Beiträge von Brigitte Riebe

    Die Figur der Roswitha von Gandersheim begleitet mich schon seit 30 Jahren - habe sie in einem meiner ersten Seminare in Mittelhochdeutsch an der Uni flüchtig kennen gelernt und niemals vergessen ...
    Aber das 10. Jahrhundert ist wahrhaft eine schwierige Epoche mit sehr unterschiedlichen historischen Einordnungen. Besonders in der Figur von Otto I. widersprechen sich so viele ... war eine Heidenarbeit, hier einen Faden zu finden und Ergebnisse, auf die ich mich einlassen konnte ...


    Eigentlich sind alle Zeiten "spannend", je nachdem, wie man sie beleuchtet. Mich hat immer besonders das Mittelalter interessiert, weil es uns eigentlich so fern ist, als wäre es ein anderer Planet, und trotzdem schon da so viele "Samen" gelegt werden für das, was uns heute noch ausmacht.
    Außerdem habe ich ein großes Faible f. die minoische Kultur, über die ich meinen ersten historischen Roman "Palast der blauen Delphine" geschrieben habe. Und ich denke da an eine Fortführung/Neubearbeitung des Themas in anderer Form in näherer Zeit nach ...
    Und natürlich das Alte Ägypten, das alle meine Sinne gefangen genommen hat, als ich es bei diversen Reisen kennen lernen duft. Auch hierzu wird es in absehbarer Zeit noch mehr geben!
    Aber auch das 18. Jahrhundert (Zeitalter meine Promotion) eignet sich wunderbar f. historische Romane ...
    Für mich sind immer "Bruchzeiten" besonders spannend, wo sich etwas Neues abzeichnet, das "Alte" aber noch immer vorhanden ist.
    Wann enden eigentlich Epochen?
    Mein verehrter Lehrer, Pro. Karl Bosl, hat einmal auf die Frage, wann das Mittelalter zu Ende sei, leicht provokant geantwortet: "1789".
    Und auf eine Weise hatte er Recht, meinst du nicht auch?


    Liebe Grüße Brigitte

    Zur Wahlenwacht:


    Eines der größten Probleme der mittelalterlichen Städte war die Feuerbekämpfung. Denn wenn ein Haus brannte, waren auch die anderen in schwerer Gefahr. Es gab deshalb eine Art freiwilliger Feuerwehr, zu der jeweils die einzelnen Stadtviertel oder Straßenzüge beizutragen hatten. Nach dem Standort des Kaufmannshauses ist es in diesem Fall die "Wahlenwacht", die löschen sollte - und dies doch nur bedingt tun konnte.

    Der Hansgraf hatte sehr umfangreiche Machtbefugnisse.
    Und Papierherstellung gab es damals in Deutschland noch gar nicht. Ich habe mir erlaubt, sie zeitlich etwas vorzuverlagern (steht im Nachwort). Deshalb konnten auch die Zünfte sie noch nicht f. sich beanspruchen.
    Sind also erst die Anfänge ...
    Und weil es so war, waren die anderen Händler ganz und gar nicht interessiert daran, dass sie überhaupt in Gang kam ...


    Der Vorschlag m. dem Glossar ist prima. Hätte ich mir auch sehr gewünscht . Aber ich denke, das Meiste der "Reinen" wird sich aus der Geschichte heraus erklären, und wenn nicht: beantworte gerne jede Frage.


    Liebe Grüße Brigitte

    Liebe Streifi,


    naja, so ganz "freiwillig" wird Pilar nicht auf Pilgerschaft gehen ... aber bitet weiterlesen!


    Wollte euch alle hier noch einmal extra begrüßen: 2 Milliarden Schritte - soweit wäre es ungefähr von Deutschland aus. Vor allem notwendig: Gutes Schuhwerk (hab ich selber leidvoll ausprobiert!), gute Kleidung (heute Gorotex, damals Pelerine - kommt von "peregrinus"= Pilger), leichtes Gepäck (damals hatten sie ohnehin nicht viel dabei!), eine Kalebesse zum Trinken, und einen Stock (gegen böse Menschen und Tiere - "Nordic Walking war noch nicht erfunden!):
    Und dann kann es losgehen!


    Der Vergleich mit Lorentz' "Pilgerin" gefällt mir übrigens nicht so gut: erstens war ich mit dem Thema fünf Jahre früher dran und zweitens durchforste ich für meinen historischen Hintergrund jedesmal zwischen 300 und 450 Bücher (und nicht wie der Lorentz-Mann sich im Interview bei amazon brüstet, doch immerhin "zehn(!).
    Unterschiede beleben das Geschäft ...
    :wave
    Freue mich auf den Weg mit Euch!
    Brigitte

    Hallo, Ihr Lieben, freue mich schon sehr darauf, mit Euch ab Mai den Sternenweg zu gehen! Termin könnte nicht besser gewählt sein: Die Pässe - und es sind derer viele auf dem langen Weg bis nach Finis terrae - sind schneefrei, überall grünt und blüht es, und obwohl wir unterwegs mit einigen Regenschauern rechnen müssen (ist ein echt keltisches Land, dieses Nordspanien!), werden wir doch auch oft Sonne haben ...


    Freue mich, auf alle Fragen zu antworten, so gut ich es kann und wünsche Euch allen viel Lesevergnügen mit Pilar und ihren Wegbegleitern!


    Herzliche Grüße aus München
    Eure Brigitte (Riebe) :wave