit ihrer Tochter Charlotte, die inzwischen Anwältin ist, an. Dann geschieht ein Mord und ausgerechnet Richard war als einer der letzten Kontakte im Notizbuch des Toten vermerkt. Da es bei dem Fall Hinweise auf alte Naziseilschaften gibt, ermittelt Hauptkommissar Alfred Studt, der auf Mordfälle im ehemaligen Nazi-Milieu spezialisiert ist (Leserinnen der Hafenschwester kennen Alfred Studt als Marthas Sohn Fredi, den heimlichen Helden aus Hafenschwester 3). Friederike ist ja nun schon erfahren, weil in ihren Romanen immer ungeklärte Todesfälle vorkommen und so hängt sie sich ganz in Miss Marple-Manier an Kommissar Studts Fersen, was der anfangs gar nicht so toll findet, aber Friederike lässt sich nicht vertreiben ... ihr könnt euch schon auf das eine oder andere spritzige Wortduell zwischen den beiden freuen, bis sie endlich gemeinsam auf Mörderjagd gehen. Außerdem ist es ein Sittengemälde von Hamburg im Jahr 1957 - und man erfährt, wo sich überall noch alte Nazis eingenistet haben.
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Vielen Dank! Richtiger Urlaub war es nicht, ich war mit dem Lektorat von Mohlenberg 3 befasst

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Ganz herzlichen Glückwunsch (aber - ehrlich gesagt: ich habe nichts anderes erwartet *grins* !), vielleicht hat Dir ja auch unser Daumendrücken geholfen? Und hoffentlich konntest Du Dich im Osterurlaub gut erholen und neue Ideen und Inspirationen sammeln - Du weißt ja: wir lechzen immer nach neuen Romanen von Dir!
Vielen Dank. Mohlenberg 3 ist gerade im Lektorat, Mohlenberg 4 ist abgegeben und wird auch bald lektoriert. Und aktuell bin ich wieder mit einem Projekt aus der "Leise Helden"-Reihe befasst. Richards Neffe Bruno ist zusammen mit seinem Freund Eddy McLaine die Hauptfigur.
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Ich habe übrigens am 13. April die Prüfung problemlos bestanden und bin gerade aus meinem Osterurlaub zurück.
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Also, Band 3 und 4 sind schon geschrieben, Band 3 ist gerade im Lektorat. Ich weiß aber noch nicht, wann sie erscheinen werden. Irgendwann dieses Jahr, nehme ich an.
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Darauf freue ich mich besonders!
Band 4 wird ein riesen Happening mit Figuren aus drei Buchreihen in einem gemeinsamen Abenteuer. Hier ist mal ein kleiner Appetithappen, was aus Maurice und Charlotte im Jahr 1957 geworden ist.
Maurice hatte hier am Stadtrand günstig ein Grundstück gepachtet, auf dem sich bereits eine kleine Halle befand, die er als Werkstatt nutzte. Auf dem Hof standen mehrere VWs und ein ausgeschlachteter Unfallwagen, aus dem Maurice vermutlich Ersatzteile bezog.
Charlotte fuhr auf den Hof und parkte direkt neben dem Eingang zur Werkhalle, aus der sie lautes Hämmern hörte.
„Soll ich im Auto warten?“, fragte Thomas.
„Warum? Haben Sie Angst, sich in der Werkstatt schmutzig zu machen?“
„Die Spitzzüngigkeit haben Sie eindeutig von Ihrer Mutter geerbt.“
Charlotte sagte nichts und stieg aus. Thomas zögerte nur kurz, dann folgte er ihr.
„Maurice, bist du da?“, rief Charlotte durch das offene Tor in die Werkstatthalle. Das Hämmern verstummte und kurz darauf erschien ein athletischer Mann von Mitte dreißig im Tor. Er trug eine blaue Arbeits-Latzhose und hatte wegen der Hitze auf das zugehörige Hemd verzichtet. Bei flüchtigem Hinsehen hätte man denken können, einzig die Sonne hätte seine Haut gebräunt, allerdings verriet sein krauses Haar die afrikanischen Wurzeln.
„Charlotte?“, rief er freudig überrascht. „Was machst du denn hier?“
„Ich wollte dich mal sehen, wenn ich schon in Hamburg bin. Und das hier ist Thomas Mitchell. Er ist der Bruder des Nachbarn unseres Gastgebers.“
„Der Bruder des Nachbarn eures Gastgebers. Aber nicht noch der Schwager der Tante des Onkels?“ Maurice lachte so ansteckend, dass Charlotte und Thomas mit einfielen.
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Da wir aber schon knapp Jahre später leben, wissen wir, was noch auf die beiden zukommt und ob beide es schaffen ist wahrscheinlich des Lesers Fantasie überlassen.
Annemarie und Adnan sowie Maurice sind in Band 3 und 4 auch dabei. Fräulein Wermut auch in Band 3, Luise wird in Band 3 nur erwähnt, weil sie das Land verlassen musste - sie hatte nicht nett als Journalistin über die Regierung geschrieben, aber in Band 4 (1957) ist sie dann auch wieder dabei als gestandene Journalistin im Alter von 51. Fräulein Wermut ist dann nicht mehr dabei - die ist mit Ende 70 dann vermutlich irgendwo auf einer warmen, sonnigen Rentnerinsel

