Beiträge von Themrys

    Da hatte ich gerade mal wieder so einen Fall ... die Imperial Radch Serie von Ann Leckie.


    Ich hab beim Bestellen des Buches schlauerweise einfach den Namen der Autorin genannt ... was der Mann in der Buchhandlung leider trotzdem nicht genau verstanden hat. (Ich habs ausgesprochen wie mans schreibt. Aber man könnte das ja auch Lackey schreiben).


    Und die Figuren ... wie spricht man "Breq" aus? Keine Ahnung! Die Kultur der Radchaai ... öh, ja. So wies geschrieben wird? Ch wie in Bach oder wie in Mädchen?


    Wenn ich jemals Gelegenheit habe, ein Gespräch über die Serie zu führen, wird das lustig. :lache

    Ann Leckie - Die Mission


    Kurzbeschreibung von Amazon:


    Über Tausende von Sternsystemen erstreckt sich das mächtige Imperium der Radchaai – doch es ist in sich gespalten und steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Breq, die Maschinenintelligenz des interstellaren Kriegsschiffs Gerechtigkeit der Torren, ist die Einzige, die den Zerfall noch aufhalten kann. Das Schiff wurde vor Jahrhunderten vollständig zerstört, und nur Breq, die Maschinenintelligenz im Körper einer Frau, hat überlebt. Nun wird sie von Anaander Mianaai, der totalitären Herrscherin der Radch, formell adoptiert, zur Flottenkapitänin ernannt und ins Athoek-System beordert. Dort haben die Gegner der Herrscherin zwei Tore für den interstellaren Schiffsverkehr zerstört und das System von seiner Versorgung abgeschnitten. Über Jahrtausende hinweg haben die Radch riesige Bereiche der Galaxis annektiert und sich viele Feinde gemacht. Vor allem aber wird das Reich der Radch aus seinem Inneren bedroht, denn seine Herrscherin Anaander Mianaai ist in Tausende von geklonten Körpern gespalten. Jetzt ist ein heimtückischer Kampf zwischen zwei Fraktionen ihrer multiplen Existenz ausgebrochen, der das ganze Imperium bedroht – und es gibt nur eine Person, die Anaander Mianaai mehr fürchtet als sich selbst: Breq …



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    Kurzbeschreibung von Amazon:


    Über Tausende von Sternsystemen erstreckt sich das mächtige Imperium der Radchaai – doch es ist in sich gespalten und steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Breq, die Maschinenintelligenz des interstellaren Kriegsschiffs Gerechtigkeit der Torren, ist die Einzige, die den Zerfall noch aufhalten kann. Das Schiff wurde vor Jahrhunderten vollständig zerstört, und nur Breq, die Maschinenintelligenz im Körper einer Frau, hat überlebt. Nun wird sie von Anaander Mianaai, der totalitären Herrscherin der Radch, formell adoptiert, zur Flottenkapitänin ernannt und ins Athoek-System beordert. Dort haben die Gegner der Herrscherin zwei Tore für den interstellaren Schiffsverkehr zerstört und das System von seiner Versorgung abgeschnitten. Über Jahrtausende hinweg haben die Radch riesige Bereiche der Galaxis annektiert und sich viele Feinde gemacht. Vor allem aber wird das Reich der Radch aus seinem Inneren bedroht, denn seine Herrscherin Anaander Mianaai ist in Tausende von geklonten Körpern gespalten. Jetzt ist ein heimtückischer Kampf zwischen zwei Fraktionen ihrer multiplen Existenz ausgebrochen, der das ganze Imperium bedroht – und es gibt nur eine Person, die Anaander Mianaai mehr fürchtet als sich selbst: Breq …



    Meine Meinung:


    Wieder mal hervorragende Unterhaltung auf hohem Niveau. In diesem Teil begegnen wir auch einer Repräsentantin der Presger, die von dieser höchst fremdartigen Spezies eigens in einem menschlichen Körper gezüchtet wurde um mit anderen Spezies kommunizieren können.


    Breq ist, wie gehabt eben Breq - eine AI mit Gewissen, die der skrupellosen Herrscherin der Radch immer wieder tüchtig dazwischenfunkt, wenn diese mal wieder über Leichen gehen will - egal welche Version.


