Beiträge von buchregal123

    Polizeiärztin Magda Fuchs wird zu einem Verbrechen gerufen, bei dem eine junge Frau an Stichverletzungen gestorben ist. Zuvor hatte sie sich noch zu ihrem Kind geschleppt. In Berlin gab es in letzter Zeit eine Reihe von Überfällen auf junge Frauen, die sich prostituierten, um überleben zu können. Gehört auch dieser Mord in die Reihe?

    Dieses Buch schließt an der Vorgängerband „Das Leben, ein ewiger Traum“ an. Der Schreibstil der Autorin Helene Sommerfeld liest sich sehr angenehm.

    Das Berlin der zwanziger Jahre hat zwar seine schillernden Seiten, aber es herrscht auch große Not, denn die Inflation vernichtet das Geld und nimmt den Leuten ihre Lebengrundlage. Es ist erschreckend mitzuerleben, wie viel Gewalt und Armut es gibt.

    Auch Magda Fuchs muss schauen, wie sie über die Runden kommt. Ihr Job als Polizeiärztin bringt nicht genug zum Leben ein, sie eröffnet daher eine Praxis. Doch die Vermieterin der Praxisräume mischt sich in Magdas Angelegenheiten und ihre Vorstellungen decken sich so gar nicht mit denen von Magda. Die Patientinnen, die zu Magda kommen, haben ihre eigenen Probleme. Magdas versucht zu helfen, wo sie kann. Aber manchmal stehen ihr die eigenen Moralvorstellungen auch im Weg.

    Frauen haben es nicht leicht in jener Zeit. Sie sind zu sehr von Männern abhängig. Es reicht manchen Frauen einfach nicht, nur Hausfrau und Mutter zu sein. Sie wollen eigene Entscheidungen treffen, doch es ist ein fast aussichtsloser Kampf.

    Es ist ein packender, aber auch ziemlich düsterer Roman, der mir aber wieder gefallen hat. Nun bin ich auf die Fortsetzung gespannt.


    8/10

    Vor allem als Tristan mit seiner Tochter im Park ist und ein Mädchen vor drei Soldaten schützen will, das fand ich sehr beklemmend.

    Da hatte ich richtig Angst um Pauline. Tristan selbst kann sowohl austeilen, als auch einstecken, um den habe ich mich nicht so gesorgt. Aber ich finde diese Pöbeleien um andere zu Erniedrigen einfach schrecklich.

    Sowohl dort als auch in Frankreich sind die Deutschen ja ohne große Gegenwehr einmarschiert und haben erst mal zwei Länder besetzt gehalten.Da bin ich jedes Mal wieder platt, wie einfach das ging und wie lange auch.

    Wie einfach das geht, hat man an der Krim gesehen, in manchen Gebieten der Ukraine und auch in Afghanistan

    Wenn Tristan diesen Personenschützer- Auftrag übernimmt, ...

    Bestimmt nicht einfach Personenschützer für jemanden zu sein, den man so verachtet.

    Hach, das Buch liest sich gleich wieder so super gut, ich kann es kaum aus der Hand legen

    Da Stimme ich voll und ganz zu.

    Hoffentlich passiert der kleinen Pauline nichts.

    Ich auch und hoffe, dass die Autorin ein Einsehen hat und unsere liebsten Charaktere zwar prüft, aber am Ende leben lässt.

    Und ich finde ihre Einstellung echt bewundernswert, dass sie vor den Soldaten ein Konzert geben will, obwohl es ihr selber noch gar nicht gut geht.

    Sie ist wirklich eine Kämpfernatur.

    Heinrich Tenbrink hat sich eigentlich in seinem Ruhestand eingerichtet, als er von seiner Schwippschwägerin Gertrud um einen Gefallen gebeten wird. In ihrer Verwandtschaft gab es einen Selbstmord und der tote Oliver soll seine Ex-Freundin getötet haben. Olivers Mutter glaubt aber nicht an einen Suizid. Heinrich kann nicht ablehnen und macht sich widerwillig an die Ermittlung, die ihn zu einer Künstlerkommune in einer alten Ziegelei führt. Aber auch Maik Bertram ermittelt offiziell in dem Fall. Dann gibt es noch einen weiteren Toten.


    Ich verfolge diese Reihe seit dem ersten Band und mag die Stöbereinsätze von Heinrich Tenbrink, der inzwischen pensioniert ist. Dieser Krimi aus dem Münsterland lässt sich sehr gut und flüssig lesen.


