Und dann ruhest auch du - Sandra Åslund

  • Klappentext (Amazon):


    n der Schlossruine von Borgholm auf Öland wird die Leiche einer Journalistin entdeckt - professionell hingerichtet. Es ist bereits der zweite Todesfall dieser Art. Kriminalinspektorin Maya Topelius und ihr Kollege Pär reisen in das Hafenstädtchen Kalmar, um vor Ort zu ermitteln. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord. Die Spur führt tief in die Abgründe des ländlichen Rechtsextremismus. Als Maya eine Verbindung zu einem lange verdrängten Trauma aus ihrer Schulzeit entdeckt, wird der Fall persönlich. Plötzlich reißen Wunden auf, die nie verheilt sind. Kann sie dieser Belastung standhalten oder wird sie daran zerbrechen?



    Meine Rezension:


    In der Heimat


    Kaum möchte Maya ein paar Tage in der Heimat bei ihren Eltern verbringen und mit ihrem Lebensgefährten Christoffer ausspannen, gibt es in der Schlossruine von Borgholm einen Leichenfund. Aufgrund frappierender Ähnlichkeiten mit einem früheren Fall werden Kriminalinspektorin Maya Topelius und ihr Kollege Pär Stenqvist gebeten, die örtliche Polizei in Kalmar zu unterstützen. Rechtsextreme Tendenzen und sehr persönliche Erinnerungen prägen den Abschluss dieser spannenden Trilogie aus Schweden.


    Ein Eigenbrötler schleicht abends durch die dunklen Gänge unter dem verfallenden Schloss, die Stimmung ist angespannt, dichter Nebel und im Unterholz wucherndes Farnkraut verstärken die unheimliche Atmosphäre. Überaus eindrucksvoll beginnt dieser Kriminalroman und bleibt es auch dank der phantastischen Kombination aus Ermittlungen und Privatleben, welches hier den Kreis zu Mayas Freundinnen und der gemeinsamen Kindheit schließt. Neben den zahlreichen Eindrücken aus Småland ist es auch diesmal wieder die gelungene Themenwahl – rechtsextreme Zellen und die Verbreitung von zweifelhaftem Gedankengut – und die entsprechende Einbettung in die Trilogie, welche den Leser durchgehend an die Zeilen fesselt. Aber auch Åslunds bildhafter Schreibstil sorgt für lebendige Szenen und glaubwürdige Charaktere, sodass dem aufregenden Leseerlebnis nichts im Wege steht.


    Mit einer Träne im Auge muss ich mich nach drei wunderbaren Kriminalfällen von Maya und Pär verabschieden, aber den Wunsch nach einer Auszeit muss man respektieren. Die Reihe war ja von Anfang an als Trilogie konzipiert und nicht als Dauerschleife. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Dieses Sprichwort passt meiner Ansicht nach bestens zu den drei empfehlenswerten Büchern und so spreche ich sehr gerne eine Leseempfehlung aus für alle, die gerne eine Reise nach Schweden unternehmen, Mayas Privatleben kennenlernen und wie nebenbei auch noch Verbrechen aufklären möchten.



    Titel Dann ruhest auch du

    Autor Sandra Åslund

    ASIN B0CMJW7RBY

    Sprache Deutsch

    Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (400 Seiten) und Hörbuch

    Erscheinungsdatum 30. Oktober 2025

    Verlag Ullstein

    Reihe Ein Fall für Maya Topelius, Band 3


    ASIN/ISBN: B0CMJW7RBY

  • Dann ruhest auch du, von Sandra Åslund


    Cover: Austauschbar, passt zu einem ‚Schweden-Krimi.


    Titel: Mir erschließt sich der Titel nach dem Lesen des Buches nicht.


    Inhalt und meine Meinung:

    Kriminalinspektorin Maya ist zu Besuch bei ihren Eltern, da gibt es dort den zweiten Toten. Jeweils eine kaltblütige Hinrichtung. Maya und ihre Kollege werden zur Ermittlung hinzugezogen.

    Die Ermittler kommen schnell auf eine Spur und diese verdichtet sich immer mehr. Auch Mayas Vergangenheit, ein Problem das sie schon jahrelang verdrängt, spielt eine immer wichtigere Rolle.


    Der Krimi ist spannend und sehr aktuell. Rechtsradikale.

    Doch ist mir Maya als Ermittlerin viel zu spontan und unglaubwürdig. Auch die Esoterischen Anklänge finde ich zu fragwürdig und konstruiert. Das ganze Setting wirkt konstruiert und nicht stimmig. Für mich bleiben hier am Ende auch Fragen offen, was ich gar nicht mag.


