Bundestagswahl am 27 September

  • Zitat

    Original von Voltaire


    Und was ist falsch daran, dass "Leistung sich lohnen" soll? Und woher weisst du denn, dass der "einfach" Arbeiter und Angestellte damit nicht gemeint ist?


    Sehr polemischer Beitrag, Behauptungen und Unterstellungen statt ernstzunehmender Argumente.


    Es geht nicht darum ob sich Leistung lohnen soll, sondern nochmal OT Chauvi-Niebel: "die Leistungsträger werden entlastet" und wer die Geschichte der FDP kennt, weiß auch wenn sie als "Leistungsträger" definieren.


    Und wie soll eine Steuersenkung von 15.000.000.000 lt. Frau Merkel gesplittet in 2 mal das Wachstum bringen, duch das sie finanziert werden soll?
    Einfach mal nach dem Motto "Keine Angst vor großen Zahlen:


    Ein Steuergeschenk von 15.000.000.000 für die ca. 40.000.000 Arbeitenden (so viele sind ja schon wieder nicht) ergibt


    pro Nase 375,00 Euro pro Jahr


    Da geteilt durch zwei erstmal 187,50 Euro pro Jahr bzw. 15,63 (positiv denkend aufgerundet) pro Monat.


    Noch Fragen ??


    Übrigens sind Orakelsprüche keine Argumente sondern Behauptungen und Unterstellungen

    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

  • Zitat

    Original von Ruhrmaus
    Ich glaube, die Wähler von CDU und FDP hatten nur das Wort "Steuersenkung" vor Augen, als sie ihr Kreuzchen gemacht haben und erfreuen sich an der 2 500 Euro Abwrackprämie. Ziemlich eingeschränkte Denkweise, denn andere Gründe fallen mir nicht ein, für einen schwarz-gelben Wahlsieg.
    So traurig das auch ist.


    Ich bin CDU-Mitglied und habe auch CDU gewählt, ganz ohne Abwrackprämie und mit durchaus realistischer Betrachtung der steuerpolitischen Möglichkeiten. Ob die jetzige Regierung produktiver sein wird als die bisherige, weiß ich nicht. Es bleibt abzuwarten. Unionwählern grundsätzlich eine eingeschränkte Denkweise zu attestieren, halte ich für ziemlich unverschämt :-)


    Umgekehrt verstehe ich die Aufregung der linken Wähler jetzt nicht ganz. Wer die Linken wählte, wollte Opposition, da ja keine Regierungsperspektive bestand. Daher ist das linke Ergebnis doch ein großer Erfolg. 11,9 % astreine Opposition gegen 48,4 % Wählerinnen und Wähler mit eingeschränkter Sichtweise. Das hat doch was :grin


    Ehrlich: Ich hatte als Wahlhelfer schon ein bisschen gehofft, dass ein paar Linke-Wähler ihren Wahlzettel ihrem IQ entsprechend mit drei Kreuzen unterschreiben :lache

    Das Verhalten und das Kennzeichen des Ungebildeten ist, keinen Nutzen oder Schaden von sich selber zu erwarten, sondern alles von außen. (Epiktet)

  • Zitat

    Original von Ruhrmaus


    Ich glaube, die Wähler von CDU und FDP hatten nur das Wort "Steuersenkung" vor Augen, als sie ihr Kreuzchen gemacht haben und erfreuen sich an der 2 500 Euro Abwrackprämie. Ziemlich eingeschränkte Denkweise, denn andere Gründe fallen mir nicht ein, für einen schwarz-gelben Wahlsieg.
    So traurig das auch ist.


    Die Abwrackprämie ist das Kind der nun beendeten Großen Koalition gewesen. Die FDP hatte sich gegen diese Prämie immer vehement ausgesprochen. Wenn man schon solchen Unsinn postet - dann sollten wenigstens die Fakten stimmen.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Voltaire ()

  • Zitat

    Original von Voltaire
    Du kämpfst aber wirklich verbissen für unsere Altstalinisten - Respekt!