    Die Charaktere sind gut und authentisch dargestellt. Heinrich Tenbrink und Maik Bertram, die ehemaligen Kollegen, leben inzwischen in einer Art Wohngemeinschaft, in der jeder seinen Raum hat. Aber sie helfen und ergänzen sich gut, denn Maik hat es als alleinerziehender Vater der kleinen Ella nicht leicht, Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen. Heinrich ist ein typisch westfälischer Sturkopp und da er es vorzieht zu grollen, statt mit seiner Brigitte zu reden, macht ihm Liebeskummer zu schaffen. Er weiß aber auch genau, wie er die Menschen nehmen muss, um an Informationen zu kommen. Obwohl Maik und er in dem Fall auf unterschiedliche Art ermitteln, tauschen sie sich auch schon mal abends beim Bier aus.


    Der Fall ist komplex und führt Tenbrink zurück in die Vergangenheit. Reden hilft und manches wäre wohl anders verlaufen bei mehr Offenheit. So aber gibt es immer wieder Wendungen, welche die Spannung hochhalten und das Ende offen.


    Ich mag die spannenden Münsterland-Krimis mit den eigenwilligen Charakteren und bin schon auf den nächsten Fall gespannt.


    10/10

    Ich habe schon mal angefangen, weil ich am Donnerstag meine Augen-OP haben werde und hoffe, dass ich bis dahin soweit durch bin.


    In Paris werden die Brüder wieder aufeinandertreffen. Julius von Waldeck ist mit Gille nach Paris gekommen, um seine Feine mit seinem Hass zu verfolgen. Drei Menschen sind es, die er tot sehen will: Henry, Tristan und Josephine. Doch kaum ist er da, sieht er die Todesmeldung in der Zeitung. Da ich weiß, dass Josephine Baker erst in den siebziger Jahren gestorben ist, kann es sich nur um eine Falschmeldung handeln. Wir erfahren dann auch, wie es dazugekommen ist. Josephine hat ihren eigenen Kopf und lässt sich von niemandem sagen, was sie tun soll. Wenn sie vor Soldaten auftreten will, dann tut sie das, auch wenn sie verletzt und schlapp ist.


    Tristan hat sich mit Helene und seiner Tochter Pauline in Paris ein Leben aufgebaut. Doch auch hier ist es nicht sicher. Die Familie seines Freundes Levin Pollak wird abtransportiert und Levin nimmt sich das Leben. Dann erfährt Tristan ausgerechnet auf dem Geburtstag von Pauline, dass Josephine gestorben ist. Helene wusste immer, dass Tristan nicht von Josephine lassen kann, und es trifft nicht nur ihn, sondern daher auch sie, als ihr das wieder einmal bewusst wird.


    Pauline muss den Verlust ihrer Freundin hinnehmen und dann muss sie sehen, wie Tristan von den Deutschen im Park zusammengeschlagen wird. So etwas muss für ein Kind einfach furchtbar sein.


    Weder Tristan noch Helene können einfach beiseiteschieben, welche Ungerechtigkeiten es in ihrer neuen Heimat gibt. Sie können nicht einfach tun, als sei nichts. So lässt sich Tristan von Pierre anwerben, um Personenschützer für den verhassten Polizeichef Jean Bouget und seine Familie zu werden, um ihn auszuspionieren. Bin gespannt, wann er auf seinen Bruder trifft, der bestimmt in den gleichen Kreisen verkehrt. Helene erkennt, dass Tristan sie belügt und entschließt sich, ebenfalls etwas zu unternehmen, wie von Geneviève aus der Suppenküche vorgeschlagen. Tristan und Helen unternehmen beide etwas, aber jeder für sich. Wie lange das wohl gut geht?

    Ich hatte mir schon gedacht, dass Laukamp mehr weiß, als er erzählt. Sein Gehirntumor ist nicht zu operieren, also hat er nicht zu verlieren. Er fühlt sich schuldig. Doch wie er aus dem Leben scheidet ist nicht fair den Polizisten gegenüber.


    Am Ende gibt es einige Tote und wenn manche Leute den Mund aufgemacht hätten, wäre es wohl nicht so weit gekommen. Tim kann einem leidtun, aber zum Glück findet sich jemand, der sich wirklich um ihn kümmern will.


    Locke ist operiert und es war recht harmlos und auch für Ella sieht es gut aus. Aber Bertram und Hannah Nachtweih? Kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen. Dafür klären sich die Missverständnisse zwischen Brigitte und Heinrich.

    Nicht nur die kleine Ella muss genauer untersucht werden, auch Locke muss operiert werden. Hatte Bernd Hölscher doch den richtigen Riecher.


    Als Franziska Lamprecht bei Heinrich auftaucht, ergeben sich noch einmal andere Aspekte, denn mit Fietes Tod gibt es keine Kulturziegelei mehr, da der Vertrag nur auf Fiete lief.


