Beiträge von little sparrow

    Danke für die Rezi. Das Buch ist schon eine Weile auf meinem Wuzel - werde es mir mit Sicherheit holen.

    Eine tolle Reihe ist auch "Quendel" von Caroline Ronnefeldt.

    Vielen Dank für den Tipp. Dann schaue ich mir die Reihe mal an.
    Vielleicht sehe ich ja demnächst deine Rezi hier über Gnorl.

    Lustig, das Buch war am Wochenende gerade bei uns in der Tageszeitung auf der Kinderseite. Da stellen sie oft Kinderbücher vor. Wir haben es uns mal gemerkt.

    Das ist ja echt witzig. Ich hatte total viel Spaß beim Lesen. Viel Freude, falls Ihr Euch dafür entscheidet.

    Gnorl

    Jugendbuch

    Planet! - Thienemann-Esslinger Verlag

    Autor: Florian Fuchs

    ISBN 978-3-522-50682-3

    338 Seiten


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    So gern wäre Jonas in diesem Sommer mit seinem Freund und dessen Eltern nach Mallorca gereist. Stattdessen stehen ihm nun Ferien auf dem Bauernhof bevor. Im Schwarzwald. Mit seinen Eltern.

    Freude sieht anders aus. Doch nachdem er sich nach stundenlanger Fahrt aus dem Auto gequält und den Ausblick gesehen hat, könnte er sich vorstellen, dass die Ferien vielleicht doch noch cool werden. Zwei Kinder in seinem Alter soll es auf dem Hof der Gastfamilie Bommele auch geben.




    Anna und Benjamin heißen die Beiden und schon nach kurzer Zeit raufen sich die Drei zusammen und legen sich gemeinschaftlich auf die Lauer. Jonas hatte Abends eine Gestalt aus dem Schuppen entwischen sehen und nun sind die Drei neugierig, um was für ein Geschöpf es sich handelt.

    Nach kurzer Verfolgungsjagd entdecken sie einen kleinen Felsspalt. Wohin mag die verborgene Treppe führen? Ein paar Stufen später stecken sie in einem unterirdischen Labyrinth und einem Abenteuer voll Magie, Kobolden und allerlei unbekannten Kreaturen und begegnen alten Geheimnissen und tiefer Freundschaft.

    Gut, dass sie zuerst dem Kobold Gnorl begegnen. Denn nicht jeder Kobold hat gute Absichten mit den Eindringlingen aus der Oberwelt.


    Ich bin ganz verliebt in die Geschichte. Im ersten Moment dachte ich noch, dass das Buch ganz schön viele Seiten für ein Kinderbuch hat, doch die Geschichte ist ruckzuck gelesen. Wenn ich das Buch zur Seite legen musste, dann habe ich mich unbändig darauf gefreut, später weiterlesen zu können um zu erfahren, wie es den Dreien in der Unterwelt ergeht und was sie für Abenteuer bestehen.

    Unter Tage gibt es Orte wie beispielsweise das Finsterloch und das Theater der vielen Beine. Ich möchte es selbst erleben obwohl ich - ob der Gefahren die dort lauern - froh bin, dass ich in meinem sicheren Zuhause die Geschichte erlebe. Jonas, Anna und Benni müssen ganz schön viel Mut aufbringen, um ihre Abenteuer zu bestehen. Dabei mutieren sie aber nicht zu Superhelden, sondern jeder bleibt mit seinen Eigenschaften in seiner Rolle. Sie bleiben stets in ihren Handlungen und Aussagen authentisch. - Genauso ist es mit Gnorl und den anderen Kobolden. Ob Sympathieträger oder nicht, jeder bleibt seinem Naturell treu.

    Ich hoffe, ich kann bald mehr um die Abenteuer in der Unterwelt und Gnorl lesen. Wenn Schlafmaden, Asselschrecken und Hexenwühlen sich im Labyrinth neu sortieren müssen.


    Fazit

    Ein magisches Abenteuer rund um die Welt der Kobolde, schrecklicher Machtausnutzer und wahrer Freundschaft.


    ASIN/ISBN: 3522506820

    Perfektes Spiel mit der Angst

    In dem neuen Thriller Der Fahrer gelingt Andreas Winkelmann das perfekte Spiel mit der Angst. - Vielleicht lag es ja daran, dass ich mich gerade auf der Fahrt nach Hamburg befand, als ich mit dem Hörbuch begann. Eine junge Frau war in der Geschichte mit dem Auto in Hamburg unterwegs. Welcher Stadtteil war das gerade nochmal? Wo befand ich mich gerade? Es war schon ein sehr eigentümliches Gefühl, das mich beschlich, als ich so durch Hamburgs Straßen fuhr und der Geschichte lauschte. Wenn mich jetzt bloß keine Streife anhielt.




    Mittlerweile bin ich gut aus Hamburg zurück. Das Erlebnis, das Hörbuch auf der Fahrt hin und zurück und vor Ort zu hören, war jedenfalls atemberaubend.


