Kartoffelsalat mit Frikadellen.
Geboren im Raum Köln, gibt es dabei auch keine Kompromisse.
Kartoffel, Salatgurke, Zwiebel, Essig, Salz, Pfeffern und....
eine selbstgemachte Mayo, nur aus Eigelb und Öl bestehend.
Alles andere ist Blasphemie ![]()
Kartoffelsalat mit Frikadellen.
Geboren im Raum Köln, gibt es dabei auch keine Kompromisse.
Kartoffel, Salatgurke, Zwiebel, Essig, Salz, Pfeffern und....
eine selbstgemachte Mayo, nur aus Eigelb und Öl bestehend.
Alles andere ist Blasphemie ![]()
Ich sehe das wie Tante Li - er diskreditiert seine Idee mit seiner Aktion selbst und verhindert damit eine mögliche Debatte, statt sie anzustoßen.
Aus rationaler Sicht stimme ich dir zu.
Aus Sicht meines Protagonisten muss er so handeln. Er gibt der Gesellschaft die Mitschuld an seinem eigenen Versagen und findet in einer linken Journalistin der 68er eine würdige Gegnerin.
Leseprobe:
„Aber doch nicht so!“ Ursula hob die Hände. „Glauben Sie wirklich, die Menschen ändern sich? Sie sind längst Beute von Politik und Medien. Da wird Meinung gemacht – und bestimmt, wer, was, wann zu denken hat.“
„Ach ja? Wie…“ begann Sebastian, doch Ursula ließ ihn nicht zu Wort kommen.
„Nein, Sie hören mir jetzt zu! Ich war schon vor
vierzig Jahren auf der Straße. Wir haben Plakate geklebt, Flugblätter verteilt,
uns mit der Polizei geprügelt. Wir haben Autos angezündet, weil wir glaubten,
etwas bewegen zu können. Und? Hat sich die Gesellschaft mit unseren Themen
befasst?“ Sie wedelte mit der Kladde. „Einiges, was Sie hier fordern,
unterschreibe ich. Dafür habe ich mein Leben lang gekämpft. Aber das hier…“ –
sie ließ die Kladde wie ein benutztes Taschentuch auf den Tisch fallen – „…das
bewirkt gar nichts.
Hätte es beispielsweise damals nach der Verhaftung von "Turbo-Rolf" ein Plebiszit pro Todesstrafe gegeben, wäre der Mann längst tot
Heikel......
Vielleicht ein gutes Beispiel dafür, dass vieles in Deutschland nicht zu Ende gedacht wird. Nicht auf dich bezogen, sondern auf die Allgemeinheit. Ich bin ganz klar gegen die Todesstrafe, allerdings aus einem Grund, den ich in anderen Argumentationen nur selten lese.
Man kann die Todesstrafe nicht steigern und relativiert damit andere Taten.
Turbo-Rolf = Todesstrafe
Massenmörder = Todesstrafe
Traurig, aber da würde das Verhältnis nicht stimmen und Wasser auf die Mühlen von Populisten geben.
Ich schrieb: "Ich frage mich gerade, wieso Dein Protagonist mit Anschlägen drohen muß, wenn er seine Idee für so überzeugend hält?" Es ist unerheblich, ob es zur Umsetzung seiner Pläne durch ihn selbst kommt - wenn seine Idee so gut ist, wie er denkt, wieso glaubt er, den Weg über undemokratische und illegale Wege dafür gehen zu müssen?
Genau das ist der Punkt...
In seiner Wahrnehmung ist die Gesellschaft verblödet. Konsumiert, statt zu hinterfragen. Lässt sich von Politik und Medien sagen, was und wie man zu denken hat. Sein Ziel ist, mit seiner Drohung höchstmögliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. Nicht weil er im Rampenlicht stehen will, sondern weil er hofft, dass die Gesellschaft wieder anfängt selbst zu denken.
Seinen Erpresserbrief formuliert er bewusst so, dass er aus dem rechten Spektrum zu kommen scheint und sendet ihn an ein linkes Szenemagazin.
