Beiträge von little sparrow

    Ich bin immer noch sauer.


    Echt, ich hatte so viel Spaß und hab das Buch total gern gelesen, und dann lässt Du Rongen über die Klinge springen? Getötet von so einem durchtriebenen Dummbeutel? Das hat Rongen echt nicht verdient! - Zumal jetzt Soltau auch gestanden hat, dass er "mit drin hängt", könnte Rongen ja nun wieder auftauchen. Und da Meller ja so gern ermittelt könnten die zwei eine Detektei eröffnen. Nina und Julie übernehmen die Kanzlei und stellen Oliver ein.

    Wenigstens läuft dieser Eisfeld nicht mehr rum.


    Dass Felina in diesem Club auftaucht, war allerdings ne coole Nummer. Da war ich echt froh, dass Meller diesem Treffen entgehen konnte. - Hat zwar schlussendlich nur einen Zeitaufschub bedeutet, aber ich war hellwach.


    Die Rede - und damit wären wir wieder bei meinem persönlichen Desasterpunkt - von Meller - also ich verstehe wirklich nicht, warum er noch einmal die Anlage kontrolliert?! Das weiß man doch. So etwas fällt auf! Für so etwas hat man ein zweites ! Handy in der Tasche, das das Gespräch aufzeichnet. Wenn möglich entweder ohne Anrufmöglichkeit oder gleich mit Weiterleitung an ein externes Gerät. Puh! Ich dürfte so etwas echt nicht leiten. Da machen meine Nerven nicht mit.

    Ich schätze, ich muss erst einmal um Thomas Rongen trauern. Ein großes Glas Rotwein, bitte. :versenk

    Also, ich habe jetzt Kapitel 43 gelesen und bin so was von unzufrieden, geschockt und sauer. Ich hoffe, dass es sich bei dem abgedeckten Leichnam nicht um Rongen handelt. Puh! - ich weiß gerade nicht, ob ich weiterlesen will oder nicht. Um zu erfahren, wie es weiter geht, werde ich wohl weiterlesen müssen. Ich bin gerade echt etwas emotional. - Ich melde mich später wieder.

    Ohje Ohje wo hat sich Meller da reingeritten mit dem Russen. Ich ahne Schlimmes!

    Es würde passen, dass Eisfeld Ivana getötet hat, er ist auch ein Trinker. Nur, was wollten sie damals von ihr??

    Und warum hat der alte Morosow das damals nicht weiterverfolgt? Weil es Polizisten waren?


    Das mit Soltau und anderen Polizisten gefällt mir auch nicht!

    Daran habe ich auch gedacht. Eisfeld passt perfekt als der "Trinker" und sie wollten Ivana ja auch "nur" Fragen stellen. Dass Morosow das dann nicht weiter verfolgte, läge dabei tatsächlich daran, dass es Polizisten waren.


    Soltaus Verhalten finde ich auch sehr merkwürdig. Vor allen Dingen, dass er sagt, dass Rongens Karriere beendet sei und dass er auf seiner Seite ist, passt irgendwie nicht. Ich habe da kein stimmiges Bild.

    Dieser Abschnitt beinhaltet viele Stellen, an denen ich Schmunzeln musste. Meller und Rongen scheinen ja ein richtiges Dream-Team zu werden. - Mal gucken, wie lange das anhält.


    Unter den Polizisten scheint es so einige schwarze Schafe zu geben. Ich bin sehr gespannt, wie viele es sind und wie weit es in die Chefetage reicht. Es ist schon ein starkes Stück, dass hier Kollegen unterbunden wird, tätig zu werden. Beeinflussung - in welcher Art und Weise auch immer - um etwas zu tun oder zu unterlassen, halte ich immer für falsch.


    Lorenz, schau doch noch mal auf Seite 216:


    "Rongen wurde vorverurteilt, seine Karriere schien besiegelt zu sein."


    Hier müsste es doch eher heißen "... , das Ende seiner Karriere schien besiegelt zu sein."


    Denn eine Karriere macht er dann ja schließlich nicht mehr. - Höchstens in der Asservatenkammer.


    Und ich war so erschrocken, über Korbs Verhalten. Damit hatte ich echt nicht gerechnet: greift zum Telefonhörer und ruft SOLTAU an. - Also, das hätte ich echt nicht gedacht! - Überraschung gelungen!