    Zum Hörbuch

    Der Fahrer ist bereits der dritte Fall von Kommissar Jens Kerner und seiner Kollegin Rebecca "Becca" Oswald. Mit den beiden Ermittlern hat Andreas Winkelmann ein tolles Duo geschaffen. Sie wirken lebensecht und authentisch. Becca ist an den Rollstuhl gefesselt und lässt sich davon möglichst wenig beeindrucken. Jens Kerner ist ihr Vorgesetzter und Kollege und hilft Becca - wenn es aufgrund ihrer Einschränkung notwendig ist. Dabei geschieht diese Unterstützung sehr natürlich und wirkt eher vertraut. Die beiden scheinen ein eingespieltes Team zu sein.

    Für mich war Der Fahrer das erste Buch von Andreas Winkelmann, so dass ich auch die beiden Vorgängerromane um das Team Kerner/Oswald nicht kenne. Wenn ich die beiden in der Story erlebe, dann wirken sie auf mich, als hätten sie bereits einiges gemeinsam erlebt.

    Becca hat für Jens eine Geburtstagsparty geplant. Als Jens dem Trubel entflieht, stolpert er direkt in einen neuen Fall. Eine junge Frau wurde entführt. Das Foto der entführten Frau wurde vom Täter bei Instagram unter dem Hashtag findemich veröffentlicht. Die Zeit, die den Ermittlern bleibt, ist begrenzt. Der Täter scheint sie verhöhnen zu wollen und spricht "von einem leuchtenden Beispiel polizeilicher Inkompetenz", falls sie es in der vorgegebenen Zeit nicht schaffen, das Opfer zu finden.

    Der Thriller nimmt dadurch rasant an Spannung zu und sozusagen "an Fahrt auf" - doch ich kann nicht schneller hören. Der Sprecher behält sein Tempo bei und ich werde mich gedulden müssen, ob Jens, Becca und ihre Kollegen das Opfer rechtzeitig befreien können.

    Mir war der Thriller beinahe schon zu spannend. Durch die Aktualität der Geschichte und dem realitätsnahen Verhalten von Personen in den Sozialen Medien, sah ich viele Berührungspunkte. Denn das Verhalten in den sozialen Medien findet - genauso wie der Fahrdienst MyDriver - in diesem Thriller Raum. Dadurch wirkt die Story so real, dass hier tatsächlich ein perfektes Spiel mit der eigenen Angst getrieben wird.

    Und das ist genau das, woran Andreas Winkelmann gelegen ist, wenn er in seinem stillen Kämmerlein sitzt und an einem neuen Thriller schreibt.

    Andreas Winkelmann habe ich auf einer Lesung kennengelernt. An jenem Abend stellte er seinen Thriller Das Fundstück vor, das er unter seinem Pseudonym Frank Kodiak herausgegeben hat. Den Artikel über die Lesung findest du hier.


    Fazit

    Der Fahrer ist für alle, die rasante und realitätsnahe Thriller mögen.


    ASIN/ISBN: ASIN B088NVW8L4

    Bendic Liras - Rost und Gebein

    Die Sphären-Chroniken 2

    Kirsten Storm

    Erscheinungsdatum eBook: 16. Januar 2021

    ASIN B08Q7RMVSR

    537 Seiten

    Erscheinungsdatum Hardcover

    - noch offen -


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    Bendic Liras - Rost und Gebein ist der zweite Band der Sphären-Chroniken. In diesem Band lerne ich den Protagonisten Bendic Liras näher kennen. Er ist ein Lysanth.

    Nach einem Impact sahen sich die Politiker dazu berufen, die Welt vor der Überbevölkerung zu retten. Genmanipulationen an Menschen wurden zugelassen. Durch diese Genmanipulationen mutierte ein Teil der Menschen in zwei verschiedene Arten - der Uskrim und der als gefährlich eingestuften Lysanth.




    Nachdem nun immer wieder ohne besondere vorherige Vorkommnisse Lysanth einen LeapDown erleiden, bei dem sie gewalttätig gegenüber anderen Lebewesen werden, kommt die Regierung überein, die Lysanth zu separieren und in kontrollierbare Wohnabschnitte auszugrenzen. Ein Kontakt mit Menschen wird ihnen untersagt.

    Das trifft vor allen Dingen Bendic hart, da seine Zieheltern Mary und Terence Fung Menschen sind.


    Dieser zweite Band der Sphären-Chroniken spielt in derselben Zeit, in der der erste Band, Ruby Blayke - Feuer und Asche, spielt. Es ist spannend, die Erlebnisse, die Ruby und Bendic einen, nun aus seiner Sicht mitzuerleben und auch die Sicht und Lebensweise und die Gedanken der Lys mitzubekommen. In den Sphären-Chroniken Band 1 lerne ich die Sicht der Menschen und Rubys Welt kennen. Die Welt von Bendic und der Lysanth vervollständigt nun das Bild der Sphären.


