Beiträge von little sparrow

    Ein schönes Ende.

    Mir gefällt, wie sich alles auflöst. Dass Mado ihre Chancen und ihre Begabung nutzt. Dass Alex mit Yan gemeinsam weint und sich auf das Enkelkind freut. Dass Alex der jungen Frau eine wunderbare, einmalige Chance gibt, gesehen zu werden.


    Zwischendrin war ich etwas überrascht, dass Alex nach Hause zu ihren Eltern zurück ist. Schlussendlich eine vernünftige Entscheidung. Glücklicherweise tat diese Entscheidung auch dem Mutter-Tochter-Verhältnis gut.


    Total gut gefallen hat mir, dass Mado so gut über alle informiert war, so dass Alex und ich sogar noch erfahren haben, wie es Fantomas weiter ergangen ist.


    Im Lesen bin ich so ein bisschen wie Loic. Auch hier habe ich mir wieder einige Stellen im Buch markiert.

    Da wären:


    "Ich möchte mir aber nicht den Vorwurf machen lassen, etwas erkannt und nichts gemacht zu haben." - Seite 394


    Mados Wahrheit:


    "Vielleicht ist es der unbändige Wunsch zu leben. An unsere Grenzen zu stoßen und dann darüber hinauszugehen." - Seite 429


    und ebenfalls wunderschön:


    "Es gibt nur zwei Arten, mit dem Leben umzugehen: Entweder man träumt es, oder man lebt es." ..."Du hast beides getan, Loic", flüsterte sie.


    Danke, Maiken

    💗

    Als Mutter zweier Kinder kann ich das für mich nicht nachvollziehen. Ich liebe beide Söhne, möchte keinen missen, möchte keinen bevorzugen. Auch wenn sie so unterschiedlich sind, wie Tag und Nacht. Mir sind sie das Wichtigste auf der Welt. Auch wenn sie groß sind, jeder seine Macken hat - wie ich auch. Ich kenne aber einige Mütter, die vor allem zu viel auf ihre Kinder projizieren. Also sie sollen Berufe ergreifen, die die Mutter selber gerne gemacht hätte. Sollen da Erfolg haben, wo die Mutter es nicht hatte. Sollen genau so sein und das Leben führen, dass man sich vorstellt/wünscht für die Kinder. Von dieser Idee sollte man sich als Eltern schnell verabschieden. Enttäuschungen und Entfremdungen sind da ja vorprogrammiert. Außerdem erzeugt Druck oft Flucht. Das empfinde ich auch hier bei Alex so.

    Vielleicht macht es tatsächlich den Unterschied, ob es sich um die Tochter oder den Sohn handelt.

    Wenn man so die Miniaturausgabe von einem selbst aufwachsen sieht und die Miniaturausgabe seines geliebten Partners. Vielleicht ist es auch die Unbeholfenheit der Jungen, die Mütter ihren Söhnen unterstellen. Ganz ganz viele Vielleichts.

    Ich finde es immer großartig, wenn Eltern ihre Kinder begleiten und in ihren eigenen Stärken unterstützen. Das ist aber leider nicht die Regel, wie du ja selbst auch schreibst.

    Als Mutter zweier Kinder kann ich das für mich nicht nachvollziehen. Ich liebe beide Söhne, möchte keinen missen, möchte keinen bevorzugen. Auch wenn sie so unterschiedlich sind, wie Tag und Nacht. Mir sind sie das Wichtigste auf der Welt. Auch wenn sie groß sind, jeder seine Macken hat - wie ich auch. Ich kenne aber einige Mütter, die vor allem zu viel auf ihre Kinder projizieren. Also sie sollen Berufe ergreifen, die die Mutter selber gerne gemacht hätte. Sollen da Erfolg haben, wo die Mutter es nicht hatte. Sollen genau so sein und das Leben führen, dass man sich vorstellt/wünscht für die Kinder. Von dieser Idee sollte man sich als Eltern schnell verabschieden. Enttäuschungen und Entfremdungen sind da ja vorprogrammiert. Außerdem erzeugt Druck oft Flucht. Das empfinde ich auch hier bei Alex so.

    Vielleicht macht es tatsächlich den Unterschied, ob es sich um die Tochter oder den Sohn handelt.

    Wenn man so die Miniaturausgabe von einem selbst aufwachsen sieht und die Miniaturausgabe seines geliebten Partners. Vielleicht ist es auch die Unbeholfenheit der Jungen, die Mütter ihren Söhnen unterstellen. Ganz ganz viele Vielleichts.