    Besonders gut hat mir gefallen, dass die meisten Sci-Fi Aspekte eben nicht erklärt werden als sei die Leserin auf den Kopf gefallen, sondern man sich vieles eben selbst erschließen darf.
    Als Einstieg für Leute die noch nie Fantasy gelesen haben, ist die Serie dadurch unter Umständen ungeeignet, aber wer gern nachdenkt und Schlüsse zieht, wird Spaß daran haben.


    In diesem Teil kommen weniger Leute ums Leben als im ersten Teil; eine willkommene Abwechslung; spannend genug geht es dennoch zu.

    "Die Maschinen" von Ann Leckie könnte ich noch empfehlen.
    Die Hauptperson ist eine künstliche Intelligenz und hegt kein Interesse an Liebesbeziehungen.


    Könnte in die Sparte Dystopie fallen, und ein bisschen Sci-Fi ist auch dabei.

    Erinnert vom Umfang her ein bisschen an "Das Lied von Eis und Feuer" kommt aber mit deutlich weniger Mord und Totschlag aus - man nimmt der Autorin ab, dass diese Gesellschaft so überlebensfähig ist. (Da hatte ich bei der permanenten Gewalt in ASOIAF immer so meine Zweifel ...)


    Genial fand ich die in dieser Welt selbstverständliche Tatsache, dass Ermordete nach ihrem Tod als Geister zurückkehren. Und zwar grundsätzlich. Sie können zwar nicht sprechen, aber anklagend auf jemanden zeigen, das können sie schon.

    Gerade gelesen. Britischer Humor vom Feinsten. :grin


    Das mit der indirekten Rede ist mir gar nicht so aufgefallen ... könnte schwören, es sei auch direkte Rede drin gewesen.


    Liest sich jedenfalls sehr flüssig!

    Suffragette - Taten statt Worte


    FBW-Pressetext
    London, 1912. Als die in einer Wäscherei beschäftigte Maud Watts auf der Straße Zeugin wird, wie Dutzende Frauen Schaufensterscheiben mit Steinen einschlagen und Parolen wie „Taten statt Worte“ schreien, ist sie zunächst erschrocken. Denn Maud hat, wie viele Frauen ihrer Generationen, Zeit ihres Lebens immer nur ehrerbietend getan, was Männer ihr sagten. Doch immer mehr Frauen fordern das Wahlrecht, das ihnen bisher per Gesetz nicht zusteht. Sie fordern gerechten Lohn und vor allem Anerkennung für das, was sie leisten. Und sie sind bereit, für dieses Recht auf die Straße zu gehen – oder auch ins Gefängnis. Die Regierung nimmt die „Suffragetten“ jedoch nicht ernst. Und die Polizei sieht in ihnen Ruhestörer, die zum Schweigen gebracht werden sollen. Nach und nach regt sich auch in Maud der Widerstand. Denn die leise Stimme in ihrem Kopf, die sagt, sie müsse für ihr Recht kämpfen, wird lauter und lauter und vermengt sich mit so vielen anderen, die lauthals einfordern, was selbstverständlich sein sollte: Gleichberechtigung. In ihrem Film beleuchten Regisseurin Sarah Gavron und Drehbuchautorin Abi Morgan ein filmisch bisher wenig aufgearbeitetes Thema. Dabei gelingt es, neben der Darstellung historischer Ereignisse rund um die Suffragetten-Bewegung die emotionale Geschichte eines Einzelschicksals zu erzählen, das für viele andere in dieser Zeit steht. Maud verkörpert all das, was Frauen zu dieser Zeit erdulden mussten. Die Bevormundung und Entmündigung durch den Ehemann, der Missbrauch von Machthabenden, die Herabsetzung durch Recht und Gesetz. Carey Mulligan gelingt eine atemberaubende Darstellerleistung. Wenn die Kamera ihr Gesicht zeigt, dann sieht man Schmerz und Leid, Erschöpfung und Resignation darin eingebettet. Und doch sieht man auch diesen Funken in ihren Augen, der zeigt, dass sie sich aufbäumt, dass sie sich wehrt und dass sie ihren eigenen Weg gehen wird. Auch der Rest des Cast überzeugt auf ganzer Linie. Anne-Marie Duff als Kollegin, die bald zu einer Freundin wird und sich trotz Schicksalsschläge nicht unterkriegen lässt, Helena Bonham-Carter als taffe Anführerin, Brendan Gleeson als bärbeißiger Polizist und Ben Whishaw als Ehemann, der ein Opfer seiner Zeit ist und nicht erträgt, dass seine Frau sich emanzipiert. Emmeline Pankhurst, die Mitbegründerin der Suffragetten-Bewegung, wird von Meryl Streep verkörpert, die selbst in einem kurzen Auftritt zweifelsohne ihr Können unter Beweis stellt. Eine nahe Kameraführung, die starke Inszenierung von Massenszenen sowie eine historisch authentische Ausstattung und Kostümierung versetzen den Zuschauer in die damalige Zeit. Die Demütigungen der Frauen von damals werden durch eine straffe und klug gestrickte Dramaturgie greif- und auch fühlbar gemacht. Ein wichtiger, beeindruckender und bewegender Film, der eine Geschichte erzählt, die heute ebenso aktuell ist wie damals. Und die genau so erzählt werden muss.



