'Das Leben ist kein Gurkensandwich' - Seiten 299 - Ende

  • Also ich muss sagen, der letzte Abschnitt war mit Abstand der Beste im Buch.
    Anfangs habe ich immer drauf gewartet, dass etwas passieren wird und endlich ist etwas passiert.
    Constance fiel aus allen Wolken, als sie erfuhr, dass ihr Ehemann sie betrogen hat - meine Frage, wenn man sich ne heile Welt wuenscht, kann man wirklich so blind sein? Ich weiß, dass das gerade zum Humor dazu gehoert, Constances Kommentare, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie gar nichts mitbekommen hat :gruebel
    In ihrem letzten Blogeintrag habe ich auch nicht schlecht geguckt, dass ihr Sohn den gesamten Blog gelesen hat - ich wollte sie am liebsten druecken :knuddel1


    Also ich muss sagen - alles in allem war das Buch gar nicht schlecht :fingerhoch

  • Ich denke, wenn sie es wirklich nicht sehen wollte, konnte Constance die Affäre ihres Mannes auch verdrängen.
    Sie hat ja auch immer darauf beharrt, dass sie und Jeffrey eine gute Ehe führen. Vielleicht hat sie sich das auch ein bisschen eingeredet :gruebel
    Immerhin war für sie immer wichtig, was andere über sie denken und wenn heraukommen würde, dass sie Eheprobleme hat, würden die Leute vielleicht schlecht von ihr denken :rolleyes

    wer nicht liest, ist nicht besser dran,
    als jemand, der nicht lesen kann

    Herrmann Simon, dt. Wirtschaftswissenschaftler, 1947

  • Ja gut, stimmt. Ihr ist ja immer wichtig gewesen, was die Anderen denken. Wenn man nen eigenes Eheproblem nicht sieht, braucht man sicher auch keine Angst haben, dass die Anderen reden, oder!? :gruebel

  • Ich hoffe ernsthaft, für den Rest meines Lebens von dem Begriff "Wechselläuten" nichts mehr hören/lesen zu müssen :lache
    Ja, der letzte Abschnitt war anders, passte aber in meinen Augen nur mit sehr viel gutem Willen glaubhaft zum "Rest"
    Auch das Argument, das Ganze sei aus Kolumnen zusammengestöpselt, kann mich nicht überzeugen: Ein Buch muss ohne "Gebraucsanweisung" wirken - oder es "fehlt" was an der Umsetzung.
    Ich gebe aber zu, dass ich möglicherweise seit der Geschichte mit der Pfeffersprayattacke gegen die Amphibie etwas voreingenommen reagiert haben könnte. In "Ein Fisch namens Wanda" wurde zwar ebenfalls ein selbiger roh verschluckt, aber das kam für mich irgendwie anders rüber.

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Hier bin ich wieder! War völlig gefangen vom Alltag und hab mich trotz drohendem Schlafmangel festgelesen.
    Mein Kurzfazit: schön. Eine nette Lektüre, die durchaus lustige Stellen hat. Viele sogar, und doch, es gibt schon Frauen, die so naiv ticken wie Connie. Allerdinsg würde ich deren Lebensalter etwas nach oben schrauben.
    Ich kann mir vorstellen, dass durch die Übersetzung einiges vom britischen Humor verschütt geganen ist. Das Ende fand ich aber auch etwa.. hm.. bemüht und konstruiert. Schade eigentlich, denn bis zu den letzten paar Seiten war es schon ein stimmiges Büchlein mit Schmunzelfaktor.

  • Ich bin am Ende des Buches angelangt und Constance auf dem Boden der Tatsachen.


    Geld ist demnach nicht alles im Leben, wie man dem Leben von Constance entnehmen kann. Hat sie eigentlich selbst überhaupt etwas gelernt? Ausbildung, Schule, Beruf?