    Ich finde es immer großartig, wenn Eltern ihre Kinder begleiten und in ihren eigenen Stärken unterstützen. Das ist aber leider nicht die Regel, wie du ja selbst auch schreibst.

    Das finde ich doof.


    Gestern wollte ich schon zu dem Abschnitt schreiben und heute Vormittag auch. Mir fiel immer dieser Eingangssatz ein.

    Natürlich war damit zu rechnen, dass es Loic treffen wird. Doch es war, als würde ihm ein zweites Leben geschenkt, als er den Hochseilakt überlebt hatte. Und unbeschadet aus dem Gefängnis kam. Und dann - mal im Ernst - ein vereistes Dach. Das ist so z. K.


    Und Mado ist über die Jahre dieses Zurückgezogen und verstummt sein so gewohnt, dass sie sich Alex gegenüber nur sehr langsam öffnet. Wahrscheinlich braucht sie aber auch die Zeit, um anschließend noch genug störungsfreien Raum für Alex zu haben. Bis auf das Geheimnis waren sie ja sehr eng zusammen und kannten einander sehr gut.


    Jetzt bin ich gespannt auf die Auflösung und den letzten Abschnitt.


    Mir gefällt übrigens Alex lockere, von Herzen kommende Art. Das äußert sich z. B. im Umgang mit ihrem Chef und auch die Entgegnung zur Verlobung mit Loic. Mein Herz hat sie.

    Ich habe mir gleich mal "Treffpunkt K" auf meine Buchwunschliste geschrieben.


    Die Begegnung von Alex mit ihrer Ma ist geprägt von Missverständnissen und Unsicherheit. Und es zeigt deutlich, wie einfach es für den jüngeren Bruder ist, der älteren Tochter "den Rang abzulaufen".

    Schön fand ich am Ende den Tausch zwischen Bahnticket und Bild. Die Szene scheint beinahe versöhnlich. Um bloß keine Angriffsfläche zu geben heißt es dann nur "Sieh zu, dass du hier noch durchsaugst." - Das hätte die Mutter wiederum für ihren Sohn sicher liebendgern getan, nur um ihn zu unterstützen und damit er sich nicht belasten muss. Tja. That´s it! Ich kann das als älteste Tochter so gut fühlen. 😊


    Markiert habe ich mir in diesem Abschnitt die schönste aller Stellen:


    Dann saßen sie nebeneinander auf einem Ast, und Loic legte eine Hand auf ihren Bauch.

    "Hier", sagte er. "Stell dir hier ein goldenes Licht vor." Die Äste malten ein Schattengeflecht auf sein Gesicht. Alex schloss die Augen, dann nickte sie.

    "Wenn du Angst hast, kannst du dich an dem Licht festhalten", hörte sie seine Stimme. "Es ist warm, es bewegt sich nicht. Es ist immer da."

    ...

    Ich verspreche dir, dass du nicht fällst." - Seite 242


    So wunderschön. Selbst wenn Loic einmal nicht mehr da ist, so kann Alex doch immer ohne Angst ihrem Kurs folgen und Vertrauen aus sich selbst schöpfen.


    Und es ist schön zu sehen, dass D´Artagnan und Aramis wieder vereint sind.

    Leider nur ist es damals wie heute so:


    "Männer, ganz erhlich! Glauben, ihnen gehöre die Welt."

    "Tut sie ja irgendwie auch." - Seite 256


    Total schön, dass sich Mado, Alex, Loic und Fantomas zu einer Bande zusammengefunden haben. Genauso habe ich sie empfunden und habe mich riesig gefreut, als ich das im Text so deutlich gelesen habe. Alex Zugehörigkeit zu der Bande. 💗

    Und wieder so ein schöner Abschnitt.


    La Dent erinnert mich daran, dass ich bald wieder zum Zahnarzt muss.


    Und leider erinnert mich La Dent auch daran, dass man im Leben immer wieder Verluste hinnehmen muss.

    Schon als Loic sagte, dass es sein letzter Hochseilakt in schwindelnder Höhe sein würde, dachte ich: "Mist, so etwas sagt man nicht. Das kann schnell schlimm enden."

    Und als La Dent sagte "Armes Mädchen. .. Armes Kind." - Seite 222 und dann "Der Tod kommt euch besuchen." ... "Aber du wirst auch neues Leben spüren. Du wirst es überleben." - Seite 224 dachte ich wieder sofort daran, dass sie Loic verlieren würde. Und daran, dass Alex vielleicht eine Mini-Alex oder einen Mini-Loic bekommt.

