Beiträge von SamtpfoteXL

    Liebe Ulrike, ich finde, Du hast keinen Grund zu hadern - Du hast ein tolles Buch geschrieben und damit reale Personen Deinen Lesern näher gebracht.


    Ich gebe zu, dieses Buch ist ein wenig anders als die Bücher, die ich vorher von Dir gelesen habe und ich habe stellenweise auch ein wenig Spannung vermisst, die in anderen Deinen Büchern eher gefunden habe - aber sie handelten auch von anderen Menschen in anderen Situationen.


    Es gefällt mir gerade gut, dass Deinen Büchern authentisches Material zugrunde liegt, dass Du nicht nur über erdachte Figuren schreibst, sondern über reale Personen. Und diese Personen und ihre Geschichten mir als Leserin nahebringst - ohne Deine Bücher hätte ich wahrscheinlich nie von ihnen erfahren.


    Ich hatte zu Anfang der Leserunde geschrieben, Paulas Geschichte könnte ein echtes Wohlfühlbuch sein - und Wohlfühlbücher brauchen keine Action.


    Wie anfangs geschrieben, Du hast keinen Grund zu hadern - allen Lesern kannst Du es nicht recht machen, aber bestimmt werden einige Paulas Weg verfolgen.

    Während ich diesen Abschnitt gelesen habe, war ich mehrfach so wütend auf Richard, dass ich das Buch am liebsten an die Wand geworfen hätte (das wäre nicht gut gewesen, da ich auf dem Balkon gelesen habe ;)) - dieser Mensch war einfach unglaublich:schlaeger. Künstler hin oder her, das gibt ihm doch nicht das Recht, seine Frau so zu behandeln. Und wenn er sie doch als seine Muse und Kritikerin so sehr schätzt, warum schreibt er dann so respektlose Gedichte über sie? :rotekarte

    Paula wird im nächsten Buch auch eine Rolle spielen.

    Das freut mich sehr, denn ich würde gern erfahren, wie es ihr ergangen ist, nachdem sie sich endlich entschlossen hatte, sich von ihm zu trennen. Ich habe sie nicht dafür bewundert, dass sie Richard so lange ertragen hat, wohl aber dafür, dass sie letztlich den Entschluss gefasst hat, ihn zu verlassen.

    Ich habe keine Vorstellung davon, wie es ihr danach ergangen ist, aber ich kann mir vorstellen, dass sie völlig mittellos war und noch nicht einmal über das Erbe ihrer Tante (sofern davon überhaupt noch etwas übrig war) verfügen konnte. a ich alles jetzt in einem Rutsch fertig gelesen habe, muss ich mir direkt hier Luft machen... Richard ist der für mich unsympathischste Charakter, der mir je in einem Buch begegnet ist! Diese Gedichte, die ihr später über Paula geschrieben hat und die Paula auch noch über den grünen Klee loben sollte.... Hallo, der Schuft hat sie totgeschrieben! Als vertrocknet dargestellt usw. Unglaublich so etwas! Und dann die Affären und vor allem dieses Techtelmechtel mit Ida. Es soll ja Dreieckspaare geben, die darin aufgehen, aber die sind meist gleichgestellt. Er würdigt sie ja völlig herab, als vertrocknetes Muttchen und Ida als die schöne Geliebte.

    Ich fand die Charaktere gut dargestellt, auch wenn es mir in der Seele wehgetan hat, dass Paula von einer in sich ruhenden Person zu einer innerlich zerrüttenden Frau werden musste. Ich hoffe, sie findet wieder komplett zu sich zurück, wenn die Wunden zu Narben werden.


    Das würde ich so unterschreiben. Ich habe während der Geschichte zeitweilig damit gehadert, dass nicht so viel "passiert" (aber klar, wenn man reale Personen als Vorlage hat, sollte man sich auch daran orientieren), aber die Figuren waren toll dargestellt und mir sind insbesondere Paula und Auguste sehr ans Herz gewachsen. Und es tat mir sehr leid lesen zu müssen, dass Paula immer mehr zurücksteckt und sich ein Stück weit selbst verliert während ihrer Ehe mit Richard. Ich fand es aber beruhigend, dass sie mit den Kinderreimen etwas gefunden hatte, was "ihres" war, ähnlich wie die Musik und ich hoffe sehr, dass ihr dass auch nach der Trennung ein wenig Halt gibt.


    Danke Ulrike Renk für dieses tolle Buch und ich freue mich auf Teil 2 :knuddel1

    Es ist als ob Paula sich entfremdet hat. Als ob ich sie habe gehen lassen und sie nun nicht mehr greifen kann. Als wären wir Freundinnen gewesen und jeder geht nun seinen Weg.

