Beiträge von Sequana

    Für dieses kostenlose Hörbuch hat man ein paar Wochen Zeit, aber allzu lange doch wieder nicht!

    Cixin Lius Trisolaris-Trilogie oder richtiger das 3. und letzte Buch gibt es als 6-Teiler Hörspiel beim WDR.
    Hier geht es zur Möglichkeit den Link zu laden oder es direkt zu hören.

    Wer Fotobände mag, kennt wahrscheinlich bereits den Steidl-Verlag. Daneben gibt es auch sehr schon aufgemachte Bücher mit einzelnen Erzählungen oder Lyrik oder... zu erschwinglichen Preisen*.


    Die Programmvorschauen erscheinen selbst in Buchform, nicht erhältlich in Buchläden. Über die Kontaktseite des Verlags kann man seine Daten hinterlassen und auf eine der Programmvorschauen hoffen. Ansonsten die Verlagsseite geniessen.


    Im Moment gibt es einen Adventskalender, der einen Einblick in das Verlagsprogramm vom Steidl-Verlag ermöglicht.


    * Meine Empfehlung: "Die Kunst des Mittagsschlafs" von Thierry Paquot

    Die Spielregeln des Zut alors!-Spieles fand ich durchaus amüsant.


    Und dann las ich eine Bemerkung von Amor Towles, er hat die Alliterationen (alle Buchkapitel im Englischsprachigen Original beginnen mit einem 'A') als persönliche Herausforderung eine Zut-Spieles gesehen, nach den Spielregeln, wie sie von Rostov und Sofia aufgestellt wurden. Das hätte ich nicht erraten ;)

    Ich melde mich kurz, da ich wieder an meinem Schreibtisch sitze, aber zu viel Arbeit auf mich wartet. Unser Buch höre ich beim Essen zubereiten oder während ich Hausarbeiten nachgehe. D.h. meine Aufmerksamkeit ist geteilt. Daher möchte ich im Moment nicht in die Details gehen.


    Bis Ende des 4. Buches habe ich das Leben der Romanprotagonisten verfolgt. Ohne Euch, Ihr lieben Eulen, hätte ich den Roman schon längst aus der Hand gelegt und ein anderes Buch begonnen. So bleibe ich dran, schmunzele ab und an über die Situationskomik oder die Art und Weise, wie Towles das Sowjetische Leben einfängt.


    Beim Lesen/Hören hatte ich immer mehr den Eindruck es mit einem romanhaften Knigge zu tun zu haben, ganz genau mit einer Romanfassung des Originals aus dem 18. Jahrhundert. Ich schweife ab. Um dran zu bleiben, lese ich jetzt „A Gentleman in Moscow“ als modernes Märchen. Nur so ertrage ich den ‚feel good‘ Effekt, den der Autor verbreiten will.

    Kann mir jemand sagen, wie ich die gesendeten und auch die erhaltenen Postkarten hoch laden kann? Also die Bilder davon? Ich finde gar nichts.

    Der Absender kann eine gesendete Karte hochladen bis sie registriert wurde. Anschliessend hat die Karte einen neuen Eigentümer.


    Sobald eine Karte registriert wurde, kann sie nur noch von dem, der sie erhalten hat, hochgeladen werden.

    Daher Booklooker nicht zu lange warten mit dem Hochladen der Karte, am besten vor dem Abschicken damit man es nicht vergisst.

    Rouge Nachdem was ich in der Presse las, ist Amor Towles Hobbykoch. Beruflich war er über 20 Jahre im Investmentbusiness tätig, häufig geschäftlich in Genf, wo ihm in einem Luxushotel auffiel, dass es dort Dauergäste gab. So soll er zum Thema seines Romans gekommen sein.


    Zufällig kenne ich auch gut Genf, da ich dort lange Jahre gearbeitet habe (nein, nicht als Bankerin). Das einzige Luxushotel am linken Rhône Ufer heisst... Hotel Metropol.


    PS. Muss mich für eine Woche oder mehr ausklicken, der Jahresabschluss, etc. winkt, und ich komme kaum zum Lesen.

    Mittlerweile habe ich auch das erste Buch beendet.


    Das Hotel Metropol erscheint mir wie eine Insel der Glückseeligen. Die Weltpolitik, das post-revolutionäre Geschehen in der neu gegründeten SU erreichen Graf Rostov schallgedämmt.

    Wie es Rumpelstilzchen bemerkt, erwähnt der gute Freund Misha Poeten, die wie andere Intellektuelle bald Stalins harte Hand zu spüren bekommen. Das junge Paar vom Nebentisch unterhält sich über Tagespolitik, die gerade vollzogene Gründung der SU und die Probleme der ethnischen Minderheiten.


    Latvian stew, bitte wie wurde dieses Gericht ins Deutsche übersetzt? Lettisches Ragout!? Ob ich ein Rezept dafür in einem Lettischen Kochbuch finde, oder wurde das Essen vom Autor als Koch kreiert?

    Nach Georgischem Mukuzani :versenk werde ich bei meinem Weinhändler Ausschau halten. Er erinnert mich an Festtage in meiner Kindheit… Nein :D damit fange ich jetzt nicht auch noch an.