    Hervorragender Film.


    Allerdings doch actionreicher als ich erwartet hatte.


    Mit dem Maß an Polizeigewalt hätte ich nicht gerechnet ... soviel zum englischen Gentleman. :rolleyes


    Auch Explosionen gibt es doch einige mehr als ich in einem historischen Film erwartet hätte. Da kam doch allerhand Spannung auf. :-]



    10/10

    Die Maschinen - Ann Leckie


    Das beste Science Fiction Buch, das ich je gelesen habe! :anbet


    Wann hat man schon mal eine Hauptperson, die im früheren "Leben" die künstliche Intelligenz eines Raumschiffs war?


    Auch ihr Ziel, nämlich

    ist so ehrgeizig, dass man kaum glauben mag, dass sie es erreichen könnte.


    Was das Buch natürlich enorm spannend macht.


    Besonders schön fand ich die scheinbaren Widersprüche - die Hauptperson ist eine künstliche Intelligenz, eine Tötungsmaschine - aber sie spricht freundlich mit kleinen Kindern und schenkt ihnen Bonbons.


    Und dann sind da die Rinderhirten mit ihrer kurz angerissenen Stammeskultur, die in der eisigen Weite ihre Rinder gegen gruselige Monster verteidigen ... und wenn dabei mal ein Bein verloren geht, reist man in die Stadt und lässt es nachwachsen.


    Auch die in Rückblende erzählten Akte der Rebellion gegen ungeliebte Raumschiffkapitäne sind herrlich - da bleibt schon mal eine Uniform vor einer wichtigen Besprechung unrepariert, weil der Betreffende die AI geärgert hat. Offener Ungehorsam ist ihr nicht möglich, aber so manch einer mag sich wundern, warum es in einem anderen Raumschiff plötzlich so viel gemütlicher ist ... :grin



    Absolut empfehlenswert. Eine Dystopie, die allerdings nie allzu sehr in die Hoffungslosigkeit abgleitet.

    Gebt den Frauen das Geld - Sabine Kuegler


    Ein optimistisches Buch über Entwicklungshilfe und Gleichberechtigung.


    In den Fallbeispielen zeigten sich die Männer extrem patriarchalischer Stammesgesellschaften doch recht schnell einsichtig, was die positiven Auswirkungen von mehr Rechten für Frauen auf die gesamte Gesellschaft betraf.


    Liest sich nett. :-)

    Die Maschinen - Ann Leckie



    Eine Hauptperson, die eigentlich keine Person hat, aber dafür mehr Herz hat als manche Menschen, ein wunderbar skurriles Universum mit wirklich fremdartigen Sitten und Gebräuchen ... nicht nur mein Lieblingsbuch 2015, sondern das beste Science Fiction Buch das ich kenne. :-]

    Drachenzauber - Patricia Briggs


    Langzeitfavorit von mir - an dem Buch hab ich einfach nichts zu meckern. Schöne typische Mittelalterfantasy, aber ohne die blöden Klischees die an anderen Büchern der Art nerven.

    Kurzbeschreibung von Amazon:


    Was wird aus den Menschen, wenn die Maschinen frei sein wollen?Breq ist eine Kämpferin, die auf einem einsamen Planeten auf Rache sinnt. Hinter ihrer verletzlichen, menschlichen Fassade verbirgt sich mehr, als es zunächst den Anschein hat: Sie wurde von den Radch geschaffen, die nach und nach das gesamte Universum unterworfen haben. Breq ist nur dem Äußeren nach eine Frau, vor allem aber ist sie ist eine perfekt konstruierte Maschine, abgerichtet zum Erobern und Töten. Nun aber beschließt sie das Unmögliche: Ganz allein will sie es mit Anaander Mianaai aufnehmen, dem unbesiegbaren Herrscher der Radch. Denn Breq will endlich frei sein.


