Beiträge von Uta

    Zitat

    Original von Voltaire


    btw.:


    Wo sind Jazzvariationen denn unstrukturiert? Nur weil du Jazz ggf. nicht magst ist diese Musik doch noch lange nicht unstrukturiert. Hör dir einfach mal John Coltrane an - da ist nix von "unstrukturiert". Allerdings muss man sich Zeit fürs Zuhören nehmen - nebenbei hören wäre allerdings nur kalter Kaffee.


    :bonk Mist, hatte meine Goldwaage gestern Abend schon weggepackt.


    Es gibt ja wie in jedem Genre sone und solche. :frieden



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    Original von Maharet
    Ganz viel kann ich ja nicht beitragen, aber wenigstens hier kann ich als Alt- und Langzeit-Gruftlerin vielleicht was dazu sagen:


    Original von Uta


    nein, das ist mit east und west coast Hip Hop nicht zu vergleichen. Mit Death & Black-Metal kann vielleicht noch jeder was anfangen, ziemlich thrashiges Gitarren Geschrubbe, dazu ein Sänger der meistens schreit, manchmal unterlegt von einer düsteren, bedeutungsschweren Melodie. EBM ist die Gruft-Variante des Techno. Düster, auch die Texte aber sehr elektronisch. Die Musikstile haben also eigentlich nicht wirklich viel miteinander zu tun. Deathmetaller haben generell (Achtung jetzt kommt ein Vorurteil das natürlich nicht auf alle zutrifft!) den Hang mit ihrer Musik die Weltherrschaft an sich reißen zu wollen - Mein Eindruck! Aber Krieg zwischen beiden Musikrichtungen und ihren Anhängern besteht definitiv nicht, ich würde eher sagen man nimmt sich vielleicht gegenseitig nicht wirklich ernst!


    Hallo Maharet, danke für die Information. :wave Ich werde mal schauen, ob ich irgendwo reinhören kann, um mir ein Bild (?) zu machen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen "laut", aber von "laut und unstrukturiert" bekomme ich Kopfschmerzen, mit endlosen Jazzvariationen kann ich auch nix anfangen ...


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    In einer Geschichte, speziell im Liebesroman, definiere ich "Beziehung" nicht als "sie haben sich einander versprochen und der Beziehungsrahmen ist klar" sondern der gesamte Weg dorthin - oder nicht dorthin - ist für mich "Beziehung der Protagonisten bzw. Beziehung zwischen den Protagonisten".



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    ... die originell, leidenschaftlich, spannend und absolut unkitschig ist. Das Ganze hat sogar einen Touch hardboiled. Oh ja, ich steh auf die Bad Boys... :-]


    Sowas will ich auch lesen, ich such mal weiter ... ;-)


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    :bruell Rosha ist alles schuld!!!!!!


    Wegen ihr habe ich das Buch gelesen und mich dann spontan dazu hinreißen lassen, zu erwähnen, dass ich die Geschichte nicht so prickelnd finde und wurde dann von ihr dazu genötigt, noch eine Rezi zu schreiben, weil sie gespannt darauf wartet, was ich dann ja auch pflichtschuldigst getan habe und musste dann ja auch noch argumentativ begründen.


    :bruell Rosha ist also wirklich alles schuld!!!!!!


    Normalerweise hätte ich das Buch abgebrochen und es wäre mir auch zu lästig gewesen, noch eine Rezi dazu zu schreiben.


    :bruell Habe ich schon erwähnt, dass Rosha alles schuld ist??????



    Bei der Antwort zu Dead Soft allgemein habe ich mich ein bisschen rausgeschummelt, es war schon spät und ich wollte nicht noch weitere Bücher/AutorInnen hier mit reinziehen, um die es in diesem Thread ja eigentlich nicht geht. Dieses ganze VampireShapeshifterFantasyzeugs kann ich ja gar nicht lesen, fällt für mich also alles schon mal weg und davon gibt es dort auf den ersten Blick jedenfalls reichlich.


