Für die Buchstabe M:
Mein ganzes Leben, ,Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
![]() |
ASIN/ISBN: 3423285281 |
Für die Buchstabe M:
Mein ganzes Leben, ,Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
![]() |
ASIN/ISBN: 3423285281 |
Interessante Familiengeschichte
Mit dem Buch „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ endet im Jahr 2023 die Geschichte der Familie Borowski. Die 34-jährige Hannah Borowski lebt und arbeitet in Berlin, führt einigermaßen ruhiges Leben. Bis plötzlich ihr Vater, den sie bisher nicht gekannt hat, auftaucht und ihr Leben durcheinanderwirbelt. Nach dem verschollenen Bild sucht Hannah nicht mehr.
Auch in dem Teil der Jahrhundertgeschichte gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der mich diesmal direkt nach Güstrow im Mai 1945 führt. In dem verlassenen Forsthaus versteckt sich die 14-jährige Waise Marlen vor den russischen Soldaten und findet dort in einer alten Kommode eine Leinwand, die sie dann mitnimmt. Bei der Künstlerin Wilma Engels findet Marlen ihr neues Zuhause.
Beide Geschichten sind sehr interessant. Beide erzählen über bewegende Frauenschicksale, beide vermitteln ein Teil der deutschen Geschichte. Die bildhaft dargestellten Ereignisse wirken authentisch, ließen mich in das Geschehen eintauchen. Besonders interessant fand ich die Erzählung über die Nachkriegszeit in Güstrow, über die Veränderungen, die diese Ära für die Bevölkerung mit sich brachte. Alle Protagonisten überzeugen mit ihrem Handeln, ihre Sorgen und Gedankengänge sind nachvollziehbar und glaubwürdig.
Etwas enttäuscht hat mich die Geschichte des verschollenen Bildes, die im ersten Buch so viel Platz einnahm und hier nur am Rande behandelt wurde.
Die Familiengeschichte Borowskis wurde in drei Büchern erzählt. Auch wenn jedes Buch in sich abgeschlossen ist und alle drei unabhängig von einander gelesen werden können, bin ich froh, zuerst das erste Buch gelesen zu haben. So wurden für mich die Ereignisse des gesamten Jahrhunderts klarer, die Charaktere vertrauter.
Fazit: eine lesenswerte Geschichte.
4/5
![]() |
ASIN/ISBN: 3423285281 |
Kurzbeschreibung lt. Amazon:
Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht – Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.
Meine Meinung:
Spannender Auftakt der Zoë Boehm - Krimireihe
Der Anfang des Krimis ist im wahrsten Sinnen des Wortes explosiv: Nicht nur der kurz davor angekündigte Besuch von Marks wichtigen Kunden treibt seine Frau Sarah auf die Palme. An dem Abend kommt es auch zu einer Explosion in der Nähe ihres Hauses, es gibt Tote und ein kleines Mädchen verschwindet spurlos kurz danach.
Spannend und anschaulich schildert Mick Herron die Ereignisse des dramatischen Abends und der Tage unmittelbar danach. Die Explosion verändert nicht nur das Bild des bisher scheinbar ruhigen Vorortes von Oxford. Sie bringt auch das Leben von Sarah durcheinander; denn die bisher gelangweilte, unzufriedene Hausfrau beginnt nach dem verschwundenen vierjährigen Mädchen zu suchen. Ihre Recherche, die erschütternde Wahrheiten enthüllt, bringt nicht nur sie in lebensbedrohliche Lage.
Zuerst ist es für mich schwer nachvollziehbar, warum Sarah, die selbst keine Kinder haben will, nach dem fremden Mädchen sucht. Doch der Autor verrät ihre intimsten Gedanken, lässt mich in ihre Vergangenheit eintauchen; dadurch kann ich die unkonventionelle Sarah viel besser verstehen.
Viel interessanter jedoch fand ich die Privatermittlerin Zoë Boehm, die bedauerlicherweise – trotz des Untertitels des Buches – erst zum Schluss aktiv am Geschehen teilnimmt.
Nichtdestotrotz hat mich der Krimi sehr gut unterhalten. Ich habe den feinen atmosphärischen Schreibstil des Autors, seinen sarkastischen schwarzen Humor und die scharfsinnigen, geistreichen Dialoge sehr genossen.
Down Cemetery Road ist das erste Buch aus der Reihe mit Zoë Boehm. Auf die Fortsetzung bin ich sehr gespannt.
