'Reckless' - Kapitel 01 - 19

  • Ich hatte zuerst auch Probleme mit dem doch sehr knappen Erzählstil. Ich habe jetzt sehr langsam und mit vielen Pausen gelesen, damit die Geschichte nicht so an mir vorbeirauscht. Mittlerweile habe ich mich an den Erzählstil gewöhnt und gerade dadurch, dass vieles nur grob angedeutet wird, kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich bin gespannt wie es weiter geht und ob die relativ wenigen Seiten ausreichen eine runde Geschichte zu erzählen.

  • Ich bin noch nicht weit im Buch drin, möchte es aber noch keinem Grund zuschreiben (zu kurze Kapitel, zu offen die Geschichte bis jetzt).


    Es gibt da etwas, dass mich die ganze Zeit, auch nach dem Lesen, beschäftigt. C. Funke schreibt sehr poetisch, manchmal habe ich das Gefühl, dass die Sätze extra so poetisch konstruiert sind, das das nicht so aus den Fingern floss. Kann ich ganz schwer beschreiben. :gruebel


    Aber irgendwie, sind die Sätze die das Dunkel (o.ä) beschrieben, zu statisch für mich.


    Wenn ich morgen Lust dazu habe (und daran denke) dann werde ich mal einen Satz hier als Zitat einfügen, damit man mich besser versteht.


    Die Bilder finde ich schön und schaue sie mir gerne an. Das macht das Buch doch zu etwas Besonderem.

  • Ja, ich denke, ich weiß, was du meinst. Ich weiß nicht, Vergleiche, Adjektive... teilweise wirklich das einfach für mich etwas gekünstelt. Ich mag einfache, klare Sprache. Poetische Ausdrücke können schön sein, wenn sie passen, aber gerade bei deutschen Fantasyautoren wirken sie für mich oft gezwungen... ("Die Dunkelheit umschlang ihn wie tausend würgende Arme"... bla... :lache)

  • Zitat

    Original von amoeba
    ("Die Dunkelheit umschlang ihn wie tausend würgende Arme"... bla... :lache)


    Würgende Arme?? :rofl:rofl You made my day!
    Also ich muss sagen, dass mir die vielen Metaphern in Funkes Büchern sehr gefallen. Sie schreibt hier zwar wieder gewohnt poetisch, aber noch lange nicht so liebevoll und trunken von ihrer eigenen Welt, wie es bei Tintenherz der Fall war. Ich hab zwar auf keine Fortsetzung der Tintentrilogie gehofft, allerdings aber sehr wohl auf einen liebevollen Fatasyroman, der bisher jedenfalls noch auf sich warten lässt.


    Insgesamt vermisse ich die Tiefe der Charakteren und der Geschichte an sich. Meinen Vorrednern kann ich mich nur anschließen: Auch ich fand es schade, dass viel zu schnell abgehandelt wurde, wie Jacob und nachher auch Will in die Spiegelwelt kommen. Dabei hätte gerade die Vorgeschichte einiges an Potenzial.
    Der amoeba schließe ich mich komplett an! :anbet


    Asmos
    Dein Vergleich zu den Märchen ist sehr interessant!!! Und ja, jetzt, wo du es erwähnst... die Märchen sind tatsächlich alle recht rasant, die Charaktere flach, doch um die geht es ja auch in Märchen nicht. Viel eher um deren moralische Botschaft, wie du richtig sagst. Allerdings gebe ich der amoeba absolut recht: In einem solchen Buch wie diesem hier darf man aber ein bisschen Tiefgang erwarten.
    Wenn ich mal ein Beispiel nennen darf: Ich schaue wirklich gerne Märchen im Fernsehen, lasse sie mir erzählen oder genieße ein Buch, dass Märchengeschichten aufgreift und sie neu erzählt/interpretiert[SIZE=7](Claudia Toman - Hexendreimaldrei)[/SIZE]. Als ich das erste Mal tatsächlich ein Märchenbuch in den Händen hielt war ich enttäuscht. Aus demselben Grund, wie ich es hier bin. Dort wird nämlich nichts ausgeschmückt oder groß romantisiert, sondern einfach nur erzählt - und das auch noch in einer kurzen und knappen Art.
    Ich denke, das ist, wie du schon sagtest, alles Geschmackssache. :-)
    Also ich mag für mein Leben gerne Märchen... aber dann die, die du wahrscheinlich langweilig findest. ;-)


    Für ein Kinder(märchen)buch finde ich es persönlich aber zu düster und brutal. Der Kampf mit dem Schneider war da mal etwas, bei dem Funke sich seltsamerweise Zeit gelassen hat und nicht vergaß, das Kopfkino des Lesers ordentlich in Gang zu bringen.


