Beiträge von Googol
-
-
Bei mir war es bisher ein Lauf dieses Jahr. Morgen hoffentlich der zweite.
Hat irgendjemand von euch eigentlich Erfahrungen mit Laufapps? Lohnt sich so etwas oder eher nicht?Da gibt es so einiges. Kommt darauf an, was du mit der App machen möchtest. Ich finde Strava sehr gut und motivierend, quasi das Facebook unter den Laufapps mit einer großen Community. Wenn es eher um Trainingspläne etc. gibt es wiederum andere (TrainingPeaks etc.). Bzw. was auch immer mit der Laufuhr kommt, wenn vorhanden (Garmin Connect, Polar etc.).
-
Bei mir hat sich auch einiges angesammelt, das ich mal abbauen sollte (vielleicht eines pro Monat?):
Olga Tokarczuk - Unrast
Mohsin Hamid - Exit West
Jenny Erpenbeck - Kairos
Maylis de Kerangal - Eine Welt in den Händen
Naheed Phiroze Patel - Mirror Made of Rain
Bea Sutton - Berlin
Quim Monzo - Benzin
Gary Shteyngart - Super Sad True Love Story
-
Ach schön, das will ich auch lesen.
Bei Hype-Büchern bin ich mitunter etwas skeptisch, aber hier überwiegt die Neugier ... Das klingt einfach gut und auch nach einer Geschichte, die man nicht schon x-mal gelesen hat.Ja, ich habe von der Autorin vorher nie etwas gehört, aber das Buch scheint die richtigen Zutaten zu haben (80er Jahre, Videospielindustrie, Freundschaft) und dann haben noch diverse Booktuber meines Vertrauens das Buch gelobt... Ich bin extrem gespannt auf dieses Buch.
-
am liebsten wäre mir aber ein Einzelband bzw. ein abgeschlossener Teil einer Reihe.
Ich könnte mir eine SF-Leserunde auch nochmal vorstellen, aber Scalzi sind ja quasi drei Bücher in einem Sammelband. Ich würde auch eher ein Einzelband bevorzugen, muss aber auch zugeben, dass mich sehr viele SF Neuerscheinungen aktuell nicht so ansprechen.
-
Gabrielle Zevin - Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow
Ich habe mich dem Hype um das Buch geschlagen gegeben:
ASIN/ISBN: 1784744646 -
This Year You Write Your Novel - Walter Mosley
Der Titel mag wie einer dieser "Klavierspielen in 24 Stunden" oder "Schreibe den perfekten Roman in einem Jahr mit dieser an Affen getesteten Supermethode" Titel klingen, aber tatsächlich verspricht Walter Mosley in diesem schmalen Büchlein über das Schreiben nichts, außer, dass wenn man sich ein Jahr lang hinsetzt und jeden Tag schreibt, man am Ende des Jahres einen kompletten Romanentwurf hat. Es geht also um Schreibroutinen und Tipps zu elementaren Themen wie Erzählperspektiven, Handlungsaufbau, Überarbeitungen usw. Einiges kann man auch in anderen Schreibratgbern nachlesen, aber oftmals überrascht Mosley mit seinen Gedanken.
Mosleys Anleitung zum Schreiben funktioniert. An diesem Affen zumindest was die produzierte Seitenanzahl angeht erfolgreich getestet

ASIN/ISBN: 0316065498 -
Ingesamt 52 Bücher (alles fiktionale Bücher, über Non-Fiction führe ich kein Buch).
Geschlecht der Autor*innen:
M: 24
W: 27
D: 1
Herkunftsländer der Autor*innen:
USA: 22
Deutschland: 10
Frankreich: 5
Argentinien: 4
Kanada: 2
Österreich: 2
Schweiz: 2
Japan: 2
Sri Lanka: 1
Italien: 1
UK: 1
Mehr als einmal habe ich gelesen:
César Aira: 3
Patrick Modiano: 3
Liska Jacobs: 2
Cormac McCarthy: 2
Überwiegend Romane. Nur ein Kurzgeschichtenband und ein Band mit Lyrik. Sechs Romane waren für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Ingesamt ein sehr gutes Lesejahr, mit vielen Highlight, die ich in den Jahresbestlisten nicht alle unterbringen konnte (vor allem die Bücher von Patrick Modiano, Shehan Karunatilakas SEVEN MOONS OF MAALI ALMEIDA, DRAUSSEN FEIERN DIE LEUTE von Sven Pfizenmaier und vor allem auch TRUST von Hernan Diaz).
-
Fake Accounts - Lauren Oyler
Ich mag wie die Autorin mit diesem Begriff aus dem Internet-Sprachgebrauch spielt, mit der Doppeldeutigkeit, und daraus einen (hoffentlich) erfundenen pseudo-autofiktionalen Roman zaubert.