    Über den verbalen Schlagabtausch zwischen Meller und Mr. aalglatt Gerber habe ich mich dann aber köstlich amüsiert. Den "Dreckskerl" verkraftet er nicht. Da wird er noch oft dran denken müssen. Schade, dass Nicholas das am Ende bereut. Ich sitze hier immer noch feixend. Nachdem, was Gerber Franka jetzt auch schon wieder angetan hat, trifft es keinen verkehrten. Ist Gerber in seiner Ehre gekränkt? Hat Franka ihn abblitzen lassen? Für mich ist er ein Dreckskerl.


    Da fällt mir gerade wieder ein: Viel früher im Geschehen, wohl im ersten oder zweiten Abschnitt, sagte Gerber zu Meller "Kollege". Ist das so üblich?

    So einen richtigen Verdacht habe ich eigentlich noch nicht, kurz kam mir mal der nerviege Staatsanwalt in den Sinn, der ja über Leichen zu gehen scheint, um seinen Narzissmus auszuleben.

    Dem traue ich das auf jeden Fall zu. Und er hat auch ein Motiv. Und er hat auch die Mittel und die richtigen Kontakte und entsprechend die richtigen Druckmittel. Ich könnte ihn mir sehr gut als Verantwortlichen vorstellen.

    Die Szene mit dem Kampfhund Ares war für mich Horror pur...........vor bestimmten Rassen habe ich große Ängste ( und ich kenne alle Argumente derer, die mich vom Gegenteil überzeugen wollen - nützt leider nix ;-) ).

    Bei Kampfhunden wechsele ich lieber schon frühzeitig die Straßenseite. Ich kann Dich da sehr gut verstehen. Mittlerweile wurde ich von vier verschiedenen Hunden gebissen - bin jedes Mal aber glimpflich davon gekommen. Den letzten Biss konnte ich bislang nicht nachvollziehen, da bleibt also ein ungutes Gefühl. Dennoch bin ich schon zuvor vielen Hunden begegnet und da hatte ich nie Angst - Respekt - aber nie Angst.


    Dass der Hund hier in der Geschichte dermaßen abgerichtet ist und auf einen wehrlosen, am Boden liegenden Menschen losgeht, empfinde ich auch sehr schlimm.

    Meller und Rongen bauen ein richtiges Vertrauensverhältnis auf - sehr lobenswert. Und Rongen vertraut auch seinem (früheren) Partner Christian Koch. Da bin ich mir derzeit nicht sicher, ob das klug ist.

    Bei Christian Koch habe ich auch ein ungutes Gefühl. Rongen hält ihn ja für sehr vertrauenswürdig. Aber Rongens Urteilsvermögen würde ich im Moment auch nicht über den Weg trauen.

    Mich hält gerade so ein blöder Virus in Schach, es geht nur langsam besser. - Aber das liegt wohl in der Natur des Ungeduldigen.


    Mir gefallen diese kurzen Kapitel total gut. Die Zeilen fliegen nur so dahin, was aber zuletzt wohl Deinem flüssigen Schreibstil geschuldet ist, Lorenz. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, da war ich an dem Leseabschnitt schon vorbei. Ich muss jetzt beim Berichten ganz schön aufpassen.


    In diesem Abschnitt ist mir aufgefallen, dass Rongen mir durchaus sympathisch werden könnte. Über die Einrichtung lässt sich streiten, aber eine Bücherwand, Rotwein. - Er kann kein schlechter Mensch sein.


    Auch Astrid Zollinger kommt in diesem Abschnitt gut zur Geltung. Schmunzeln musste ich nicht nur bei der Stelle, an der sie mit Julie in Nicholas Büro kommt und seinem Rückenproblem zu Leibe rückt, sondern auch an der Stelle auf Seite 164



    "Womöglich sah sie in mir einen großen Jungen, dem sie noch etwas an guter Erziehung zukommen lassen wollte."


    Da sieht Nicholas sich wohl selbst noch als großen Jungen.


    In Opferfluss geht es sehr gewalttätig zu, dass muss ich auch sagen. Ich hatte, ehrlich gesagt gehofft, dass die schlimmste Szene am Anfang bereits erzählt war: die Szene mit Ivana.

    Nun kamen in diesem Leseabschnitt zwei weitere Szenen hinzu. Ich fand den Namen Ares für den Hund auch überaus passend. Jana - der Name des nächsten Opfers - übrigens auch. Schade, dass sie ihren Platz in der Welt nie gefunden hat. Ich frage mich, woher die Waffe kommt? Hatte sie die Waffe von Anfang an in der Jackentasche und wusste es nicht? Denn sie wurde ja nach der Waffe gefragt. - Irgendwo muss sie ja herkommen. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass dies nicht aufgefallen wäre - beim An- und Auskleiden. - jetzt, da ich darüber schreibe, denke ich auch wieder an ihre schlimmen Verletzungen.