    Zitat

    Original von Asmos
    Was die Charaktere betrifft, so sind sie mir bisher alle lieber als die Tintentrilogiefiguren (und das soll etwas heißen). Ich mag Jacops rastloses Herz und Wills Vertrauensseeligkeit. Und ich mag sogar Clara. Und Fuchs sowieso =)


    Darf ich mal frech sein? Was kannst du noch an ihnen mögen? Etwas anderes haben wir ja schließlich nicht von ihnen erfahren. Und die beiden Dinge, die du aufzählst, weißt du, weil sie eindeutig so benannt wurden. :P
    /*frechmode off*


    Ansonsten hab ich mich beim Lesen gefragt, wieso Jacop und Will plötzlich neben Dornröschen stehen, wo sie doch seit über 200 Jahren schläft und draußen so viele Leichen herumliegen. :gruebel
    Kopf ausschalten, weiterlesen!


    Achja... danke für den Tipp mit dem weißen Wolf, Asmos. Das wird mal näher bestaunt!


    You're like a splinter to my mind
    Like a nail to my wrist
    A dagger to my heart
    Like needles through my soul

  • Ich weiß nicht, was genau ich zu diesem Buch sagen soll...irgendwie reißt mich das nicht vom Hocker...und ich kann nicht mal richtig sagen, was genau ich nicht gut finde. Ich kann auch nichtl sagen, dass ich es schlecht finde...sehr merkwürdig!


    Die Geschichte an sich hat Potenzial, wird aber nicht genutzt. Die kurzen Kapitel find ich eigentlich gut, denn dann habe ich das Gefühl schnell voranzukommen, was ich auch tue, aber ich FÜHLE es nicht so!! Ich komm schnell voran, fühle mich aber elendig langsam! Das mag ich nicht.


    Wenn ich lese, denke ich auch immer an die Filmreihe "Das zehnte Königreich", ich kann das garnicht abstellen...
    Ich hoffe, die Geschichte entwickelt sich noch weiter! Noch gebe ich nicht auf. :grin

    Jeder Mensch ist nur so glücklich, wie er sich zu sein entschließt. (Irisches Sprichwort)

  • Ich bin nun mittlerweile ganz durch, ich fand es auch im ersten Abschnitt nicht schlecht, dass die Kapitel so kurz sind, das macht das Buch halt recht rasant in seinem Ablauf, nur manchmal hätte ich mir gerne ein wenig mehr Info gewüscht.

  • Zitat

    Original von bleeding
    Darf ich mal frech sein? Was kannst du noch an ihnen mögen? Etwas anderes haben wir ja schließlich nicht von ihnen erfahren. Und die beiden Dinge, die du aufzählst, weißt du, weil sie eindeutig so benannt wurden. :P
    /*frechmode off*


    Im Prinzip habe ich keine Probleme damit mir einen Chara auf einem Grundgerüst selbst aufzubauen. In dieser Beziehung finde ich es einerlei, ob ein Autor einen Chara offen darlegt oder nur skizziert. Was auch durchaus meine Vorliebe für Nebencharaktere erklärt, die von den Autoren nicht so breitgetreten werden. Mir sagt das durchaus zu. Aber wiederum auch hier: Geschmackssache. Und ob es nun so positiv ist, dass die Hauptcharaktere ähnlich gehandhabt werden, wie die Nebencharaktere anderer Geschichten, bleibt mal dahin gestellt.
    Allerdings ging es mir mit der Aussage eher darum, drauf hinzuweisen, dass mir (seltsamerweise) keiner der Hauptcharaktere unsympathisch ist. Solange ich mich zurück erinnern kann, ist das noch nicht häufig passiert.


    Jacob erinnert mich zudem ein wenig an Jack Sparrow, das macht ihn durchaus sympathisch und über eben jenen hat man nach drei Filmen ja auch noch nicht die Welt erfahren ;)


    Zitat

    Achja... danke für den Tipp mit dem weißen Wolf, Asmos. Das wird mal näher bestaunt!


    Besagte Ausgabe wäre die hier. Wie das mit den Illustrationen bei den anderen Ausgaben aussieht, weiß ich nicht.