    Meine Meinung:


    Der Kurztext wird Breq nicht gerecht. Sie will nicht nur "endlich frei sein", sie will auch Rache nehmen, für all die Unschuldigen die sie zu töten gezwungen wurde, und vor allem für eine Raumschiffkapitänin für die sie lange gearbeitet hat und die sie sehr mochte.


    Sie hat eigentlich gar nichts gegen Menschen - im Gegenteil, sie mag einige Menschen sogar sehr!


    Maschinen haben in Ann Leckies Universum Gefühle - das wird damit erklärt, dass das Treffen von Entscheidungen sich ohne Gefühle endlos in die Länge ziehen kann. Man gab den Maschinen Gefühle, um sie effizienter zu machen.
    Und Breq hat Gefühle wie Mitleid. Sie ist auch nach Maßstäben der Radchaai-Kultur die sie erschaffen hat eine sehr tugendhafte Person: Gerechtigkeit, Anstand und Nützlichkeit sind die Grundtugenden, und Breq ist gerecht, anständig und selbstverständlich nützlich.


    Ein weiterer interessanter Aspekt, auf den wohl im Klappentext nicht hingewiesen wird, um mögliche Leser nicht abzuschrecken:



    Alle anderen Personen sind möglicherweise weiblich, möglicherweise auch männlich - es spielt einfach keine Rolle.


    Ich fand das eine sehr interessante Leseerfahrung. :-)


    Das Buch ist nichts für Zartbesaitete - Breq tötet zwar aus eigenem Antrieb nur dann, wenn ihr Leben bedroht wird, aber als Killermaschine wird/wurde ihr das Töten oft befohlen. Damit, dass mal eben jemand erschossen wird, muss man also rechnen.


    Breqs grundanständige Persönlichkeit hat mir das Lesen trotzdem zu einem Vergnügen gemacht.
    Auch die vollständige Abwesenheit von Sexismus war eine Erholung. Es wird Sexismus nicht einmal kritisiert - es GIBT ihn einfach nicht.


    :grin

    Kurzbeschreibung:


    Sky, Flora, Marina und Flame wissen genau, dass ihnen die fiese Glenda schaden will. Aber gilt das auch für ihre Enkelin Verena, Marinas neue Freundin? Können sie ihr trauen oder wird Verena gar von Glenda benutzt, um sich bei den Schwestern einzuschmeicheln und ihr Zuhause, Cantrip Towers, in Gefahr zu bringen? Als die Schwestern schon fast nicht mehr weiter wissen, machen sie eine Entdeckung: einen magischen Stein, der ihnen von ihrem Urururgroßvater hinterlassen wurde und der ihre Zauberkräfte verstärkt. Jetzt kann Glenda kommen!


    Meine Meinung:


    Ich habe ja die Angewohnheit, Kinderbücher zu lesen, wenn ich mich vor dem Einschlafen nicht zu sehr aufregen will. :grin
    Dieses Buch war mir fast schon zu spannend.


    Abgesehen von einer Tendenz, die Erwachsenen auch wenn aus deren Sicht erzählt wird in ihrer Relation zu den Kindern zu beschreiben (Mom, Dad, Grandma) ist mir gar nichts negativ aufgefallen.


    In diesem Buch der Serie gibt es Streit zwischen Flame und Marina - die beiden sind wie Feuer und Wasser. ;-)


    Flame ist mit Marinas neuer Freundin natürlich so gar nicht einverstanden.


    Sehr gut gefallen hat mir der (dennoch kindgerechte) Verzicht auf schwarz-weiß Malerei was die "bösen" Cantrips angeht - teilweise wird aus Verenas Sicht erzählt, die so böse gar nicht ist.


    Die Konflikte zwischen den Schwestern sowie die dauernden Probleme mit der kleinen Sky, die kein Geheimnis für sich behalten kann, sind sehr schön erzählt, und wahrscheinlich können sich Kinder mit Geschwistern sehr gut damit identifizieren.


    Würde das Buch jederzeit für die empfohlene Altersklasse weiterempfehlen.

    Kurzbeschreibung:


    Eine Perle der Fantasy - Spannung und Romantik in einer faszinierenden und geheimnisvollen Welt! Sorcha Faris ist eine Kriegerin, die gegen übernatürliche Geschöpfe kämpft. Als ein ungewöhnlich starkes Geistwesen ihren Mann schwer verletzt, wird Sorcha der Kämpfer Merrick Chambers an die Seite gestellt. Mit seiner Hilfe soll sie dem gefährlichen Phantom das Handwerk legen.


