Beiträge von Waldmeisterin

    Zitat

    Original von Bouquineur



    Hallo ihr beiden,


    ich bin durch!


    Dass es kein Happy End gibt, zeichnete sich ja schon ab.


    Dass sie nochmal heiratet, hätte ich auch nicht gade erwartet... und wie sie das alles immer organisiert bekommen! Ich frag mich nur, ob er Marie-Josée jedes Jahr erzählt hat, er woll mal "Kanadas Norden kennenlernen"?!?

    Der Wind der Zeit - Kate Saunders - ca. 1995
    Stein und Flöte - Hans Bemmann - ca. 1988
    Julys People - Nadine Gordimer - ca. 1994
    Tai Pan - James Clavell - 1998
    Der Campus - Dietrich Schwanitz - ca. 1997
    Mit aller Macht - Anonymus - ca. 1996 Januar 2010
    Lemprière's Wörterbuch - Lawrence Norfolk - 1995
    Salz auf unserer Haut - Benoîte Groult - ca. 2001 Februar 2010
    The Hitchhikers Guide To The Galaxy - Douglas Adams - ca. 1995
    The Restaurant At The End Of The Universe - D.A. - ca. 1995
    Life, The Universe And Everything - D.A. - ca. 1995
    So Long, And Thanks For All The Fish - D.A. - ca. 1995


    So, hab mein Pflichtbuch für diesen Monat durch. Das war richtig gut und sehr bewegend, hat sich auf jeden Fall gelohnt!

    Wie fandet ihr das Kapitel "Disneyland"? Das war ja sowas von zäh... Am meisten gestört hat mich der Perspektivenwechsel von der Ich-Erzählerin zu einem beobachtenden Erzähler, hab dann auch mal George kurz für "den" George gehalten. Also irgendwie lag mir die Ich-Erzählerin mehr.


    Je älter sie werden, desto mehr merken sie, dass sie außer dem Sex so rein gar nichts verbindet - und sie sich aber trotz aller Zweifel, ob sie nicht ein einfacheres Leben hätten ohne ihre Beziehung, immer wieder brauchen.


    Teilweise wird sie ja richtig garstig zu ihm ("Nein ich hätte lieber ein häßliches, kaltes Bad!") und trotzdem treffen sie sich immer wieder. oft nur zum essen, obwohl beide ja wissen, das es nicht das ist, was sie wollen...


    Sehr schön fand ich auch die Erkenntnis von George, dass sie sich niemals so hätten lieben können, wenn da nicht Marie-Josée wäre, die das Leben an Gauvains Seite so lebt, wie sie es nie gekonnt und gewollt hätte.

    Zitat

    Original von bibliocat
    Ich bin jetzt direkt vor den Seychellen - leider nur im Buch und nicht im wirklichen Leben...


    Oh ja, das hätte jetzt schon was, so ein Palmenparadies... obwohl auf diese Hundertfüßer oder wie die hießen, kann man ja getrost verzichten. Das sehen die zwei sich einmal in dreizehn Jahren und dann wird sie durch so einen blöden Biss außer Gefecht gesetzt - mehr als ärgerlich!


    Zitat

    Bis jetzt gefällt es mir recht gut - wobei ich George (ohne s) nicht verstehe. Da trifft sie ihre Jugendliebe wieder - er will alles für sie aufgeben - und sie, als Verstandmensch sagt nein! Das er danach beleidigt war, kann ich ja verstehen.


    Und dann trifft sie ihren Ehemann und läßt sich von ihm (und ihrem späterem Freund in Amerika) total unterbuttern und ausnutzen. Nur bei ihrem Fischer bleibt sie sie selbst (vielleicht, weil sie sich ihm intellektuell überlegen fühlt?). Mal sehen, wie die "Auszeit" ist... :wave


    Naja, ich denke eine Partnerschaft/Ehe geht immer einher mit mehr oder weniger großen Kompromissen und nach einer Weile stört es sie dann halt (wenn die erste Verliebtheit vorbei ist - kennt man ja...).


    Bestimmt wäre das gegenseitige Verständnis auch mit Gauvain weniger geworden, wenn sie sich denn mal mehr als ein paar Tage am Stück gesehen hätten. Sie sagt ja auch selbst, dass sie erst als sie wieder in den USA war, gemerkt hat, dass ihre intellektuelle Seite auf den Seychellen verkümmerte.


