'Der Graf von Monte Christo' - Kapitel 13 - 24

  • edmond ist verzweifelt. er lernt einen von den wärtern als verrückt angesehenen alten mithäftling kennen und bekommt von diesem heimlich unterricht und zuwendung. im laufe der zeit wird er zu einem umfassend gebildeten menschen und einem kenner der einschlägigen literatur, mehrere sprachen beherrschend. gleichzeitig versuchen die beiden, grabend den weg in die freiheit zu finden.
    der alte stirbt, vertraut edmond aber vorher die lage eines unermesslichen schatzes an.
    vor allem aber konnte er edmond klar machen, wie es zu dessen verhaftung hatte kommen müssen, wer ihn aller wahrscheinlichkeit und warum verraten hat.
    edmond benutzt den tod des alten, der ihm ein zweiter vater wurde, und lässt sich in dessen leichensack ins meer werfen. die flucht gelingt, er wird von fremden an bord genommen, gewinnt einen freund, findet den schatz und sendet seinen neuen freund auf die suche nach vater und braut.
    beide trifft dieser nicht mehr an. der vater ist verhungert, mercedès verschunden.
    die verzweiflung über die gefangenschaft wird glaubwürdig geschildert, gleichzeitig macht es spaß, edmonds wandlung von einer art männlichen eliza doolittle zu einem allen weltlichen dingen scheinbar gewachsenen mann zu beobachten.

    Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden. (Der Turm, S. King)


    Wir fächern die Zeit auf, so gut wir können, aber letztlich nimmt die Welt sie wieder ganz zurück. (Wolfsmond, S. King)


    Roland Deschain

  • Zitat

    Original von Clare
    Die Kapitelnamen dieses Abschnittes zum Vergleich:



    2. Abschnitt: Kapitel 13 - 24 (Der Gefährliche Gefangene u. der wahnsinnige Gefangene - Gold)


    oh!
    bei mir heißen sie anders.
    24 zB heißt: der unbekannte

    Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden. (Der Turm, S. King)


    Wir fächern die Zeit auf, so gut wir können, aber letztlich nimmt die Welt sie wieder ganz zurück. (Wolfsmond, S. King)


    Roland Deschain

  • Zitat

    Original von krokus


    oh!
    bei mir heißen sie anders.
    24 zB heißt: der unbekannte


    Krokus, das ist auch nur zur ungefähren Orientierung gedacht. Wir haben schon festgestellt, dass auch viele andere Kapitelnamen haben, die wir hier gar nicht alle aufzulisten brauchen, aber das sind halt die Namen der Ausgabe aus dem Eröffnungstread der Leserunde, die nun mal meine ist, weil ich die LR gestartet habe :grin
    Wie gesagt, wir finden schon zusammen :wave

  • danke!
    ich hab eben ganz schön am rad gedreht*g*

    Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden. (Der Turm, S. King)


    Wir fächern die Zeit auf, so gut wir können, aber letztlich nimmt die Welt sie wieder ganz zurück. (Wolfsmond, S. King)


    Roland Deschain

  • Meine Ausgabe ist diese. Das Buch hat keine numerischen Kapitel, aber die Überschriften sind gleich

    :lesend Jonathan Tropper - Sieben verdammt lange Tage


    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    Albert Einstein

  • Spannend war dieser Abschnitt. Mir haben die Szenen im Gefängniss sehr gut gefallen und wie auch im ersten Teil merkt man, wie jung Dantes ist, wie er eine Vaterfigur braucht. Und sie auch findet. Die Fluchtszene fand ich sehr gelungen :-]

    :lesend Jonathan Tropper - Sieben verdammt lange Tage


    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    Albert Einstein

  • ich fands immer schade, dass der alte ums leben kam.
    aber er bietet ja als leiche edmond die beste fluchtmöglichkeit und hätte vermutlich im romangeschehen keinen richtigen platz mehr gefunden.

    Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden. (Der Turm, S. King)


    Wir fächern die Zeit auf, so gut wir können, aber letztlich nimmt die Welt sie wieder ganz zurück. (Wolfsmond, S. King)


    Roland Deschain

  • Ich bin noch nicht ganz durch, aber ich finde die Trostlosigkeit und die Verzweiflung Edmonds jedesmal auf' Neue erschreckend gut getroffen. Sein Versuch, sich zu Tode zu hungern, seine verzweifelten Versuch irgendwie zu sprechen, egal mit wem und die Belebung, als er hört, dass ein anderer Gefangener zu ihm, vermeintlich, unterwegs ist.

  • Hallole!


    Meine Ausgabe ist von Goldmann, 1981.
    Kapitel 23 heißt Glanz, 24 Der Unbekannte.


    Na ja, nicht so wichtig, ich habe eben nach 23 abgebrochen ;-)


    Hat jemand mitbekommen, wieviele Jahre Edmond jetzt im Gefängnis war?
    Als er den Abbe kennenlernt, waren 7 Jahre rum.
    Mit 19 in den Kerker und der Abbe rechnet ihm aus, daß er jetzt 26 ist.


    Aber danach?
    Bis zum Ausbruch?

    Wenn mein Kopf auf ein Buch trifft, klingt es hohl. Das muß nicht immer am Buch liegen...
    (Georg Christoph Lichtenberg)

  • Zitat

    Original von HeikeArizona
    ...
    Na ja, nicht so wichtig, ich habe eben nach 23 abgebrochen ;-)


    Abgebrochen :yikes


    Zitat

    Hat jemand mitbekommen, wieviele Jahre Edmond jetzt im Gefängnis war?
    Als er den Abbe kennenlernt, waren 7 Jahre rum.
    Mit 19 in den Kerker und der Abbe rechnet ihm aus, daß er jetzt 26 ist.


    Aber danach?
    Bis zum Ausbruch?


    Wieviele Jahre war Edmond im Gefängnis?



    (doch das erfahren wir erst am Ende des Abschnittes :grin oder von Clare)

  • So in diesem Teil der Geschichte lernt Edmond den Abbé Faria kennen, einen anderen Gefangenen auf Château d'If, mit dem er sich anfreundet und von dem er viel lernt. Als Faria stirbt nimmt Edmond seinen Platz ein und wird ins Meer geschmissen (dem Friedhof des Château d'If). Edmond Danès ist nach 14-jähriger Haft endlich frei!
    Er begegnet anschließend Seeleuten, die ihn zu sich am Schiff aufnehmen und mit deren Hilfe er zur Insel Monte Christo gelangt wo er auch den Schatz findet, von dem ihm Abbé Faria erzählt und in ihm "vermacht" hat!


    Was mir an diesem Buch gefällt ist, es wird nie langweilig. Dumas erzählt alles so schön flüssig und immer passiert etwas. Die Figuren sind gut umschrieben und man kann die Entwicklung von Dantès gut mitverfolgen!

  • Zitat

    Original von Mary26_87
    ...
    Was mir an diesem Buch gefällt ist, es wird nie langweilig. Dumas erzählt alles so schön flüssig und immer passiert etwas. Die Figuren sind gut umschrieben und man kann die Entwicklung von Dantès gut mitverfolgen!


    Was mir auch immer auffällt, wie unaufwändig Dumas beschreibt, wie sich Edmond in seinem Wesen verändert, seine Arglosigkeit, sein langsames Begreifen, sein Erstarken, bis er genau weiß, was er will und zum Handelnden wird.

  • @ clare und mary: diese dinge gefallen mir auch besonders gut.


    @ heike: meine kapitel heißen, soweit ich dies nach deinen angaben nachzuvollziehen in der lage bin, wie deine. es scheint lediglich unterschiede was die titel, nicht aber was die aufteilung der kapitel angeht zu geben.

