Beiträge von jusch

    Zitat

    Original von Saiya
    Aber mit Clemens würde er sich gut verstehen, glaube ich.



    Stimme dir zu!!




    Charlie


    Ich war vorhin im Britisch Museum zu Besuch und habe Prof. Irving Finkel gesehen.
    Auch einige Aussstellungsstücke gesehen. Es war eine Dokumentation, ich denke von BBC auf Spiegelgeschichte. Hast du bei ihm auch deine Namen geübt?
    Ich wollte mich noch einmal für deine Begleitung der Leserunde bedanken und die vielen Hintergrundinformationen. Glencoe und Das Haus Gottes liegen auch noch auf meinen SUB.
    Carmen und Lotti werden auf jedenfall noch folgen.

    Die Stadt der schweigenden Berge


    Autor: Carmen Lobato
    TB,Knaur-Verlag, 573 Seiten
    Covertext:
    Armarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und möchte in deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon dorthin zu fahren. Ihr Vater verbietet es ihr, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert? Warum spricht er nicht über ihre Mutter, an die Amarna keine Erinnerung hat?
    Mit der Hilfe ihres Freundes Paul,der sie liebt, kann sie ihren Traum doch noch verwirklichen.


    Es sind viele Fragen zu beantworten und man macht sich auf zu einer Reise mit Hindernissen und vielen Wendungen von Berlin nach Hattusa in Anatolien.
    1930: Durch ihr Studium beschäftigt sich Amarna mit dem Gilgamesch-Epos, die Geschichte von Gilgamesch und Enkidu zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Dabei stößt sie auf die Hethiter. Sie versucht weitere Informationen über diese damals noch unbekannte Hochkultur,die den ersten Friedensvertrag mit ihrer Keilschrift herstellten, imposante Steinskulpturen hatten,zu bekommen.
    Diese findet sie nur in Istanbul und Hattusa mit Begleitung von Paul und Merten, ihrem Patenonkel. Hier trifft Amarna auf einen Unbekannten zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt.
    Arman und Amarna, beide mit traumatischer Vergangenheit, entwickeln eine Seelenverwandschaft mit ihren Höhen und Tiefen. Bei manchen überzogenen Reaktionen möchte man beide an den Schultern packen und schütteln.
    Alle Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten. man leidet und hofft mit ihnen.
    Merten, ein sonst ruhiger Zeitgenosse, entwickelt sich zu einem von Hass verzehrenden Menschen.
    Paul aus einfachen Verhältnissen stammend, versucht mehr zu sein,als er ist und merkt, das er noch weit von diesem Ziel entfernt ist.
    Viele kleine Szenen und liebevolle gezeichnete Nebenfiguren bereichern den Roman zusätzlich.
    Eingebetet in den Roman ist die Legende von Putuhepa,Hattuseli und Urhi-Telub, eine sehr schöne Geschichte passend zum Inhalt des Romans.
    Der Schreib - und Sprachstil der Autorin nimmt den Leser gefangen und der Spannungsbogen bleibt bis zum Finale erhalten.
    Die mitfühlende und würdige Erzählung über das Leid der armenischen Bevölkerung bei den Progromen und dem Genozid lassen den Leser nachdenklich zurück.
    Ein berührender und gefühlvoller Roman, der den Leser dazu bringt sich mit der Kultur der Hethiter, den Ausgrabungen, sowie die leidvolle Geschichte der Armenier im Jahre 1915 näher zu befassen.
    Ein rundum gelungener Roman, den man unbedingt lesen sollte und nur weiter empfehlen kann.


    Ich vergebe 10 Eulenpunkte und freue mich auf den Nachfolger.

    Zitat

    Original von Charlie


    Das erzähl mal meinem Bruder! Der hat sich benommen, als hätte ich seine Ärzteehre verletzt ... (Sonst ist er aber ein ganz lieber. Und da ich's im Nachwort erklärt hab, hat er mir verziehen ...)




    da du das im Nachwort extra noch erwähnst, war für mich ausschlaggebend es so zu akzeptieren.


    Die zusätzlichen Schläge von Merten hätte er in diesem Zustand nicht überleben können, auch heute nicht.

    Ich hatte schon die Befürchtung , er hat sich eine Schädelbasisfraktur zugezogen bei dem Aufprall.


    Das ist der Vorteil von Fiktion,daß man "schummeln" kann.
    Habe nochmal die letzten beiden Abschnitte gelesen, wer wo wann in Hattusa war.Die einzelnen Szenen haben nichts an Faszination eingebüßt.




    Das ist eine der Szenen, die sehr schön sind.


    Gut,dass du Nathan Rosen als Vermittler genommen hast.

    Charlie, wann wird das Buch mit deinen Lieblingsberg erscheinen. Bin schon ganz neugierig.


    Inhaltlich tippe ich mal auf "Davit von Sasun", würde gut als Folgeband passen.






    LG jusch

    Amarna riecht Pfeifentabak und Ahornsirup?
    Sie kommen Hattusa immer näher und die Rivalität zwischen Paul und Arman wächst weiter.



    Die Steinskulpturen, die Arman herstellt,erinnerte mich stark an die Ausgrabung von Max von Oppenheim. Habe eben beide verglichen, doch keine große Ähnlichkeit.

    Dieser Roman ist sooo spannend. Ich konnte nicht aufhören und mußte in einem Rutsch durchlesen. Ein furioses Finale, wie alle Fäden zusammenlaufen. Das ganze muß ich erstmal sacken lassen. Eine geniale Idee, Mertens Rolle als Bergsteiger, darauf muß man erstmal kommen. :fingerhoch
    Tilman taucht auf, war abzusehen,da Amarna seinen Geruch wahrgenommen hatte.Nicht ganz nachvollziehbar war für mich,dass ein Fremder niemand auffällt in dieser kargen Gegend.




    Arman uns Amarna erinnerten stark an "Clmens und Paula", da kommt manchmal "Lotti" durch :grin
    Beide sind, jeder auf seine Art, traumatisiert. Manchmal fand ich die Reaktion von Amarna übertrieben, besonders was ihre Schreierei betrifft.
    Es gibt so viele Szenen, wie z.B. das Zusammenrollen zur Kugel bei Unsicherheit oder das Umarmen und und....
    Sehr schön empfand ich, wie Arman langsam versucht, dass Amarna sich an das Geschehen erinnert.


    Das sind meine ersten Eindrücke.

    Der Mann mit den Sternenaugen ist in Berlin zur Schule gegangen, aber Analphabet laut Merten. Sehr schöne Szene, als alle um das Notizbuch standen. :fingerhoch
    Merten versucht vehement, dass Amarna nicht nach Hattusa kommt und er war in der Nacht davor in der Nähe des Museums. Wäre ein übler Gedanke. ?(



    Urbi-Tesub, Puduhepa, Hattusili = Arman, Amarna, Paul?

    Mit dem Orient-Express nach Istanbul.
    In diesen Abschnitt ist einiges passiert, Tilman und Merten waren doch in Hattuša.
    Für Amarna ist eine Welt zusammengebrochen und Paul steht ihr bei. Er macht alles möglich, aber wie Merten im Zug schon festgestellt hat verrennt er sich. Ich denke,das gibt ein böses Erwachen. Die Gedanken Amarnas sagen schon viel aus.
    Die Episode der Reise nach Hattuša Ist super beschrieben, passend zum Buchtitel.


    Die Eindrücke von Istanbul und ihrer Einwohner erinnern mich an die heutige Zeit.


    Der schöne,interessante Unbekannte taucht wieder auf. Er macht einen zwiespältigen Eindruck, so ganz schlau werde ich noch nicht. Einerseits schroff, andererseits sehr verletzlich. Amarna ist ganz schon zickig,wurde ja schon im ersten Teil angesprochen.
    Jetzt weiß ich auch,was es mit den Wildschweinen auf sich hat :grin


    Amarna ist ja schon frech oder raffiniert, verändert einfach den Namen, um ihre Ziele zu erreichen.


    Das Auftreten der Nazis schon vor der Machtergreifung ist schon erschreckend. Das Genozid an den Armeniern habe ich nochmal bei Wiki nachgelesen und der Anführer der Jungtürken in Berlin ermordet wurde war mir neu.