    Kirsten Storm fesselt mich in ihrer Geschichte bereits mit den ersten Worten. Und genau so gelingt ihr das auch mit Bendic Liras. Ich bin fasziniert von den Empfindungen, gefesselt vom Farbenspiel, ernüchtert vom Grau der Stadt und die Emotionen - Freude und Schmerz - nehmen mich mit in die dystopische Zukunft der beiden Protagonisten.

    Es ist schön nun auch die Charaktere rund um Bendic kennenzulernen und die Charaktere um Ruby wiederzusehen. Ja, genauso fühlt es sich an: als hätte ich sie alle schon einmal gesehen, als wäre ich ihnen begegnet. Sie bringen Empfindungen mit, bestätigen oder widerlegen sie und bleiben dennoch authentisch.

    Fasziniert bin ich vor allen Dingen von den Fähigkeiten der Lysanth und deren Daimos. Ein Daimos ist der unsichtbare Begleiter der Lysanth, der in Form und eigenen Fähigkeiten variiert. Der Daimos von Bendic ist ein Drache namens Aris. Mir gefällt seine witzige Art, sein Humor.


    "Schicksal", japste Aris amüsiert. "Vielleicht will es dir eins auswischen und lacht sich gerade über dich schlapp." - Seite 413


    Ich hätte zu gern Bendics Gesicht gesehen. So einen unsichtbaren Begleiter würde ich mir in manch einer Situation auch wünschen.


    Fazit

    Dieses Buch ist für alle, die fantastische Dystopien lieben und sich Geschichten gern auch aus einem anderen Blickwinkel erzählen lassen. Hochspannend und faszinierend erzählt. Ich liebe es.

    ASIN/ISBN: ASIN B08Q7RMVSR

    Der Spiegelmann

    Thriller

    Bastei Lübbe AG

    Lars Kepler

    ISBN 978-3-7857-2704-1

    624 Seiten



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    Der Spiegelmann von Lars Kepler ist der achte Band einer Reihe um den Ermittler Joona Linna. Wer die Entwicklung der Charaktere nicht zwingend von Anfang an erleben muss, kann gut mit diesem achten Band starten. Wer darauf Wert legt, startet mit Band 1, dem Buch Der Hypnotiseur.





    Joona Linna wird nach seinem letzten Fall aus den aktuellen Ermittlungen rausgehalten. Dennoch beteiligt er sich und wird dabei immer mehr in den Fall eingebunden. Dank seiner Empathie und seinen unkonventionellen Methoden übernimmt er schon bald wieder das Ruder und was sich ihm offenbart, lässt mich das Buch nach kürzester Zeit nicht mehr aus der Hand legen.

    Der Schreibstil ist flüssig und wechselt zwischen Aufzählungen, spannenden Momenten und scheinbar undenkbaren Situationen. Ich möchte nicht aufhören zu lesen und doch das grauenhafte Geschehen nicht erleben. Doch damit wartet Lars Kepler in diesem Band auf.

    Ein 16jähriges Mädchen verschwindet, ein anderes wird nach einem Unfall beim Eisangeln vermisst und später für tot erklärt. Trotz intensiver Suche können beide nicht gefunden werden.

    Die Eltern des verschwundenen Mädchens geben die Hoffnung nicht auf, bis nach fünf Jahren das tote Mädchen erhängt auf einem Spielplatz auftaucht. Für die Welt zur Schau gestellt.

    Das andere Mädchen bleibt verschwunden und die Eltern erklären ihr Kind für tot. Der Stiefvater, der beim Eisangeln beinahe selbst zu Tode gekommen wäre, kann sich die Situation auch später nicht erklären und kommt immer weniger im Leben klar. Um den Verlust der Tochter verarbeiten zu können, wollen sie ein Mädchen adoptieren.

    Doch wer ist für den schrecklichen Tod des Mädchens auf dem Spielplatz verantwortlich? Joona Linna begibt sich mit seinem Team nicht nur in außergewöhnliche Ermittlungssituationen sondern auch selbst in Gefahr. Der Thriller ist voll mit Informationen und vielschichtigen Charakteren und gefühlt birgt jede Seite nicht nur ein weiteres Geheimnis sondern steigert auch die Spannung. Die letzten 200 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen. Ich konnte, ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen ohne zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht.


    "Ein Freund von mir, Samuel Mendel, pflegte zu sagen, wenn man das mit bedenkt, was es nicht gibt, hat man die Spielregeln schon geändert." - Seite 80


    Ich selbst habe den Vorgängerroman Lazarus gelesen und war ganz angetan, als ich den neuen Band Der Spiegelmann gesehen habe. Seitdem fiebere ich darauf hin, die ersten Bände auch alle zu lesen.


    Fazit

    Wer spannende Thriller liebt und vor grauenvollen Handlungen des Täters beim Lesen nicht zurückschreckt, dem kann ich Der Spiegelmann ans Herz legen.