![]() |
ASIN/ISBN: 3257301154 |
Alles Liebe und Gute zum Geburtstag ![]()

Alle Gute und Liebe zum Geburtstag 
Aufgabe Nr. 5 erledigt:
mit 500 Seiten oder mehr
Down Cemetery Road von Mick Herron (550 Seiten)
![]() |
ASIN/ISBN: 3257301154 |
Ich bin gerne dabei. ![]()
Lies einen Krimi/Thriller, …
1. … dessen Titel in blauer Farbe gehalten ist.
2. … mit einem gelben Gegenstand auf dem Cover
3. … mit einer LGBT-Person im Buch
4. … in dem kein Opfer erschossen wird.
5. … mit 500 Seiten oder mehr.
Down Cemetery Road von Mick Herron
6. … mit einer Zeit(angabe) im Titel.
7. … dessen Titel aus 5 Wörtern besteht.
8. ... in dem der eigentliche Text erst auf Seite 7 beginnt.
9. … bei dem im Text das Wort „Wald“ vorkommt.
10. … wo ein Tier eine wichtige Rolle spielt.
11. … in dem eine Person raucht (gibt’s noch solche Protagonisten?).
12. … welches in den Bergen spielt.
13. … welches auf hoher See / Schiff spielt.
14. … mit mehr als einen Mord.
15. … der im Winter spielt.
16. … mit einer Danksagung
17. … mit einem Ermittler / Ermittlerin ohne Beeinträchtigung / Krankheit (kein Alkoholiker oder Ähnliches)
18. … mit einem Genie im Buch (Ermittler oder Mörder oder Helfer)
19. … mit schwarz-weißem Cover
20. … wo der Schriftzug des Autors größer ist als der Titel.
Das Polenhaus: Wo das Glück nicht ist - Gregor Höppner
Kurzbeschreibung lt. Amazon:
Frankreich. 1914. Die zwanzigjährige polnische Landarbeiterin Teresa freut sich auf das Ende der Saison – endlich nach Hause, zurück nach Polen. Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus. Kontrollverlust. Zwischen die Fronten geraten führt sie den täglichen Kampf ums Überleben – gegen ihren gewalttätigen Mann, für sich, ihre Kinder, ihre Zukunft.
Frankreich. 2014. Ein Jahrhundert später findet der Journalist Stéphane einen Ausweg aus dem Hamsterrad der Verpflichtungen in einem verfallenen Bauernhaus. Die anfängliche Freude wird schnell gebremst. Ungereimtheiten über die polnischen Vorbesitzer kommen ans Licht. Immer wieder wird ihm geraten, das „Polenhaus“ abzureißen. Doch Stéphane ist fest entschlossen, es wieder aufzubauen. Dabei wird er nicht nur mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert und mit der Geschichte der ehemaligen Bewohner, deren Schicksal in einem Netz aus Geheimnissen und Widersprüchen verstrickt ist. Das Polenhaus ist der zweite Roman von Gregor Höppner.
Meine Meinung:
Die Geschichten des alten Hauses
Ein verlassenes Bauernhaus mit einem wunderschönen Obstgarten hat dem Journalisten Stéphane angetan: Er beschließt das Grundstück mit dem verfallenen Haus, eigentlich schon eine Ruine, im Jahre 2014 zu kaufen und es neu zu errichten. Die Menschen in der Gegend raten dem neuen Hausbesitzer das „Polenhaus“, wie man es abschätzig im Dorf nennt, sogar abzureißen.
Während der Umbauarbeiten stößt Stéphane auf die Spuren der dramatischen Vergangenheit seiner Vorbesitzer; ein unheimlicher Fund lässt ihm keine Ruhe mehr. Nicht nur die ungeklärte geheimnisvolle Geschichte des Hauses und seiner früheren Bewohner raubt ihm den Schlaf, er versucht auch mit der eigenen dramatischen Vergangenheit abzuschließen.
In dem parallel verlaufenden Handlungsstrang erzählt der Autor die Geschichte der früheren Besitzer des Hauses.
Diese Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts; damals wohnte Teresa mit ihren Eltern und Brüdern in einem kleinen Dorf in Russisch-Polen.
Um dem Hunger und Armut zu entkommen, melden sich Teresa und ihr Bruder Adam bei einer Anwerbeagentur, die Saisonmitarbeiter für die Landwirtschaft in Frankreich suchte. Das Leben in Frankreich und die Arbeit sind nicht einfach, doch als 1914 der Krieg ausbricht, sind die polnischen Saisonarbeiter gezwungen vorerst in Frankreich zu bleiben.