    Autorin:

    Sandra Åslund, geboren 1976, ist am Niederrhein nahe der holländischen Grenze aufgewachsen. Sie hat ein Fernstudium in kreativem Schreiben an der Textmanufaktur absolviert und ist Mitglied beim »Syndikat« sowie bei den »Mörderischen Schwestern«. Durch ihren schwedischen Mann verbrachte die Autorin ab 2010 viel Zeit im Norden, sowohl in Stockholm als auch in Småland, lebte in Berlin und Schweden. Im März 2020 zog sie mit der Familie komplett nach Småland. In ihren Kriminalromanen verwebt die Autorin das skandinavische Flair und die schwedische Mentalität mit aktuellen umweltpolitischen Themen.


    Mein Fazit:

    Ein spannendes und aktuelles Thema, aber die Umsetzung gefällt mir so gar nicht.

    Von mir 3 Sterne.

  • Sehr spannend, wie alle skandinavischen Krimis

    Sandra Aslund hat einen wunderschönen Auftakt zu einem spannenden Krimi präsentiert. Oder (hoffentlich) mehrere Krimis mit Maya und Pär.

    Die Anfangsszene mit Johan der den Nebel beim Spazierengehen so richtig genießen kann, zeugt von seiner Liebe zur Natur. Diese Wanderung, die Beschreibung des Nebels, des Waldes, der mächtigen Burgruine, verzaubern auch die Lesenden. Dass Johan bei seiner Wanderung durch die Burgruine eine Leiche findet, ist weniger schön. Aber so kann die Geschichte ihren Lauf nehmen. Maya und Pär nehmen die Ermittlungen auf, sie kommen recht bald dahinter, dass die Morde einen rechten politischen Hintergrund haben. Es kommt zu mehreren sehr spannenden Szenen, die uns den Atem anhalten lassen und auch zu einem großen Showdown, während dem die Verbrechen verhaftet werden, nach einer wilden Schießerei. Der Kopf der Rechtsradikalen versucht zu fliehen und wird im letzten Moment verhaftet, als er sich von Schweden nach Rostock absetzen will, zu den dortigen Neonazis.

    Die jetzigen Ermittlungen führen einerseits tief in die Vergangenheit während des Zweiten Weltkriegs und andererseits in die Kindheit von Maya und ihren Freundinnen. Die eine Schulkollegin, Ingrid, konnte sich nie so richtig zurecht- und einfinden mit den anderen Mädchen. Sie war gewaltbereit und hat die anderen Mädchen bedroht. Ihr Bruder hat diese Bedrohungen auf die Spitze getrieben. Doch eines Tages melden die Eltern Ingrid als verschwunden und ziehen nach einiger Zeit fort, weil sie den Verlust der Tochter nicht überwinden können. Maya und Clara, die Freundinnen von einst, finden nun heraus, was mit Ingrid damals wirklich geschah und wo sie jetzt lebt. Wie die Ereignisse aus der Vergangenheit und der Kindheit sich mit der Gegenwart verknüpfen, und ein organisches Ganzes ergeben, ist Sandra Aslunds großer Erzählkunst zu verdanken.

  • Maya wollte ein paar freie Tage bei ihren Eltern verbringen und ihre Freundin treffen. Doch dann wird in der Schlossruine von Borgholm auf Öland die grausam hingerichtete Leiche einer Journalistin aufgefunden. Es ist der zweite derartige Todesfall. Maya und ihr Kollege Pär werden in die Ermittlungen einbezogen. Der Fall wird für Maya persönlich, als sie entdeckt, dass es Verbindungen zu einem traumatischen Vorfall in ihrer Vergangenheit gibt.

    Dies ist der dritte Band der Reihe „Ein Fall für Maya Topelius“. Ich mag die etwas düstere Atmosphäre von Skandinavien-Krimis sehr gerne und auch dieses Buch hat mir gefallen. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen.

    Die Charaktere sind gut und glaubhaft dargestellt. Maya ist eine gute Polizistin, die sich auch in andere einfühlen kann. Aber ihre eigenen Gefühle hat sie immer erfolgreich unterdrückt. Sie geht unkonventioneller an ihre Fälle heran als ihr Partner Pär, der erfahrener ist. Doch dieses Mal wird ihr alles abverlangt. Natürlich sind die örtlichen Ermittler nicht erfreut darüber, dass die Kollegen aus Stockholm mitmischen. Auch Mayas Freundin Clara hat ihre Probleme, denn ihr Sohn hat sich in letzter Zeit sehr verändert.

    Die Spuren, denen die Ermittler nachgehen, führen zu rechtsradikalen Kreisen. Es ist erschreckend, welche Abgründe sich da auftun. Auch dieses Mal handelt Maya recht impulsiv und bringt sich bei ihren Nachforschungen selbst in Gefahr.

    Mir hat diese spannende Schweden-Krimi wieder gut gefallen.


    8/10