Er selbst ist weder links, noch rechts eingestellt.
Hallo in die Runde....
mein neuer Roman ist fast fertig, aber noch immer habe ich keine Idee
für den Klappentext. In diesem Fall leider ein heikles Thema.
Im Roman steht Mira (16) im Mittelpunkt, die von zu Hause weglief und sich
obdachlos durch Düsseldorf durchschlägt. Hier lernt sie Frank (52) kennen, einen
verheirateten Versicherungskaufmann, der sie beim Betteln sieht und ihr über Tage
immer wieder Geld in ihren Becher wirft.
Bla, bla, bla.... Frank trennt sich von seiner Ehefrau, zieht in das Haus seiner
verstorbenen Mutter, nimmt Mira bei sich auf. Er sieht in ihr einen neuen Sinn
in seinem Leben, will ihr helfen. Tatsächlich aber will er sich eher selbst helfen,
eine neue Existenzberechtigung zu finden.
Mira merkt, dass er immer besitzergreifender wird, sie einengt. Sie flüchtet
vor ihm zurück zu ihrer Mutter.
Mein Problem:
Wie bekomme ich einen Klappentext hin, der keinen Zweifel daran lässt,
dass Frank keinerlei Interesse an Mira in sexueller Hinsicht hat und dabei
dennoch vermittelt, dass es um eine intensive Beziehung zwischen einem
jungen Mädchen und einem alternden Mann geht?
Alles anzeigenHallo Michael,
willkommen im Eulennest und viel Spaß beim Lesen.
Ich frage mich gerade, wieso Dein Protagonist mit Anschlägen drohen muß, wenn er seine Idee für so überzeugend hält? Wie demokratisch ist er, wenn er "der Bundesrepublik Deutschland" nicht zutraut, seine Idee demokratisch einzuführen? Und zum Vorschlag selbst - wieso glaubst Du, daß die Politiker bei wechselnden Mehrheiten plötzlich mehr "für das Land regieren und nicht für die eigene Partei"? Sofern wir weiterhin Parteien wählen, wird auch (aus meiner Sicht sogar gerade) bei wechselnden Mehrheiten die Parteiräson wichtig bleiben. Zudem wird ohne Koalitionsvertrag, bei dem man sich auf eine grobe Route verständigt, die Mehrheitsfindung ein sehr weiter weg. Diesen kann es aber in Deinem Beispiel dann ja nur unter allen Parteien geben, wenn ich Deinen Ansatz richtig verstehe.
Zum ersten Teil deiner Frage, mit Spoiler....
Mein Protagonist hat nie vorgehabt, Anschläge zu verüben. Ihm geht es darum, die Gesellschaft zum Nachdenken zu bewegen. Nicht alles ohne zu hinterfragen aufzunehmen, was die Medien von sich geben.
Zum zweiten Teil deiner Frage.
Müssen wir zwingend einen Koalitionsvertrag haben? Ein Regierungsprogramm, ausgearbeitet von allen Parteien würde den gleichen Zweck erfüllen. Natürlich würde jede Partei versuchen ihre Handschrift deutlich zu hinterlassen. Das ist ja auch völlig legitim.
In wechselnden Mehrheiten sehe ich den großen Vorteil, dass alle politischen Meinungen und Ideen gehört und auch gebraucht werden.
Und wenn man hier das Volk direkt entscheiden lassen würde, dann bekommt so sehr zweifelhafte Entscheidungen wie die Hamburger Klima-Abstimmung. Dumm und durch kein Fachwissen getrübt.
Die Abgeordneten beispielsweise im Bundestag stimmen oft auch über Dinge ab von denen sie keine Ahnung haben. Doch vor der Abstimmung im Plenum wurden die Vorlagen von den Fachexperten in den Fraktionen bereits geprüft. Denn nicht jeder kann alles wissen oder beurteilen.
Und was ist denn eine wichtige Entscheidung? Für den einen sind es beispielsweise Agrarfragen und für den anderen Infrastrukturfragen. Von den Kosten für Volksabstimmungen gar nicht zu reden.