    Bin noch da

    Roman

    Rowohlt Polaris

    Autor: Sven Stricker

    ISBN 978-3-499-00195-6

    448 Seiten

    erschienen am 18. August 2020


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    Bin noch da heißt der neue Roman von Sven Stricker in dem es um eine Vater-Sohn-Beziehung geht. Oder vielmehr um eine Vater-Sohn-Beziehung die nie wirklich bestand?! - Aber schön der Reihe nach.

    Moritz Liebig ist 37 Jahre alt und hat ein eigenes Café. Er lebt mit seiner Frau Jessy und seinem Sohn Elias in einer Wohnung im vierten Stockwerk und ist - so gut es geht - zufrieden. Zu seinen Eltern und seiner Schwester Nina hat er seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr und er bildet sich gern ein, sie auch nicht zu vermissen. Mit 18 ist er zu Hause ausgezogen und hat seitdem sein Elternhaus nicht mehr betreten.




    In seinem Café steht er oft selbst hinter dem Tresen und vergibt jedem Kunden in Gedanken einen Namen. Mir gefällt diese Marotte von ihm. Er schaut sich den Menschen vor ihm an und denkt "mhmm, das könnte eine Lily sein, und diese eine Lotte und die dort am Ende der Schlange steht, könnte eine Lea sein". Bis plötzlich ein Karlheinz vor ihm steht. Sein Karlheinz. Sein Vater. Sein Vater, der nie auch nur einen Schritt in sein Café oder eine seiner Wohnungen gesetzt hatte. Doch mit freudigen Nachrichten kommt Karlheinz nicht. Stattdessen teilt er Moritz mit, dass seine Mutter verstorben sei und er auch sterben möchte. Er käme nur nicht an das notwendige Medikament heran. Auch wenn Moritz all die Jahre keinen Kontakt zu seinen Eltern hatte und erstaunt ist, dass seine Mutter bereits seit drei Monaten tot ist und er nicht einmal zur Trauerfeier eingeladen war, seinem Vater helfen aus dem Leben zu scheiden, das will er nun auch nicht. Kann er seinem Vater diesen Wunsch verweigern? Er, Moritz, der sich die ersten 18 Jahre seines Lebens immer gewünscht hatte, dass sein Vater ihn begleitet, für ihn da ist? Dessen Nähe er gesucht hat, sie aber nie bekommen hat. Und jetzt soll Moritz für ihn da sein und ihn begleiten? Beim Sterben?


    Zitat
    "Sie nehmen dir nach und nach alle Vergnügungen, das sag ich dir, dann lebst du zwar noch, aber es gibt keinen Grund mehr dafür." - Seite 73


    Bei aller Miesepetrigkeit, die Karlheinz an den Tag legt, muss ich trotzdem immer wieder herzlich lachen. Der Roman ist mit einem trockenen unterschwelligen Humor geschrieben, der mich - trotz der ernsten Lage - zum Lachen bringt. Sven Stricker hat eine ganz eigene Art diese Geschichte zu erzählen. So echt, so unverfälscht und mit den Tücken, die das Leben so mit sich bringt. Freunde, Unsicherheiten, Sehnsüchte und familiäres Zusammenleben, Missverständnisse und Freude - ein bunter Strauß an Menschen, Erlebnissen und Gefühlen, die sich am Erlebten festmachen. Die Charaktere wirken echt mit ihren Ecken und Kanten und schon bald fühle ich mich genauso heimisch in der Stadt, in dem Mehrfamilienhaus, in der Straße, in der das Elternhaus steht und im Café, als würde ich dort selbst ein- und ausgehen.

    Ich habe das Buch gern gelesen, weil es mir zeigt das - egal wie schwer es in manch einer Lebenssituation sein mag und egal wie verquer es auch gerade läuft - es sieht von außen betrachtet gar nicht so schlimm aus. Schlimm ist es in der Situation nur für einen selbst. Und man selbst ist der Meister, der das Geschick in seinem Wirkungskreis beeinflussen kann.

    Bin noch da bringt mich zum Lachen und regt mich ebenso zum Nachdenken an. Ein wundervoller Roman.


    Fazit


    Bei aller Ernsthaftigkeit des Lebens und der Geschichte habe ich auch immer viel Freude beim Lesen gehabt und laut aufgelacht.

    Ein Buch, dessen Geschichte, dessen Wahrheit wohl deprimieren würde, wäre es nicht mit diesem köstlichen Humor geschrieben.

    Bin noch da - ein Roman, der einem zeigt, dass man gar nicht so allein ist auf dieser Welt mit seinen ganzen Empfindungen.


    ASIN/ISBN: 3499001950

    Ich fand es auch richtig klasse, mal einen Escaperoom-Thriller zu lesen. - Da ich so etwas auch noch nie mitgemacht habe, würde ich wahrscheinlich vor Angst nun darin umkommen. Ganz schlechte Voraussetzung vorher diesen Thriller zu lesen. - Jedenfalls, wenn man so ein Hasenfuß wie ich ist.