    Nachdem ich mich so durch den ersten Abschnitt gequält hatte, hätte ich nicht gedacht, dass ich den Rest so schnell lesen würde. Es wird definitiv nicht mein Jahreshighlight sein, aber es war ganz amüsant für zwischendurch.


    EDIT: Warum der Buchtitel jetzt aber so heißt, habe ich nicht verstanden....

    :write "Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein." -Albert Einstein-


    :lesend

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  • Toebi
    auf jedenfall muss sie (irgendwas) studiert haben, da sie, gerade im Bezug auf ihre Tochter immer wieder irgendwas sagte von "zu meiner Studienzeit!" aber was, habe ich nicht rausgefunden.
    Wurde das irgendwo erwaehnt? Wenn ja, waere ich fuer die Info dankbar, dann hab ich sie naemlich ueberlesen :gruebel ?(

  • Ach ja ein Jahr mit Connie ist zuende.


    Es war einiges lustiges als auch Skuriles dabei.


    Die Reise nach Argentinien hätte ich ihr nicht zugetraut, sie sich wohl auch nicht.


    Jedoch hat alles doch noch eine gute Wende genommen.
    Auch wenn Rupert nun ALex hat und Jeff mit Natalia was hatte,


    Ich weiss nicht wie ich reagiert hätte. Doch ich weiss es ^^


    Aber sie hat sich gefangen und Argentinien und Co haben ihr wohl gut getan. Auch wenn es für den einen oder anderen Seltam klingt einfach so mal abzureisen, doch so Leut gibts.


    Alles in Allem war das Buch recht gut. Ich empfand einiges als recht witzig, wenn ich auch der meinung bin dass durch die Übersetzung einiges an Humor verlorengegangen ist.


    So nun muss ich die Rezi noch schreiben. :)

  • Jetzt hab ich das Buch auch durchgelesen.


    Eigentlich habe ich mich ja schon das ganze Buch über gefragt, ob nicht mal irgendjemand auf die Idee kommt, ihren Blog zu googeln. Gerade Rupert, der ihr den ja eingerichtet hat!


    Und der Titel kommt glaube ich von "Das Leben ist kein Zuckerschlecken", nur dass Gurkensandwiches eben etwas typisch britisches sind, was hier wohl besser passt, da Constance ja die britischste Person ist, von der ich je lesen durfte.


    Allein als sie sich gewundert hat, dass die Leute in Argentinien verschnupft auf den Falkland-Krieg reagieren... Tsss.

  • Zitat

    Original von Sandrah
    der letzte Abschnitt hat mir sehr gut gefallen, denn langsam reichte es mir schon ziemlich mit diesem naiv-dümmlichen Gehabe von Constance. Ob nun britischer Humor oder nicht, mir war`s dann genug und ich habe mich gefreut, über die Wendung zum etwas Ernsthafteren hin.


    Auch der Schluss mit Rupert und Alex hat mir gut gefallen, das war eine schöne Wende.


    Ich kann dir absolut zustimmen. Ich habe das Buch gerade beendet. Der letzte Abschnitt hat doch noch einiges vom Anfang wieder wett gemacht. Ich war am Anfang sehr genervt von Connies Art, aber da sie immer ernster wurde umso mehr Seiten man las hab ich mich am Ende dann doch mit ihr angefreundet.


    Aber woher wusstet ihr das ihr Mann eine Affäre mit Natalia hatte? Ich hab das absolut nicht mitgekriegt

    Ich wünschte mir an meinem eigenem Grab stehen zu können, nur um die Trauernden zu fragen wo sie in meinem Leben waren


    Gelesene Bücher 2011: 14


    /Buchkaufverbot/

  • Jetzt habe auch ich das Buch beendet und bin eigentlich ein bisschen traurig, dass ich mich jetzt von Constance trennen muss. Sie hat mich sehr, sehr gut unterhalten.


