Todesrache - Andreas Gruber

  • Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)


    BKA-Profiler Maarten S. Sneijder ist bei seinem letzten Einsatz nur knapp dem Tod entronnen und hat fast sein gesamtes Team verloren. Darunter auch seine Kollegin Sabine Nemez. Da ergibt sich ein Hinweis, dass zumindest sie noch am Leben sein könnte. Unter Hochdruck muss Sneijder nun ein neues Team zusammenstellen, um sie aufzuspüren und aus den Verstrickungen eines hochkomplexen Falles zu befreien. Dabei ist vor allem die Mitarbeit des exzentrischen Leipziger Kripoermittlers Walter Pulaski entscheidend. Doch der ist gerade selbst einem besonders grausamen Verbrechen auf der Spur und zeigt sich wenig hilfsbereit ...


    Autor (Quelle: amazon.de)

    Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie und fünf Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Seine Bücher wurden, mit einer deutschsprachigen Gesamtauflage von über 4,5 Millionen Exemplaren, u.a. zweimal für den Friedrich-Glauser-Krimi Preis nominiert, mit der Herzogenrather-Handschelle, dem Skoutz-Award, dem Leo-Perutz-Krimi-Preis, dreimal mit dem Vincent Preis und dreimal mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet.


    Meine Meinung

    „Todesrache“, das ist nun schon der siebte Teil in der Reihe um Profiler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez. Und auch dieser Teil ist wieder einmal hochspannend.


    Der sechste Teil endete mit einem Knaller: Sabine Nemez hat nicht überlebt. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich nun ausplaudere, dass dies eine Finte des Autors war. Schnell wird zu Beginn dieses Bandes klar, dass Sabine noch lebt – allerdings kommt sie sozusagen vom Regen in die Traufe, denn sie fällt einer kriminellen Gruppierung in die Hände. Zum Glück kann sie in einem unbeachteten Moment Sneijder verständigen. Dieser setzt natürlich alle Hebel in Bewegung, um Sabine zu retten.


    Gleichzeitig verschwindet der pensionierte Richter Gerlach samt seiner Familie von einem Campingplatz in Sachsen. Unter den entführten Personen ist durch Zufall auch die Tochter von Walter Pulaski, den Ermittler aus Grubers „Rache…“-Reihe. Wie Sabines Schicksal und das von Pulaskis Tochter zusammenhängen, davon erzählt dieser Thriller. Es wird spannend!


    Wie so oft bei einem neuen Band um Maarten S. Sneijder und seinem Team musste ich auch diesen wieder bald nach Erscheinen lesen. Und ich wurde (natürlich) nicht enttäuscht. Andreas Gruber versteht es wie immer hervorragend, einen spannenden und rasanten Fall zu entwickeln, der nah an der Realität aufgebaut wird. Diesmal geht es vordergründig um Cyberkriminalität und außerdem um… naja, das muss man selber lesen.


    Besonders gefallen hat mir dieses Mal die Verknüpfung der beiden Reihen. Ähnlich wie Maarten S. Sneijder ist Walter Pulaski ein eher schwierig zugänglicher Mensch mit Ecken und Kanten, aber doch auch einem weichen Kern. Das Zusammentreffen dieser beiden Persönlichkeiten macht einen besonderen Reiz dieses Thrillers aus. Sie schenken sich nichts, sind aber irgendwo gezwungen zusammenzuarbeiten. Und das funktioniert ausgesprochen gut und effektiv! Wobei sie natürlich nicht allein arbeiten, sondern wie immer mit einem kompetenten und zuverlässigen Team. Neben dem IT-Spezialisten und Sabines Lebensgefährten Marc Krüger ergänzt diesmal die Kriminalkommissaranwärterin Miyu die Ermittlungsgruppe. Sie ist Autistin und bringt wieder ganz neue Aspekte in die Ermittlungsarbeit ein, wobei sie so manches Mal entscheidende Impulse gibt.


    Es geht – wie eigentlich immer in Andreas Grubers Romanen – in hohem Tempo durch das Geschehen, dem Leser bleibt kaum Zeit, um Atem zu schöpfen. Man möchte nur äußerst ungern die Lektüre unterbrechen. Es gibt einige sehr brutale Passagen, das muss man als Leser aushalten können, aber im Großen und Ganzen liegt der Fokus auf der Arbeit in der Ermittlungsgruppe. Das Buch endet diesmal nicht mit einem actiongeladenen Showdown, das hat mir gut gefallen. Und an manchen Stellen zeigt Sneijder endlich ein wenig Menschlichkeit. In ihm steckt eben doch nicht nur der „Kotzbrocken“, der er in den ersten Bänden noch überdeutlich war.


    Der Epilog verspricht durch die Blume anscheinend ein weiteres Abenteuer von Walter Pulaski „im Frühling“ und im Nachwort wird erwähnt, dass dieser Band der Auftakt zur dritten (und letzten) Trilogie um Maarten S. Sneijder sein wird. Man darf also noch auf zwei weitere Bände in dieser Reihe gespannt sein.


    Das Zusammenspiel dieser beiden außergewöhnlichen Ermittler war großartig und der Plot hat mir ebenfalls gut gefallen. Ein rundum gelungener Thriller, daher verdiente 10 Eulenpunkte von mir.


    ASIN/ISBN: 344249110X

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  • Deine Rezi sagt alles LeseBär , ich kann mich Deiner Begeisterung nur anschließen.

    Besonders hat mir gefallen, das Pulaski und Sneijder aufeinandertrafen und zusammenarbeiten mussten. Ich mag die beiden sehr, daher habe ich hier echt gejubelt. Die Geschichte an sich war hochspannend und es fiel mir echt schwer das Buch einmal zu Seite zu legen. Man könnte meinen, dass bei einem siebten Band einer Reihe dem Autor langsam die Puste ausgeht und die Reihe zu schwächeln beginnt, aber nicht so bei Andreas Gruber. Ich freue schon auf den nächsten Band und bin etwas traurig, dass es nur noch zwei Bände mit Maarten S. Sneijder geben soll.