    Fräulein Gold - Scheunenkinder

    Argon-Verlag

    Hörbuch

    Autorin: Anne Stern

    Sprecherin: Anna Thalbach

    1 MP3-CD

    6 Stunden 51 Minuten

    Erscheinungstermin: 13. Oktober 2020

    ISBN 978-3-8398-1813-8


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    Fräulein Gold - Scheunenkinder
    ist der zweite Band der Saga am Hulda Gold. Hulda Gold lebt im Berlin der 1920er-Jahre, ist Hebamme und hat ihren eigenen Kopf. Sie ist gern unabhängig und obwohl sie anderen Familien hilft, ihre Babys gesund auf die Welt zu bringen, kann sie sich selbst ein Leben "nur" als Ehefrau und Mutter nicht vorstellen. Mit ihrer störrischen und liebenswerten Art hat sie sich schnell einen Platz in meinem Herzen erstritten.


    Hulda Gold ist freundlich, dabei aber auch immer sehr bestimmt. Was sie sich in den Kopf gesetzt hat, führt sie auch zu Ende.

    So auch in diesem zweiten Band Scheunenkinder. Von ihrem Vater bekommt sie die Information, dass sie im Scheunenviertel gebraucht wird. Es handelt sich um eine jüdische Familie. Die jüdischen Familien in diesem Viertel sind sehr arm und das Besondere bei diesem Einsatz ist, dass die Wöchnerin eben keine Jüdin ist. Hulda selbst macht das nichts aus. Sie ist zur Hälfte Jüdin und ein neues Leben ist ein neues Leben, das auf die Welt gebracht werden möchte.

    Der jüdischen Familie Rothmann, die aus Galizien stammt, ist das Ansehen nicht einerlei, und so wird der Geburt des Babys mit scheinbar gemischten Gefühlen entgegen gesehen. Als dann einige Tage nach der Geburt das Neugeborene verschwunden ist, scheint niemand Ambitionen zu haben, das Baby zu finden. Niemand außer Hulda, die es sich in den Kopf gesetzt hat, die Armenierin Tamar zu unterstützen und ihr ihr Baby wohlbehalten zurückzuholen.

    Selbst Huldas Freund, Kommissar Karl North, kann sie nicht davon abhalten, weiter nach dem Neugeborenen zu suchen.


    Der Erzählstil von Anne Stern trifft das Berlin der 1920er Jahre sehr gut. Ich erhalte einen Einblick in die Haushalte Berliner Bürger und bekomme eine Ahnung, wie es bei ihnen zu Hause ausgesehen haben mag. Freundschaften, die Stellung der Frau in der Gesellschaft, der wachsende Unmut auf Juden und wie damit in der Gesellschaft umgegangen wird, die Inflation - alles das beschreibt Anne Stern so bildhaft, als würde ich selbst morgen mit Bündeln von Geldscheinen in der Tasche nach einem Brot anstehen. Es ist spannend, mit Hulda an der Seite durch Berlins Straßen zu gehen und die Menschen kennenzulernen. Die Charaktere sind vielschichtig und sie sind besonders. Man tut gut daran, seine Belange vor den neugierigen Anwohnern zu bewahren. Denn sonst weiß tags darauf die Nachbarschaft mit Sicherheit genauestens bescheid. Es ist dieses bunte Treiben in einer durchaus manchmal grau anmutenden Zeit, das mich fasziniert und durch die Geschichte trägt.


    Fräulein Gold - Scheunenkinder hat mir sehr gut gefallen. Diesen zweiten Band kann man unabhängig vom ersten Band Fräulein Gold - Schatten und Licht lesen. Ich freue mich, dass ich diesen ersten Band noch vor mir habe und mir damit die Wartezeit auf den dritten, bald folgenden Band Fräulein Gold - Der Himmel über der Stadt verkürzen kann. Der dritte Band wird als Roman am 21. April 2021 im Rowohlt Verlag und am selben Tag im Argon Verlag als Hörbuch erscheinen.


    Weitere Informationen gibt es auf den Verlagsseiten:

    Argon Verlag - Scheunenkinder

    Rowohlt Verlag - Anne Stern


    und auf der Seite der Autorin:

    Anne Stern

    So sehen Siegerinnen aus

    Konflikte meistern durch Balance, Haltung und Selbstvertrauen

    Lübbe Life - Bastei Lübbe Verlag

    Autorin: Katrin Klewitz

    ISBN 978-3-7325-8924-1

    246 Seiten


    So sehen Siegerinnen aus ist ein Buch vor allem für Frauen. Das Buch kann als Leitfaden dienen, Erklärungen in der Selbstreflektion liefern und Mut machen. Mut machen zu kämpfen. Aber auch im Vorhinein zu sondieren, ob es überhaupt der eigene Kampf ist oder es sich lediglich um das Problem des Gegenübers handelt.