    Die Wahl ist vorbei, falls du es noch nicht gemerkt hast.


    Übrigens mit 12.5 Prozent der Stimmen für die "Altstalinisten" (na da hat aber einer echt Ahnung, guckst sicher immer fleissig "Anne Will" :-) ).


    Mein Respekt geht an deren Adresse für diesen grossen Erfolg, den wohl keiner erwartet hätte.


    Das Gehetze über "Altstalinisten" und ähnliches, wird jetzt noch stärker werden, denn es gibt - bei einer gewissen Klientel - eine grosse Angst davor, dass der Neoliberalismus wieder eine Gegenstimme bekommt und die derzeitige totale Gleichschaltung von Politik und Medien beseitigt wird.


    Die SPD muss sich nun entscheiden, ob sie dieses Spiel weiter mitspielt (und in der Bedeutungslosigkeit versinkt), oder ob sie wieder eine sozialdemokratische Partei wird, sich in Richtung der Linken öffnet und gemeinsam mit ihnen 2013 schwarz-gelb, die (wenn sie überhaupt so lange durchhalten) bis dahin entzaubert sein werden, wieder ablöst.

  • Zitat

    Original von ricky_ho
    Die Wahl ist vorbei, falls du es noch nicht gemerkt hast.


    Übrigens mit 12.5 Prozent der Stimmen für die "Altstalinisten" (na da hat aber einer echt Ahnung, guckst sicher immer fleissig "Anne Will" :-) ).


    Nö. Es waren 11,9 %. Immerhin. Aber auch Linke sollten richtig rechnen :grin

    Das Verhalten und das Kennzeichen des Ungebildeten ist, keinen Nutzen oder Schaden von sich selber zu erwarten, sondern alles von außen. (Epiktet)

  • Zitat

    Original von beowulf
    Manchmal ist das interessanteste Thema bei einer Diskussion die Frage warum ein bestimmtes Thema nicht (mehr) diskutiert wird- das Piratenschiff ist abgesoffen.:grab


    Verstehe ich nicht - beim ersten Mal 2 % mit einer Wahlaussage finde ich gut.
    Auch die Grünen haben mal klein angefangen

    "Sie lesen?"
    "Seit der Grundschule, aber nur, wenn's keiner sieht."


    Geoffrey Wigham in "London Calling" von Finn Tomson

  • Zitat

    Original von bogart


    wieso? die haben doch damals schon allerfeinste cdu-politik gemacht und sich mit ihrer agenda 2010 für eine große koalition empfohlen.


    Naja, gewollt aber nicht gekonnt, die Hartz-Reforemen sind doch genauso in die Hose gegangen wie die Stommarkt-"Liberalisierung". Mit FDP wär das nicht passiert und mit dem ollen Erhardt auch nicht.

  • Damit meinte ich, dass heute zum Thema Piratenpartei noch niemand einen Diskussionsbeitrag geschrieben hat- ich frage mich einfach warum? Die Linke ist für mich keine Partei der Zukunft, sondern eine der Vergangenheit- genauso wie SPD, CDU und FDP, wenn diese so weitermachen wie bisher- und wie sollten die sich ändern können und wollen? Dazu das Buch von Peter Glotz eine Leseempfehlung.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend  :lesend

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von beowulf ()

  • Zitat

    Original von dyke


    Und da ja nur Unternehmen Arbeitsplätze schaffen,


    das ist nur die halbe Wahrheit. Der Staat kann sehr wohl Menschen beschäftigen. Nur, ob bei dieser Beschjäftigung auch Werte entstehen, mit denen hinterher jemand etwas anfangen kann, steht in den Sternen. Ein Unternehmer muß dagegen Werte schaffen, weil sonst niemand bei ihm kauft. Und er muß effizient arbeiten, weil die Kunden sonst zur Konkurrenz abwandern.


    Staaten haben die Tendenz, solche "Abwanderungen" nicht einfach hinzunehmen - entweder poltert Steinbrück wegen "Steuerflucht" oder Ullbricht wegen "Republikflucht" - aber das Eingeständnis, daß man falsch kalkuliert hat und bei den Kunden nicht mehr gefragt ist, und etwas ändern muß, fällt Politikern ungleich schwerer als Unternehmern.