    Ab und an, einmal im Jahr oder so, hab ich noch mal ein Buch von Dead Soft gelesen, ähm, bzw. die meisten abgebrochen … :rolleyes


    Von den beendeten: eines fand ich ganz nett zur Unterhaltung, wenn auch recht klischeehaft, aber was sollen ständig diese Halbjapaner und Halbkoreaner und sonstigen Manga-Typen in den Geschichten? :gruebel


    Von einem Anfang des Jahres gelesenen und auch beendeten Buch hatte ich die ersten Kapitel auf ff.de gelesen, der Beginn gefiel mir durch die Spannung zwischen den Protagonisten gut und das ganze Buch fand ich dann auch ganz gut, ich hätte aber irgendwie MEHR erwartet. :gruebel Bei dieser Autorin fand ich den Schreibstil in vorherigen Geschichten auf ff.de eher mäßig mit grottigen Einsprengseln, sie konnte mich aber durch einige Geschichten fesseln, in andere habe ich nur reingelesen, das war nix, also hit and miss. Der Schreibstil in der Dead Soft Veröffentlichung war OK, vielleicht ist vor der Veröffentlichung noch ordentlich daran gearbeitet worden.


    Und das Buch einer weiteren Hobby Nachwuchsautorin bei Dead Soft habe ich im SUB, wovon ich auch die ersten Kapitel auf ff.de gelesen hatte, ich hoffe, das hält, was der Beginn versprach.


    Es ist also nicht so, dass ich dem deutschen Nachwuchs im Dead Soft Programm keine Chance geben will, aber man/frau sollte eben wissen, dass man natürlich nicht "Literatur" geboten bekommt, sondern - im besten Fall gute - Unterhaltung. Aber was das ist, ist wohl wirklich Geschmackssache.


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    Original von Justin C.
    Hallo Uta!


    Tja, was mach in nun, antworten oder nicht? :gruebel Eigentlich war in der Rezi und meinen nachfolgenden Beiträgen meinerseits schon alles gesagt.


    Beim Googeln nach "dysfunktionaler Beziehung" habe ich auch das Kommunikationsmodell nach Watzlawick überflogen.



    OK, überredet, ich kommuniziere.


    Situation:


    Leserin hat Buch nicht gefallen und ehrliche Meinung geschrieben.


    -> Autor ist angepisst (ist sonst nicht meine Wortwahl, aber schien mir beim Lesen zwischen den Zeilen gegenüber den Alternativen "unglücklich", "sauer", "genervt" besser zu passen.)




    Leserin fand den Schreibstil amateurhaft, daher hat Leserin Autor mit "Hobbyautoren" verglichen.
    Dass Leserin durchaus gut geschriebene und von professionellen Lektoren bearbeitete Texte erkennen kann und auch zu schätzen weiß, sollte aus Zugehörigkeit dieses Forums erkennbar sein, auch wenn dies in diesem Thread nicht explizit erwähnt wurde.


    -> Autor meint, Schreibstil ist gut, so wie er ist


    -> Leserin kann das akzeptieren, sie wird ja nicht gezwungen, ein weiteres Buch des Autors zu lesen


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    Original von Justin C.
    In dem Roman geht es nicht um 2 Metalbands, sondern um eine Metal und eine EBM Band, das sollte schon klar sein.


    Metal ist nicht meine Musikrichtung und ich kenne mich nicht wirklich aus, aber lerne durch Geschichten immer gerne dazu. Ist das so ähnlich wie bei der East Coast/West Coast Hip Hop Rivalität in den 1990ern, wobei u.a. 2Pac Shakur getötet wurde? Dann verstehe ich aber den Konzertveranstalter im Buch nicht, dass der die Bands miteinander auftreten lassen kann. :pille Aber ich gestehe, da ich während des Lesens durch gedankliche Umformulierung des Textes abgelenkt war, habe ich vielleicht einige Feinheiten zur Erläuterung der unterschiedlichen Metal Musik-Richtungen überlesen. :gruebel


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    Die Beziehung, die Du als oberflächlich beschreibst, entsteht zwischen den Zeilen. Dass Dylan und Thor mit normalen Worten nicht weit kommen, ist Sinn der Geschichte.