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Anfangs dachte ich, dass die Kleidung von Luise gestohlen wurde, damit sie sich als Junge / Mann verkleiden kann. Irgendwie ist man in Bezug auf sie von allem abgekommen, oder? Sollte die Lösung ihres "Problems" die Geschichte mit ihrem Bruder und Vater sein und ich habe es nur nicht so gelesen!?
Luises "Geheimnis" wird noch gelöst werden. Aber sie ist tatsächlich ein bisschen in den Hintergrund gerückt. Das wird sich auch wieder ändern.
Fräulein Wermut ist schon ein Fall für sich - hin und wieder mag ich sie und ihr Handeln, dann kommen diese Momente, wo ich nicht weiß, was mit ihr los ist. Vorurteile anfangs; im Nachhinein Besorgnis und Verständnis!? Wie gesagt, ich mag sie auf eine gewisse Weise, kann jedoch manche Dinge nicht nachvollziehen.
Ich bin gespannt, was du am Ende des Buches von ihr hältst.
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Gleich zu Beginn des Buches unbekannte Personen, die sich mysteriös verhalten.
Das gefällt mir. Auch Friederike ist mir sehr sympathisch.
So selbstbewusst, schlau und eben nicht auf den Mund gefallen. Was ebenfalls auf ihre neue Patientin zutrifft - Luise, gleichfalls selbstbewusst, schlau und wortgewandt.Zwei starke Frauen, wunderbar. Die Gouvernante ist noch undurchsichtig und wahrscheinlich hat sie was auf dem Kerbholz. Anfangs dachte ich, dass sie wegen der Unbekannten da ist und nicht wegen Luise. Also, dass Frau Wermut absichtlich den Dienst als Luises Gouvernante angetreten hat, um der noch Unbekannten zu helfen bzw. dass die Unbekannte und die Gouvernante irgendwie zusammengehören.
Die Trauer um Bernhard sitzt bei Friederike noch tief. Doch das Reiten und ihre Tochter geben ihr viel Kraft.

Das Rätsel gefällt mir bis jetzt sehr gut.
Ich bin gespannt, was noch alles so zu Tage kommt.Ich bin gespannt, wie dir Fräulein Wermut am Ende gefallen wird

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Ah da hoffe ich auf neue Leserunden mit dir.