    Gestern fiel mir spät ein, wie diese Wiederholung eines Buchstabens zu Beginn von Wörtern als Stilmittel heisst, Alliteration. Nicht nur die Kapiteltitel auch im Text fast jeden Kapitels benutzt Amos Towles sie, dann gibt er allerdings bei diesem Spiel mit Wörtern auch anderen Buchstaben die Ehre.


    Hier z.B. „A“ bei den Kapiteltiteln (da ist mir dieses Gewollte "A" richtig aufgefallen und ich wurde auf die Wiederholungen aufmerksam):

    Book One:

    1922: Ambassador

    An Anglican Ashore

    An Appointment

    An Acquaintanceship

    Anyway…

    Around and About

    An Assembly

    Archeologies

    Advent


    oder im Text:

    -der Buchstabe „B“ als die Soldaten den Grafen Rostov in seine alte Hotelsuite begleiten: The two bellhops, their bright blue uniforms already smudged from their efforts, took hold of it by the corners.


    - hier gleich mehrere Alliterationen in einem Satz, als vom Küchenchef die Rede ist: The Metropol’s larder was depleted bushel by bushel, pound by pound, dash by dash, and its chef was left to meet the expectations of the audience with cornmeal, cauliflower, and cabbage - that is to say, with whatever he could get his hands on.

    (In der Aufzählung fehlt mir einfach das Hauptnahrungsmittel der Russen in Zeiten von Mangelwirtschaft, Kartoffeln = potatoes; nur der Buchstabe "P" passte nicht.)


    Passen diese Alliteration zum Verhalten des Grafen Rostov, seine Sorgfältigkeit, der Sinn für Regeln, Fürsorge? Sollen Charaktereigenschaften wie gewissenhaft und pflichtbewusst durch die bewussten Alliterationen gerade unterstrichen werden?


    Was meint Ihr, liebe Eulen, will uns Lesern der Autor mit den Alliterationen sagen?

    Wie geht die Übersetzerin mit diesem Stilmittel im Roman um?

    Ich habe heute mit dem Lesen begonnen, denn viel weiter werde ich wahrscheinlich wochentags nicht kommen. 11% habe ich gelesen, also ca. die Hälfte des 1. Buches (Nina hatte sich gerade zu Rostov gesetzt).


    Um mich nicht von meinen Gefühlen überwältigen zu lassen (Abarbeitung aller russischen Klischees, die man Westen, insb. den Vereinigten Staaten, hat; Dekadenz; irreführende Existenznot; fehlende psychologische Einfühlung) und mich gleich nach anderem Lesestoff umzusehen, habe ich mich in die Details des Romans eingelesen.


    Amor Towles verwebt unterhaltsam Romanfiguren mit historischen Akteuren. In der Gerichtsszene zu Beginn ist nur der Staatsanwalt Andrei Wischinski historisch verbrieft, die vorsitzenden Genossen haben Namen, die so ähnlich klingen wie Zeitgenossen.

    Die Schwester von Graf Rostov wurde von Walentin Serow gemalt, einer der bekanntesten russischen Porträtisten um die Jahrhundertwende.

    Jakow Swerdlow hatte zu Lebzeiten im Stockwerk unter Rostovs Zimmer letzte Hand an die Sowjetische Verfassung gelegt.


    Und dann sind da die vielen literarischen Querverweise, die mich gerne zum Schmunzeln bringen. Jules Vernes Kapitän Nemo, Montaigne (zu seinen Essais‘ werde ich bestimmt am Ende des Buches zu sprechen kommen), Alexandre Dumas‘ Edmond Dantès, Cervantes‘ Don Quijote,…


    Graf Rostov ist ein Mensch, der immer das Halbvolle Glas, immer das Gute im Menschen sieht. Würde nicht jeder kindlich Gebliebene einen Aufenthalt in Kapitän Nemos kleiner Kajüte auf der Nautilus dem Aufenthalt in einem Luxushotelzimmer vorziehen. So sieht er sich mit dem Einzug in die Mansarde einen Jungenwunsch erfüllt.


    Die Situationskomik kann sicherlich einem Roman Spitzen nehmen, Zuviel davon verursacht Bauchschmerzen. Der Moment, wo der Graf die beiden Cognacflaschen vor den Blicken der danach sehnenden Soldaten einsteckt, ja, die ausführende Szene beim Friseur, da fehlte die beruhigende Hand eines Lektor.


    Was die Form anbelangt, fiel mir beim Lesen (des Original in Amerikanischen Englisch) ins Auge, dass alle Kapiteltitel von Book One bis und mit Book Five mit A beginnen. Was es damit auf sich hat, habe ich noch nicht entschlüsselt. Ist der deutschen Übersetzerin etwas Ähnliches eingefallen?

    Liebe Querbeet-Eulen,


    wer von Euch Moskau und das Hotel Metropol nicht von einer Städtereise her kennt und sich ein Bild vom Hotel machen möchte, dem empfehle ich durchaus den Wikipedia Artikel. Von dort aus kann man auch weiter vertiefen.


    Wer als Parallellektüre oder später mehr zum Hotel Metropol lesen möchte, dem empfehle ich

    - Eugen Ruge: Hotel Metropol

    ASIN/ISBN: 3499000970

    und

    - Ljudmila Petruschewskaja: Das Mädchen aus dem Hotel Metropol. Roman einer Kindheit

    ASIN/ISBN: 3895616680