Für Teresa beginnt ein leidvoller Lebensabschnitt in der Fremde; voreilige Heirat, das Leben mit einem gewalttätigen alkoholsüchtigen Mann, unzählige Schwangerschaften, schwere Arbeit, Heimweh und Angst vor der ungewissen Zukunft.
Beide Geschichten sind sehr interessant und emotional. Beide Hauptfiguren, Teresa und Stéphane, erleben Tragisches, was ihr Leben nachhaltig prägt. Während Stéphane einen Neuanfang wagt, blieb Teresa ihrem alten Leben mit all seinen Regeln und Zwängen treu.
Teresas Lebensgeschichte hat mir besonders gefallen; ihr leidvoller Lebensweg in der Fremde, aus heutiger Sicht schwer nachvollziehbar, macht sie – trotz all ihrer Verfehlungen - zu einer sympathischen Figur, mit der man mitfühlt und mitleidet.
Sehr interessant fand ich die geopolitische Lage Europas zu der Zeit, und das Leben der Menschen in einem Land, das sie ihre Heimat nannten, obwohl es auf keiner Karte zu finden war. Genauso spannend sind die Einblicke in das Leben der polnischen Saisonarbeiter in der Fremde; und wie sie, trotz aller Vorurteile und Gemeinheiten, ihr Leben meistern konnten. Hier hätte ich die entsprechenden Landkarten sehr begrüßt.
Überwiegend nüchtern und sachlich erzählt Gregor Höppner die beiden Geschichten, welche mit ihren Höhen und Tiefen gleichermaßen faszinieren, wie auch berühren. Die Protagonisten wirken lebensecht, authentisch. Wie der Autor im Nachwort verrät, Teresas Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten.
Das spannende Buch habe ich mit großem Interesse gelesen und empfehle es gerne weiter.
4 von 5 Sterne
![]() |
ASIN/ISBN: 3899984439 |
Für Januar habe ich geplant:
Leben und Sterben - von Alena Buyx gelesen
Das Polenhaus - von Georg Höppner gelesen
Down Cemetery Road - von Mick Herron Lese ich gerade
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel - von Alena Schröder
Tage des Lichts - von Megan Hunter
Arrivederci Jesolo - von Nadia Weiss
Der unsichtbare Elefant - von Max A. Edelmann
Leben und Sterben von Alena Buyx
Kurzbeschreibung lt. Amazon:
Die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats Alena Buyx über die großen Fragen des Lebens – allgemein verständlich und lebensnah
Wenn es um unsere Gesundheit geht, wir mit Krankheit konfrontiert werden, oder es um Leben und Tod geht, stehen wir vor Entscheidungen, die uns nicht selten überfordern. Die Medizinethikerin Alena Buyx greift die vielen ethischen Fragen auf, vor denen wir früher oder später alle stehen. Sie befähigt uns, eigene Einschätzungen und Positionen zu bilden und letztlich gute Entscheidungen zu treffen.
Die Herausforderungen umfassen die gesamte Lebensspanne: So geht es ebenso um künstliche Befruchtung, pränatale Diagnostik und Frühgeburten wie um Sterbehilfe, assistierten Suizid und Palliativmedizin. Dabei spielen immer auch die neuen Möglichkeiten eine Rolle, die sich aus der aktuellen Forschung ergeben, so etwa der Einsatz von KI und Robotik. Anhand zahlreicher Beispielgeschichten führt uns Alena Buyx klar und verständlich, gleichzeitig zugewandt und empathisch durch die großen Fragen.
Ein Kompass für die existenziellen Fragen, die uns alle angehen – Medizinethik für alle.
Über Autorin:
Prof. Dr. Alena Buyx, geboren 1977, ist ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Während der Corona-Pandemie ist sie durch ihre engagierte Aufklärungsarbeit der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Für ihren Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt während der Krise wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.
Alena Buyx studierte Medizin, Philosophie, Soziologie und Gesundheitswissenschaften. Als Professorin für Medizinethik ist sie Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Technischen Universität München.
Meine Meinung:
Fachlich kompetent und feinfühlig über vorausschauende Versorgungsplanung
Das Buch „Leben und Sterben“ von Alena Buyx hat bei mir großes Interesse geweckt.