    Danke, dass das so sein soll, habe ich schon verstanden.



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    Bungalow- das hast du richtig erkannt. In Teil 3 wird erklärt, warum sie ihr Haus Bungalow nennen ( das kann man natürlich nicht vorhersehen, da gebe ich dir mal recht) Aber v.a. in Amerika, gibt es Flachdachhäuser, die über 2 Etagen gehen, also nicht ungewöhnlich.


    In dem Sinne, viel Erfolg beim weiteren Lesen der amerikanischen Schriftsteller, die deutsche Literatur hat es auch nicht nötig, unterstützt zu werden, sollte man lieber die Amis noch mehr in den deutschen Buchmarkt ziehen und Newcomern keine Chance lassen. Schade! :-/


    Bei nochmaligem Googeln habe ich gesehen, dass britische und amerikanische "Bungalows" tatsächlich manchmal oben noch Schlafzimmer und Fenster unter der Dachschräge haben. Im deutschen Sprachgebrauch ist Bungalow eingeschossig ohne obere Etage, das landläufig genutzte "anderthalbgeschossig" gibt es eigentlich nicht, dass ist eingeschossig mit ausgebautem Dach. Ich lese häufig englische und amerikanische Autoren im Original und man lernt dabei ja auch "Land und Leute" kennen, aber die Sache mit den Schlafzimmern im Dachgeschoss eines Bungalows war mir noch nicht untergekommen, aber ich lerne ja, wie gesagt, gerne dazu.


    Eine weiterer Punkt der mich oft nervt, den ich aber nicht angesprochen hatte (irgendwo musste ja mal Schluss sein mit der Kritik), ist, wenn deutsche Autoren ausländische Figuren und "Locations" verwenden. Wenn ich einen deutschsprachigen Autor lese, finde ich es interessanter, wenn die Geschichte auch in seinem Heimatland spielt oder kulturelle Gegebenheiten der Länder thematisiert werden, zum Beispiel eine Deutsche in Chicago oder ein Ire in New York (letzteres dann von einem irischen Autor).


    Und bei dem von Dir abfällig bedachten ff.de gibt es unter 98-99 % Murks tatsächlich einige Geschichten von talentierten Autoren, die Resonanz der Leser gibt vielleicht einen Hinweis darauf, ob Talent vorhanden ist, unterhaltsame Geschichten zu schreiben und inzwischen haben es diverse Autorinnen von ff.de zu einer Veröffentlichung geschafft, u.a. auch bei dead soft! ;-)


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    Hallo Rosha, den Begriff "dysfunkionale Beziehung" habe ich tatsächlich aus dem Handgelenk benutzt, um die selbstzerstörerische Verhaltensweise zumindest eines Partners in der Beziehung zu benennen. Bevor ich den Begriff verwendet habe, hatte ich ihn gegoogelt und er schien mir für Dylan (und Thor) passend zu sein, nach nochmaligem Googeln biete ich mal diese Definition an, hier gefunden (bin aber Laie und keine studierte Psychologin und muss nicht aus Geltungsdrang darauf bestehen, dass ich Recht habe :wave).



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    Original von Rosha
    Was das Lektorat angeht: du hast doch bestimmt schon andere Bücher aus dem Dead Soft Verlag gelesen, oder? Wie waren da deine Erfahrungen bezüglich Schreibstil und Flüchtigkeitsfehler? Hinzu kommt ja auch noch, dass ein Autor nicht tun muss, was ein Lektor vorschlägt...


    Insgesamt betrachtet finde ich, dass der Dead Soft Verlag einen interessanten Autorenpool hat. Mir ist aufgefallen, dass der Verlag den jeweiligen Autoren viel Freiheit in Bezug auf ihre sprachliche Gestaltung zu lassen scheint, sprich kein Einheitsbrei produziert wird. Das finde ich gut. Natürlich ist es legitim, mit der ein oder anderen Schreibe besser zurecht zu kommen, als mit einer anderen.