    Und das war auch bestimmt der Grund - eigentlich sehr hellsichtig für eine Zwanzigjährige - dass sie das alles nicht aufgeben wollte, um als bretonische Bauersfrau zu leben. Und er an ihrer Seite? Wäre wohl auch nicht gut gegangen. Schon tragisch...


    So, mal schauen, wies jetzt zurück in Frankreich weitergeht!

    Hallo ihr alle,


    ich hab da mal eine Frage: Ich bin da auch seit einiger Zeit angemeldet und wollte mal wissen, ob man diese Bewerbungstickets per email bekommt oder nur dort im "meintrnd" sehen kann? Oder lieg ich jetzt ganz falsch?

    Wo bist Du denn? Ich habe das erste Kapitel gestern gelesen, danach war bei mir leider Schluss (war so todmüde...). Aber heute hoffe ich mal mehr als ein KApitel lesen zu können...


    Dar erste Kapitel hat mir ja schon deutlich besser gefallen als das Vorwort. Ich konnte mich gut reinversetzen in die jugendliche George: Sommer, Sonne, Strand, dann die Ernte und die damit verbundene körperliche Erschöpfung und die Abenteuerlust der jungen Leute...und gerade als etwas anfing sich zu entwicklen ist der Sommer vorbei und sie sehen sich für Minimum ein Jahr nicht...tragisch!

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    Original von Tempe
    Hey, bügeln macht Spaß :grin


    Verträgt sich halt so schlecht mit Lesen...


    Zitat

    Das Vorwort fand ich auch recht...seltsam. Aus welcher Sicht ist es eigentlich geschrieben? Aus der Sicht der Autorin, die damit erklärt, wie sie die Geschichte erfunden hat? Oder auch nicht erfunden, weil sie es so oder ähnlich erlebt hat? (Ich erinnere mich, seinerzeit mal über sie Gelesen zu haben, daß der Roman teilweise autobiographisch ist)
    Oder hat sie auch einer Erzählerin erfunden? :gruebel


    Ha, da hat sich bestimmt nach Veröffentlichung des Buches jede bretonische Ehefrau gefragt, ob nicht ihr Mann vielleicht besagter "Gauvain" ist...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Beno%C3%AEte_Groult


    Bei Wiki steht das auch, mit den autobiografischen Zügen...allerdings wohl stark verzerrt, so dass ich denke, dass die Erzählerin miterfunden wurde!

    Gummibärchen :


    Du sprichst mir aus der Seele. Ich fand das Buch auch so verworren, dass ich schon beim Rezischreiben (zugegeben, das war zwei Tage später) die ganzen Zusammenhänge nicht mehr richtig hingekriegt habe (und das merkt man ihr auch an, ist nicht gerade eine meiner Glanzleistungen... *schäm*). Und ich finde vieles wird auch nicht erklärt, bzw. muss sich der Leser selbst zusammenreimen, wie z.B.



    Und ja, er hat Rosa gedroht. Nämlich ihr Mädchen umzubringen, bzw. bringen zu lassen. Immerhin ist es dazu nicht gekommen. Und auch das Ende war nicht so schlecht, dass Albert und Frankie identisch sind.


    Trotzdem war ich auch enttäuscht...

    TheAlice :


    Danke für den Hinweis. Das war meine Rezensionskopie von vorablesen und dort kann man ja nicht spoilern (oder hab ich das nur noch nicht entdeckt?)! Aber sooo viel hab ich ja auch nicht verraten, oder meinst Du ich sollte den ganzen Absatz verstecken? :gruebel


    Ich würde sonst einfach nur das "Achtung Spoiler" entfernen...


    Gruß und schönes WE!

    6 linke Mädchenarme wurden auf einer Waldlichtung gefunden, aber nur von fünfen kennt man die Identität. Deshalb wird Mila Vasquez, eine Expertin im Auffinden Verschwundener, gebeten, das eingeschworene Ermittlungsteam zu unterstützen. Dort hat sie von Anfang an Schwierigkeiten, ihren Platz zu finden: Boris stellt ihr nach, Rosa hasst sie vom ersten Moment an, Roche würde sie lieber heute als morgen wieder zurückschicken, nur Goran Gavila akzeptiert Mila als gleichberechtigte Teamkollegin.


    Der Fall nimmt mit jeder gefundenen Leiche größere Ausmaße an: so stellt sich heraus, das diejenigen, in deren Umfeld die Leichen gefunden werden, immer auch Täter in anderen Strafsachen sind. Auf diese Verbrechen will der eigentliche Täter wohl hinweisen.


