Die verblödete Republik - Thomas Wieczorek

  • In meiner heutigen Rezension geht es um das Politbuch
    "Die verblödete Republik" von Thomas Wieczorek


    Neulich bin ich eher zufällig in unsere Bücherei gestolpert und habe mich dann kurzum entschlossen nach neuen Büchern zu schauen. Als ich mich entschloss in die Ecke der Bestseller zu gehen, fand ich dieses Buch. Es stach sofort heraus.
    Ich meine, wem fällt nicht sofort auf, wenn er als "vermeintlich" blöd dargestellt wird.
    Als recht aktuell und poilitsch interessierten Menschen kaufte ich mir dieses Buch, zunächst aufgrund des prägnanten Titels und des Klappentextes.


    Klappentext


    So wenig Niveau war nie! Selbst Qualitätsmedien berichten ausführlich und mit Hingabe über platteste Boulevardthemen, während kritische Politsendungen im Nachtprogramm verschwinden. Gleichzeitig wird mit strategisch geplanten und systematisch inszenierten Kampagnen gezielte Desinformation betrieben - so lange, bis alle der Botschaft glauben, die durch vermeintliche Experten in die Köpfe gestreut wird. Thomas Wieczorek deckt die Auswüchse und Abgründe der Massenverblödung auf. Und er geht den Fragen nach: Wer sind die Drahtzieher im Hintergrund? Und welche Ziele verfolgen sie?


    Meine Meinung


    Um kurz an der Oberfläche zu bleiben, möchte ich an dieser Stelle einen Einschub eines Amazonkundes machen.


    Zitat

    Dieses Buch sollte jeder Deutsche gelesen haben und danach handeln!


    Ich lasse das einfach mal so stehen! Warum? Ich werde später nocheinmal Bezug dazu nehmen.


    Die ersten Seiten des Buches waren recht schlicht, oberflächlich und uninteressant gehalten, was sich aber schlagartig änderte. (Nach dem Vorwort :-])
    Thomas Wieczorek beginnt seine Darlegung der Verblödung mit dem Kapitel über die politische Verblödung der deutschen Bürger.
    In dem Kapitel erkennt man recht schnell, was das Ziel dieses Buches sein soll.
    Es soll meiner Ansicht nach weniger die politischen Forderungen von >>Links<< und/oder >>Rechts<< darlegen und dem Deutschen vorhalten er sei verblödet, sondern es soll eine neue Sichtweise auf die Dinge ermöglichen, die sich hinter der Bühne befinden,bewegen ... oder wie auch immer man das Geschehen nennen will, was dem Bürger verborgen bleibt.
    Demnach wird dem Leser nahegelgt, wer die Schuldigen und Drahtzieher hinter dem Ganzen sind.


    Sei es die Manipulation der Bürger durch die Nachrichten, die mit gefakten News die Primetime füllen, sofern es überhaupt News sind, wenn nicht RTL gerate von Kussi & Bussi berichtet, die gerate den Soster Zoo unsicher machen.
    Thomas Wieczorek wirft in diesem Buch ein kritisches Auge auf all diejenigen, die für den Bürger unsichtbar hinter jeglichem Geschehen agieren und die Fäden an sich ziehen.
    Egal ob er sich dabei auf die Politik im allgemeinen bezieht, die seiner Meinung nach Schuld zwischen dem Kliff von Reich und Arm ist.


    Ich könnte jetzt Kapitel für Kapitel abhandeln ohne nicht ein neues Buch zu schreiben, welches dann dieses Buch beschreibt. Daher ist es an dieser Stelle sinnvoller drei Punkte zu setzen und zu raten das Buch selber zu lesen, da es jedem die Augen öffnet, sofern man noch in der Lage ist zu verkraften, was man ohnehin schon erahnt.


    ...


    Zum Schluss möchte ich noch ein kurzes Wort zu meinem Einschub machen. Und zwar, dass jeder Deutsche es gelesen haben sollte. Ich denke in dieser Hinsicht anders als derjenige, der es geschrieben hat.
    Wenn jeder dieses Buch liest und danach handelt, müssten wir Deutschland wieder teilen. in ein armes und in ein reiches Deutschland. Wenn der reiche Manager liest, was er ohnehin schon längst weis, das er steuerlich begünstigt ist, dann sieht er noch stärker auf die herab, die vorher schon nicht sichtbar waren.
    Wenn nun aber auch jeder andere das Buch liest und so handelt, wie etwa die alleinstehende Mutter von 3 Kindern, die ihre Arbeit verloren hat, weil man Kinder nicht erwünscht in Deutschland und kaum mehr Geld hat, als ein labbriger Toast an Ragou-Fin de la crême erinnert, stellt diese fest, dass der Staat sich mehr um sich selbst sorgt, als um seine Bürger, durch die er eigentlich nur existieren kann. (Klein- und Mittelstände sorgen für die Arbeitsplätze)


    So und nicht anders vermittel Thomas Wieczorek den Inhalt seines Buches, der jedem der das Buch liest die Augen öffnet.