    Ich musste zunächst mal nachschauen, was denn in den letzten Jahren bei Dead Soft überhaupt so veröffentlicht worden ist, in den Jahren 2004/2005 habe ich einige Bücher von Dead Soft gelesen, über den Hintergrund des Verlags weiß ich eigentlich nicht viel, hatte aber immer den Eindruck, das wäre so ein "Slash und Goth wird bei den großen Verlagen nicht veröffentlicht, dann veröffentlichen wir halt selbst"-Verlag. :gruebel


    Da ich sowieso viel Englisch lese - und nach einigen Pleiten von deutschsprachigen Büchern aus dem Bereich - habe ich eher amerikanische Veröffentlichungen gelesen - und wenn ich Lust auf was Deutschsprachiges hatte, bei fanfiktion.de gestöbert.


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    Aus Neugier: Welcher Autor ist für dich ein sprachlicher Hochkaräter?


    Im Bereich M/M? :gruebel Da fallen mir eher ein paar AmerikanerInnen ein.


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    DIE dysfunktionale Beziehung zwischen zwei Kerlen ist für mich die Geschichte von Dan und Vadim in Special Forces von Marquesate und Vashtan.



    Inhalt
    Special Forces is the story of a Scottish SAS soldier and a Soviet spetsnaz soldier. The epic consists of three cycles: Soldiers, Mercenaries and Veterans.


    Special Forces is available to read for free on this website: Soldiers, Mercenaries, Veterans.


    Two enemies who meet in the line of duty during the early days of the Soviet Union's last war in Afghanistan. Behind enemy lines respect and finally love grow ... but that's only the official version.


    The reality of these two men is dark, brutal, fuelled by aggression and insane lust. Steeped in pain and killing, with death as their shoulder companion, these Special Forces soldiers meet in 1980. Their intense hatred caused by rape, revenge and torture turning into fucked-up lust and years of secret encounters in the rat-infested labyrinth of Kabul and the Afghan mountains. Time, despair and desolation smoothing down the sharpness of hatred, its venom drained with each physical encounter, the lust helping to form an understanding that only two men of the same kind can share. Enemy Mine and Brothers in Arms - on two different sides.


    This novel spans across over twenty-five years of their lives. It's harsh and violent, but life is cruel and they just do what they need to survive.




    "Special Forces" wurde von 2006 bis 2009 geschrieben und auf der Website der Autorinnen veröffentlicht. Inzwischen gibt es die Möglichkeiten, die Kapitel online zu lesen, die vier Bücher als pdf downzuloaden oder als Print zu kaufen, in Print sind es über 2000 Seiten.


    2006 beim zweiten Kapitel entdeckt, war ich sofort fasziniert von der Geschichte von Dan und Vadim, die sich 1980 in Kabul zum ersten Mal begegnen, etwas Vergleichbares gab es zu der Zeit nicht, und ich habe die Geschichte der beiden jahrelang gespannt verfolgt.


    Rosha, bei "Special Forces" gäbe es noch die Schnittmenge zu deinem "Themengebiet Profikiller" ;-), die beiden sind bestens ausgebildete Soldaten, Dan von der britischen SAS und Vadim von der sowjetischen Spetsnaz. Und zu Beginn der Geschichte wollen sie sich wirklich gegenseitig töten, nicht nur ein bisschen Russisch Roulette spielen ...


    "Special Forces" ist sicherlich kein Buch, das von einem Mainstreamverlag veröffentlicht worden wäre, "Special Forces" ist auch nicht ganz "perfekt", ich hätte mir gewünscht, dass es nach Beendigung nochmal überarbeitet worden wäre und dann als Buch veröffentlicht, aber für die zahlreichen Fans haben die Autorinnen die Geschichte in der Originalversion und für jeden zugänglich belassen. Die Printversion ist für Fans, die sich Dan und Vadim gerne ins Regal stellen möchten. ;-)



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    Gerade fertiggestellt ist Ich heirate eine Famile 2.0 von Fabia.



