Sebastian Fitzek - Das Geschenk

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    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: Droemer HC; Auflage: 2 (23. Oktober 2019)
    • ISBN-10: 3426281546
    • ISBN-13: 978-3426281543

    Über den Autor:

    Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt "Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden bereits 10 Millionen Mal verkauft, in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.



    Inhaltsangabe:

    Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr.
    Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben - und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.



    Meine Kritik:

    Milan Berg ist Analphabet und kann deshalb nicht lesen, was das weinende Mädchen auf das Schild geschrieben hat, das sie im Vorbeifahren gegen die Autoscheibe presst. Dennoch fährt Milan hinterher und lässt sich damit auf eine ebenso rasante wie absurde Odyssee ein, die weitaus mehr mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun hat, als Milan anfangs für möglich hält.

    In „Das Geschenk“ zieht Sebastian Fitzek sämtliche Register. Praktisch jeder in der Geschichte spielt ein falsches Spiel und verfolgt ganz andere Ziele, als er vorgibt. Es gibt haufenweise mehr oder minder überraschende Wendungen, die die Handlung ständig in andere Richtungen peitschen. Zum Ende hin geschieht das nahezu in jedem neuen Kapitel. Stellenweise erschien mir die Story vom Autor absichtlich kompliziert aufgebaut, damit er in der Geschichte möglichst viele Haken schlagen konnte. Das ist bisweilen anstrengend und verlangt dem Leser einiges ab. Wer dieses (obgleich nicht ganz so heftige) Stilmittel von frühernen Fitzek-Büchern kennt, dürfte sich bei „Das Geschenk“ allerdings sehr gut aufgehoben fühlen.