    Mögen wir uns auf der Lichtung am Ende des Pfades wiedersehen, wenn alle Welten enden. (Der Turm, S. King)


    Wir fächern die Zeit auf, so gut wir können, aber letztlich nimmt die Welt sie wieder ganz zurück. (Wolfsmond, S. King)


    Roland Deschain

  • @ Heike


    Bei mir ist Kapitel 23 "Der Schatz", Kapitel 24 "Die unbekannte Persönlichkeit" Ich habe diesen Abschnitt auch nach Kapitel 23 für mich für beendet erklärt. :grin


    Die Szenen im gefängnis ahben mir auch sehr gut gefallen. 7 Jahre allein in in einer Zelle zu hocken, ohne zu wissen wieso und für wie lange, grauenhaft, kein Wunder, dass Edmond Selbstmord begehen wollte:


    Dank des Abbé weiss Edmond nun, wer ihm die Kerkerhaft eingebrockt hat und sinnt auf Rache, verständlicherweise.
    Mit Hilfe des Schatzes des Abbé, den er nach seiner Freilassung tatsächlich findet, hat er jetzt ja alle Möglichkeiten!


    Bin gespannt, was er sich einfallen lässt, um sich zu rächen.

  • Zitat

    Original von Zwergin
    @ Heike
    ...
    Dank des Abbé weiss Edmond nun, wer ihm die Kerkerhaft eingebrockt hat und sinnt auf Rache, verständlicherweise.
    Mit Hilfe des Schatzes des Abbé, den er nach seiner Freilassung tatsächlich findet, hat er jetzt ja alle Möglichkeiten!


    Bin gespannt, was er sich einfallen lässt, um sich zu rächen.


    Ich finde es auch verständlich, dass er sich rächen will, deshalb finde ich es aber nicht weniger erschreckend, wie Edmond sich verändert und seine Rache plant. Vielleicht liegt es daran, dass ich überhaupt nichts mit Rache anfangen kann.
    Er war vor dem Gefängnis sicher kein rachsüchtiger Mensch, armer Edmond!

  • Zitat

    Original von Clare
    Ich finde es auch verständlich, dass er sich rächen will, deshalb finde ich es aber nicht weniger erschreckend, wie Edmond sich verändert und seine Rache plant. Vielleicht liegt es daran, dass ich überhaupt nichts mit Rache anfangen kann.
    Er war vor dem Gefängnis sicher kein rachsüchtiger Mensch, armer Edmond!


    Ja das denke ich auch!
    Ich glaub nachdem er 14 Jahre lang unschuldig in Haft war, während die Schuldigen ihr Leben gelebt und genossen haben, ist es nur selbstverständlich, dass er sich an die rächen will. Und er hat ja auch nichts zu verlieren. Die haben ihm ja alles genommen als sie ihn nach Câteau d'If geschickt haben: die Familie, die Liebe und das glückliche Leben was er hätte habe können.

  • Zitat

    Original von Mary26_87
    ...
    Ich glaub nachdem er 14 Jahre lang unschuldig in Haft war, während die Schuldigen ihr Leben gelebt und genossen haben, ist es nur selbstverständlich, dass er sich an die rächen will. Und er hat ja auch nichts zu verlieren. Die haben ihm ja alles genommen als sie ihn nach Câteau d'If geschickt haben: die Familie, die Liebe und das glückliche Leben was er hätte habe können.


    Eigentlich hat er nicht nur nichts mehr, vielleicht ist er gar nicht mehr Edmond. Ich glaube, irgendwo im Buch sagt er auch noch mal so etwas. Ein neues Leben, ausgestattet mit einem Schatz, Rachedurst im Herzen, eine völlig andere Person. Ich glaube, Edmond im eigentlichen Sinne wurde im Gefängnis getötet. :gruebel

  • Zitat

    Original von Clare
    Eigentlich hat er nicht nur nichts mehr, vielleicht ist er gar nicht mehr Edmond. Ich glaube, irgendwo im Buch sagt er auch noch mal so etwas. Ein neues Leben, ausgestattet mit einem Schatz, Rachedurst im Herzen, eine völlig andere Person. Ich glaube, Edmond im eigentlichen Sinne wurde im Gefängnis getötet. :gruebel


    Ja das könnte ich mir durchaus vorstellen!