    Inhalt
    Sierk ist alleinerziehender Vater und gönnt sich alle paar Wochen einen Abend Auszeit und geht auf Metalkonzerte. Nach einem Konzert kommt er beim anschließenden Bier mit dem Bassisten einer finnischen Pagan-Metal Band, Joona, ins Gespräch, aber ihre Wege trennen sich zunächst wieder, da Joona auf Tour unterwegs ist. Sierks bester Freund Finn versucht ständig, ihn wieder an die Frau zu bringen, aber vielleicht hat Sierk denjenigen schon getroffen, in den er sich verlieben kann?



    Metal kenne ich nur oberflächlich, meine Musik ist es nicht, in der Geschichte empfinde ich die Metal-Szene im Handlungsort Berlin und die unterschiedlichen Strömungen aber gut und, wie ich glaube, auch realistisch dargestellt, ich habe jedenfalls einiges dazu gelernt. Und über Wacken weiß ich nun genug, dass ich lieber darüber lesen, als da zelten will. ;-)


    Die Protagonisten Sierk und Joona fand ich sexy und liebenswert, den Schreibstil flüssig und Humor in einer Geschichte ist immer gut. Bei wöchentlicher Veröffentlichung der Kapitel durch die Autorin habe ich – wie üblich – immer wieder Kapitel "angespart", um dann mal wieder 6 oder mehr Kapitel am Stück zu lesen zu haben und habe mich immer wieder auf den nächsten Leseabschnitt gefreut und heute habe ich die letzten Kapitel gelesen. Aber ab jetzt kann man ja die ganze Geschichte am Stück lesen.



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    Original von Rosha
    Nun ja, das Rad neu erfinden kann wohl kein Autor. Ich hatte einfach das Empfinden, auf neue, überraschende Figuren zu treffen. Ich hätte nicht voraussagen können, was Dylan und Thor als nächstes tun. Sie haben mich fortlaufend überrascht. Das meinte ich mit neu.


    Ich habe es auch so verstanden, dass für Dich das Buch und das Thema Neuland sind und auch deshalb so faszinierend. Das Rad neu erfinden kann kein Autor, das ist richtig, es gibt für mich auch bestimmte Themen oder Konstellationen, bei denen ich immer wieder gerne zugreife, auch wenn ich weiß, das ist nicht wirklich neu, interessante Variationen tun es auch manchmal auch.



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    Außerdem hatte ich zuvor noch kein Buch gelesen, in dem beide Protagonisten Sänger von Bands (erst recht nicht der Musikgruppierungen EBM und Black Metal! :anbet) waren.


    Zu den Motiven "Metal" und "dysfunktionale Beziehung" kann ich Dir als Alternative jeweils eine Geschichte empfehlen, die mir wirklich gut gefallen hat, und beide sind online von "Hobbyautoren" veröffentlicht.


    Ich poste die Infos mal drüben im Schwule Liebesgeschichten Thread. :wave



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    "Bis dass der Tod Euch scheidet" von Justin C. Skylark hat mich nicht begeistern können", ich hole "meine alternativen Vorschläge" mal von dort hier rüber.


    Zitat

    Außerdem hatte ich zuvor noch kein Buch gelesen, in dem beide Protagonisten Sänger von Bands (erst recht nicht der Musikgruppierungen EBM und Black Metal! :anbet) waren.


    Zu den Motiven "Metal" und "dysfunktionale Beziehung" kann ich Dir als Alternative jeweils eine Geschichte empfehlen, die mir wirklich gut gefallen hat, und beide sind online von "Hobbyautoren" veröffentlicht.


    Auf fanfiktion.de stöbere ich des Öfteren, phasenweise mal mehr, mal weniger (meine seit Jahren anhaltende Lesekrise - viel Arbeit, meist zu wenig Zeit mich richtig auf Bücher einlassen zu können - habe ich immer noch nicht komplett überwunden und wenn ich nicht zeitnah zu Ende lese, hat das Buch ein Problem, auch wenn es mir gefällt. :rolleyes). Bei den auf fanfiktion.de online zu lesenden, meist in Arbeit befindlichen Slash Stories kann ich ein bisschen stöbern, ein bisschen lesen, und dann ergibt es sich einfach, Wochen oder Monate später dran weiter zu lesen - oder auch nicht. Und ich habe dabei nicht das schlechte Gewissen, "Mist, schon wieder ein Buch abge-, äh, unterbrochen". :rolleyes