    Deswegen sollte der Staat den Arbeitsmarkt wie jeden anderen Markt auch denjenigen überlassen, die für Fehlentscheidungen mit ihrem eigenen Vermögen haften.



    Wenn der Staat die Menschen mit dem Lebensnotwendigsten besser versorgen könnte als "die freie Wirtschaft", wieso wird das Lebensnotwendigste, nämlich Nahrung, dann bei ALDI, LIDL, PENNY und NETTO verkauft? Bei Aldi gibt's sogar Bio-Gemüse. Ich wüßte nicht ob es das im VEB Konsum gegeben hätte.

  • @ Beo
    Die Piratenpartei wird heute hier abgehandelt. :grin Für mich ist die Piratenpartei als "one-issue"-Partei irrelevant, obwohl ich die Beschneidung bürgerlicher Rechte und Freiheiten in den letzten Jahren kritisch beobachte und erstaunlich finde, dass keine der etablierten Parteien das Thema so vehement besetzt hat, wie es das verdient hätte. Eine "normale" Partei, die das konsequent und glaubwürdig zum Wahlthema gemacht hätte, hätte mich sehr zur Wahl verleitet.

  • Zitat

    Original von Ruhrmaus
    Ich glaube, die Wähler von CDU und FDP hatten nur das Wort "Steuersenkung" vor Augen, als sie ihr Kreuzchen gemacht haben


    Nein, ich hatte vor Augen, daß
    1. die Piraten es diesmal nicht schaffen
    2. die FDP für Bürgerrechte besser ist als nochmal Schwarz-rot
    3. meine Einkommenssteuererklärung zwar letztlich wieder "null Steuerlast wegen Existenzminimum" ergeben hat, aber der Weg dorthin eine Quälerei war
    4. meine Frau gesetzlich versichert ist, was bei nochmal 4 Jahren Ulla Schmidt unerschwinglich geworden wäre.
    5. das Bürgergeld die einzig sinnvolle Sozialpolitik für die Zukunft ist

  • Zitat

    Original von Behrnie
    Deswegen sollte der Staat den Arbeitsmarkt wie jeden anderen Markt auch denjenigen überlassen, die für Fehlentscheidungen mit ihrem eigenen Vermögen haften.


    Korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber ein Großteil zumindest der großen Unternehmen hat doch genau dieses Problem, dass die Entscheidungsträger NICHT mit ihrem eigenen Vermögen dafür einstehen müssen, sondern statt dessen mittelfristige Verträge mit vereinbarten Abfindungen und Boni haben. Ich habe kein Problem mit kräftigen Boni, wenn Werte geschaffen werden. Aber diese Entscheidungsträger haften doch i. d. R. nicht mit ihrem Vermögen für ihre Fehlentscheidungen. :gruebel

  • Zitat

    Original von beowulf
    Manchmal ist das interessanteste Thema bei einer Diskussion die Frage warum ein bestimmtes Thema nicht (mehr) diskutiert wird- das Piratenschiff ist abgesoffen.:grab


    2% sind doch okay für's erste mal. Immerhin eine Verdopplung gegenüber dem Europa-Ergebnis vor 1/2 Jahr.

  • Zitat

    Original von dyke
    Obndie Piraten eine "one-issue"-Partei sind, wird die Zukunft zeigen.


    Momentan sind sie es. Und ich denke, es gibt neben Datenschutz und Bürgerrechten eben noch ein paar andere Probleme, die der Lösung harren.

  • Zitat

    Original von Behrnie


    Das sind ja auch keine Unternehmer, sondern nur leitende Angestellte.


    Was nichts daran ändert, dass sie genug Macht hatten, eine weltweite Finanzkrise auszulösen. Dein (sinngemäßer) Satz "den Arbeitmarkt den Unternehmern zu überlassen" halte ich aufgrund dieser Einflussverschiebungen nicht für zeitgemäß.