    "Sobald ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich Bücher; und wenn noch was übrig bleibt, kaufe ich Essen und Kleidung." - Desiderius Erasmus

  • Danke! Ich hatte bereits genau diese Ausgabe in der WL, wollte dich aber per PN noch mal fragen, hättest du hierauf nicht geantwortet. Ist ja jetzt nicht mehr nötig...
    Deine restliche Aussage lasse ich mal so stehen, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. :-)


    Was Jack Sparrow angeht, finde ich, dass eben dieses Geheimnisvolle zu ihm gehört und ihn auch irgendwie ausmacht. Bei Jacob sehe ich das nicht so... denn bei Reckless ist es Funkes seltsamer Schreibstil und die rasante Art zu erzählen, die -mit Verlaub- alle Figuren recht blass aussehen lässt. Was mMn auch nicht vergleichbar ist. Aber ich denke, ich weiß, worauf du hinaus wolltest. ^^


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  • Ich muss auch sagen, dass mich das Buch nicht vom Hocker reißt. Kaum ist eine Geschichte knapp erzählt, fängt die nächste an. Klar ist ein Märchen, doch nichts zur Tintentriologie. Und ich habe echt schon bessere Bücher gelesen, wo es mehr Erklärungen gibt zu einzelnen Personen, oder zur Handlung. Ich muss sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin für diesen Preis, aber es können nicht alle Bücher gut sein. Kinder können dem Buch sicher folgen, aber für Leute die anspruchsvoll und viel Lesen ist es eine Enttäuschung, ist meine Meinung, deswegen kann ich auch nicht viel zur Handlung sagen.

    Zitat

    Bücher haben Ehrgefühl, wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück. T.Fontane


    :lesend:fruehstueck
    Ich lese Thomas Mann; Der Zauberberg;

  • Zitat

    Original von bleeding


    Ansonsten hab ich mich beim Lesen gefragt, wieso Jacop und Will plötzlich neben Dornröschen stehen, wo sie doch seit über 200 Jahren schläft und draußen so viele Leichen herumliegen. :gruebel
    Kopf ausschalten, weiterlesen!


    Achja... danke für den Tipp mit dem weißen Wolf, Asmos. Das wird mal näher bestaunt!


    Hm, ich habs so verstanden, dass das Problem nicht wie im eigentlichen Märchen die Dornenhecke oder sowas war, sondern, dass der Prinz, der sie liebte, eben nicht kam. Deswegen war es ja auch so wichtig, dass Clara nicht aufhört, Will zu lieben, weil sie ihn sonst nicht aufwecken kann...
    Wieso die Prinzen allerdings alle da gestorben sind, weiß ich auch nicht...

  • Ich glaube, dass die Prinzen gar nicht bis zu Dornröschen kamen und alle von der Hecke abgefangen wurden. Dass sie starben, nachdem sie versuchten Dornröschen zu wecken, fänd ich persönlich irgendwie unlogisch... :gruebel
    Eins steht fest: Will und Jacop sind nicht durch die Hecke zu ihr hoch und das ist auch das erstaunliche daran. Wenn es einen anderen Weg hinauf gibt, warum wurde er dann nicht genutzt?


    Ach naja... ich geh da zu kopfgesteuert rein. Ist ja nichts neues und auch bei der Tintenwelt so gewesen.


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  • Ich habe gestern auch endlich den ersten Abschnitt beendet und ich bin genau wie die meisten hier etwas enttäuscht!!!
    Die Länge der Kapitel stört mich weniger, aber der fehlende Tiefgang ist schon sehr zu bemerken. Ich finde es wirklich schade, dass einige Dinge einfach so abgehandelt werden.
    Schön finde ich, dass immer wieder altbekannte Märchen eingebaut werden. Da gefiel mir besonders das Hexenhaus. Das Dornröschen-Schloss war aber auch toll, aber auch wieder viel zu kurz und nur nebenbei abgehandelt.
    Der Schneider war ganz schön gruselig... ich hab nachts schon fast sein Klipp-Klapp hören können. An der Szene gefiel mir am wenigsten, dass Jacob in einfach besiegt hat... er war doch bis dahin unbesiegbar und dann kam der großartige Jacob und besiegte ihn. Irgendwie ein bisschen zu... ich weiß auch nicht.

    :wave Gruß Dany


    Die Wirklichkeit ist etwas für Leute, die mit Büchern nicht zurechtkommen.
    Leserweisheit

  • erst mal entschuldige ich mich das ich so lange gebraucht habe, aber ich konnte einfach nciht früher loslegen.


    die Aufmachung ist super, das buch ist seine 20 € aufjedenfall wert (die ich nicht ausgegeben habe, da ich das buch geschenkt bekommen habe :lache)


    Innen sehen die Zeichung sogar noch besser aus.


