Der Wächter - Dean R. Koontz

  • englischer Titel: the face


    Klappentext
    Mysteriöse Drohsendungen erreichen die Luxusvilla eines Hollywoodschauspielers: Schnecken, Käfer, ein Apfel mit einem Puppenauge im Innern. Unter Hochdruck versucht Sicherheitschef Ethan Truman die Bedeutung der Nachrichten zu entschlüsseln. Schon bei seinen ersten Ermittlungen gerät er in eine albtraumhafte Situation, die ihn fast das Leben kostet. Dadurch entgeht ihm, dass Fric, der zehnjährige Sohn des Schauspielers, schreckliche Anrufe bekommt-anonyme Warnungen, die ihm einen grausamen Tod ankündigen...


    meine Meinung
    Dean Koontz hat hier wieder ein Mal wirkliche Charaktere geschaffen. Sowohl der Sicherheitschef, der Sohn des Schauspielers Fric und deren Gegenspieler sind vielschichtig. Der einzige Charakter, der stereotyp ist, ist der Schauspieler: arrogant, reich und kümmert sich nicht um seinen Jungen, der deshalb zuhause vereinsamt.
    Das Buch ist unglaublich spannend. Ich konnte es nicht aus den Händen legen und musste mal wieder andere Dinge, die ich erledigen wollte, hinten anstellen :-) . Natürlich ist es, wie fast jeder Koontz, schaurig und teilweise eklig. Ich frag mich immer, wie man solche Bösewichte erschaffen kann, die Grausamkeiten vergehen, die mich dazu bringen meine Zimmertür abzuschließen.


    Um manch seltsame Ereignisse erklären zu können greift Koontz hier in die esoterische Ecke und das ist meiner Meinung nach manchmal zu viel des Guten. Vorallem am Schluss dachte ich, dass man da auch natürliche Erklärungen bzw. Wendungen hätte finden können.


    Aber alles in allem ein echter Koontz, den ich weiter empfehle.

  • Hallo Leilani,
    Danke für deine Meinung, ich lese eigentlich gerne seine Bücher hin und wieder, nur hab da noch eine Frage:
    Ist es sehr gruselig???? :kreuz

    Nicht wer Zeit hat, liest Bücher, sondern wer Lust hat, Bücher zu lesen,

    der liest, ob er viel Zeit hat oder wenig. :lesend
    Ernst R. Hauschka

    Liebe Grüße von Estha :blume

  • Zitat

    Original von levita
    Hallo Leilani,
    Danke für deine Meinung, ich lese eigentlich gerne seine Bücher hin und wieder, nur hab da noch eine Frage:
    Ist es sehr gruselig???? :kreuz


    Ich bin da auch teufelchens Meinung. Es ist unglaublich spannend -> ich hab den ganzen Sonntag nichts anderes getan außer zu lesen, aber nicht so gruselig wie andere Bücher. Vielleicht liegt das ja daran, dass es hier um einen reichen Schauspieler geht und man nicht das Gefühl hat, dass das alles einem selbst passieren könnte... :-)

  • "der wächter" fand ich bisher das schwächste koontz buch was ich gelesen hab. ich fand die bedeutung der drohsendunden irgendwie nicht so einleuchtend (hab vielleicht was spektakuläreres erwartet) und auch so fand ich, das es teilweise zu langatmig war.


    man kanns lesen, hat aber nichts verpasst, wenn mans nicht tut..

  • Zitat

    Original von Köhli
    "der wächter" fand ich bisher das schwächste koontz buch was ich gelesen hab. ich fand die bedeutung der drohsendunden irgendwie nicht so einleuchtend (hab vielleicht was spektakuläreres erwartet) und auch so fand ich, das es teilweise zu langatmig war.


    man kanns lesen, hat aber nichts verpasst, wenn mans nicht tut..


    teilweise wird es ja erklärt:

    und ich finde auch nicht, dass man das im Einzelnen erklären muss. Im Gegenteil ich finde es "realistischer", dass Ethan nicht alles herausbekommt.
    Was mich da mehr gestört hat, war der Schluss, bei dem Ethan auf alles hingewiesen werden muss
    oder

    Ne...das war mir zu viel

  • Ich habe eben dieses Buch beendet und ich fands äußerst spannend, sehr unterschwellige Spannung muß ich zugeben aber es war toll.


    War übrigens mein zweiter Koontz und ich habe noch einige da stehen damit ich wenn ich Lust verspüre noch einen lesen kann. :grin


    Leilani


  • Ich fand das Buch ganz ok, obwohl es mich nicht vom Hocker gerissen hat. Aber die Location und die Idee waren ganz gut. Aber ich finde, es gibt bessere Bücher von Koontz.

