Beiträge von Rosenquarz

    Juhuu es gibt doch einen Thread dazu! :-)
    Ich liebe diese Serie! Schaue ich mir immer wieder gerne an. Es ist so traurig, dass sie nach nur 2 Staffeln und 22 Episoden abgesetzt wurde. Ich kenne den Sender ABC ja nicht, der die Serie produziert hat, aber ich hasse ihn! Man hätte doch wenigstens eine einzelne weitere Folge drehen können, damit das Ganze nicht so abrupt zu enden hat. Das hat der Kuchenbäcker nicht verdient...

    Meine Karriere auf dem Serien-Gebiet fängt zwar gerade erst so richtig an, aber unter denen, die ich bisher gesehen habe, mochte ich diese am liebsten:


    - FRIENDS (für mich die beste Sitcom aller Zeiten! Wunderbarer Humor, viel Charme und die sechs Freunde auf New York wachsen einem so richtig ans Herz. Und so sehr mich jeder für diese Behauptung hasst, How I met your Mother ist nichts als ein schlechter Abklatsch dieser genialen Serie :schlaeger )


    - Pushing Daisies (zuckersüße Serie über einen Mann, der Tote mit einer Berührung für eine Minute ins Leben zurückholen kann. Gemeinsam mit einem Detektiv klärt er so mysteriöse, sehr originelle Fälle auf, in denen er die Opfer einfach nach dem Mörder fragt. Super witzig, wunderschön anzusehen!)


    - True Blood (Vampire, die seit der Entdeckung des synthetischen Bluts "True Blood" ihre Bedürfnisse decken und somit ganz normal unter Menschen leben können. Wahnsinnig spannend, erwachsen, mit überraschend viel Tiefe)


    - North and South (vier-teilige BBC-Mini-Serie und die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Elizabeth Gaskell. Empfehlung für alle, die das England des 19. Jahrhunderts interessant finden. Nicht zu vergleichen mit den Jane Austen-Filmen, wenn auch genauso schön)


    - Lie to me (für Krimi-Liebhaber genau das Richtige: Eine Firma, die sich auf das Entlarven von Lügen spezialisiert hat, deckt durch angewandte Psychologie Fälle auf.)

    "True Blood" ist das bei weitem Beste, was ich im Vampir-Genre je gesehen habe! :wow
    Na gut, an sich ist das nicht so schwer, denn ich finde Vampire im Grunde genommen total öde. Nicht aber hier: endlich sind sie keine zwielichtigen Wesen, die ihre Existenz geheim halten, bis(s) eines Tages eine "ungewöhnliche" Romanze zwischen einer Sterblichen und einem Untoten "alle Regeln der Liebe auf den Kopf stellt" (würg).
    Die Hauptprotagonistin ist ganz und gar nicht passiv, sondern beeindruckend stark und hat die Blutsauger irgendwann dann auch satt. Was ich auch großartig finde: die Serie nimmt sich nicht zu ernst und parodiert sich hin und wieder selbst, was unglaublich erfrischend ist. Außerdem gefällt mir diese perfekte südamerikanische Atmosphäre. Man spürt förmlich die Schwüle der Südstaaten.
    Punktabzug gibt es allerdings wegen den zum Teil irgendwie peinlichen pornographischen Szenen und den letzten zwei Staffeln, die unverschämt viel Gutes von einst ruiniert haben. Die ersten drei Staffeln waren so gut! Die vierte eigentlich auch noch recht annehmbar, aber mit der fünften kam das Zeitalter des Herum-Experimentierens und einige wirklich tolle Ansätze, Botschaften und liebenswürdige Charaktere wurden einfach nur noch misshandelt :-(
    Hoffen wir mal auf eine tolle letzte Staffel mit würdigem Finale (falls es da draußen immer noch solche eingefleischten Fans gibt, wie ich einer bin)
    :prost

    Zitat

    Original von hollyhollunder


    Deshalb mein Rat - das Buch lesen, denn es gehört wirklich zu den absoluten Highlights im Histo-Bereich. smile


    Ich bin zwar was das Genre angeht nicht sehr belesen, aber wenn schon alle ohne Ausnahme das Buch so großartig finden, wandert es sofort auf meine Wunschliste ;-)


    Zitat

    Original von arter


    Prinzipiell richtet sich die religiöse Botschaft das Films gegen jeglichen religösen Fundamentalismus. In dieser Einschätzung kommen die Christen und die Juden keinen Deut besser weg als die Moslems.