    Ähnlich habe ich das auch empfunden. Aber Booklooker hat es noch treffender formuliert. Es erscheint wirklich so, als trete Paula und ihre eigenen Interessen mehr und mehr in den Hintergrund, alles (einschließlich Paula selbst) dreht sich um Richard und seine Kunst.


    Daran, dass ich mit Richard nicht warm werde, hat sich leider nichts geändert, im Gegenteil - was sollte dieser Trauspruch? Wofür hält er sich? Eine Hochzeit ist doch ein Fest für beide Brautleute, aber er nutzt es als Gelegenheit sich zu inszenieren. Und ich weiß auch nicht so recht, wie ich diese Rede einordnen soll, Vielleicht sollte ich sie noch einmal lesen, aber dann ärgere ich mich zu sehr...


    Ein bisschen erstaunt war ich, dass das junge Paar sich nicht nur eine Wohnung, sondern auch ein Hausmädchen und eine Zugehfrau leisten konnten. Klar, ein Haushalt war damals weit aufwendiger zu führen als heute und Personal viel üblicher, aber bei einem jungen Paar, das noch keine großen Rücklagen hat? Aber ich denke, Auguste hat die beiden immer noch unterstützt.


    Dass Paula so bald auf sich allein gestellt ist und Richard so viel reist, hatte sie sich bestimmt auch nicht so vorgestellt. Ich vermute aber, dass das Reisen für Richard noch den angenehmeren Teil seiner Arbeit darstellt.


    Paula scheint schwanger zu sein... so wirklich kann ich mir Richard nicht als Familienvater vorstellen - ob das gutgeht?

    Ich bin leichtsinnigerweise mit nur einem (gedruckten) Buch in Urlaub gefahren (natürlich habe ich auch noch einen gut bestückten E-book-Reader dabei), und als ich heute dieses Buch beendet hatte, plagten mich akute Entzugserscheinungen. Daher musste ich in der Buchhandlung ein Buch mitnehmen. Es gibt Situationen, da darf ich einfach keine Buchhandlung betreten.... (eigentlich wollte ich doch nur Postkarten kaufen :saint:)

    Für mich ist Richard jemand, der einfach noch nicht herausgefunden hat, welchen Weg er im Leben einschlagen soll. Und es vielleicht auch nie herausfinden wird. Von daher stehe ich ihm sehr skeptisch gegenüber: ich denke, er kreist einfach zu sehr um sich selbst, um Verantwortung für eine Familie übernehmen zu können.

    Um Paula mache ich mir daher Sorgen, dass sie das nicht erkennt - vielleicht auch gar nicht erkennen kann, denn sie ist noch ziemlich jung und unerfahren. Und natürlich will sie nicht auf ihre Eltern und ihre Tante hören. Damit unterscheidet sie sich, glaube ich, nicht sehr von anderen jungen Menschen, auch in der heutigen Zeit ;) Mit dem Unterschied, dass sie zu ihrer Zeit nicht die Möglichkeit hatte, Erfahrungen zu sammeln.


    Auguste macht mir auch Sorgen - sie spielt die Äußerung über künftige Sommeraufenthalte zwar damit herunter, dass sich die Lebenssituation von Phine und Paula demnächst ändern werde, aber für mich liest sich das wie eine Art böse Vorahnung. Das wäre wirklich sehr schade, denn ich mag sie sehr.

    Ich finde es großartig wie sie denkt, vor allem in der damaligen Zeit. Und sie ist bei all dem Reichtum kein bisschen arrogant ihren Angestellten gegenüber.

    Das gefällt mir auch sehr an ihr. Sie ist in der glücklichen Lage, dass sie sehr unabhängig ist und kann es sich leisten, ihre eigene Meinung zu vertreten. Schön finde ich, dass sie versucht, auch Paula diese Möglichkeit zu bieten. Ich denke, Paula hat davon sehr profitiert. Aber mit dem ersten Verliebtheit befindet sie sich wohl in einer Situation, auf die Auguste sie nicht wirklich vorbereiten konnte.


    Übrigens dachte ich bei dem Gespräch, in dem Paula Phine eröffnet, dass Richard Phine nur vorgespielt habe, dass er eine reiche Erbin suche, "Ach wirklich?" Ich fand es nämlich nicht abwegig, dass er eine Frau sucht, die sein Künstlerdasein finanziert. Und ich fürchte, selbst wenn er nun einen Abschluss hat und eine Anstellung, dass das nicht von Dauer sein wird.