  • Ich lese die Geschichten von Dean Koontz gerne und einige seiner Romane zählen zu meinen Lieblingsbüchern. The Face schafft den Sprung in diese Riege nicht so ganz, obwohl sich die Atmosphäre durchaus mit einigen der älteren Werke Koontz’ vergleichen läßt.
    Zu vieles bleibt jedoch zu lange im Dunkeln und manche der Wendungen in der Geschichte wirken nicht spannungsfördernd, sondern sehr konstruiert. Die Geschichte lädt zwar zum Miträtseln ein und ist stellenweise auch gruselig, trotzdem hätten einige Kürzungen dem Buch gut getan.
    Wir schon bei einem anderen Buch des Autors hatte ich übrigens auch hier den Eindruck, daß er nicht sonderlich gut auf Hollywood, Produzenten und Schauspieler zu sprechen ist.


    Insgesamt bleibt der Eindruck eines soliden Thrillers, der fast schon ein Gruselroman zu nennen ist. Einige Leser werden die Handlung sicherlich als Unsinn bezeichnen, mir hat die Story gefallen - mit einem Hauch von Final Destination und einem Schuß Sixth Sense.
    Mit ein bißchen mehr Spannung und etwas weniger Seiten wäre es allerdings noch besser geworden!



    viele Grüße
    Nell

    liebe Grüße
    Nell


    Ich bin zu alt um nur zu spielen, zu jung um ohne Wunsch zu sein (Goethe)

  • Mein erstes Buch von Koontz war "Intensitiy". Leider kann ich nicht behaupten, dass "Der Wächter" ganauso gut war.
    Die Handlung war nicht so spannend und etwas in die Länge gezogen. Ausserdem bin ich kein Fan von übernatürlichen Wendungen.
    Alles in allem bin ich aber doch nicht enttäuscht worden. Die Atmosphäre war richtig gut und die Hauptdarsteller waren alle auf ihre Weise faszinierend.
    Sind eigentlich alle "Bösewichte" von Dean Koontz solche Unwetterfanatiker?
    Oder war das nur ein Zufall? :gruebel

  • Koontz hat viele Bücher geschrieben.
    Sie sind oft einem gewissen Muster zuorden bar.
    Eine grosse Anzahl schreibt er zum Thema Gentechnik, Gedanken lesen, Umweltvergiftung etc.
    Er hat aber auch Bücher, die alleinig nicht so in ein Koontz-Schema passen.
    Hier hat er aber die besten geschrieben. Ich denke da an Schutzengel z.B.


    Wenn du nun zwei gelesen hast, dann hast du bei Koontz noch viel zu Lesen, denn von ihm sind so ca. 70 Bücher erschienen.

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Dieses Buch stand schon länger in meinem Schrank, ich hattes es 2004 mal in England erworben...dementsprechend habe ich es jetzt (endlich) auch auf Englisch gelesen.


    (EDIT: Ach so, im Orginal heißt das Buch übrigens "The Face")


    Ich als alter "King-Hase" ;-) bin wirklich begeistert von Koontz. Grundsätzlich habe ich dieses Buch mit ähnlicher Spannung gelesen, wie die Bücher vom Meister. Sehr positiv ist mir der unterschwellige Humor bzw die Selbstironie der Charaktere in Erinnerung. Einige Male musste ich echt schmunzeln.
    Im direkten Vergleich zu King fand ich besonders bemerkenswert und erfrischend, dass man Horror/Grusel wohl anscheinend tatsächlich auch schreiben kann, ohne ausführlich irgendwelche perversen Sexfantasien auszuleben oder zu profan zu werden. Das ist ein Punkt, der mich bei King immer etwas stört den ich in Anbetracht des Gesamtwerkes aber dann doch in der Regel wegignoriere. Also klares Plus an der Stelle für Koontz.
    Die Idee hinter diesem Buch fand ich gut, die Charaktere sehr eindringlich. Dass es im Horror nicht selten auf Übernatürliches Hinausläuft, ist auch so ein Punkt, auf den ich wohl verzichten könnte, den ich aber mangels gleichwertig gut zu lesender Alternativen in diesem Gengre sowohl bei King als auch hier ebenfalls so hinnehme.


    Insgesamt ein Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe. Das zweite von Koontz bisher (von dem ich noch irgendwas weiß... hab vor Jahren mal eins mit nem Cop gelesen, erinnere mich aber kaum daran). Das erste war "The voice of the dark" bzw "Nachtstimmen"/"Ein Freund fürs Sterben", das mir auch schon sehr gut gefallen hat (und sogar ohne Übernatürliches auskommt), nach dem ich meine Meinung zum Autor aber noch bedeckt gehalten habe, weils es ja nicht unbedingt ein typischer Koontz ist.


    Also nach diesem hier, werden das sicherlich nicht die einzigen Bücher von ihm bleiben.