    Ich bin so, so, so gespannt, wie es weiter geht - und gleichzeitig möchte ich nicht mit Alex leiden.


    Auch Mado leidet so sehr. Wer hat denn nun die Zeichnung gestohlen? Und alles verwüstet? Der Normanne? Oder ist er nur liebestoll hinter Mado her? Und was ist mit Fantomas? Gemessen an seiner Lust auf Drogen kann ich mir gut vorstellen, dass er die 5000 Francs gestohlen hat. Die sind sicher schnell umgesetzt. Komisch, dass ihn keiner auf dem Kieker hat.


    Hier kam die Diskussion auf, ob Freundschaft auch Geheimnisse verträgt.

    Mado hat sehr sicher einen guten Grund für ihre Geheimnisse. Und ich finde gut, dass das Gefühl zwischen den beiden Frauen, zwischen Alex und Mado, stimmt. Jede darf ihre Geheimnisse haben. Freundschaft bedeutet aber auch, den anderen nicht willentlich in Gefahr zu bringen. Die Aktion, dass Alex sich an der Aktion gegen den Normannen unter Einsatz der Pistole beteiligt, sorgt zu Recht für ein schlechtes Gewissen. Denn, wenn Alex etwas passiert oder sie festgenommen wird, ist automatisch auch Mado belastet, denn dort wird die Polizei dann auch "anrücken".

    Und Mado hat von Anfang ihrer Verbindung an keinen Hehl daraus gemacht, dass sie auch sehr privates Wissen mit sich herumschleppt.


    Was mich zum Schmunzeln gebracht hat war die "Ufo-Aktion". Auch wenn diese - zugegebenermaßen - wieder sehr riskant war. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass in den Zeitungen immer mal wieder von Ufos die Rede war. Hat sich in den Jahren etwas verlaufen, das Thema.


    Aber das war nicht die einzige Stelle, an der ich Schmunzeln oder Lachen musste.


    Ich habe laut gelacht und die Faust in die Luft gereckt, als ich gelesen habe:


    "Hast du irgendwas genommen?"

    "Ja, Adrenalin und Mordlust. Wir sind Sicheln, die graziös unsere Feinde niedermähen, auch diejenigen, die Julio Iglesias hören!" - Seite 173


    Maiken ich lieb´s! ❤


    Gefeiert habe ich auch die Stelle:


    Loic, Mado und Fantomas, die sich jetzt an einem Nebentisch niedergelassen hatten, gaben eine schauspielerische Glanzleistung ab, indem sie so taten, als würden sie ihrem Gespräch nicht folgen. - Seite 187


    Ich kann mir die Bande lebhaft vorstellen. 😆


    Und dann noch:


    "Zweimal kauen heißt Ja." - Seite 200


    Maiken du bist spitze!!


    💋

    Ich habe mich als Kind schon gefragt, wer ich bin und wo mein Platz in dieser Welt ist.

    Es war schwierig für mich. Alle anderen schienen ihren Platz in der Welt zu haben. Bei mir war ich mir nicht so sicher. Es gab so viele Möglichkeiten zur Entwicklung - und doch wieder keine.

    Gefangen in einem System. Gebunden an die Voraussetzungen. Noch zu jung, um das zu tun, wofür ich geboren schien.


    Stillstand ist nichts für mich. Ich liebe die Entwicklung - nur mit der Technik will ich nicht so warm werden.

    Das soll den Fortschritt aber bitte nicht aufhalten.

    Ich habe immer Madonna bewundert. Wie sie sich immer wieder neu erfunden hat. Wie sie ihren Weg gegangen ist. Weg von zu Hause. Selbstbestimmt. Etwas, was ich mich erst spät getraut habe.

    Dafür ist die Bewunderung der frühen Madonna nicht in die Jetzt-Zeit mitgegangen. Sie ist die Antwort auf die Frage, dass man sich alles erlauben und werden darf, wer immer man ist.


    Und ich liebe den Satz von Alex: "Und wer mich ärgert, bestimme immer noch ich." - Seite 158


    Hach, ich würde Alex und Mado so gern umarmen.

    Es ist schön, dass sie sich alle dort in diesem kleinen verwunschen wirkenden Ort getroffen haben. Mado, Alex, Fantomas, Loic - alle halten sich die Familie auf Abstand und erfinden sich entfernt vom Elternhaus neu. Wollen eigene Wege gehen - oder wieder zurück zur Familie. Nur unter anderen Bedingungen.