    Ich hatte in der letzten Zeit nicht wirklich Ruhe zum Lesen und konnte daher erst am Wochenende diesen Abschnitt beenden. Und vielleicht lag es daran, dass ich den ersten Teil in kleinen Häppchen gelesen habe, aber ich habe mich mit der ersten Hälfte dieses Abschnitts etwas schwer getan, irgendwie "passierte" zu wenig (auch wenn das nicht wirklich stimmt, denn in Paulas Leben ändert sich einiges und sie macht auch eine interessante Entwicklung durch - ich habe es nur so empfunden).


    Die zweite Hälfte des Abschnitts habe ich dann am Wochenende in einem Rutsch gelesen, und da war sie wieder, die Wohlfühlatmosphäre dieser Geschichte. Auch wenn nicht alles nur harmonisch lief an der Ostsee, es war einfach schön geschrieben und ich konnte mich gut hineinversetzen, die Meeresluft geradezu riechen....:-]


    Die Geschichte um Phine hat mir gut gefallen - Paula geht sehr auf sie ein und kann sie so aus der Reserve locken. Damit, dass sie etwas aus sich herausgeht, macht Phine allen das Zusammenleben etwas leichter. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie die Wochen verlaufen wären, wenn sie sich weiter so verstockt verhalten hätte wie anfangs.

    Es freut mich, dass sich zwischen ihr und Paula eine Freundschaft entwickelt, so eine Freundschaft hatte Paula doch vermisst. Ich hoffe, die beiden bleiben in Kontakt.


    Den Briefwechsel mit Franz mag ich auch, wobei mir immer wieder Paulas blumige, emotionale Art zu schreiben auffällt. Aber so drückte man sich in dieser Zeit wohl aus.

    Ulrike Renk , hattest Du bei Deinem Material auch Briefe von Paula, an denen Du Dich orientieren konntest?

    Ich möchte noch das Foto der Karte von belladonna nachreichen - oben im Bild. Der Spruch gefällt mir. Ich hoffe, bei Dir legt sich die Hektik ein wenig und Du hast wieder ein bisschen mehr Zeit zum Lesen - bei mir ist das in den letzten Wochen auch etwas zu kurz gekommen.

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    Heute erreichte mich diese Meerweh-Karte von geli73 . Urlaub auf "Balkonien" kann auch schön sein, aber um die Baustellen in der Nachbarschaft beneide ich Dich nicht! Da wünsche ich Dir gute Nerven.

    Wie ich oben schon sagte, wir sortieren alles nach Relevanz. Und die kennen nur wir ;-)

    Stimmt. Ich wollte gerade schreiben, dass ich gar nicht sortiere und trotzdem alles wiederfinde (ok, fast...).


    Aber ich sortiere natürlich auch nach Relevanz :saint:


    Übrigens war ich letzte Woche in der Buchhandlung und habe tatsächlich nur mein Leserunden-Buch mitgenommen. Muss ich mir Sorgen machen? :/

    Ich habe den ersten Abschnitt gerade beendet, und ich bin sofort gut in die Geschichte reingekommen, das scheint ein richtiges "Warme-Decke-Buch" zu sein (auch wenn die warme Decke heute gerade wetterbedingt nicht passt;)).


    Ich stimme streifi zu, Carl ist wirklich süß :heisseliebe

    Aber mir haben auch die Gespräche zwischen Paula und ihrer Familie gut gefallen - ich konnte mich gut darin hineinversetzen, dass sich Paula hin- und hergerissen fühlt zwischen ihrer Familie und dem Leben bei ihrer Tante, das so ganz anders ist.


    Toll finde ich ihr inniges Verhältnis zu ihrem Bruder Franz, das ist wirklich etwas Besonderes - und ich hoffe, die beiden können sich dieses enge Verhältnis auch noch bewahren, wenn sie erwachsen werden und sich unterschiedlich entwickeln. Das Gespräch zwischen den beiden hat mir besonders gut gefallen.


    Ich freue mich schon aufs Weiterlesen.

    Eine Alternative wäre es, es digital zu kaufen. Ist auch leichter :)

    Das stimmt, aber Leserunden-Bücher lese ich halt lieber auf Papier :-)

    Außerdem würde in meinem Bücherregal etwas fehlen, wenn ich diese Reihe digital lesen würde.


    Ich gedulde mich halt noch ein wenig. Da ich meinen Kurzurlaub kurzfristig absagen musste, kann ich es ja auch am Freitag oder Samstag noch in der Buchhandlung abholen.