    Fazit(Ich berufe mich hier auf eine Rezension auf bookslove.de)
    Hier der Link zur kompletten Rezension


    Obwohl der Titel dies vielleicht nahe legt, bietet "Die verblödete Republik" keine reine Verspottung der Ungebildeten, wie sie etwa in Büchern wie "Generation Doof" stattfindet. Stattdessen wird untersucht, wer am Informationsmangel der Bürger Schuld ist - und die Antwort fällt einfach aus: Die Reichen, die Angst davor haben, dass die ausgebeuteten, in die Armut gezwungenen Massen ihren gerechten Anteil fordern könnten. Somit stellt das Buch eine ebenso einfach verpackte wie gestrickte Gesellschaftskritik dar, die bissig und klar polemisch präsentiert wird und sich ohne Scheu ganz weit links positioniert, entsprechenden Gesellschaftsformen wie etwa dem Kommunismus aber auch keineswegs unkritisch gegenübersteht. Einige der Schlussfolgerungen muten zwar ein wenig wie das Resultat einer Verschwörungstheorie an, doch Thomas Wieczorek belegt die zahlreichen Zitate, auf die er sich stützt, mit einem eindrucksvollen Quellenverzeichnis. Interessante Denkanstöße liefert "Die verblödete Republik" allemal, indem es viele Zusammenhänge in Politik und Medien entlarvt und vor den Machenschaften gut getarnter Lobbyisten warnt. Obendrein stellt das Buch ein eindringliches Plädoyer für die Rückkehr zum Sozialstaat dar.

    "Es ist schade, dass die Menschen nur die Unterschiede sehen, die sie voneinander trennen. Würdet ihr mit mehr Liebe hinschauen, würdet ihr sehen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen ihnen gibt - und die Hälfte der Probleme der Welt wäre gelöst." ~ PC

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  • Zitat

    Original von djtraxxter
    Stattdessen wird untersucht, wer am Informationsmangel der Bürger Schuld ist - und die Antwort fällt einfach aus: Die Reichen, die Angst davor haben, dass die ausgebeuteten, in die Armut gezwungenen Massen ihren gerechten Anteil fordern könnten. Somit stellt das Buch eine ebenso einfach verpackte wie gestrickte Gesellschaftskritik dar, die bissig und klar polemisch präsentiert wird und sich ohne Scheu ganz weit links positioniert, entsprechenden Gesellschaftsformen wie etwa dem Kommunismus aber auch keineswegs unkritisch gegenübersteht.


    Herzlichen Dank für diese Rezi.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann lebt dieses Buch von seiner Schwarzweißmalerei und von seinen angeblichen Enthüllungen. Schuld - woran auch immer - sind die Reichen, die die Massen in die Armut zwingen. Hört sich sehr plakativ aber auch beifallsheischend an. Aber es ist ja bekannt, dass Thomas Wieczorek noch nie in der Lage war, etwas differenziert zu betrachten. Er ist nun mal ein linker Dogmatiker wie er im Buche steht. Ist oder war er nicht auch mal mit der "roten Heidi" verheiratet?

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Zitat

    Original von djtraxxter
    So wenig Niveau war nie! Selbst Qualitätsmedien berichten ausführlich und mit Hingabe über platteste Boulevardthemen, während kritische Politsendungen im Nachtprogramm verschwinden. Gleichzeitig wird mit strategisch geplanten und systematisch inszenierten Kampagnen gezielte Desinformation betrieben - so lange, bis alle der Botschaft glauben, die durch vermeintliche Experten in die Köpfe gestreut wird. Thomas Wieczorek deckt die Auswüchse und Abgründe der Massenverblödung auf. Und er geht den Fragen nach: Wer sind die Drahtzieher im Hintergrund? Und welche Ziele verfolgen sie?