ASIN/ISBN: 1948226928 -
Siren Queen - Nghi Vo
Ich habe das Buch tatsächlich alleine wegen dem Cover und der Kurzbeschreibung gekauft. Ich hatte Lust auf "Altes Hollywood", etwas Fantasy und dem Cover entsprechende Atmosphäre. Das erste Kapitel war auch noch sehr stark, insgesamt hat mich der Roman aber nicht gefesselt.
ASIN/ISBN: B09C4F52CS -
Babel - R.F. Kuang
Unglaublich immersiv, ich bin eingetaucht in diese Welt, in das genau recherchierte und doch geschickt verfremdete Oxford der 1830er Jahre. Interessant verhandelt der Roman politische Themen um Kolonialismus und Rassismus.
ASIN/ISBN: 0008501815 -
To Be a Man - Nicole Krauss
Inhaltlich moderne Kurzgeschichten vor allem in der Internationalität (USA, Israel, Schweiz) und den Figurenzeichnungen, die aber in der Form und vom literarischen Gewicht fast schon wie Klassiker wirken.
ASIN/ISBN: B07H4YH898 -
Matrix - Lauren Groff
Die Geschichte von Marie de France in einer dichten, verknappten Prosa. Sowohl die Protagonisten als auch die Schreibe unglaublich kraftvoll.
ASIN/ISBN: 1594634505 -
César Aira
Der Meister des phantastischen kleinen Romans, oft nicht viel länger als 100 Seiten, versprühen sie Absurdität und magischen Realismus, spielen mit Autofiktion und Genre-Mixes. Immer überraschend. Immer originell. Ich habe dieses Jahr drei Bücher von ihm gelesen.
ASIN/ISBN: 3751800654
ASIN/ISBN: 3751800018
ASIN/ISBN: 3957571405 -
The Pink Hotel - Liska Jacobs
Dekadenz und Klassenkampf in einem Luxushotel in Los Angeles, politische Unruhen und Waldbrände im Hintergrund. Vor der HBO Serie The White Lotus geschrieben, aber thematisch und vom Setting ähnlich und ebenso bissig, steuert der Roman mit literarischer Tiefe der unausweichlichen Eskalation entgegen.
ASIN/ISBN: 0374603154 -
Babel von R.F. Kuang ist mit seinen 540 Seiten im Original (in der deutschen Übersetzung werden es 700 Seiten sein) schon optisch und haptisch ein Schwergewicht, genau das Richtige, um sich in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr in ein Buch zu verlieren. Babel spielt um 1830 herum in Oxford. Auf dem Universitätsgelände wurde ein Turm erbaut, in der unter anderem die Fakultät der Übersetzer untergebracht sind. Das magische System in dieser Fantasywelt basiert auf einer Art Kombination von Silberbaren und linguistischen „Zaubersprüchen“. Linguisten und Übersetzter, denn fremde Sprachen sind besonders mächtig, sind also quasi die Magier dieser Zeit und Oxford ist das Zentrum des Britischen Empires. Dieser silberne Wortzauber hält das ganze System am Laufen und sichert den Briten die Weltherrschaft.
Der Roman folgt, auktorial erzählt, vier dieser Studenten, fokussiert sich aber vor allem auf Robin Swift. Ein Name, den er sich selber gegeben hat. Auf den ersten Seiten wird er in seinem Elternhaus in Canton, China, seine Familie gerade komplett an Cholera verstorben, er selbst auch krank, von einem britischen Professor gerettet und nach England geradezu verschleppt. Das erste Mysterium des Roman ist die seltsame Verbindung zwischen dem Professor und Robin. Robin kann bereits Englisch als sie sich treffen. Irgendjemand hatte ihm ständig Bücher geschickt und dann hatte die Familie, eigentlich ärmlich, eine britische Haushälterin. In England genießt Robin dann unter dem Professor eine weitere, sehr strenge, Ausbildung, die ihn schließlich nach Oxford in den Babel-Turm führen wird, dort, wo auch der Professor lehrt. Dort wird er Freunde mit einem sehr ähnlichen Hintergrund treffen, vor allem Remy aus Indien.
Von der ersten Seite an hat mich der Roman gefangen genommen, weil er einfach nicht mit den richtigen Zutaten geizt: eine Waise, die die Literatur und die Wissenschaft für sich entdeckt, mit der sich ein klassischer Vielleser also gut identifizieren kann, das atmosphärische Setting, das akademische Umfeld, Freundschaften. Was kann man daran nicht lieben?