Jetzt bitte nicht als Werbung für meinen Roman verstehen, aber genau das ist eines Themen.
Mein Protagonist will zum Beispiel eine andere Art der Demokratie erzwingen.
Alle Parteien, die nach einer Bundestagswahl im Parlament vertreten sind, sind Regierung und Opposition zugleich. Die Partei mit dem höchsten Stimmanteil stellt den/die Bundeskanzler. Die Ministerposten, je nach Stimmanteil die anderen Parteien.
Ich gehe mit diesem Gedanken schon seit Jahren schwanger. Wenn alle Parteien Regierung und Opposition zugleich sind, gibt es keine automatischen Mehrheiten durch Koalitionen mehr. Für jeden Gesetzentwurf müssen sich die Parteien um Mehrheiten bemühen und auch mit Parteien wie DIE LINKE oder der AfD in den Dialog gehen. Mir persönlich ist es völlig gleichgültig aus welcher Fraktion eine gute Idee kommt. Hauptsache es wird für das Land regiert und nicht für die eigene Partei.
Alles anzeigen
:
Obwohl wir hier kein Haifischbecken sind! Eulen sind zwar von Natur aus auch Raubtiere, aber die Beute der Büchereulen sind Bücher, selten Autoren. Vielleicht schaust Du Dich erstmal ein wenig hier um, damit Du einen Eindruck unserer Gefährlichkeit gewinnst.
Dein Buchprojekt erscheint mir etwas absurd: als wäre Deutschland eine homogene Masse, die sich gleichmäßig erpressen ließe
Mit "Haifischbecken" meinte ich den Buchmarkt als solchen, ausdrücklich nicht diese Community.
Deine Kritik in Ehren, aber ist es wirklich so absurd, dass jemand, oder eine Gruppe mit Anschlägen droht, um eine andere Politik zu erzwingen? Ignorieren darf und würde man so etwas nicht und die Medien würden dafür sorgen, dass die Erpressung publik gemacht wird. Genau darum geht es im Roman.
Klingt interessant, welche Überschneidungen sind das aus Deiner Sicht konkret?
In erster Linie was die Parteiführung und die Strukturen hinter den Kulissen angeht. Kohl nannte sie damals ja immer "sein Mädchen" und Merkel hat die CDU von der Pike auf gelernt. Ich denke ihr Stil, der ja das genaue Gegenteil von Kohl war, war kein Zufall. In den oberen Kreisen der Partei war man froh, dass man Kohl nicht mehr an der Spitze hatte. Mit seinem Patriachat machte er sich viele Feinde in der Partei und Merkel holte diese Leute mit ihrem Stil "Mutti" ab.
Ich kann nur jedem empfehlen, auch die Biografie von Helmut Kohl zu lesen und mit der von Merkel zu vergleichen. Gerade was Strukturen innerhalb des Politikbetriebs angeht, finden sich spannende Überschneidungen.
Hallo,
gern möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich als neues Mitglied und Autor vorzustellen.
Wohnhaft im nördlichen Rheinland-Pfalz lese ich seit über 40 Jahren und finde immer wieder
interessante Autoren, die der breiten Masse unbekannt sind.
Warum ich nun selbst einen ersten Roman geschrieben habe, ist dem Umstand geschuldet,
dass ich gerne mal einen Roman gelesen hätte, in dem es um die Frage geht, ob jemand in der
Lage wäre, die Bundesrepublik Deutschland zu erpressen, um eine andere Politik zu erzwingen.
Da ich keinen entsprechenden Roman fand, musste ich eben selber einen schreiben.
Was ich bei Romanen, insbesondere Thrillern nicht mag, sind sinnlose Gemetzel, wilde Verfolgungen
und scheinbar unbesiegbare Helden. Ich mag lieber Romanfiguren mit Tiefe und Schwächen.
Ich freue mich darauf, mich hier aktive beteiligen zu können.