    Meine Meinung
    [...]
    Obwohl der Titel dies vielleicht nahe legt, bietet "Die verblödete Republik" keine reine Verspottung der Ungebildeten, wie sie etwa in Büchern wie "Generation Doof" stattfindet. Stattdessen wird untersucht, wer am Informationsmangel der Bürger Schuld ist - und die Antwort fällt einfach aus: Die Reichen, die Angst davor haben, dass die ausgebeuteten, in die Armut gezwungenen Massen ihren gerechten Anteil fordern könnten.


    Mich stört die implizite Annahme, dass arm gleich dumm oder uninformiert heißen muss. Es gab sicher in den letzten Jahren Einschnitte im Sozialsystem. Dennoch bin ich der Meinung, dass das deutsche Sozialsystem immer noch weit mehr Möglichkeiten bietet als das der meisten anderen Länder dieser Welt. Und niemand wird daran gehindert, in Bibliotheken (mit freiem I-Net-Zugang, Zeitschriften und Zeitungen) sich umfassend zu informieren. Gerade Menschen, die nicht 40 h und mehr die Woche arbeiten, können das organisatorisch schaffen, wenn sie wollen.
    Sobald man den "anderen" die Schuld am Informationsmangel gibt, verlässt man eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Das sollte man sich zumindest vorher gut überlegen.
    Es ist übrigens ein Grundproblem, das ich mit sehr linken Positionen habe, dass meines Erachtens ein respektvolles Miteinander unmöglich wird, sobald man sein Gegenüber für unmündig erklärt.

  • :lache
    Wenn man das Internet durchforstet findet man sowas ja ... und das es teilweise an grenzenlose schwarzmalerei grenzt, ist nicht zu übersehen - richtig!
    Aber dennoch denkt man beim lesen eher weniger an Gregor Gysi oder jenes gleichen.


    Dennoch sollte man nicht leichtgläubig und naiv, wie der Mensch eben ist, sich alles vorgaukeln lassen und es dann glauben, weil es der sympathische Peter Klöppl von den RTLaktuell Nachrichten verlauten ließ.


    Gut - vielleicht handelt es sich doch um die niedergeschriebenen Parteiansichten der Linken, doch beim Lesen hat man nicht direkt den Eindruck.
    Aber wie Thomas Wieczorek es in seinem Buch niedergeschrieben hat, sollte man auch ihm und dem Buch nicht trauen, oder zumindestens sofort seine Ansicht teilen.
    Somit denke ich nicht, dass die Reichen für diesen Zustand in Deutschland schuld sind. Wer also Schuld ist, ist eine ganz andere Frage, die sicherlich so geheimnisumwogen ist und bleib, wie der heilige Gral, dennoch wirft das Buch ein anderes Licht auf die Dinge, was durchaus den einen oder anderen gewisse Dinge klarwerden lässt.


    Ob das Buch demnach nun gut oder schlecht ist, muss jeder selbst entscheiden, wenn er es liest. Nur sollte man seine Objektivität bewahren ...

    "Es ist schade, dass die Menschen nur die Unterschiede sehen, die sie voneinander trennen. Würdet ihr mit mehr Liebe hinschauen, würdet ihr sehen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen ihnen gibt - und die Hälfte der Probleme der Welt wäre gelöst." ~ PC

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  • Das Fazit ist von bookslove.de


    Zur Rezension


    Ich möchte daraufhinweisen, dass ich nicht alle Meinungen der Rezension, des Buches oder Thomas Wieczorek teile.
    Habe die nicht explezit in meine Rezension eingebunden.

    "Es ist schade, dass die Menschen nur die Unterschiede sehen, die sie voneinander trennen. Würdet ihr mit mehr Liebe hinschauen, würdet ihr sehen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen ihnen gibt - und die Hälfte der Probleme der Welt wäre gelöst." ~ PC

  • Zitat

    Original von bogart
    wer zu verblödet zum lesen ist, kann sich ja als alternative den beitrag von georg schramm zu diesem thema auf youtube anschauen:


    Es ist aber schon ein wenig paradox oder nicht, wenn man über Verblödung redet, die zum Teil durch die Medien verursacht werden, dass aber dann jeglicher Informationsfluss zum Thema durch die Medien übertragen wird. (Damit meine ich nicht Bücher, sondern Radio, TV, und ... ja genau Internet)

    "Es ist schade, dass die Menschen nur die Unterschiede sehen, die sie voneinander trennen. Würdet ihr mit mehr Liebe hinschauen, würdet ihr sehen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen ihnen gibt - und die Hälfte der Probleme der Welt wäre gelöst." ~ PC