    Der Ratgeber - wenn man ihn so nennen mag - ist neun Kapiteln unterteilt und erzählt viele persönliche Erfahrungen der Autorin. Katrin Klewitz ist ausgebildete Kampfchoreografin und dieser Werdegang hat ihr geholfen sich selbst und auch das Verhalten ihrer Mitmenschen zu reflektieren. An ihren Erfahrungen darüber lässt sie uns in diesem Buch teilhaben.

    In den ersten drei Kapiteln geht es sehr anschaulich um das eigene Standing, Distanzverhältnis und die eigene Haltung. Und wenn der Leser das Standing oder die gewünschte Haltung noch nicht hat, mit welchen Mitteln diese erreicht werden könnten. Wichtig dabei ist, und darum geht es in den drei Kapiteln, das für sich selbst herauszufinden und die eigene Methode und Wirkung daraus kennenzulernen.

    Die übrigen sechs Kapitel beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Charaktereigenschaften von Kriegerin, Jägerin, Kampfelfe, Schützin, Knappin und Ritterin. Anhand von Charakteren aus Literatur und Filmgeschichte werden hier die besonderen Eigenschaften vermittelt. Hilfreich ist hier, dass es einen kurzen Abriss über die jeweilige Geschichte des Charakters gibt. Dabei ist das für die bekannten Geschichten nur schmückendes Beiwerk, dafür habe ich beim Lesen aber auch gleich wieder die Bilder vor Augen und kann mir Katrin Klewitz Gedanken bildlich vor Augen führen.

    Auch hier bringt Katrin Klewitz ihre persönlichen Erfahrungen mit ein und vermittelt mir beim Lesen das Gefühl, mit den Herausforderungen, die beispielsweise ein Büroalltag oder Erlebnisse aus der Schulzeit mit sich bringen, nicht allein zu sein. So finde ich meine erste Verbündete.

    Die Kapitel sind übersichtlich und informativ und für die wichtigsten Informationen gibt es Merkkästchen und Zeichnungen, die zusätzlich noch für eine Veranschaulichung sorgen. Besonders gefällt mir der lockere Schreibstil und die Steigerungsmöglichkeiten, die angeboten werden, wie ich meinem Gegenüber begegnen kann. Ob nonverbal oder mit eigenen Worten kurz und knapp oder wortreich, die Möglichkeiten sind vielfältig.

    Mir hat die Lektüre sehr viel Freude bereitet und ich freue mich, so viel Wissenswertes - was man verteilt hier und da auch schon mal gehört oder aufgeschnappt hat - nun vereint in einem Buch zu haben.

    Jetzt bin ich noch mehr gespannt, wie es weiter geht.

    Klasse gemacht! - Ich bin begeistert. Sehr sogar!


    Hannah hat alles richtig gemacht. Ich hätte ja Angst gehabt, Melissa allein zu lassen und Aurel hinterher zu hetzen. Und dann dieses Codewort: pink. Ich dachte, ich dreh durch. Und dann diese Kunstpause als Melissa dem SEK noch ein Detail verrät: sie ist bewaffnet. Und ich saß da auf meinem Sofa und dachte "und was ist mit pink??" - oh, nein!


    Ein Buch, dass ich sehr gern weiterempfehle und auch schon während des Lesens - mit dem Hinweis, dass ich noch mittendrin im Geschehen bin - weiterempfohlen habe. Wunderbar.


    Gut, dass du hier noch erklärt hast, wo "Phil" herkommt. Ich muss schon sagen, da war ich echt neugierig. Sein Bruder Lovis konnte es nicht sein und wäre auch irgendwie lahm rübergekommen. Aber so einen Fremden kann man gut engagieren und beseitigen.


    Ich habe jetzt richtig Angst um Hannah. Aber selbst, wenn sie nicht seinen Finger mitgenommen hätte. Aurel hat auf jeden Fall noch eine Rechnung mit ihr offen. Ich hoffe für Hannah, dass sie das überlebt. Und für Melissa, dass sie nicht da mit reingezogen wird. Und hoffentlich erhöht die Polizei den Schutz wieder. Bernd Kappler weiß ja bescheid.

    Mir war es wichtig, die Psychologie hinter dem Ganzen erzählen zu können, anstatt sie im Nachhinein zu erklären. Ich gucke kaum noch reguläres Fernsehen, weil mir die Geständnisse am Ende eines Krimis sowas von zum Hals raushängen. Nur um den Täter bis zum Schluss zu verstecken, müssen Informationen nachgereicht werden. Und das meist in Dialogen.

    Ich gucke kaum mehr Fernsehen - ist mir zu aufregend. - Also so stupide, dass ich mich nur noch aufrege. Daher lasse ich das lieber sein.

    Mich interessieren dann eher die Hintergründe. Wenn es also tatsächlich Aurel ist, was bewegt ihn Menschen zu ermorden und den Wunsch quasi hautnah dabei zu sein? Was hat er erlebt? Und warum denkt er, dass er seinem Vater damit Schmerz zufügen wird?