    Übrigens, "Staub und Stolz" von C. Dewi war ursprünglich während der Entstehung auch auf fanfiktion.de gepostet, bevor es überarbeitet und als Buch und eBook veröffentlicht wurde. Damals hatte ich es schon auf der Merkliste, aber wann soll ich alles lesen, und nach der neuen Veröffentlichung habe ich es käuflich erworben und nun im eSUB. :wave



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    Original von Rosha
    Vielen Dank für die Rezi, insbesondere das Zitat. Ich grinse immer noch... :chen
    Deine Leseeindrücke zeigen mir, dass mein Vorsatz, endlich mal etwas von McKinty zu lesen, in die Tat umgesetzt werden muss. :wave


    Das solltest Du unbedingt tun!


    McKinty ist ein Autor bei dem für mich immer Schreibstil, Humor und Figuren im Vordergrund stehen. Wahrscheinlich könnte er das Belfaster Telefonbuch neu schreiben und ich wäre angetan. :anbet:grin


    Ursprünglich hatte ich überlegt, den Beginn von "The cold cold Ground" als Zitat dazu zunehmen, wäre aber doch ein bisschen lang.

    In der ersten Szene beobachten Sean Duffy und seine Kollegen von einem Hügel als Bereitschaftseinheit die Ausschreitungen unten auf der Straße und er vergleicht die Szenerie mit den Bewegungen der Linien der sich gegenüberstehenden Polizisten und Rioters und der Farben und Lichter der Molotow-Cocktails mit einem Ballett, hat aber das Gefühl "we had seen better", "die Ausschreitungen nach dem Märtyrertod von Bobby Sands waren das Original", der nun zweite tote Hungerstreiker sah nicht aus wie Jesus, so wie Bobby, und hatte auch ein blödes Timing, "croaked it" direkt nach dem Attentat auf den Papst und die inverse Korrelation zwischen Intensität der Ausschreitungen und schlechtem Wetter behielte er wohl auch besser für sich.


    So zusammengefasst entfaltet die Szene wohl nicht ihre lyrische Wirkung, die sie auf den Leser hat ..., das Original ist immer besser. ;-)
    Die Ausdrucksweise von Adrian McKinty finde ich oft genial, weiß aber nicht, wie gut die Sprache in der Übersetzung rüberkommt.



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    Original von Buchdoktor
    Ups, dieses Verzeichnis wird mir immer ein Rätsel bleiben - unter dem Namen des Verfassers wurde Utas Rezension nicht angezeigt.


    Den deutschen Titel habe ich gestern erst ergänzt, nachdem ich gesehen hatte, dass die deutsche Übersetzung erschienen ist, die Rezi stand wahrscheinlich unter dem Originaltitel "The Cold Cold Ground" drin. :gruebel


    Im Januar 2013 ist der zweite Teil erschienen. "I hear the Sirens in the Street" habe ich natürlich sofort gelesen und war begeistert wie immer von Adrian McKintys Figuren, Humor und Schreibstil, der Plot war aber minimal schwächer. Eine Buchvorstellung folgt ...



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    So, "Bis dass der Tod euch scheidet" habe ich nun endlich beendet, und wie bereits angedeutet, meine Begeisterung hält sich in Grenzen.


    Von Justin C. Skylark hatte ich vor Jahren bereits einige Bücher gelesen (Amazon sagt, 2004 gekauft), dann ist die Lektüre also fast zehn Jahre her, das waren "Craig's little Dawn" und der Nachfolger "Träume alles anders", sowie "Szandors Erbe", an die drei Bücher habe ich eigentlich die Erinnerung, dass sie mir gefallen hatten. Später habe ich noch die Geschichte mit dem Boxer (an)gelesen, habe das als schlecht geschrieben in Erinnerung und hatte erst mal keine Lust mehr auf den Autor.