    Und das ist wiederum eine Frage der Interpretation. Natürlich, am Anfang des Films werden auch in England strikte religiöse Umstände gezeigt, aber Fakt ist, dass sie nur in den ersten 15 Minuten des Films eine kleine Rolle spielen.
    Der größte Teil spielt sich in Persien ab. Die Kamera verhaart viel zu lange auf den von Hass erfüllten und beängstigenden Gesichtern der Mullahs, verstärkt durch diese dunkel umrandeten Augen. Meiner Meinung nach gehen die religiösen Spannungen am meisten auf ihre Kosten.



    Aber wie gesagt, das ist meine Interpretation. Vermutlich kommt all das, wie hollyhollunder es schon erwähnt hat, im Buch so nicht rüber und man sieht in dem Film den Kern des Buches.
    Aber als Nicht-Buchkennerin fällt mein Eindruck nicht so positiv aus.

    Ich habe das Buch nicht gelesen, auch wenn ich wahnsinnig viele kenne, die es in den Himmel loben. An den Film hatte ich somit keine großen Erwartungen, bloß das Wissen, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt und das hat mich neugierig gemacht, weil der Look komplett anders ist. In der Hinsicht kann sich der Film auf jeden Fall auch unter Hollywood-Filmen absolut sehen lassen. Visuell ist er großartig. Gut besetzt ist er eigentlich auch, selbst wenn ich Elyas M'Barek etwas irritierend fand. Nicht weil er etwa schlecht spielt, sondern weil ich ihn sonst nur als Cem in "Türkisch für Anfänger" kenne und er hier eine sehr ähnliche Rolle spielt, bloß eben im 11. Jahrhundert :yikes


    Die Geschichte an sich klingt ja vielversprechend und man merkt, dass die Macher sich große Mühe gegeben haben, um vermutlich auch so viel wie möglich von dem gigantischen Buch da reinzupacken. Dementsprechend ist der Film lang. Sehr lang. Das wäre ein Minuspunkt. Ich war zwar zugegeben nie gelangweilt, aber auch nie gefesselt. Wenn man gefesselt ist, sieht man über Schönheitsfehler gerne hinweg. Wenn man es nicht ist, sucht man geradezu danach.



    Außerdem haben die religiösen Umstände mich ganz oft auf die Lippen beißen lassen. Muslime werden als frühzeitige Terroristen dargestellt, die Mullahs sehen aus, wie man sie heutzutage im Fernsehen sieht, ein Jahrtausend später. Nur tragen sie zusätzlich dicken schwarzen Kajal unter den Augen, um möglichst feindselig auszuschauen.
    Und auch der Umstand, dass ein Christ sich als Jude ausgibt, um "Gottes Schöpfung" zu dienen und hier der sympathischste, heldenhafteste, aufopferungsvollste Charakter ist und die reinste Weste von allen hat, wirft ein fragwürdiges Licht darauf, welche religiöse Botschaft uns der Film vermitteln möchte.
    Trotz des vielen Gemeckers ist der Film weit davon entfernt, mies zu sein. Es geht um die Liebe zur Medizin, um Fortschritt und das Hindernis durch religiöse Konflikte. Das schimmert alles durch, alles andere interpretiert jeder anders.
    Beweist uns, dass die Deutschen, wenn sie denn die Mittel zur Verfügung haben, auch gute Filme machen können. Das Budget sieht man ihm definitiv an.

    Zitat

    Original von Fallout


    Deine Zweifel sind unberechtigt. Du kannst dich weiter darauf freuen. Ich mag Filme am liebsten mit Schießereien/Explosionen/Kampfsport und dieser Film hat eben nicht in mein Sehschema gepasst. Der Film ist kein unterirdischer Trashfilm, aber ich habe mich gelangweilt und mich muß ein Film in allererster Linie unterhalten. Und wenn ich fast mehr die Uhr als den Film beobachte, dann kommt eben diese Bewertung zustande. Da ich einen sehr schlechten Geschmack habe, solltest du die Wertung nicht beachten.