In Mohlenberg 4 ist Fredi als Hauptkommissar dann wieder dabei.
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Ich bin schon jetzt begeistert: Homosexualität, 1953, Iran, interessante Kombination - Epoche /Ort sind mir vollkommen fremd, hört sich aber sehr spannend an - also: ich bin dabei!!! Wann?
Das schreibe ich gerade, bin noch ganz am Anfang, weil ich erst diesen Monat angefangen habe, aber ja wegen Lernen und Arbeiten kaum Zeit hatte. Abgabetermin ist Silvester.
Wird also erst nächstes Jahr erscheinen. Vorher kommen noch Mohlenberg 3 und 4
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Ich freue mich, dass es euch so gefällt und wir so eine interessante Diskussion über die Grundproblematiken von Toleranz und Rassismus etc. führen.
Wichtig ist es immer, zu sensibilisieren, aber wenn man es übertreibt, passiert eben oft genau das Gegenteil dessen, was man erreichen will. Aktuelles Beispiel sind die Dreadlocks der Musikerin, die deshalb von FFF ausgeladen wurde - weil sie die "falsche" Frisur hat. Ich denke, mit dieser Diskussion hat sich FFF viel mehr geschadet (und auch den BiPoC's), als dass es der Sache nützt. Weil offene Aggression gegen Menschen ( "wenn du dir die Haare abschneidest, darfst du auftreten") nie gut ankommt.
Darfst Du etwas darüber sagen? Du weißt: Vorfreude und so...
Mein neues Projekt ist ein Ableger aus "Die Stimmlosen" - Richard Hellmers Neffe Bruno, dessen Homosexualität ja dort Thema war (für alle, die das Buch kennen), reist mit seinem britischen Freund Eddy mit einem VW-Bully 1953 in den Iran, wo sie Zeugen des Sturzes von Mossadegh durch den amerikanischen und britischen Geheimdienst werden, was letztlich die Grundlage für all den Ärger legte, den man da unten bis heute hat.
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Wenn es nicht zu allen Zeiten auch die fortschrittlicheren, offener denkenden Menschen gegeben hätte, hätte sich ja nie etwas entwickelt. Die Menschen auf Gut Mohlenberg kann ich mir so vorstellen und wir bekommen ja auch genug in ihrer Zeit verhaftete Menschen präsentiert - allerdings ist es schon ein typisches Problem bei historischen Romanen, dass Figuren und ihre Denkweise häufig zu modern sind.
Tatsächlich waren viele Menschen damals schon recht modern. Wenn man sich ansieht, welche Fortschritte die Psychiatrie in den 1920ern machte, um dann wieder unter den Nazis in die Barbarei zurückzufallen, erkennt man das.
Und in historischen Romanen lebt eine Geschichte - wenn es um ein Sittengemälde geht - ja auch darum, dass die alten und neuen Vorstellungen aufeinanderprallen und sich daraus die Zukunft entwickelt.
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MelanieM Kannst ja dem Verlag erklären, wie gut die Figur hier in der Leserunde ankam

weiß er schon
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Für mich sind die Geschichten das wenn ich die Figuren loslassen kann. Das merkt man am deutlichsten bei so Endlosdingern wie Gabaldon. Da bin ich irgendwann ausgestiegen weil ich der Meinung war da kommt nichts gescheites mehr.
Loslassen kannst du Annemarie und Adnan dann nach Band 4 - solange sind sie nämlich auch noch dabei

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War das damals üblich, dass man die Gesetze für sich dehnte und nicht ganz so ernst nahm?
Ich denke, das war und ist immer und zu jeder Zeit üblich, wenn man die Gesetze nicht respektiert, weil man sie für falsch hält.
Allerdings muss man auch Folgendes berücksichtigen:
Wir befinden uns im Jahr 1923. Deutschland hat den 1. WK verloren, es herrscht Chaos auf den Straßen, Kommunisten und Nationalsozialisten liefern sich Schießereien, der bayrische Ministerpräsident wurde von einem Nationalisten erschossen und der bekam dafür nur eine geringe Strafe, weil die Richter meinten, er hätte ja aus vaterländischem Gefühl heraus den Sozialdemokraten erschossen ... Das Recht wurde selbst von obersten Stellen gedehnt. Dann gab es die völkerrechtswidrige Ruhrbesetzung der Franzosen, die zur Hyperinflation führte. Niemand aus dem Ausland griff ein, obwohl alle sagten: "Ja, das ist völkerrechtswidrig." Aber die Franzosen und Belgier plünderten das Land aus und daraufhin gab es den deutschen Generalstreik. Um die Streikenden zu versorgen, druckte die deutsche Regierung immer mehr Geld - so begann die Hyperinflation. Im September 1923, nachdem Stresemann zum Kanzler gewählt worden war, wollte Stresemann ein Ende des Streiks und strebte eine Währungsreform an. Daraufhin versuchte General Ludendorff zusammen mit dem damals noch unbekannten Hitler, zu putschen. Sie wollten nicht, dass der Streik endete, solange noch ein Franzose Deutsche dransalierte. Der Putsch scheiterte. Aber Hitler bekam nur 5 Jahre Festungshaft und wurde dann nach einem Jahr schon wieder entlassen.
Das wird zwar erst ein paar Monate später passieren, aber schon jetzt war deutlich, dass es kein vernünftiges Rechtssystem mehr gab und alles im Chaos versunken war. Das wiederum hatte natürlich auch Folgen auf die Wahrnehmung der Bevölkerung. Wenn Recht und Ordnung nichts mehr gelten, muss man das selbst in die Hand nehmen. Falsche Papiere zu bekommen, war damals kein Problem. Mit Ehrlichkeit kam man hingegen nicht weiter, sondern bekam nur Ärger.
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Das ist eher so ein emotionales Ding. Die Geschichten sind nicht zu Ende erzählt.
Na ja, wenn es danach geht, sind Geschichten immer erst vollendet, wenn alle Beteiligten tot sind