    Die Ermittlungsarbeit von Kappler und Eva finde ich nicht ganz so spannend wie die Vorgänge im Schloss. Und es scheint ja auch so, dass der Wettlauf gegen die Zeit bereits verloren ist, schließlich wissen sie, wer hinter dem Ganzen steckt und weshalb er so agiert, aber den Ort des Geschehens haben sie noch lange nicht gefunden.

    Ja, glücklicherweise. Im Schloss bin ich derart angespannt, dass ich mich zwischendurch mal nach ein wenig Hintergrundbrainstorming sehne. - Nur manchmal könnte ich hibbelig vom Sofa springen, wenn "umgeblendet" wird. Arrgh!

    Wow. Das ist ja unglaublich. Aurel soll das alles inszeniert haben. Genug Input hatte er ja scheinbar in seiner Kindheit, obwohl mir noch nicht ganz klar ist, was er da alles genau erlebt haben will. Zargert muss mit seinen Ängsten gespielt und ihn derart drangsaliert haben, dass er auch das Gefühl für Recht und Unrecht völlig verloren hat. Nun tötet er die, die unter Zargert bereits gelitten haben und dazu auch noch Unbeteiligte, die gar nichts mit seinem Vater und seiner Qual zu tun haben. Wichtig erscheint ja, die Art, wie die Probanden ums Leben kamen. Geköpft, aufgespießt, ...

    So ein Leben wünsche ich niemanden.

    Superspannend geht es weiter.


    Lorenz, wie kannst Du nur so grausam sein, und sie über die Klinge springen lassen??

    Erst Phil, dann Leon und Sophie - und Marvin. Marvin direkt vor Felix Augen. Ich war auf jeden Fall beruhigt, dass Felix so clever war und versucht hat zu fliehen und sich nicht auf den Stuhl setzen wollte. - Auch wenn es ihm schlussendlich vorerst nichts nützt.


    Die Marienburg werde ich auf jeden Fall das nächste Mal mit gemischten Gefühlen betreten. Lorenz, Du sagst, man kann sie gefahrlos betreten - aber sicher sein, kann man sich nie.


    Ich bin jedenfalls total gespannt, wie der Täter auf Hannah kam. Ich suche noch nach einer Verbindung. Alexander? - War ihr Freund. Wolfgang? - Wäre ihr Schwiegervater geworden. Prof. Zargert? - Dieses Doppelspiel traue ich ihm nicht zu. Dr. Meyerhoff? - Der wiederum wirkt sehr glatt. Doch was wäre sein Motiv? Und wer hat das Knowhow und das Geld all diese ausgeklügelten Fallen und Rätsel zu aufzubauen?


    Fragen über Fragen. - Michael hätte jedenfalls das Wissen. Wie war sein Kontakt zu Zargert nochmal?

    Und was ist mit Dr. Brettscheid, dem Dekan? - Stille Wasser sind bekanntlich tief.


    Ich bin jedenfalls total gespannt, wie es weiter geht.

    Mit etwas Verspätung melde ich mich nun auch.

    Die letzten Tage war ich abends immer total erledigt, so dass ich gar nicht mehr zum Lesen kam.


    Lorenz, das Spiel mit der Angst beherrschst Du perfekt. Momentan fürchte ich mich gerade für die gesamte Gruppe. Was ist das nur für ein oller Käfer? Ist er gefährlich? - Doch nachdem nun das Glas rundherum zu knacken beginnt und die Glaskästen bald ihren gefährlichen Inhalt freigeben, mache ich mir um den Käfer weniger Sorgen, als um die achtköpfige Gruppe. Warum nur glaube ich nicht, dass es alle schaffen werden? - Hoffen tue ich es natürlich nach wie vor.


    Die Charaktere gefallen mir sehr. Sie sind total unterschiedlich und lassen noch begrenzt Spielraum zu. Wie reagieren sie, wenn der Stress zunimmt?


    Total klasse finde ich auch, dass der Thriller in Hannover, Lauenau und Umgegend spielt. Auch das Thema kognitive Dissonanz ist toll gewählt und die Aufklärung über die Polizisten bei der Befragung von Anton war super. Was hat er denn zu verbergen, dass er denken könnte, dass sie ihm auf die Schliche kämen?

    Und wer ist dieser Cowboy? Und was spielt Hannah jetzt für eine Rolle bei der entführten Truppe? - Obwohl, entführt wurden sie ja alle acht. Und ich bin total gespannt, was es mit Alexander Lorentz auf sich hat. Befindet er sich tatsächlich noch in der Klinik in Hameln?


    Fragen über Fragen. - Wenn ich nicht einschlafe, werde ich wohl die Nacht durchmachen.

    Ich fühle mich nicht leer, nicht einsam,

    sondern angefüllt und bereichert mit Leben, mit Erfahrung.

    Und dennoch bin ich traurig, unendlich traurig.

