Beiträge von AlexBerg

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    Original von Lesebiene
    Regenfisch - welche schicke pariser Wohnung?
    Ich erinnere mich, dass Zahit in einer Altbauwohnung mit anderen Familien zusammenwohnte. Das ist doch so üblich. Nach der Erstaufnahmeeinrichtung, Gemeinschaftsunterkünfte, können Asylbewerber auch in Wohnungen gemeinsam leben, Zumal die Erstaufnahmeeinrichtungen oft aus allen Nähten platzen.
    Heute war gerade ein schönes Bild von einem Wohncontainer in der Zeitung. 3 junge Männer bewohnen einen Raum - 3 Betten, Tisch und Stuhl.


    Es sollte nicht so sein, wie Regenfisch auch sagt, sondern passiert, weil die Kommunen nicht genügend Wohnraum für die Flüchtlinge zur Verfügung stellen können (das ist meinerseits kein Vorwurf an die Kommunen, die sind völlig überfordert mit der Situation). Tatsächlich sollen die Flüchtlinge möglichst dezentral verteilt werden, damit keine Ghettoisierung entsteht und sie sich schneller in die Gesellschaft integrieren können.

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    Original von Richie
    Ich verbinde aktuell mit "Flüchtlingsmädchen" jene Personen, die tatsächlich geflohen sind und ums Überleben kämpfen. Zahra kommt dagegen aus sehr elitären Kreisen und könnte m. E. ebenso gut ein Scheidungskind sein, das von einem Elternteil entführt wurde, aber das ist mein persönliches Empfinden.


    Ich habe hier Richis quote genommen, als Beispiel für die ausgelöste Diskussion zwischen euch, über die ich mich sehr freue!


    Aber könnt ihr euch nicht vorstellen, dass auch Menschen aus elitären Kreisen zu Flüchtlingen werden können? Denkt mal an den zweiten Weltkrieg zurück. Flüchtling sein heißt doch nicht zwangsläufig arm und ungebildet zu sein. Und auch heute: Wie viele Flüchtlinge auch und gerade aus Nord- und Schwarzafrika sind gebildete junge Männer, die allein deshlab fliehen weil, sie abgesehen von möglicher politischer Verfolgung, keine PERSPEKTIVE haben in ihrem Land? Wie viele studierte und hochgebildete Menschen aus Osteuropa kommen aus demselben Grund zu uns, die hier dennoch LowCost-Jobs verrichten müssen, nur weil ihre Abschlüsse nicht anerkannt werden?

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    Original von Richie
    @ Lesebiene


    stümmt, da steht sie ist die Tochter eines Wirtschaftsbosses. Aber ich weiß nicht warum, aber ich bin auch auf den Zug aufgesprungen und nahm an, daß es seine Tochter ist und er etwas mit ihrer Mutter hatte ?(


    Das finde ich sehr interessant, wie viel Fragen genau dieser Punkt aufwirft :-).

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    Original von mazian
    Das ist also mein erstes Buch von Alex. Und dann gleich eine Leserunde. Da kann ja nix mehr schief gehen ;-)


    Von mir aus ist es ja nicht so weit bis Paris und ich bin gut angekommen. Marion will also bei "Ärzte ohne Grenzen" arbeiten. Da ziehe ich den Hut vor. Ich weiss nicht, ob ich das könnte, meinen Standard hier in Mitteleuropa aufgeben, um dann in Krisengebieten zu arbeiten...
    Einiges erfährt man ja über Marion. Sie ist verheiratet, hat 2 erwachsene Kinder, in der Ehe läuft es nicht mehr so. Vielleicht ist ihr Engagement ja doch so eine Art Weglaufen.


    Bedenke Marions Alter. Das kann schon ein Zeitpunkt für ganz besondere Überlegungen werden.


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    Original von mazian
    Jean und Marion kennen sich also noch aus Kindertagen, komisch, dass Marion sich da nicht mehr dran erinnern kann :gruebel Wo sie sich doch sonst an so vieles aus dem Haus von Greg und Louise erinnert.


    Vielleicht hat er einfach keinen Eindruck hinterlassen ... ;-)


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    Original von mazian
    Jean bringt Zahra zu Louise. Angeblich kümmert sie sich öfter um Kriegswaisen (bzw. Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden). Macht sie das offiziell? Ich glaube nicht, denn dann könnte Jean das Kind nicht so einfach mitbringen, sondern Louise bekäme die Kinder vom Staat zugewiesen.


    Louise ist eine Frau mit einer besonderen Stellung in der Gesellschaft.



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    Original von mazian
    Baptiste und Léroux, hmm, über die beiden kann ich noch nichts sagen, mal sehen, was sich da noch entwickelt.


    Hat Eric die SIM-Karten wissentlich an Jean (und sicher auch andere verkauft), oder hat er mit der ganzen Geschichte nichts zu tun? Aber warum sollte er dann erschossen werden? Und, von wem?


    Wie maikaefer schon sagte, da hilft nur eins: weiterlesen

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    Original von Lesebiene


    Ich dachte Zahit hat das Prepaid-Handy? Aber hat Jean auch ein Prepaidhandy. Das Foto eines Europäers lässt nicht zweifelsfrei auf Jean schließen. :gruebel


    Nein, natürlich lässt das Foto in dem frühen Stadium noch nicht auf Jean schließen, aber zusammen mit allen anderen Informationen, die man später erhält, kann man dann den Rückschluss ziehen, dass er damit gemeint sein muss.