Denn darin spricht die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrates über die Themen, die uns alle betreffen. In dem Buch geht es um unsere Gesundheit und um Krankheiten, die unser Leben von einem auf den anderen Tag ändern können. Und es geht hier auch um das Lebensende; um das Sterben und den Tod, mit dem wir alle konfrontiert werden. In jedem dieser Fälle müssen wir wichtige Entscheidungen treffen; bei diesen möchte uns die Autorin, eine Professorin für Medizinethik, mit diesem Buch behilflich sein.
Anhand von zahlreichen Beispielen aus der Praxis spricht sie über die Herausforderungen, die uns im Verlauf unseres Lebens begegnen. Sie macht es deutlich, wie wichtig dann ist, neben der medizinischen auch die ethischen Entscheidungen zu treffen. Und sie stellt anschaulich dar, welche Rolle dabei der Patient selbst übernehmen kann: eine vorausschauende Versorgungsplanung hält sie für sehr wichtig und notwendig. Klar und eindeutig ist ihre Meinung dazu: würde ich am liebsten vorausschauende Versorgungsplanung verpflichtend machen für alle Menschen, die eine Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung erhalten…“ (128) An die Leser und Leserinnen ihres Buches appelliert sie: „Schauen sie voraus.“ (128)
Das Buch umfasst unter anderen solche wichtigen Themen, wie künstliche Befruchtung, Frühgeburten, Sterbehilfen, Palliativmedizin, Sorgerecht, Ethikberatung und die Voraussetzungen für ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis. Auch die Medizin der Zukunft mit dem Einsatz von KI und Robotik wurde angesprochen. Alle Themenbereiche wurden mit den anschaulichen Beispielen erläutert und mit dem Verweis auf die weiterführende Literatur versehen.
Das Buch ist trotz der oft schweren Thematik leicht zu lesen; klar, verständlich und feinfühlig ist die Sprache der Autorin. Die wirklichkeitsnahe Darstellung der Problematik und anschauliche Beispiele regen zum Nachdenken an. Ein lesenswertes Sachbuch, ein sehr guter, kluger Ratgeber.
Amazonverlinkung repariert. LG Wolke
![]() |
ASIN/ISBN: 3103975236 |
Asa von Zoran Drvenkar
Ein außergewöhnlicher Thriller; hier wurden Kinder im Namen der Tradition zu Jägern ausgebildet werden. Eine Rachegeschichte, fesselnd geschrieben.
![]() |
ASIN/ISBN: 3518475118 |
Walzerblut – gut recherchiert und fesselnd geschrieben
Im Frühling 1872 reisen wir in Gesellschaft von drei feinen Damen aus England nach Meran, einen angesagten Kurort im Südtirol. Während Helen von Burt, eine passionierte Reiterin, sich auf die Ausritte und die mögliche Teilnahme an einer Parforcejagd freut, hoffen ihre Tante Lady Greville und Mrs. David, eine Schutzbefohlene der Queen Victoria II, auf Erholung, Kuranwendungen und Linderung ihrer Leiden.
Für Helen von Burt hat ihre Tante auch ein anderes Reiseziel vor Augen: Helen muss endlich einen passenden Ehemann finden, denn als Witwe eines Earls kann sie behaupten: „Nichts gibt uns Frauen mehr Sicherheit als Vermögen und Titel.“ (20)
An geeigneten Heiratskandidaten dürfte es in der gerade beginnenden Faschingszeit unter den adligen Gästen in Meran nicht fehlen. Denn bald erscheinen hier unter anderen auch der Erbgraf Maximilian von Montalban und der Vicomte Jean de Benedetti aus Korsika. Bald sind beide Männer von Helen sehr angetan.
Ausführlich schreibt die Autorin über die Aktivitäten der feinen und illustren Gesellschaft im Kurort Meran in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts. Umfassend und präzise berichtet sie über die Probleme im Gesundheitssystem des Kurortes; schildet genau die Probleme mit denen die Kurärzte tagtäglich konfrontiert sind, erwähnt die Krankheiten, die damals - noch nicht erforscht - auf dem Vormarsch waren.
Angela Marina Reinhardt lässt uns auch durch die Gassen des Armenstadtviertels wandern, die schäbigen Unterkünfte der armen Bevölkerung, Zimmermädchen und der Arbeiterinnen einer Spinnerei betreten. Es sind bewegende Bilder, welche die enormen Unterschiede zwischen den Gesellschaftsklassen des damaligen Merans verdeutlichen.