    Obwohl das Buch nicht unspannend geschrieben ist, nimmt es im letzten Drittel abstruse Dimensionen an. Da wird ein Medium mit hellseherischen Fähigkeiten befragt und Hynose eingesetzt. Das Ende bleibt eigentlich offen und ist ziemlich unbefriedigend. Mir erschien die ganze Geschichte sehr konstruiert und wo es halt logisch nicht zusammenpasste, wird mit übersinnlichem Hokuspokus geflickt. Schade, da hätte man mehr draus machen können! Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung, in der alles noch zu Ende gebracht wird...

    Nach einem Terroranschlag auf San Francisco sind Marcus und seine Freunde zur falschen Zeit am falschen Ort und werden vom Department of Homeland Security (DHS) als potentiell Verdächtige aufgegriffen. Tagelang werden sie unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen an einem geheimen Ort festgehalten und immer wieder verhört. So gibt es zum Beispiel "Vergünstigungen" wie Nahrung und frische Luft nur gegen die Preisgabe persönlicher Daten, wie z.B. Passwörter. Auch letztendlich freigelassen werden die Unschuldigen nur, wenn sie Dokumente unterschreiben , in denen sie versichern, freiwillig anwesend gewesen zu sein. Und unter der Androhung, sie für den Rest ihres Lebens hinter Gitter zu bringen, wenn sie irgendwas erzählen. Natürlich schweigen Marcus und seine Freunde. Aber Marcus hat sich geschworen, es ihnen heimzuzahlen. Und Marcus ist ein ziemlicher Computer-Crack. Innerhalb kürzester Zeit hat er ein geheimes Netzwerk, das XNet, aufgebaut und eine Menge Mitstreiter gewonnen. Doch das DHS ist ihm auf der Spur... Wem kann Marcus noch vertrauen? Alles wird inzwischen überwacht: wer wann wohin mit der U-Bahn fährt, wird mithilfe elektronischer Fahrkarten verfolgt. Barzahlung ist so gut wie nirgends mehr möglich. Jeder Bürger ist per se erstmal verdächtig, Freiheit zählt nichts, Kontrolle ist alles. Lehrer mit einer eigenen Meinung werden durch solche ersetzt, die mit dem DHS konform gehen. Jeder bespitzelt jeden. Das öffentliche Leben kommt praktisch zum Erliegen, da man alle naslang angehalten und kontrolliert wird. Wird es Marcus gelingen, das DHS zu diskreditieren?


    Dieses Buch hat mir nicht nur sehr gut gefallen - ich finde, es ist auch ein unglaublich wichtiges Buch, gerade in der heutigen Zeit (ich sage nur "Nacktscanner"). Es öffnet einem die Augen, was in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit sein könnte. Welches Recht haben andere, sei es die Regierung oder sonst wer, alles zu überwachen? Und mit welchem Erfolg? Heiligt der Zweck immer die Mittel? Oder zählt die persönliche Freiheit nicht doch mehr? Kann die Verfassung ausser Kraft gesetzt werden, um Terror zu bekämpfen? Oder ist das auch schon Terror gegenüber den Bürgern? Wie gläsern muss jeder einzelne noch werden? Wie Marcus sagt, ist das "als würde man nackt in einem gläsernen WC mitten auf dem Marktplatz sch... müssen - und man müsste schon ziemlich pervers sein, um das gut zu finden!".


    "Little Brother" hat mich zum Nachdenken über solche Dinge gebracht und ganz nebenbei noch einige Dinge (Krypto / Web of Trust / Man-in-th-middle) einfach und für alle verständlich erklärt - und dafür liebe ich dieses Buch! Eines der besten, das ich seit langem gelesen habe!

    Beschreibung von amazon:
    Die Geschichte einer im Grunde unmöglichen, einzigartigen Liebe: George, die Pariser Intellektuelle, und Gauvin, der bretonische Fischer – Welten trennen die beiden, die Barrieren von Erziehung und Bildung, von Weltanschauung und Ge-schmack stehen zwischen ihnen. Ein Leben miteinander halten beide für un-möglich. Und doch zieht sie ein Verlangen zueinander, das stärker ist als Vernunft und Konvention, eine Leidenschaft, die, auch als die Liebenden älter und reifer werden, nicht erlischt. Ein Roman voll Zärtlichkeit und Sinnlichkeit, zugleich das Porträt einer freien, selbstständigen Frau, die zu ihren Gefühlen steht.


    Hier werden bibliocat und ich ab Montag, den 22.2.2010 anfangen zu lesen und zu diskutieren! Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen!