Beiträge von jusch

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    Original von Bücherfreund



    Was mich nur gestört hat, ist die Tatsache, dass nicht abschließend geklärt wurde, wer denn nun die Info über Megans erstes Kind an die Presse gegeben hat.




    Ich vermute mal, dass dies die Nachforschungen von Journalisten bzw. Sensationsreporter sind.

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    Original von LeSeebär



    Aber letzten Endes führen wir sowieso ein Scheingefecht: Selbst wenn sich alle großen Publikumsverlage auf eine Selbstbeschränkung einigen würden, kämen über Selbstpubsis weiterhin Tonnen an unsichtbarem Material auf den Markt (wenn auch in den meisten Fällen nicht in die Buchhandlungen).


    aber meist nur digital ;-)


    Manchmal hat der Autor auch Erfolg damit, siehe aktuelles Beispiel Hanni Münzer.



    Heute
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/lektor-hobby-schriftsteller-haben-kaum-chance-auf-vertrag-a-1042434.html


    entdeckt, wobei die Kommentare am interessantesten sind.

    Zitat

    Original von Darcy




    Ich habe es auch so verstanden, das da kurz was war. Sie ist doch zu ihm nach Hause, oder? Nach der Sprechstunde?



    Habe ich auch zuerst gedacht und jetzt nochmal nur die Megan Abschnitte gelesen. Kamal hat immer abgewehrt und Megan wollte.



    Aufgefallen ist mir noch: Rachel hat einen Korkenzieher und Anna einen Schraubenzieher :gruebel

    Der Roman wird jeweils von den den drei Erzählerinnen Rachel, Megan und Anna geschildert. Hier muß man sich auf den jeweiligen Zeitrahmen konzentrieren und die weiblichen Protagonisten sind schwer auseinander zuhalten.


    Es kommt immer wieder zu vagen Andeutungen, Verwicklungen, Widersprüchen und Lügen , die die Sicht auf die Handlung verändern.


    Die Charaktere mit ihren psychischen Problemen werden realistisch dargestellt und sorgen manchmal für eine düstere Stimmung.


    Nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen und oft wird man auf eine falsche Fährte geführt..
    Durch den Spannungsaufbau wird man richtig in die Geschichte hineingezogen und stellt Mutmaßungen an, verdächtigt diesen und jenen und alles endet in einem furiosen Finale.


    Ein raffiniert geschriebener Roman,in dem nichts so ist wie es scheint.
    Leser, die Spannungsromane/ Psychothriller lieben sollten diesen Roman unbedingt lesen.


    Ich durfte den Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, vielen Dank an den Verlag und Wolke.
    9 von 10 Eulenpunkten

    Diese Krise ist von Follett eindringlich beschrieben worden. Ich kann mich auch noch an die Schlagzeilen von damals erinnern, aber dass es so auf Messersschneide stand war mir auch nicht bewußt. Wir spielten immer Chruschtschow vor der UNO.



    Ja und Castro existiert noch.

    Die beiden letzten Abschnitte in einem Rutsch gelesen. Puh, da ging es nochmal ganz schön zur Sache.


    Was man in einem kurzen Blick alles hinein interpretieren kann. Den ganzen Roman ist man der Meinung Megan und Kamal haben eine Affäre .Nichts da.


    Tom und Megan war bei mit ein Bauchgefühl, aber es passte mit der Zeiteinteilung.


    Der Spannungsaufbau war gut und ein schlüssiges Ende.


    Für Anna ist eine Welt zusammen gebrochen und ihre Aktion mit dem Korkenzieher. Hier hat sie ihren ganzen Frust rausgelassen.


    Bei Tom kam die dunkle Seite zum Vorschein. Die Entwicklung vom Gutmenschen, der sich um Rachel kümmert zum Lügner ,der über Leichen geht hätte man so nicht gedacht.

    Megan erzählt Kamal vom Tod ihrer Tochter und sie mitschuldig ist. Ab diesen Termin bei Kamal zu Hause beginnt ihre Affäre. Bei allen drei Frauen steht ein Kind im Mittelpunkt und verkorksten ihr Leben.
    Kamal fährt einen blauen Corsa und keinen roten Sportwagen.
    Was ist eigentlich Tom von Beruf und welchen Wagen fährt er? Habe ich da was überlesen.
    Rachel und Scott ,ein seltsames Verhältnis. Megan wurde nun gefunden und Scott wird verdächtigt. Kein Wunder bei seinem merkwürdigen Verhalten.
    Anna könnte auch etwas mit Megans Tod zu tun haben.
    Ich tippe mal auf Anna und Tom oder doch der große Unbekannte, vielleicht de Rothaarige, wegen dem After shave Geruch.