Der Roman hat mich auf vielen Stellen tief berührt; etwa die Beschreibungen der Arbeit in einer Spinnerei, wo nur Frauen und Kinder die schwere, oft gefährliche Arbeit verrichten mussten oder das Schicksal eines Kostkinds, das verschiedenen Gefahren ausgesetzt wurde.
Die Autorin liefert hier interessante Bilder des damaligen Kurortes Meran. Den gut recherchierten Roman hat sie mit der Karte der Stadt Meran um 1875, einem Glossar und der Auflistung der weiterführenden Literatur ergänzt. Ebenso behilflich bei der Lektüre war für mich das genaue Personenverzeichnis.
„Walzerblut“ ist das erste Buch aus der Reihe „Die Welt in Meran“. Auf die bereits von der Autorin angekündigte Fortsetzung freue ich mich sehr.
Der fesselnde Roman bekommt meine wärmste Empfehlung.
Von mir 5 von 5 Sterne
![]() |
ASIN/ISBN: 3911176104 |
Ich versuche es:
A:
B:
C:
D: Down Cemetery Road von Mick Herron
E:
F:
G:
H:
I:
J:
K:
L: Leben und Sterben von Alena Buyx

ASIN/ISBN: 3103975236

M: Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
N:
O:
P: Das Polenhaus von Gregor Höppner
Q:
R:
S:
T:
U:
V:
W:
X:
Y:
Z:
Das Buch der verlorenen Stunden - Hayley Gelfuso
Beschreibung lt. Amazon:
Keine Geschichte ist so kraftvoll wie unsere Erinnerung
An einem schicksalhaften Abend ändert sich für die junge Lisavet alles. Um ihr Leben zu retten, versteckt ihr Vater, ein bekannter Uhrmacher, sie in einer riesigen Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit existiert und in der alle menschlichen Erinnerungen in Büchern gespeichert sind. Nur wenige wissen von diesem besonderen Ort und Zeithüter entscheiden darüber, welche Erinnerungen an die Vergangenheit erhalten oder unwiederbringlich ausgelöscht werden.
Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?
»Die Vergangenheit hält uns den Spiegel vor. Sie erklärt, wer wir waren und wie wir so geworden sind. Manchen Leuten gefällt nicht, was sie in ihren Spiegelbildern zu sehen bekommen, also ändern sie es, indem sie Erinnerungen für alle Welt auslöschen. Indem sie Menschen auslöschen.«
Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt Lisavet, die Erinnerungen, die die Welt vergessen soll, in ihrem eigenen Buch zu sammeln.
Eines Abends folgte sie einem Zeithüter in sicherem Abstand und entdeckte, wonach sie gesucht hatte. Die Erinnerung in seinen Händen war ein extrem dicker Band, der zu einem mindestens Hundertjährigen gehören musste. Statt das Buch in einem Stück zu verbrennen, löste der Zeithüter den blauen Ledereinband ab und legte ihn beiseite. Dann zündete er die Seiten an und Lisavet fiel auf, mit welcher Gleichgültigkeit er diese Aufgabe verrichtete. Offenbar jemand, der nur Befehle ausführte und den das Ergebnis nicht kümmerte. Im Nu verschwand er wieder, ohne seine Tat bis zum Ende zu beaufsichtigen, und Lisavet sprang hervor, um das Buch zu retten.
Bis sie auf den Zeithüter Ernest trifft, der zu ihrem einzigen Halt wird.
Kann die Liebe uns vor dem Schlimmsten bewahren?
Was folgt, wird nicht nur die beiden, sondern auch den Lauf der Geschichte für immer verändern ...
Über die Autorin:
Hayley Gelfuso hat einen Master in Nachhaltigkeit und arbeitet im Marketing. Sie liebt wunderbare Geschichten mit magischen Elementen, die auf den realen Geschehnissen unserer Zeit und der Wissenschaft basieren. Das Buch der verlorenen Stunden ist ihr Debütroman, der in über 20 Ländern erscheint. Hayley Gelfuso lebt mit ihrer Familie in einem Vorort von Chicago.

ASIN/ISBN: 342328496X
Meine Meinung:
Fesselnd über die Bedeutung von Erinnerungen
Alles beginnt wie ein Märchen: mit der elfjährigen Lisavet begeben wir uns in eine mysteriöse Bibliothek, in der die Bücherregale vollgestopft mit unzähligen Büchern sind. Diese Bücher sind kostbar, denn dort wurden die menschlichen Erinnerungen aufbewahrt und nur die Zeithüter können über diesen magischen Ort bestimmen.