    Stefan Gesenhues der viel sieht, kann Maik und Stuki nun auch auf etwas aufmerksam machen. Wozu kaputte Rolläden nicht gut sind. Allerdings gibt es nun einen Hinweis auf Hermanns Stenz, der einen Horngriff mit 'ner Pike hat. Dabei ist doch das verschwundene Rohr interessant.


    Heinrich ist angefressen, weil Laukamp ihn einen Gliewenkiekert genannt hat und Mika ihm unterstellt, er würde Tatsachen verdrehen. Er fasst den Entschluss, sich rauszuhalten. Wird aber nicht lange anhalten dieser Vorsatz. Hermann Laukamp hat einen Gehirntumor, damit hat er eigentlich nichts zu verlieren. Ich glaube aber nicht, dass er Fiete erschlagen hat, doch er weiß mehr.

    Bremer passt es nicht, dass ausgerechnet Heinrich mit im Spiel ist.

    Während bei der Polizei noch diskutiert wird, taucht Fiete auf, im wahrsten Sinne des Wortes.


    Heinrich war grundlos eifersüchtig, denn der vermeintliche Liebhaber war Brigittes Sohn und nun muss er das mit Brigitte wieder auf die Reihe bekommen.


    Der Bericht über Leanders Tod treibt Heinrich wieder einmal auf den Friedhof, wo er von Claudia herausbekommt, was damals wirklich vorgefallen ist. Nun soll er die Ermittlung abbrechen. Aber wenn Heinrich einmal eine Fährte aufgenommen hat, lässt der sich doch nicht aufhalten. Im Burgfried ist das Essen zwar mies, aber dort erfährt Heinrich immer was Neues. Aber auch das Gespräch mit Tim ist aufschlussreich.


    In der Ziegelei erfahren Maik und Bremer dann, was in der Kirche wirklich vorgefallen ist und auch Albrecht Niemeyer weiß mehr, als er rauslässt. IAber auch Laukamp verheimlicht noch einiges.


    Mareike Stukenkemper ist nicht nur Hobbykünstlerin, sondern wirklich angesehen und sie hat zum Fall auch noch hilfreiche Infos für die Polizei.


    Maik und Heinrich haben sehr unterschiedliche Ermittlungswege beschritten, aber beim Feierabendbier gibt es Informationsaustausch. Langsam rauchen immer mehr Puzzleteile auf, die nur noch richtig zusammengefügt werden müssen.

    Heinrich und Maik sorgen sich nun um Locke und Ella. Außerdem hat Heinrich noch sein Problem mit Brigitte, doch statt das auf die Reihe zu kriegen, ist die Situation dank Heinrich noch verfahrener. Aber Auch Maik sollte Heike nicht aus dem Weg gehen.


    Trotzdem beschäftigen sich Heinrich und Maik weiter mit Ihren Ermittlungen. In der Ziegelei ist wohl nicht alles eitel Sonnenschein.


    Isa gefällt mir gut. Auch wenn alle erst mal komisch gucken, wird sie sich wohl ins Team einfügen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie mit Maik gut zusammenarbeiten wird. Bremer dagegen wird sich wohl nicht ändern, ein unmöglicher Typ.


    Der alte Laukamp ist ja eine Marke. Da wird Heinrich bestimmt noch öfter auftauchen.

    Bertram hat sich Stuki als Verstärkung mitgenommen, als er ins Krankhaus fährt. Dem hängt wohl noch einiges nach. Doch den Besuch im Krankhaus hätten sie sich wohl sparen können, denn Anna hat es nicht überlebt. Schwierig für Angehörige zuzusehen, wie die Maschinen Leben vorgaukeln, wo doch keines mehr ist. Auch wenn Susanne Ostermann anderes behauptet, das Verhältnis zu ihrer Tochter war scheinbar nicht so innig, denn in Anna steckte auch ein Teufel, wie die Mutter bemerkt.


    Heinrich lässt seine Kontakte spielen. Er ermittelt in eine ganz andere Richtung als Bertram, denn ihn interessiert die Vergangenheit und was er erfährt, macht ihn nur noch misstrauischer. In Altwick wurde ziemlich gemauschelt,

    warum sonst hätte man den Todesfall von Olivers Vater so behandelt. Aber auch beim Unfall von Anna ist etwas seltsam, da ist wohl ein kleines „Schmerzensgeld“ geflossen.


    Hölscher und sein Hund, das ist wirklich nicht normal. Er ist gleich besorgt wegen Lockes Knubbel an der Pfote. Auch er fand die Umstände des Todes von Leander seltsam.


    Die neue Kollegin aus Borken Isabella gefällt mir gut. Wahrscheinlich hat sie sich schon viel anhören müssen und nimmt daher den Leuten mit ihrer Art den Wind aus den Segeln.


    Die Richtung die Heinrichs Ermittlungen nehmen, gefallen Claudia nicht besonders. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass sie etwas verheimlicht.