    Verletzungen, ist mein nächstes Stichwort für diesen Abschnitt:


    Lorenz, schau Dir doch bitte noch einmal Seite 176 an:


    "Vom Bauchnabel bis zum Hals zog sich eine lange Narbe, die eindeutig der Rechtsmediziner zu verantworten hatte. Sie war frisch vernäht."


    Eine Narbe bleibt doch zurück, wenn das Gewebe wieder verheilt ist. Das ist allenfalls ein vernähter Schnitt, richtig?


    Ich bin jedenfalls total gespannt, wie es mit der Aufklärung des Falls, mit Nicholas, mit Nina und mit Franka weitergeht. Und was aus Harald Probst wird. Wahrscheinlich "überholt" er Nicholas noch und führt demnächst auch eine tolle Kanzlei mit Nina an seiner Seite?

    Also mich interessieren solche "Nebensächlichkeiten" auch immer! In einem Film geht das vielleicht eher unter? Ich google solche Dinge, egal ob Film oder Buch, immer gerne nach, um zu wissen, ob es diese Dinge wirklich gibt, oder nur ein Fantasieprodukt des Autors sind:)

    Ich google solche Sachen auch immer. - Es gibt Begebenheiten, die kann ich als gegeben ansehen, aber so etwas muss ich auch immer gleich wissen.

    Das ist so toll! - Wie ein Wiedersehen mit guten Bekannten.


    Nicholas Meller bekommt die Reife gut und doch erkennt man seine charakteristischen Eigenschaften. Dass er mit Nina wieder zusammen ist, gefällt mir auch. - Auch wenn es eine On/Off-Beziehung ist - jedenfalls von Ninas Seite aus. Aber so verschafft sie sich auch die notwendige Distanz in der Beziehung. Der neue Job scheint ihr richtig gut zu tun.

    Auch Rongen wirkt sympathischer. Ich konnte mir ihn richtig gut vorstellen, wie er da steht und lacht, als er Nicholas seine Beweggründe zu seiner Wahl lieferte. Herrlich! Mellers Gesicht hätte ich dabei gern gesehen. Ich hoffe, die Trilogie wird mal verfilmt und dient als Vorlage zu einer Serie.

    Totenstille

    - Denn das wahre Böse ist lautlos

    Kriminalroman

    Verlag: Bastei Lübbe AG

    Autor: Will Dean

    426 Seiten

    ISBN 978-3-404-17895-7




    Totenstille - Will Dean



    Inhalt und Personen


    Die Geschichte führt den Leser nach Schweden, genaugenommen in die Kleinstadt Gavrik, in der Tuva Moodyson für den "Gavrik Posten" arbeitet. Das Lokalblatt hat eine wöchentliche Auflage von 6.000 Stück und ist damit meilenweit entfernt von der Auflage des Guardian, für den Tuva am liebsten arbeiten würde.

    Doch Tuvas Mutter lebt in Karlstadt und ist sterbenskrank. Tuva könnte mit ihrem Gewissen nie vereinbaren, meilenweit entfernt zu leben und ihren Träumen nachzujagen. Andererseits scheut sie sich, ihrer Mutter unter die Augen zu treten, wo doch gerade ihre Chance gekommen zu sein scheint.



    Ihre Möglichkeit zum Karrieresprung: ein jüngster Mord. Vermutlich geschehen nahe Mossen im Utgard-Wald.


    Es ist schwierig, etwas von den ermittelnden Beamten zu erfahren. Die Leute im Ort meinen, dass es sicher etwas mit den Medusa-Morden zu tun hat. Doch die letzte Leiche wurde 1994 und damit vor 20 Jahren entdeckt. Der Mörder wurde hingegen nie gefasst.


    Tuva Moodyson beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Zu verlockend ist diese Chance für ihre Karriere und zu auskunftsscheu sind die Bewohner. Für Tuva bedeutet dies ein immenses Stück Arbeit, denn sie hat nicht nur mit dem Eigenwillen der Bewohner, sondern auch mit ihrer eigenen Gehörlosigkeit und ihrer Angst vor dem Wald zu kämpfen.




    Meine Meinung


    Will Dean führt den Leser in eine triste Gegend in Schweden, nach Gavrik.

    "Denn das wahre Böse ist lautlos" lautet der Untertitel.