    Die Geschichte liest sich sehr schnell und man kann eigentlich sich nicht richtig in die charaktere hinversetzten, da immer wenn es gerade so weit ist, wird man wieder auf eine andere sichtweise und einen anderen charakter gebracht, was einen wieder von vorne anfangen lässt.


    ich hab auch das gefühl das Frau Funke etwas durch die Geschichte rennt, sie hätte die Sache mit dem Schneider zum Beispiel ruhig noch etwas ausbauen können oder den überfall in diesem Dorf.


    Schön find ich das man viele Elemente der verschiedensten Märchen wiederfindet. Ob Schneewitchen, Dornröschen oder Tischlein deck dich, alles ist vorhanden.


    By the way: Weiß einer von euch, in Welchen Märchen ein Tuch vorkommt, das man nur reiben muss und dann kommen ein paar Taler dabei raus??? Das kommt mir nciht bekannt vor.


    Ich bin gespannt wie es weiter geht, aber bevor ich weiter lese, muss ich mich noch mal an günther grass udn meine hausaufgaben setzen :help

  • Also ich quäle mich durch.
    Ich weiß nicht, mir gefällt dieser knappe Erzählstil nicht.
    Würde es nicht diese tollen Bilder zu Beginn eines Kapitels geben, so hätte ich sogar kaum Bilder im Kopf, weil alles so schnell geht.


    Dabei finde ich die Geschichte an sich und die Idee wirklich gut!

  • Nachdem ich das Buch im September nach 2 Kapiteln abgebrochen hatte (Teils aus Zeitmangel teils weil es einfach nicht das war was ich erwartet hatte), hat es jetzt nochmal eine 2. Chance bekommen.


    Wie ihr alle schon gesagt habt ist die Covergestaltung und die Kapitelbilder echt toll.


    Nachdem ich dann angefangen hab zu lesen ging es mir wie beim ersten Mal, ich kam mir vor als würde ich wo reingeworfen werden und sollte am besten schon im Vorfeld über alles bescheid wissen.
    Vorallem beim 3. Kapitel war ich richtig verwirrt zu wem Hentzau gehört und was überhaupt ein Goyl ist. Ebenso, dass es Fuchs hieß und plötzlich Sie und dann konnte sie reden, erst dachte ich dass es ein Mädchen ist aber dann war was von Fell zu lesen. Als ich dann wieder so einigermaßen durchgeblickt hab war das Kapitel auch schon zu Ende und es ging plötzlich irgendwo anderst weiter. Nach der Seite 47 hab ich mir überlegt ob ich doch nicht aufhören soll und lieber was Anderes lesen und habs jetzt eine Woche liegen lassen.
    Aber irgendwie wollte ich dann soch wissen wies weiter geht und hab gestern weitergelesen und bin recht schnell weiter gekommen.(und hab es heute gleich noch beendet)


    Ich musste beim Schneider an eine Mischung aus Edward mit den Scherenhänden und dem aus Struwelpeter denken, der den Daumenlutscher den Finger abgeschnitten hat.

  • Zitat

    Original von jayjay
    By the way: Weiß einer von euch, in Welchen Märchen ein Tuch vorkommt, das man nur reiben muss und dann kommen ein paar Taler dabei raus??? Das kommt mir nciht bekannt vor.


    Das würde mich auch brennend interessieren! Ist es denn aus einem Märchen oder ist es nur erfunden, weil hin und wieder mal Geld gebraucht wurde...?



    Zitat

    Original von Magyk
    Ich musste beim Schneider an eine Mischung aus Edward mit den Scherenhänden und dem aus Struwelpeter denken, der den Daumenlutscher den Finger abgeschnitten hat.


    Magyk! Schön, dass du dem Buch doch noch eine Chance gegeben hast. Es ist ja nicht so, als wär es langweilig. Anfangs einfach nur recht verwirrend. Kann also deine Argumentation vollkommen nachvollziehen.
    Stimmt, an Struwelpeter hab ich gar nicht gedacht. Aber jetzt, wo du es sagst...


    You're like a splinter to my mind
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    Like needles through my soul

  • vielleicht ist das eine Ableitung von Dem Esel der gold gibt. Oder wurde der nicht auch erwähnt??? ich weiß noch das sowohl der knüppel, als auch der tisch erwähnt wurden, allerdings hatte jacob doch einen teller der das selbe kann wie der tisch, vielleicht ist das eine Art "weiterentwicklung"??