    Ach so schlecht kann dein Geschmack offenbar nicht sein, weil sämtliche Freunde von mir ihn mittlerweile auch gesehen und kaum einer von ihnen etwas damit anfangen konnte :-)
    Schade eigentlich. Ich gehe aber stark davon aus, dass es zum Teil an der unerträglichen Synchronstimme von dieser Saoirse Ronan liegt. Ich gehöre sonst nicht zu der Sorte, die ein Problem mit der deutschen Synchro hätte, aber in diesem Fall kriege ich die Krise :schlaeger
    Ich muss dir sogar danken, ich hätte mir um ein Haar die DVD geholt. Hab mich aber in letzter Sekunde umentschieden und stattdessen das hier mitgenommen, was sich als eine kleine Perle herausgestellt hat:
    Perfekte Komödie zum Totlachen. Und da passiert viel :grin

    Und das hier :-]


    In »Mansfield Park«, dem Herrenhaus des reichen Sir Thomas Bertram, leben nicht weniger als drei junge Ehekandidatinnen. Maria und Julia, die beiden Töchter des Hauses, gefährden durch Arroganz und Eitelkeit ihr zukünftiges Glück. Zugleich machen sie ihrer Cousine Fanny, Tochter verarmter Eltern, die bei den Bertrams aufwächst, das Leben schwer. Fanny, die eigentliche Heldin des Romans, trotzt kraft ihrer Unbestechlichkeit und Menschenkenntnis allen Anfechtungen.


    EDIT: Den letzten Satz lasse ich weg, weil er komischerweise das (sehr überraschende) Ende spoilert... :pille

    Au ja, ich wurde mit Jane Austen versorgt. Und zwar mit dtv-Ausgaben. Die Übersetzungen von Helga Schulz sind super schön:


    Emma Woodhouse, Tochter aus wohlhabendem Haus, gibt sich mit Vorliebe dem Vergnügen hin, die Geschicke anderer Menschen zu lenken, sie lebt für das „match-making“, das Ehestiften, was zu allerlei Missverständnissen und Komplikationen führt. Ihre enttäuschenden Erwartungen zwingen sie jedoch zu Selbstkritik und tragen zu einem besseren Verständnis ihrer selbst und ihrer Umgebung bei.

    Normalerweise ignoriere ich gezielt alle Bücher in der Bestseller-Abteilung. Voreingenommen lese ich ein Buch ungerne. Ich weiß daher beim Besten Willen nicht, wie ich zu diesem Kauf verleitet wurde, vor allem weil sich der Klappentext so ziemlich uninteressant anhört und so gar nicht in mein Beuteschema passt...
    ABER mittlerweile kann ich sagen, dass dieses Buch das beste war, das ich in diesem Jahr gelesen habe! Wie unglaublich einfühlsam und realistisch diese Autorin eine so schwierige Thematik umgesetzt hat!



    Vom Schreibstil her kann man hier von keinem Meilenstein sprechen, das nicht. Aber das macht absolut nichts. Der Roman lebt von dieser sensiblen Geschichte, Charakteren, die einem ans Herz wachsen und Entscheidungen, die nachvollziehbar sind und zu keinem Zeitpunkt fragwürdig. Es ist wunderbar, wie unkitschig das Ganze daherkommt, obwohl das Cover, der Titel und der Klappentext das komplette Gegenteil versprechen.
    Ein weiteres Buch von der Autorin brauche ich zwar nicht unbedingt lesen, aber für dieses hier bin ich ihr sehr dankbar :-]

    "Vergiss mein nicht" !
    Das möchte ich in die Welt hinausbrüllen, damit ihn einfach jeder, JEDER, wenigstens einmal gesehen hat. Außerdem möchte ich nicht, dass dieser Thread verwahrlost :-]
    Entdeckung des Jahres. Empfehle ich wärmstens. Jim Carrey nervt auch kein bisschen, versprochen!
    Wo ich jetzt doch so in Fahrt bin, kann ich noch ein paar Top-Filme auflisten, mit denen man absolut nichts falsch machen kann:


    - Viel Lärm um Nichts (tolle Shakespeare-Verfilmung!)
    - Juno (für Indie-Komödie-Liebhaber)
    - 500 Days of Summer (ebenfalls in der Indie-Kategorie)
    - Rapunzel neu verföhnt (weil man aus Eis gemeißelt sein müsste, wenn einem dabei nicht warm ums Herz wird. Und weil das Wetter derzeit so pfui ist...)


    :wave