    Anfangs bin ich mir nicht wirklich sicher, ob das wahre Böse tatsächlich lautlos agiert oder aber die Protagonistin, Tuva Moodyson, der Grund für die Lautlosigkeit ist. Denn diese nimmt des Öfteren mal die Hörgeräte raus. Zum Einen, um sie beispielsweise vor Nässe zu schützen, zum Anderen, um auch mal in Ruhe sinnieren zu können.


    Will Dean liefert jedenfalls sehr bildhafte Beschreibungen. Im Utgard-Wald in Schweden möchte auch ich nicht spazieren gehen. Zu düster, zu gefährlich, zu einsam.


    "Gavrik ist ein kleines Nest zwischen einem Fluss im Süden, einem Hügelkamm im Osten, dem Utgard-Wald im Westen und einem anderen Wald im Norden. Es braucht keinen Jäger, der Jagd auf Menschen macht. Den braucht es verdammt noch mal nicht." - Seite 109


    Auch die Bewohner Mossens sind eher ein sonderbares Völkchen. Ein jeder scheint ein oder zwei Geheimnisse zu haben und jeder scheint jeden zu schützen. Die Beweggründe sind dabei nicht ganz klar.


    Aufzählungen machen den Erzählstil atemberaubend und bei den Ermittlungen werden offensichtliche und dennoch falsche Schlüsse erzeugt, so dass ich als Leser hin- und hergerissen bin zwischen Ermittlungsdrang und dem Gefühl, mich auf der falschen Fährte zu befinden. Außerdem hat Will Dean eine sehr anschauliche Art, seinen Humor darzustellen.


    "Na, der Mörder wird wohl kaum mit einem Schild und der Tasche voller Augäpfel im Wald herumlaufen, oder?" - Seite 74


    Zudem wiegt der Autor mich mit Tuvas Ritualen in Sicherheit. Sie kümmert sich um ihre Hörgeräte, sie isst gern Weingummi. Ich kenne ihren Tagesablauf, selbst wenn er immer unregelmäßiger wird, so hat sie ihren Lebensrhythmus, der für sie überaus wichtig ist.


    Die Spannung spitzt sich damit beinahe unbemerkt zu und schlussendlich bin ich überrascht, denn der Täter und die Mordgründe sind für mich unerwartet und doch nachvollziehbar.


    Will Dean hat einen atemberaubenden Krimi geschaffen. Er hält die Balance zwischen gnadenloser Ermittlungsarbeit und der Bedrohung des Ermittelnden. Ich möchte nicht, das Tuva selbst dem Mörder zum Opfer wird und dennoch spitzt sich die Geschichte dramatisch in genau diese Richtung zu.


    "Mir ist es nach wie vor zu waldig, aber mit Frida an meiner Seite ist es okay. Sie strahlt ein Selbstvertrauen aus, das kein Wildtier je infrage stellen würde." - Seite 163



    Fazit


    Ein düsterer, bildhaft geschriebener Schwedenkrimi, deren Protagonistin mich auch Wochen später noch berührt.

    Ruby Blayke - Kirsten Storm


    Ruby Blayke - Feuer und Asche

    Die Sphären-Chroniken 1

    Kirsten Storm

    Erscheinungsdatum eBook: 13. Februar 2020

    485 Seiten

    ASIN B084QGR2W1

    Erscheinungsdatum Hardcover: 20. März 2020

    520 Seiten






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    Inhalt und Personen



    2172. Wie eine Gefangene liegt die Welt zwischen den Sphären. Der dafür verantwortliche Impact ist bereits 24 Jahre her, als Ruby mit nunmehr 13 Jahren deren Entstehung und die katastrophalen Auswirkungen zu erforschen beginnt.

    Um die Erde vor der Überbevölkerung zu retten, sahen Politiker sich seinerzeit berufen, Wandlungen an Menschen zuzulassen.


    Bedingt durch diese Genmanipulationen mutierten die Menschen - scheinbar unbeeinflusst - in zwei verschiedene Arten, die in ihrer jeweiligen Sphäre überlebensfähig waren - bis sie sich in seelenlose Wesen zu verwandeln drohten.




    Lediglich ein Drittel der Bevölkerung blieb ohne Genveränderung auf der Welt und lebt nun zwischen den Sphären. - Der, der als gefährlich eingestuften Lysanth und der, der vermeintlich unscheinbaren Uskrim. Doch was ist Wissen und was ist Glauben? Wird Ruby die Wahrheit finden?