Ich rate aber jedem von diesem Roman ab, der ein Problem mit Politik in Fantasy-Romanen hat. Das ganze magische System in diesem Fantasy-Roman basiert auf Kolonialismus und Rassismus. Das Empire ist von diesem Brain-Drain aus kolonialisierten Ländern für den eigenen Machterhalt abhängig, und die Übersetzer-Studenten, die alle irgendwie einen Immigranten-Hintergrund haben, erfahren in Oxford Rassismus. Das hat mich erst einmal nicht gestört. Im Gegenteil ich fand diese Thematik sehr geschickt in diese Geschichte verwoben. Das Thema ist nicht aufgepfropft, der Roman würde ohne diese Thematik quasi überhaupt nicht existieren.
Auch der Stil und der Spannungsbogen sind möglicherweise nicht jedermanns Sache. Der Roman ist detailverliebt (manche könnten auch „infodumpy“ sagen), relativ langsam erzählt, ist auch akademisch in seiner Form (er hat Fußnoten) und es geht durchgehend um Sprache. Selbst in dramatischen Situation gibt es linguistische Abschweifungen. All das funktionierte für mich sehr gut, ich mochte diesen Stil, und ungefähr 350 Seiten ging das auch alles gut.
Tatsächlich genau dann als sich die Situation zuspitzt, etwa zu Beginn des letzten Drittels, die Handlung action-reicher wird, verliert der Roman zwischenzeitlich jede Finesse und auch die Detailverliebtheit, fast so als wären diese Seiten zu schnell geschrieben (und tatsächlich ist der Roman nur in einem Jahr geschrieben worden). Sprachliche Wiederholungen, hölzernere Dialoge. Das mag an der auktorialen Erzählweise liegen, Babel ist kein psychologischer Roman, aber es hat sich vor allem in diesen Passagen gezeigt, dass den Figurenzeichnungen doch ein wenig die psychologische Tiefe fehlt. Vor allem die Hauptfigur Robin verlor dort an Substanz, wirkt eher zweidimensional als dreidimensional in seinen Handlungen, Gedanken und Motivationen, aber auch die Nebenfiguren sind nur oberflächlich interessant und spannend.
Was ich interessant, aber fast erfrischend bei so einem Setup fand (vier Studenten und Studentinnen auf engsten Raum), ist die komplette Abwesenheit eines romantischen Subplots. Das stärkte aber auch irgendwie (ich vermute von der Autorin unbeabsichtigt), dass der Roman ein wenig einen Young Adult Touch hatte.
Die letzten hundert Seiten waren wieder stärker, das Setting und das World-Building dominieren wieder, und die Autorin treibt die Geschichte unglaublich spannend und schlüssig auf das ultimative Finale hin. Die politische Message inzwischen nicht mehr subtil im Hintergrund, sondern knallhart mit der Faust ins Gesicht.
Babel ist trotzdem aber sein sehr starker Roman, sehr originell und kreativ konzipiert, mit einer atmosphärischen Dichte, und über weite Strecken sehr, sehr gut lesbar. Es wird wohl tagesabhängig sein, wie viele Punkte ich für die Schwachen abziehen würde.
ASIN/ISBN: 0008501815
ASIN/ISBN: 3847901435 -
Ich habe schon viel über dieses Buch gehört. Magst du eine Rezi dazu schreiben? Ich hoffe ja noch, dass es übersetzt wird. Zurzeit ist es mir etwas zu anstrengend, die englische Version zu lesen.

Werde ich machen. Die deutsche Übersetzung erscheint im April.
ASIN/ISBN: B0BQ3Z52ZN -
Ein Weihnachtsgeschenk, das mich mit seinen 560 Seiten wohl den Rest des Jahres beschäftigen wird. Beginnt schonmal sehr atmosphärisch und spannend.
Traduttore, traditore: An act of translation is always an act of betrayal. Oxford, 1836. The city of dreaming spires. It is the centre of all knowledge and progress in the world. And at its centre is Babel, the Royal Institute of Translation. The tower from which all the power of the Empire flows. Orphaned in Canton and brought to England by a mysterious guardian, Babel seemed like paradise to Robin Swift. Until it became a prison… But can a student stand against an empire?
ASIN/ISBN: 0008501815 -
Wird ein abgebrochenes Spiel nicht mit 0:2 gewertet?
Ja, hoffentlich war das eine kümmerliche Tor im Vergleich zum Worst Case bei einer tatsächlichen Aktion mit Haltung es wert nicht mehr Haltung zu zeigen. Das war wirkungsloser Gratismut für die privaten Insta-Spieler-Profile.
-
Ich sehe es schon kommen.
Katar steht im Finale und die Zuschauer verlassen gelangweilt das Stadion!
Was sollen die Zuschauer auch sonst machen?
Bei dem Endspiel Katar - Costa Rica werden dann insgesamt 25 Tore von Costa Rica vom VAR zurückgenommen bis dann in der 2456. Minute der Nachspielzeit Katar endlich das 1:0 Tor zur Weltmeisterschaft schießt.