    Die Plotbeschreibung über die konfliktreiche Beziehung der Sänger von zwei Metalbands klang interessant genug, dass ich "Bis dass der Tod Euch scheidet" dann irgendwann doch gekauft habe (nachdem das böse Amazon es mir penetrant immer wieder im Zusammenhang von anderen Büchern angeboten hat :wow), aber ich hatte es seit Jahren im SUB rumliegen, ohne große Eile, es lesen zu wollen.


    Meine Kritikpunkte an "Bis dass der Tod euch scheidet" unterteile ich mal grob in drei Kategorien:


    - Schreibstil
    - Schlampigkeitsfehler
    - Figuren


    Ob ich vor zehn Jahren weniger Ansprüche an den Schreibstil hatte, oder ob ich holprigen Schreibstil da "ausgeblendet" habe, weil der Plot OK war, und weil einfach das Angebot an (in Buchform veröffentlichten) M/M Geschichten damals noch recht eingeschränkt war, ich weiß es nicht. Ich bin ja durchaus nicht abgeneigt, M/M Geschichten online von "Hobbyautoren" zu lesen, es gibt wirklich einige gute Geschichten (unter vielen Hunderten/Tausenden, die angeboten werden), und wenn die Figuren spannend sind oder wenn der Schreibstil mich sehr anspricht, der Protagonist z.B. als Erzähler eine eindeutige "Stimme" hat, kann ich auch jetzt noch ein paar Holprigkeiten/Rechtschreibfehler "überlesen".
    Aber wenn alles (für mich) nicht funktioniert, dann isses nix.


    Da ich ja bereits mehrere Bücher von Justin C. Skylark gelesen habe, war ich nun enttäuscht bis entsetzt, dass der Schreibstil nach so vielen Veröffentlichungen nach einem Jahrzehnt immer noch so mäßig und "ungeschmeidig" ist. Gibt es im Umfeld keinen Lektor, der was taugt? Die Grundkonstellation des Plots fand ich ganz interessant, aber man hätte wirklich mehr draus machen können.


    Schlampigkeit:



    Bei der Erzählweise hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte in ihrer "eigenen beschränkten Welt" spielt. Thor macht eine abfällige Bemerkung über Dylan, die dann in einer Zeitung veröffentlicht wird und Dylan macht sich sofort auf den Weg nach Norwegen um Thor zu besuchen und zur Rede zu stellen? Das schreit mir zu laut :bruell Plotkonstruktion. Mit der angeblichen Prominenz der Band und dem als schwierig beschriebenen Charakter von Dylan würde es doch sicher auch viele negative Kommentare z.B. im Internet über sie geben.


    Ein Grundsatz des fiktionalen Schreibens ist [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Show,_don%E2%80%99t_tell]Show, don’t tell[/URL] (dt.: "Zeigen, nicht erzählen"), mir wurde erzählt, aber ich habe die Beziehung nicht nachvollziehen und "fühlen" können, die Psychologie der Figuren und der Beziehung der beiden zueinander war mir zu dünn konstruiert und viel zu oberflächlich.



    Und dann Dylans Verhalten bei seinem Besuch bei Thor am Schluss? :pille (Im Romance Genre gibt es eine Bezeichnung für solche Figuren: TSTL - too stupid to live.)


    Thor ist der große böse Schweiger (wenn er nicht gerade beim Konzert growlt) - aber eigentlich ja doch nicht böse, sondern nur missverstanden? :rolleyes


    Soll als Erklärung herhalten, so sind sie, die RockMetal-Stars? Immer von Alk und Drogen umnebelt, sie wissen halt nicht, was sie tun? Nix gegen eine interessante selbstzerstörerische Figur, Dylan war das nicht, OK, selbstzerstörerisch ja, aber interessant nicht. Und Thor war als Figur (nach meinem Empfinden) irgendwie kaum vorhanden.



    Fazit: Das Buch hätte durchaus gut sein können, wenn ein guter Lektor mitgearbeitet hätte und ich rate Justin C. Skylark dringend, am Schreibstil zu arbeiten.



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    "Bis dass der Tod euch scheidet" hatte ich seit Jahren im SUB und habe es aufgrund Deiner begeisterten Rezi vorletzte Woche begonnen. Eigentlich wollte ich ja erst was schreiben, wenn ich es beendet habe, ich muss noch ca. 15% hinter mich bringen.