    Meine Meinung:


    Sorcha Faris hat eine erstaunliche Ähnlichkeit zum oft parodierten Klischee des Privatdetektivs mit persönlichen Problemen. ;-)


    Mit ihrem Mann läuft es irgendwie nicht so toll, sie hat eine Schwäche für Zigarren ... und als dann ihr Mann trotz ihrer Bemühungen schwer verletzt wird, hat sie überhaupt keine Lust, mit diesem grünen Jungen Merrick zusammenzuarbeiten.


    Aber wie man das schon kennt hat die Gute natürlich ein Herz aus Gold, und Merrick kann ihr schon bald beweisen, dass er doch was auf dem Kasten hat.


    Die Kurzbeschreibung ist insofern irreführend, als Sorcha nicht irgendeine "Kriegerin" ist. Sie kämpft mit übernatürlichen Runen, durch deren Aktivierung sie Magie wirken kann. Als "Aktive" wirkt sie Kampfmagie. Ihre Partner sind immer "Sensible", deren Magie sich hauptsächlich um das Wahrnehmen der Geistwelt, sowie den Blick in die Zukunft oder die Vergangenheit dreht.


    Das Magiesystem ist in der Hinsicht einzigartig - die Magiewirkenden arbeiten immer im Team zusammen, weil sie auf sich gestellt entweder kaum sehen könnten was sie angreifen müssen, oder einfach nicht die Feuerkraft hätten.


    Habe mich beim Lesen gut unterhalten - für allzu zarte Gemüter ist die Serie allerdings nichts, dazu gibt es dann doch zuviel Gemetzel. (Ich fand es gerade so auszuhalten.)

    Kurzbeschreibung:


    Gebt den Frauen das Kommando, sagt Sabine Kuegler, vor allem in wirtschaftlichen Fragen. So wie es Muhammed Yunus, der Wirtschaftsnobelpreisträger 2006 mit seiner Grameen Bank und den Kleinstkrediten für überwiegend muslimische Frauen im bitterarmen Bangladesch getan hat. Sie tragen es nicht in Bordelle oder in Kneipen, sondern setzen es mit großem Erfolg für die Sicherung des Lebensunterhaltes ihrer Familien, für Gesundheit und Bildung ihrer Kinder ein. Das gilt in anderer Form überall, es gilt für Frauen in unterentwickelten wie in modernen Gesellschaften, in Indien, Nepal, Afrika, Deutschland, Japan. Sabine Kuegler, weit gereist auf der ganzen Welt, erzählt, mit Fakten untermauert und eindrucksvollen Portraitfotos illustriert, vom Kampf dieser Frauen und von einer heimlichen Revolution überall dort, wo Frauen finanzielle Verantwortung übernommen haben. Ihre Botschaft: Wo Frauen auf der Welt die Möglichkeit maßgeblicher wirtschaftlicher Teilhabe gewährt wird, ist die Gesellschaft erfolgreicher. Gebt den Frauen das Geld, sie werden die Welt verändern! Die politischen Konsequenzen für den Weg aus der Armut in der Dritten Welt, aber auch für unsere modernen Gesellschaften könnten einschneidend sein.



    Meine Meinung:


    Endlich mal ein optimistisches Buch über die Zustände auf der Welt!


    Kuegler bringt hier ihre Erfahrungen aus der Kindheit als "Dschungelkind" ein, um logisch und nachvollziehbar darzulegen, wie sich Armut bekämpfen lässt.


    Das Buch ist gespickt mit vielen schönen Erfolgsgeschichten, sodass man nicht, wie so oft beim Lesen von Sachbüchern über die Zustände auf der Welt, den Mut zum Weiterlesen verliert.


    Sehr schön finde ich dabei, dass auf esoterische Interpretation der Fakten verzichtet wird - man kennt das ja, manche Autoren philosophieren gern herum, Frauen seien von Natur aus aufopfernd, o.ä.
    Kuegler legt einfach schlicht und einleuchtend die Fakten dar, und erklärt, wie Macho-Traditionen dazu führen, dass Männer Geld verschwenden - ohne das für biologisches Schicksal zu erklären.


    Das Buch endet mit einem Ausblick auf Island, wo der Macho-Kultur ein Ende gemacht wurde und jetzt alle vernünftig mit Geld umgehen. Wie schön! :-)