    Ich bin gut in der Geschichte angekommen und wäre am liebsten selbst mit vor Ort.

    Gut, ein bisschen gruselig ist es schon. Und mit Mr. Unangenehm ist nicht zu spaßen. Gut, dass Mado Unterstützung hat. Ich könnte jetzt auch eine Portion Ratatouille vertragen. Beim Essen und Reisen bin ich immer gern dabei.


    Und ich liebe schöne Fotos. Mit Begeisterung habe ich die Entwicklung der ersten eigenen Fotos verfolgt. - Das würde ich mich nie trauen - braucht es ja zum Glück auch nicht mehr.

    Den Satz fand ich total schön:


    Zitat

    "Eigentlich war sie ausgezogen, um Landschaften in Europa zu fotografieren, aber sie hatte den Kontinent in Gesichtern gefunden." - Seite 17


    Laut lachen musste ich bei Fantomas Ausruf


    "Ich liebe es, wie Künstler sterben! So will ich auch einmal von dannen gehen!".


    Herrlich! Ich kann mir die Szene gut vorstellen. So richtig bildhaft geschrieben. In Farbe!


    Hach, und ich könnte so weiter machen. Ein Abschnitt voller toller Begebenheiten.

    Maiken ich liebe deine Art zu erzählen.

    Ich finde es übrigens großartig, dass du dich politisch engagierst. Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen, desto stabiler und breiter aufgestellt ist eine Demokratie.

    Dankeschön, Sophie.

    Da gebe ich dir absolut recht. Ich werde auch nicht müde, jedem zu erzählen, wie wichtig die eigene Initiative und Beteiligung ist. Das müssen keine großen Ämter sein. Jede Stimme zählt und jede Idee zur Weiterentwicklung ist willkommen.

    Ihr Lieben, die deutsche Politik ist ein komplexes Thema und mit der Gewalt gegen Frauen wurde hier ein wichtiges Feld angesprochen, in dem es noch einiges zu tun gibt. Allerdings sprengt eine weitere Diskussion wohl den Rahmen dieser Leserunde. Denn gewiss ist Pierre teilweise (!) noch in alten Rollenbildern verhaftet, geht aber ansonsten doch sehr wertschätzend mit Frauen um. Ich schlage daher vor, hierfür einen neuen Threat aufzumachen. Vielleicht kann man denjenigen, der für Fragen an mich reserviert war, mit einem neuen Titel versehen, damit der Austausch darüber bei Bedarf weitergehen kann.


    An dieser Stelle würde ich jetzt gerne wieder zur Leserunde zurückkommen. Denn ich habe eine Frage, die ich bereits im zweiten Leseabschnitt nach den Beiträgen zur Polizistin Lieutenante Feneche gestellt habe, und die mich brennend interessiert:


    Von welcher neu eingeführten oder bereits etablierten Person möchtet ihr in den nächsten Bänden mehr erfahren? Gibt es Favoriten?


    Superschön, dass wir durch die Leserunde auch in die Diskussion kommen.

    Themen, die bewegen, sind so wichtig.


    Ich würde auch gern mehr über Penelope erfahren. Und die weitere Entwicklung von Didier möchte ich auch erleben. Und natürlich, was mit Fenech passiert.

    Ist sie das?

    Gehört jetzt nicht mehr wirklich zum Thema der Leserunde, aber ich finde leider, dass unsere Regierung in diesen Fragen immer noch fürchterlich hinterher hinkt. Ich bin kürzlich im beruflichen Umfeld mit dem Thema "Zwangskontrolle" (eine Form der massiven psychischen Gewalt in einer Partnerschaft) konfrontiert worden. Hatte ich noch nie gehört und damit bin ich offenbar auch nicht allein. Eines dieser Themen, über die bei uns erst nach und nach laut gesprochen wird. In anderen Ländern ist das längst ein eigener Straftatbestand, wie ich inzwischen weiß.


    Um jetzt doch noch die Kurve zur Leserunde zu nehmen: Vielleicht entwickelt sich Pierre mit einer weiblichen Vorgesetzten ja auch in der Partnerschaft weiter. ;)

    Ich würde jedenfalls gern mal einen Roman lesen, in dem solche eingefahrenen Rollenvorstellungen nicht noch zelebriert werden - das gilt nicht nur für diese Buchreihe, da Pierre - wie Sophie schon schrieb - so schlimm gar nicht ist. :grin

    Abseits der Leserunde:


    Jeder darf sich an unserer Politik beteiligen.