  • Zitat

    Original von djtraxxter
    Es ist aber schon ein wenig paradox oder nicht, wenn man über Verblödung redet, die zum Teil durch die Medien verursacht werden, dass aber dann jeglicher Informationsfluss zum Thema durch die Medien übertragen wird. (Damit meine ich nicht Bücher, sondern Radio, TV, und ... ja genau Internet)


    jo, ein paar quentchen erkenntnis dringen ab und zu noch durch... man muss nur ordentlich filtern. :-)


    aber die politiker arbeiten ja daran, dass sie das internet auch noch unter ihre kontrolle bringen.


    bo

  • Verblödungsbücher sind schwer im Trend. Neben dem von Wieczorek gibt es auch noch das unsägliche "Seichtgebiete" von Michael Jürgs oder zum Beispiel "Dummgeglotzt" von Alexander Kissler. Und einige andere mehr.


    Es mag auch wirklich so sein, dass man verblödet, wenn man nur Blödsinn anschaut. Wer bei Werbesprüchen wie "Die größte Innovation, auf die je ein Urinstrahl getroffen ist" (Schwangerschaftstest "ClearBlue") oder "Entdecke mit Herbal Essences eine wundervolle Welt voller Feuchtigkeit" keine Sinnkrise bekommt, ist vermutlich auf dem besten Weg dorthin. Von Doku-Soaps, Telenovelas, billigen Sitcoms, Casting- und Gerichtsshows ganz zu schweigen. Die Medien verflachen schneller als die Tuvalu-Atolle versinken können, und dabei stehen die öffentlich-rechtlichen Angebote längst mit in der ersten Reihe. Fragt sich allerdings, ob von den Autoren unisono diagnostizierte Verblödungseffekte auch tatsächlich eintreten - und ob sie, wie Wieczorek glauben machen will, System haben. Oder ob nicht zum Beispiel auch bisschen blöd ist, wer diese Bücher kauft.


    Niemand ist dazu verpflichtet, tagein, tagaus RTL zu schauen oder ausschließlich die BILD zu lesen. Jeder weiß, dass die BILD - wie "Die Ärzte" so schön zusammengefasst haben, nur aus "Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht" besteht. Ein Sender, dessen Exponenten zum Beispiel Bohlen heißen, kann nichts für denkfähige Zuschauer sein. Wer das trotzdem als ausschließliche Informationsquelle nutzt, wird nicht blöd, sondern war es vorher schon.


    Wiezcorek benutzt einen Nebenschauplatz, um seine ideologischen Ansätze zu verkaufen. Die wiederum kann man diskutieren. Die von ihm skizzierten Kausalitäten scheinen mir aber ziemlich weit hergeholt zu sein. Wobei ich allerdings nur Leseproben kenne.

  • :lache :lache :lache :lache
    Möglich wäre es ... Gesetzesentwürfe liegen ja schon vor. Doch ob das uns vor dem verblöden retten wird?
    Ich glaube nicht, denn dann sitzen Kussi & Bussi auch noch in den 22 Uhr Nachrichten im Hintergrundbild nebem dem Nachrichtensprecher und warten auf Fütterungszeit im Zoo. "In Teheran spitzt sich die Lage drastisch zu, militärisches Eingreifen nicht mehr zu vermeiden! Aber wir sind gleich wieder da um Sie an der Fütterung von Kussi und Bussi teilhaben zu lassen!"
    Switch Reloaded stellt in der Hinsicht sehr deutlich dar, wo es in unserer Gesellschaft am meisten hackt.


    Da hab ich ein sehr schönes Video im Medium >>Internet<< gefunden und sogar auf Youtube. :-) (Soll kein Vorwurf sein)
    Inhalt: Schweinegrippenjournalismus - Harald Schmidt deckt auf. (sehr empfehlenswert)

    "Es ist schade, dass die Menschen nur die Unterschiede sehen, die sie voneinander trennen. Würdet ihr mit mehr Liebe hinschauen, würdet ihr sehen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen ihnen gibt - und die Hälfte der Probleme der Welt wäre gelöst." ~ PC

  • Zitat

    Original von Tom
    Oder ob nicht zum Beispiel auch bisschen blöd ist, wer diese Bücher kauft.


    Zitat

    Niemand ist dazu verpflichtet, tagein, tagaus RTL zu schauen oder ausschließlich die BILD zu lesen.