    Ich bin traurig, weil die Geschichte zu Ende ist,

    diese Episode des Lebens von Zenia, von Nael.

    Und dennoch bin ich voller Hoffnung, voll Hoffnung auf ein Wiedersehen.




    Herzmalerei ist eine unendlich berührende Geschichte.

    Anfangs hatte ich meine Zweifel. Ich lerne Zenia kennen und Nael. In kurzen Kapiteln, die abwechselnd über Zenia und Nael erzählen, bin ich den Beiden sehr nah. Zenia ist Psychologin. In der Firma, in der sie arbeitet, werden System-Menschen - genauer gesagt: Babys - produziert. Nael sitzt im Gefängnis.

    Beide wirken auf mich etwas instabil und eingefahren. Ich bin auf der Hut, doch beide schleichen sich unbemerkt nach und nach in mein Herz. Die Härte, die beide nach außen kehren, ist reine Vernunft und das hat noch niemandem geschadet. Doch beide, Nael wie auch Zenia, sind absolute Herzensmenschen. Und sie sind Gott-Menschen - also unabhängig vom System und auf natürlichem Wege zur Welt gekommen.

    In einer Welt, in der Hover-Schuhe ein normales Fortbewegungsmittel sind, in einer Welt, in der ab der Mittelschicht jeder einen BRO hat. Einen BRO, den ich mir selbst programmieren kann: Stimme, Aussehen, Geschlecht. Er kennt meine Termine, versendet Sprachnachrichten für mich und spielt mir meine empfangenen Nachrichten vor. Er kennt nicht nur alle Telefonnummern, er ist mit dem UniversalNet und überhaupt aller Technik verbunden und weiß sie zu nutzen. Dank künstlicher Intelligenz entwickelt er sich im Laufe der Zeit immer weiter. Ich muss sagen, ich steh auf all die tollen Neuerungen in der Zukunft und hoffe auf ein entsprechend langes Leben. - Was mir allerdings Kopfzerbrechen bereitet, sind die System-Menschen.


    Zitat
    "Der Zutritt in dieses strengstens abgeschirmte Gebiet ist nur Leuten erlaubt, die keine ansteckenden Krankheiten haben und die über einen ID-Chip verfügen. Genetisch perfekte System-Menschen dürfen ungeprüft hinein. Gott-Menschen dagegen, die wie ich auf natürlichem Wege gezeugt und geboren wurden, müssen gescannt werden." - Seite 24


    Und die Einschränkungen, die es für Gott-Menschen gibt. Diese Gesundheitszonen sind für mich gar nicht so abwegig.

    Doch die Technik kann noch viel mehr: sie kann uns in den Alpha-Zustand versetzen. Denn, wenn man dem Unternehmen Glauben schenkt, kann ich mithilfe der Technik meine Seele und damit mein früheres Leben kennenlernen. Wie ein Film spielt sich mein früheres Leben - oder besser Episoden eines meiner früher gelebten Leben - vor meinem inneren Auge und auch auf dem Screen ab. Gedanken werden zu realen Bildern und ich wäre nicht abgeneigt, diese Technik kennenzulernen und selbst zu erproben.

    Ganz anders jedoch leben die Menschen, die wenig Geld verdienen oder gar vom Staat gefördert werden: kleiner Wohnraum in grauen Betonklötzen. Die Wohnungen sind WG´s gleich. Hier haben die wenigsten einen BRO geschweige denn Hover-Schuhe. Es scheint beinahe, als sei bei ihnen die Zeit stehen geblieben.

    Herzmalerei nimmt mich mit auf diese spannende Reise in die Zukunft und gleichermaßen lässt sie mich an alte Werte und das Ur-Erlebte glauben.

    Genauso wie die Protagonisten sich in mein Herz geschlichen haben, hat es auch die Geschichte gemacht. Ganz heimlich, still und leise. Durch diesen betörenden Schreibstil, der mal zögerlich und behutsam, mal direkt und ungeschönt die Dinge beim Namen nennt. Schlussendlich fühle ich mich einer wilden Party beraubt, zu der ich mich während des Lesens der Geschichte begab.


    Zitat
    "Mein Herz tanzt vor Glück. "Romeo, ich brauche jetzt ganz laute Musik." Überschwänglich flippe ich gemeinsam mit der Verrückten im Spiegel aus." - Seite 290


    Und genauso fühlte ich mich auch.

    In Herzmalerei kommen Gefühle nicht zu knapp und auch schwierige Themen wie Wiedereingliederung, Gewalthandlungen von Vertrauten und Spionage werden bedient. Trotz der Ernsthaftigkeit der Themen kann ich - dank des Schreibstils und der Dialoge - auch immer mal wieder lachen.


    Fazit

    Wer spannend geschriebene Liebesgeschichten mit Sci-Fi-Elementen mag und sich mit der Technik von Morgen gern auch heute schon anfreundet, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Ich lasse dieses Buch nur ungern wieder los.


    ASIN/ISBN: 3990185063