    Die Arbeitsgruppen sind meistens auch für nicht parteizugehörige Personen freigegeben, die sich und ihr Wissen mit einbringen können und bitte auch sollen.

    Ich bin immer für jede Form von Input dankbar.


    Politisch tätige Menschen sind Menschen mit Idealen und nicht Menschen mit unbegrenztem Wissen.

    Verschwunden ist der neue Thriller um den Ermittler Commissario Neri. Neri ist dort wohnhaft und tätig, wo andere Menschen Urlaub machen: in der Toskana. Doch mancher Urlaub ist dazu verdammt nicht dem Erholungszweck zu dienen.




    Dieses müssen Gitta und ihr Mann Elmar erfahren, als in dem Trubel des toskanischen Marktgewimmels ihr Sohn mit einem Mal verschwunden ist. Wohin kann Jonas verschwunden sein?

    Während Neri schon von seinem Altersruhesitz träumt, sind die Eltern von Jonas in heller Aufregung.


    "Ich hab gehört, dass sie irgendwann mal gesagt haben, dass sie auch noch ein Herz brauchen. Für ein Kind. Blutgruppe 0." - Seite 143


    Die Geschichte erlebe ich wie ein inneres Tauziehen. Auf der einen Seite möchte ich die Natur und die imposanten Gebäude mit tollem Blick auf die Toskana genießen, die ich an der Seite der Maklerin Elena Ludwig kennenlerne, auf der anderen Seite bin ich gefangen zwischen den Wünschen und Träumen von Neri und seiner Gabriella und der Verzweiflung der Eltern.

    Sabine Thiesler beherrscht das Spiel mit der Angst und nutzt ihr Wissen, um mich als Leserin an die Geschichte zu fesseln und die Angst der Opfer und der potentiellen Opfer erlebbar zu machen. Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und das Geschehen daher wohldosiert in kleineren Leseabschnitten erlebt. Der intensive Austausch hat das Erlebte noch einmal verstärkt verbildlicht und ließ dabei zu, die Geschichte auch noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.


    "Er sah lange in die angstvoll geweiteten Augen des Vogels. Und plötzlich verstand dieser kleine Junge die Welt. Da waren die Starken und die Schwachen. Um zu überleben, musstest du zu den Starken gehören, sonst warst du verloren. Und wenn du schwach warst, musstest du dich stark machen." - Seite 173


    An verschiedenen Perspektiven mangelt es in der Geschichte aber nicht. Sabine Thiesler lässt mich das Geschehen aus dem Blick der unterschiedlichen Charaktere erfahren und lässt mich Seite an Seite mit den Figuren an den Erlebnissen teilhaben. Und manchmal möchte ich gar nicht so nah am Geschehen sein.


    Fazit

    Wenn Spannung sich anfühlt, wie ein inneres Tauziehen, dann ist es "Verschwunden".

    Dieser Thriller ist für alle, die starke Nerven beweisen, wenn es um Kindesentführung und Machtmissbrauch geht.


    ASIN/ISBN: 3453273664

    Und gerade eben stoße ich auf diesen Artikel.

    Offenbar befindet sich Pierre mit seinem Versorger-Fimmel zumindest unter deutschen Männern in guter Gesellschaft.

    Ich bin gerade etwas entsetzt.

    Mich hat der Artikel auch entsetzt. Zumal es sich um Befragte im Alter von 18 bis 35 Jahren handelt und nicht um "alte Säcke".


    Immer wieder begegne ich Äußerungen, bei denen ich einschreite.

    Letztens sagte ein Mann im mittleren Alter "... die Tante an der Rezeption..."

    Darauf sagte ich "Darf ich dich auf deine Wortwahl aufmerksam machen?"

    Er hat sich entschuldigt.

    Am nächsten Tag fiel er mir ins Wort. Auch das habe ich mir nicht bieten lassen.


    Ich wünsche allen viel Kraft, die solchen Äußerungen von Menschen begegnen und den Mut, ihnen entsprechend zu begegnen.

    Gewalt gegen Frauen sollte ein absolutes no-go sein. Ich bin froh, dass die Regierung hier tätig ist.


    Manchmal kann man halt gar nicht so dumm denken, wie andere handeln. - Damit meine ich die Befragten zwischen 18 und 35 Jahren, die so dolle Antworten liefern.