    Während sich die mutierten Wesen auch in der wirklichen Welt bewegen können, ist es den überlebenden Menschen nicht möglich, sich über einen längeren Zeitraum in den Sphären aufzuhalten. Und auch sonst wird die Zeit knapp.



    Ruby Blayke wächst als Waise bei den Ordensfrauen von Edenplace auf. Dort, in einer kleinen Siedlung am Pazifischen Ozean namens Revlins Port, ist sie den Schikanen derer ausgesetzt, denen sie ein Dorn im Auge ist. Und verstecken kann sich Ruby mit ihrem roten Haarschopf wahrlich nicht. Nach außen gibt sie sich jedoch unbeeindruckt, da eine Gegenwehr nur noch zu mehr Problemen führen würde. Das hat sie selbst in jungen Jahren schon herausgefunden und da sie nicht nur Erfahrungen macht, sondern das Wissen auch umsetzt, grenzt sie sich einmal mehr von den anderen ab.




    Meine Meinung


    Ruby Blayke hat sich meine Sympathie ganz langsam erschlichen. Sie ist ein wenig spröde, lässt sich nicht alles gefallen und hat ein goldenes Herz. Sie kann störrisch sein und ist doch einsichtig und vor allem ist sie umsichtig und geht sehr respektvoll mit anderen Lebewesen um. Mit den Menschen genauso wie mit den Lysanth und den Uskrim. Sie verfolgt ihre Ziele, gibt alles und lässt sich auch von einem Rückschlag nicht aus der Fassung bringen. Und sie bietet anderen die Stirn.



    "Verzeihung, meine jüngsten Vorbilder waren wenig hilfreich." - Seite 241


    Eine tolle Wegbegleiterin. Und so wage ich das Abenteuer, in diese Dystopie abzutauchen. Die Gefahren kennenzulernen, den Charakteren zu begegnen. Kirsten Storm macht es mir dabei leicht und fordert mich zugleich.



    Die Welt, die zwischen den Sphären liegt, ist sehr bildhaft beschrieben. Auch wenn ich mich in dem Grau der Stadt nicht wohlfühlen sollte, bringen mich die Bild- und Farbgewalt beim Sphärenlicht doch dazu, da sein zu wollen. Das leuchtende grün und das leuchtende rot der Sphäre zu betrachten. Das zu sehen, was all den Charakteren in der Geschichte gestattet ist, möchte ich auch erleben. Das Leben dort ist hart und gefährlich und die Menschen müssen auf so vieles verzichten, doch sie haben ihr Leben und das schützen sie.



    Ruby Blayke erzählt eine Geschichte, die in der Zukunft spielt, die Erzählung wartet hingegen immer wieder mit Begriffen auf, die nur noch selten verwandt werden. Ein älterer, großer Sprachgebrauch macht dieses Werk ganz besonders und auch die Genre-Zuordnung fordert mich heraus.



    Ein Buch, dass mich mit seinen vielschichtigen Charakteren und einer herausragenden Beschreibung der Zustände in den Sphären und der verbliebenen Welt begeistert.



    Die Geschichte der Ruby Blayke entführte mich in eine dystopische Zukunft durch ein Kaleidoskop an Farben.




    Fazit


    Wer schützt die Welt, wenn nicht wir?


    Dieses Buch ist für alle, die sich auf eine fiktionale Zeitreise in eine gestörte Umwelt und den Folgen der erweiterten Genmanipulation begeben wollen.



    Ich wünsche Dir, dass es Dir bald wieder besser geht. Da es noch Karten gibt, kannst Du es vielleicht auch noch spontan entscheiden.


    Leuenhagen & Paris hat immer ein ausgewähltes Leseprogramm. Wie schön, dass sich diese unabhängige Buchhandlung im Buchmarkt weiter behaupten kann. Weil sie sich abhebt. Vor 35 Jahren beherbergten sie im Untergeschoss den Bertelsmann-Club, eigentlich undenkbar diese Konstellation. Ich denke gern an die diversen Besuche zurück, wenn wir ein Buch fürs Kinderzimmer aussuchen durften. War ich ja Büchereistammkundin, aber mal Bücher fürs eigene Regal aussuchen, das war schon toll! Schlimm war dann die Ungeduld, wenn man es erst noch geschenkt bekommen sollte.

    Ja, die Buchhandlung ist ganz wundervoll. Ich bin ganz oft da und habe schon so viele tolle Lesungen und Autoren dort erleben dürfen. Dort spüre ich die Liebe zu Büchern in jedem Winkel.