    Cathy ist wirklich sehr hilfsbereit. Rachel empfindet sie ja als"zu nett".

    Die Geschichte ist spannend aufgebaut und steckt voller Rätsel.



    Die Alkoholprobleme scheinen ja doch schon längere Zeit zu bestehen, der unerfüllte Kinderwunsch. Blackouts sind für Rachel nicht neu und Tom hat ihr damals ein Buch gekauft.
    Rachel sagt niemanden die ganze Wahrheit, ob Polizei, Scott oder Cathy. Sie merkt es ja selbst, das sie dadurch nicht sehr glaubwürdig wird.


    Der rothaarige Mann, welche Rolle spielt er?


    Die Affäre von Megan im März, war es wirklich Kamal? Ich denke nicht, es scheint der selbe Mann zu sein wie im 1. Abschnitt. Ihr Verhalten in der Praxis ist schon merkwürdig. Man meint wirklich, dass Kamal sie abserviert hat.


    Aus Scott werde ich nicht ganz schlau und Rachel trifft sich mit ihm. Das Verhalten zum Ende dieses Abschnittes ist schon eigenartig. Der Steinhügel im Garten wird kurz erwähnt


    Anna kommt nun auch zu Wort. Die glückliche Familie in Kursivschrift, da bin ich gespannt was dahinter steckt.

    Ich musste mich erstmal an das Tagebuch gewöhnen, kaum Dialoge, aber nicht uninteressant.
    Ziemlich verwirrend mit Rachel und Megan und die Zeitsprünge. Habe des öfteren nach schauen müssen, wer und wann nun dran ist. Beide haben psychische Probleme, die eine Alkoholikerin und keine Arbeit, die andere steht auf Sex und hatte früher mit Drogen zu tun .

    Titel: Worte in meiner Hand
    The Words in my Hand
    Autor: Guinevere Glasford


    Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
    Verlag: List Hardcover (7. August 2015)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 347135123X
    ISBN-13: 978-3471351239


    Beschreibung (Amazon):
    René Descartes und Helena Jans van der Strom – eine wahre Geschichte Amsterdam, 1630er Jahre. Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein großes Glück für sie, denn sie kann lesen und schreiben und geht mit offenen Augen durch die Welt. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und Helena ist angewiesen, ihn „Monsieur“ zu nennen. Der Fremde zieht viele Besucher an, und sie erfährt seinen echten Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was unmöglich ist: Sie ist Calvinistin, er Katholik. Sie ist nur eine einfache Magd, er Europas aufstrebender Philosoph. Die beiden sind zwei kühne, mitreißende Geister, die sich von dem Standesdünkel des Goldenen Zeitalters in Holland nicht aufhalten lassen.



    Autor:
    Guinevere Glasford lebt in England in der Nähe von Cambrigde. Die Arbeit an Worte in meiner Hand ist von Arts Council England gefördert worden. Ihre Texte sind immer wieder ausgezeichnet worden, zuletzt von TLC´s Pen Factor Award.





    René Descartes ist Logiergast im Hause des Buchhändlers Sergeant in Amsterdam. Hier trifft er auf Helena, die aus einfachen Verhältnissen kommt. Eine Verbindung, die auf Vorurteile stößt und nicht sein darf.

    Diese heimliche Beziehung wird aus der Sicht von Helena geschildert und man kann sich gut vorstellen, dass es so gewesen sein könnte.
    Durch den Schreibstil der Autorin kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.
    Descartes erlebt man als einen unsteten Menschen , der es nie lange an einem Ort aushält. Seine Schriften muß er gegenüber Kritikern verteidigen. Bei seinen Experimenten ist man dabei.
    Sein Diener Limousin fühlt sich berufen alles Negative von Descartes fernzuhalten.
    Helena will mehr und bringt sich mit einer eigenen, speziellen Methode vieles selbst bei. Ihre unsichere Situation auf welcher Seite sie steht, ihre Bemühungen ein besseres Leben zu führen werden nachvollziehbar beschrieben.
    Die Schwierigkeiten für Frauen im 17. Jahrhundert Bildung zu erreichen und wie die Umgebung darauf reagiert werden thematisiert.


    Nachwort und Inhaltsverzeichnis mit den wechselnden Handlungsplätzen ergänzen den Roman.


    René Descartes und Helena Jans van der Strom, eine wahre Geschichte wurde von der Autorin aus den wenigen bekannten Fakten in einen lesenswerten, beeindruckenden Roman umgesetzt. Faszinierend geschrieben und nur zu empfehlen.





    10 von 10 Eulenpunkten.