    Da sind wir mehr oder weniger wieder im Thread "Dampf über TV-Programme ablassen". Dort hast du ja auch einige treffende Posts zum besten gegeben.
    Ich könnte ja deinen ganzen Post zitieren und dem zustimmen, aber am besten ist der erste von mir aufgelistete. Vielleicht könntest du damit ein wenig recht haben. Aber sind wir nicht alle ein wenig blöd?
    Jemand der gerne Pilcher liest, hat sicherlich dabei eine schöne, perfekte Welt im Auge, derjenige, der Horrorromane bis zum umfallen liest, muss auch einen knacks haben, da er auf pure Gewaltexzesse oder die gnadenlose dunkle Ungewissheit begiehrt. :-( :-(
    Vielleicht sind auch nur die ein wenig blöd, die diese Bücher kaufen. Eigentlich eine interessante Frage. (Das mein ich ernst!) Ist dann letzlich doch der Bildleser schlauer, weil er immernoch die gleiche Ansicht teilt wie zuvor - die eines Journalisten oder Promis - und der kritisch,engagierte Leser mit dem Buch von Thomas Wieczorek in der Hand der dumme, weil er dann doch seine Meinungen und Ansichten ändert, die er ebenfalls wie der Bildleser von einem dritten eingeflößt bekommen hat, aber seine Ansicht geändert hat und trotzdem den gleichen Weg geht.


    Was meinst du - Tom? (Falls ich die Frage direkt weitergeben darf)

    "Es ist schade, dass die Menschen nur die Unterschiede sehen, die sie voneinander trennen. Würdet ihr mit mehr Liebe hinschauen, würdet ihr sehen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen ihnen gibt - und die Hälfte der Probleme der Welt wäre gelöst." ~ PC

  • @djtraxxter: Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass es sich auch bei diesen Büchern um Produkte handelt, die nach Käufern suchen. Nicht selten wird in solchen Fällen eine bereits vorhandene Meinung lediglich gestützt - das gilt übrigens auch für die von mir ausgesprochen gerne konsumierten atheistischen Bücher. ;-) Sachbücher, die Medienkritik unter dem Subtitel "Verblödung" verkaufen, sind derzeit einfach hip.


    Ja, wir sind sowieso alle ein bisschen blöd. Das liegt daran, dass wir nur sehr wenig wissen. Bei dem Versuch, dieses wenige Wissen etwas aufzustocken, legen wir die eine oder andere Bauchlandung hin. Das geschieht vor allem dann, wenn wir uns auf wenige Quellen verlassen - oder jeder Quelle alles glauben. Dieses Problem existiert aber schon seit Jahrhunderten. Mächtige haben schon immer aktiv Zensur geübt und "Brot und Spiele" zum Ausgleich angeboten. Jahrhundertelang hielten Monarchen und z.B. auch die Kirche einen Deckel auf alles, was kritisch klang. Heutzutage ist es die Art, auf die Informationen dargeboten werden, die bestimmt, was gerne zur Kenntnis genommen wird und was nicht. Kritische und verblödungsarme Medien gibt es nach wie vor, aber man muss beim Konsum mehr nachdenken. Deshalb ist es nicht ganz ungefährlich, Ursache und Wirkung zu verwechseln.

  • Ja, also das die Bücher hip sind, da sind wir uns glaub ich einig. Schade ist nur, dass im Moment alles nach dem Motto geschieht "Jeder hat eine Meinung, nur keine eigene!".
    Ich glaube ich habe diesen Kommentar sogar aus einem solcher Bücher, was dann wohl der unwiderlegbare Beweis dafür ist, dass wir viele Informationen und verarbeiten, sie also in die richtige Etage zu weisen oder sie zum Mülleimer zu schicken, aber dass wir noch viel mehr Informationen unbewusst wahrnehmen.
    Wo das Ganze hinführt werden wir sehen, wenn die neue Regierung misst baut und sich niemand schuldig fühlt, wird wohl die nächste Welle der "Verblödungsbücher" vom Zaun brechen.


    Wäre schön, wenn vorher noch die Bücherpreise sinken, den Spaß kann ich mir absolut nicht leisten :lache

    "Es ist schade, dass die Menschen nur die Unterschiede sehen, die sie voneinander trennen. Würdet ihr mit mehr Liebe hinschauen, würdet ihr sehen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen ihnen gibt - und die Hälfte der Probleme der Welt wäre gelöst." ~ PC