    Zitat

    Original von Rosha
    Ohnehin bin ich total begeistert von der Figurengestaltung. Bei dem Buch hatte ich das Gefühl, endlich mal was wirklich Neues zu lesen. Wenn man Vielleser ist (in 2013 habe ich bisher 95 Bücher gelesen), stellt sich dieser Effekt nicht mehr ganz so oft ein. :grin


    95? :wow Ich müsste mal zählen, ob ich dieses Jahr schon 9,5 geschafft habe ... :-(


    Allerdings habe ich über die Jahre wahrscheinlich 95 Bücher mit homosexueller Thematik gelesen, für mich war in diesem Buch nicht viel Neues zu finden und ich fand es leider auch nicht besonders gut gemacht. Für mich stimmt die Psychologie der Figurenentwicklung nicht wirklich, Dylan nervt und beim Lesen arbeite ich ständig gedanklich mit dem Rotstift, was eigentlich Lektor oder Beta-Leser hätte korrigieren müssen. :konfus


    Aber später - wenn ich es beendet habe - mehr zu den Details.


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    Das Buch habe ich vor sehr langer Zeit gelesen und habe seit Ewigkeiten vor, es nochmal zu lesen ... Dass es diese Verfilmung gibt, hatte ich erst kürzlich erfahren/wahrgenommen, als irgendwo erwähnt wurde, dass auch Hip Hop Musik (No Church in the Wild) im Soundtrack enthalten ist, erst dachte ich spontan, ähm .... :gruebel Da Baz Luhrmann der Regisseur ist, wird es aber wahrscheinlich passend umgesetzt sein.


    An anderer Stelle habe ich kürzlich erwähnt, dass ich Filme auch gerne wegen der visuellen Umsetzung anschaue, was auch Kostüme und Ausstattung betrifft, dies wäre so ein Fall (auch wenn der Inhalt mäßig wäre, die Reaktionen scheinen aber tendenziell positiv zu sein). Diesen Artikel dazu finde ich ganz interessant:


    Daisys Kleid sollte ein goldener Käfig sein


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    Original von Merryweather


    Es ist leider schon länger her, dass ich das Buch gelesen habe (08/09), aber trotzdem möchte ich versuchen es rückwirkend zu beurteilen, da es einen ausgepsrochen starken Eindruck bei mir hitnerlassen hat.


    Bei mir ist das Lesen noch ein paar Jahre länger her, Erscheinungsdatum des HC war 1997? Kommt wohl so ungefähr hin ... :gruebel


    Zitat

    Die Atmosphäre des Buches ist unglaublich düster und heiß. Man atmet förmlich die Luft der Südstaaten ein, den Staub der roten Lehmstraßen. Man bekommt die Unschuld von Bekka vor Augen gehalten und am Ende des Buches weiß man, dass diese Unschuld für immer verloren ist. Nicht im körperlichen Sinne, sondern ihr Wesen wurde in diesem Sommer erwachsen, und das mit dreizehn.


    Meine Erinnerung an das Buch ist auch, dass es mir sehr gut gefallen hat und Deine Einschätzung würde ich so :write.


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    Original von Salonlöwin
    Es geht weiter mit der Reihe der Süddeutschen Zeitung: Süddeutsche


    Die Auswahl der Titel finde ich recht ansprechend und die Umsetzung, die ich mir heute in der buchhandlung angeschaut habe auch, bedauerlich nur, dass ich kein Fan von Sprechblasen bin.


    Bei Graphic Novels geht es ja auch nicht nur um die Sprechblasen als Ausdrucksform. :wow Die Zeichnungen sind doch ein wichtiger Teil des "Gesamtwerks" und optische Gestaltung spricht mich immer sehr an. (Ich schaue mir auch schon mal Filme an, bei denen man ggf. den Ton abstellen könnte, die aber eine tolle Ausstattung haben. :lache)


    Diese Reihe der SZ habe ich bisher gar nicht wahrgenommen, werde ich mir aber mal näher anschauen.


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