Sehr spannend und emotional ist der Anfang der Geschichte, in der sowohl die wichtigen historischen Ereignisse, wie auch die bewegenden Menschenschicksale bedeutende Rolle spielen. 1938 versteckt ein jüdischer Uhrmacher seine Tochter Lisavet in dem Zeitraum; so rettet er ihr das Leben. Viele Jahre später wurde ein anderes Mädchen, Amelia, in den Zeitraum geschickt, um eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.
Hayley Gelfuso kreiert in ihrem Roman einen mystischen Ort, der außerhalb von Zeit und Raum existiert: einen Zeitraum, der zwar für normale Menschen nicht zugänglich ist, aber ihr Leben und das Zeitgeschehen bedeutend beeinflussen kann. Es ist ein mysteriöser und gleichzeitig ein magischer Ort, an dem Lisavet die Zeit flüstern hört, gute Geister und Zeithüter trifft. Hier begegnet sie dem Zeithüter Ernest, hier sammelt sie in ihrem eigenen Buch Erinnerungen, die nicht in die Vergessenheit geraten sollten.
In einer bildhaften, oft poetischen Sprache erzählt die Autorin diese außergewöhnliche Geschichte. Die lebendige Erzählung erzeugt Bilder im Kopf, die viele Emotionen wecken, berühren und verzaubern.
Der parallele Handlungsstrang, in dem die Geschichte nach dem Krieg weiterspielt, verliert etwas von dem magischen Zauber. Der Roman entwickelt sich zu einem temporeichen Mystery-Thriller mit vielen überraschenden Wendungen. Und auch dieser Teil der Geschichte fesselt und ließ mich um das Schicksal der Protagonisten bangen. Das Buch endet mit einer unerwarteten Lösung, die mich nicht vollständig überzeugen konnte.
Den phantasievollen, fesselnden Roman habe ich jedoch sehr gerne gelesen. Den Fantasy-Teil habe ich genossen, die Idee mit den Erinnerungen in einem Zeitraum fand ich faszinierend. Das gesamte Buch bietet gute Unterhaltung und ist absolut lesenswert!
Ich mache gerne mit. ![]()
Bin das erste Mal dabei. Danke
Januar
1. Leben und Sterben - von Alena Buyx
2. Das Polenhaus - von Gregor Höppner
3. Down Cemetery Road - von Mick Herron
Und als E-Book von NetGalley:
Der unsichtbare Elefant - Max A. Edelmann
Wann endet die Vergangenheit? Düsseldorf, an einem Winterabend: Vor den Augen seiner spanischen Kollegin stürzt sich der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen in den Tod und zerstört dabei ein wertvolles Kunstwerk. María, die Thomas mochte, ist entsetzt und ratlos. Was um alles in der Welt hat ihn zu dieser Wahnsinnstat getrieben? Auch der auf den Plan gerufene Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Viktor beginnt zu recherchieren: Gibt es Spuren aus der Vergangenheit, die helfen können, Thomasʼ Verzweiflung zu verstehen? Und welche Erkenntnisse kann Simon, der junge Staranwalt aus dem Münchner Büro, der noch in derselben Nacht mit einer kanzleiinternen Ermittlung beauftragt wird, zutage fördern? Bei ihrem Versuch, die Wahrheit herauszufinden, entdecken drei ungleiche Menschen die blinden Flecken auf Thomasʼ Seele – und werden gleichzeitig mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, die viel weiter zurückreicht, als ihnen bewusst ist. Der unsichtbare Elefant legt nicht nur die Abgründe frei, die sich hinter der glänzenden Fassade einer typischen Star-Anwaltskanzlei mit internationalem Renommee verbergen, sondern führt auch in die Tiefen der europäischen Geschichte hinab, einer Geschichte, die bis in die Gegenwart fortwirkt. Nicht nur für Thomas Siebenmorgen …
![]() |
ASIN/ISBN: 3384256832 |
Zuletzt konnte ich mich auf das Buch freuen:
Der unsichtbare Elefant v. Max A. Edelmann.
Bei vorablesen hatte ich kein Glück
![]() |
ASIN/ISBN: 3384256832 |
Habe mich auch angemeldet, bin gespannt was kommt. Wenn mir kein Buch zusagt, muss ich es auch nicht lesen. Oder? ![]()
Aber neugierig auf die Bücher bin ich auf jeden Fall. ![]()