    Zum Telefon einmal als Hintergrund: In diesen Kreisen wird nur mit Pre-Paid-Karten gearbeitet, damit nichts nachverfolgt werden kann. Ich möchte jetzt nicht weiter erklären, warum und wie, denn das kommt noch in dem Roman. Daher meine Empfehlung: einfach weiterlesen :grin

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    Original von Wuermchen
    Wie hat Baptiste eigentlich Louise und Greg gefunden? Okay, Jean ist dort gemeldet, aber ich weiß auch nicht, wie Baptiste auf Jean gekommen ist. Ich dachte, die Prepaidkarte war eine Sackgasse. Wie sind die denn dann doch auf Jean als Empfänger der Nachricht von Ayan gekommen?


    Baptiste hat Jean schon lange im Blick (S.35 "Wir beobachten den Mann schon über ein Jahr"), allerdings weiß er zu Beginn nichts über die Verbindung zwischen Jean und Zahit, deshalb zeigt er dem Syrer auch das Foto Jeans ("das Foto eines Europäers"), in der Hoffnung, mehr zu erfahren. Daher können Baptiste und Leroux zunächst natürlich auch nicht wissen, wer der Empfänger der Nachricht ist, die Zahit kurz vor seinem Tod verschickt hat.


    edit: Fehlerteufel

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    Original von maikaefer
    Ich habe mein Buch einer Freundin mit in die Reha gegeben, werde es aber bestimmt erneut "in Angriff nehmen".
    :wave


    :wave Schade, aber manchmal passt es einfach nicht. Melde dich, wenn du dich erneut "bereit" dafür fühlst und noch Fragen auftauchen sollten.

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    Original von Lumos


    Mir gefällt die Geschichte ausgesprochen gut, wieder ein aktuelles Thema, dessen Brisanz ständig zunimmt.
    Doch mir fehlt immer noch der Sog und ich fühle mich leicht überfordert angesichts der Komplexität und der Fülle von Informationen.


    Bei einem solchen Thema ist es nicht immer leicht, "dosiert" zu arbeiten, vor allem, wenn man selbst gedanklich tief drin steckt. Ich hatte anfangs mit dem Gedanken gespielt, eine "schlichte" Flüchtlingsgeschichte zu schreiben, aber schnell festgestellt, dass es die Hintergründe sind, die in den Fokus rücken sollten.


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    Original von Lumos
    Möglicherweise wäre es leichter, wenn die Schauplätze nicht ganz so schnell wechseln würden und man Gelegenheit hätte, mit den Personen etwas ausgiebiger vertraut zu werden :gruebel.


    Das finde ich interessant, denn das Schema ist dasselbe wie in den vorangegangenen Romanen.


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    Original von Lumos
    Marion ist die einzige Figur, zu der ich einigermaßen Zugang habe, obwohl mir auch alle anderen gut gefallen.


    Vielleicht weil sie die einzige Deutsche ist, und aufgrund ihres Alters und ihrer Bildung der Identifikationsfaktor höher ist, als mit Claude oder Jean ...


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    Original von Lumos
    Die Vorbereitungen für ihren neuen Job bleiben sehr im Hintergrund, spielen wohl keine große Rolle für die Geschichte :gruebel.


    Ja, nun ... bei dem, was sonst so passiert ... gern hätte ich mehr über Arzte ohe Grenzen geschrieben, aber das sprengt dann schnell den Rahmen.

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    Original von maikaefer
    Mir geht es bis jetzt nicht anders als Dir - bei so vielen handelnden Personen fehlt mir schlicht und einfach der Durchblick, sie in irgendeiner Weise einordnen zu können. Da hilft nur Eines: Weiterlesen! :-] :wave


    Beim Schreiben fühlt es sich nie nach so vielen Personen an ... :gruebel Ich werde für euch mal einen Roman schreiben, der nur mit einer Person anfängt, weitergeht und aufhört :lache

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    Original von Wuermchen
    Ich mag das sehr, wenn man sich das eine oder andere zusammen reimen muss. Dazu muss man aber auch ein paar Informationen bekommen, über die man knobeln kann und das ist hier reichlich der Fall. Macht Spaß bisher!


    Das freut mich! Ist mir persönlich beim Lesen auch immer das Liebste, einfach mal zu schauen, wer auf die Bühne tritt und nach und nach zu entdecken, welchen Zusammenhang das Ganze hat. Das zu entwickeln, macht übrigens auch beim Schreiben Spaß.

    Hallo Ihr Lieben :wave,


    schön, schon etwas von euch zu lesen!


    Wie ihr aus meinen anderen Romanen wisst, lasse ich meine Leser gern "mitten in die Handlung fallen" - also zu Beginn keine lange Einführung oder Erklärung, sondern rein ins Geschehen. Das impliziert natürlich, dass man sich auf den Text einlassen und zunächst einmal hinnehmen muss, dass es einige Personen kennen zu lernen gilt und Fragen aufgeworfen werden.


    Wie ihr schon richtig erkannt habt ... dranbleiben :grin


    Ich hoffe, ihr habt jedenfalls so ganz nebenbei auch ein wenig Freude an Paris.

    Halloooo! :wave


    Da bin ich ENDLICH (!) aus dem Buch-Nirvana und Familienchaos aufgetaucht und finde schon so viele Anmeldungen für die Leserunde :-) juhu!


    Ein :danke an euch alle, dass ihr wieder dabei seid, obwohl ich die letzte Runde nicht in gewohnter Qualität begleiten konnte. :kiss


    Das wird diesmal anders - ich freue mich schon riesig auf die Runde und auf euch und eure Leseeindrücke!


    Ach ja: Das Buch wird pünktlich erscheinen, denn es ist tatsächlich fertig :lache


    Bis die Tage, euch allen eine schöne Adventszeit! :adventskranz