    Das Ende ist definitiv anders, als die anderen Teile des Buches. Aber ich finde, dass das sehr gut gepasst hat. Sie hat ja auch mal 'richige' Probleme, denn sie muss sich mit sich und ihrem Leben auseinandersetzen.
    Die Reise, Constances Gedanken und ihre Entwicklung haben mir sehr gut gefallen und ich fand es sogar sehr realistisch - etwas, was ich bei einem satierischem Buch nicht unbedingt erwarten würde. Dass es aber so war, bringt dem Buch weitere Pluspunkte ein.


    Lachen musste ich in diesem Teil aber auch. Besonders die Stelle, als Rupert ihr erzählt, dass er alles gelesen hat :lache Da wäre mir an ihrer Stelle auch mal eben anders geworden!!


    Genauso süß fand ich auch ihren 'moralischen Sieg', als sie sich mit Jeffrey über den Weg streitet, was dann zu einem Streit in Natalia und Carlos endet :chen
    Und die alte Consance war doch auch bei Jeffreys 2. Heiratsantrag wieder voll da :lache



    Ich denke, dass das Buch auf Englisch besser ist und man eben die Engländer sehr gut kennen muss, um alles Spitzen zu verstehen und zu erkennen.
    Das Buch hat mich gut unterhalten, auch wenn ich es nicht in einem durch lesen konnte. Es ist als Blogeintrag geschrieben und in diesen Etappen auch sehr gut zu lesen!


    :wave

    Anna Karenina (LR), Der blinde Mörder (LR), Alias Grace (LR), Die Bücherdiebin (LR), Das Rosenholzzimmer (LR), Töchter des Nordlichts

  • Zitat


    ...


    Aber woher wusstet ihr das ihr Mann eine Affäre mit Natalia hatte? Ich hab das absolut nicht mitgekriegt


    Da ich ja auch gerne mal naiv bin, habe ich zwar auch etwas vermutet, aber es hätte nicht unbedingt sein müssen..... explizit gestanden hat es ja nur am Schluß, wo Jeffrey die Affaire beichtet.

    Anna Karenina (LR), Der blinde Mörder (LR), Alias Grace (LR), Die Bücherdiebin (LR), Das Rosenholzzimmer (LR), Töchter des Nordlichts

  • Zitat

    Original von Dori
    ...


    Und der Titel kommt glaube ich von "Das Leben ist kein Zuckerschlecken", nur dass Gurkensandwiches eben etwas typisch britisches sind, was hier wohl besser passt, da Constance ja die britischste Person ist, von der ich je lesen durfte.


    ....


    Ich denke auch, dass der Titel als so eine Abwandlung von dem deutschen Sprichwort darauf hindeuten soll, dass es um etwas britisches geht.
    Ausserdem berichtet uns Constance ja auch sehr gut, wie 'schwer' sie es doch immer wieder mal hat :lache
    So gesehen passt der Titel ja sehr gut.

    Anna Karenina (LR), Der blinde Mörder (LR), Alias Grace (LR), Die Bücherdiebin (LR), Das Rosenholzzimmer (LR), Töchter des Nordlichts

  • Überraschung … dieser Abschnitt passte so gar nicht zum Rest des Buches (da war dann nicht viel mit britischem Humor), gefiel mir aber ausgesprochen gut. Endlich kam Constance aus ihrer rosaroten Welt raus und entwickelte sich zu etwas mehr Eigenständigkeit. Sie hat dann doch endlich zu sich selbst gefunden.


    Endlich wurde alles angesprochen, was man selber schon die ganze Zeit wußte … das Verhältnis Jeffreys zu Natalia. Ein Happy-End zwischen Rupert und Alex und was mir besonders gut gefallen hat, dass Constance sich ihre Auszeit in Argentinien genommen hat und über ihr Leben nachgedacht hat und dementsprechend auch handelte, dass sie nicht reumütig zu ihrem Gatten zurückkehrte, sondern viel geredet wurde.


    Wie gesagt … es passt eigentlich nicht zum Rest des Buches, versöhnte mich aber mit der nervigen Naivität Constances.


    Insgesamt ließ sich das Buch gut und flüssig lesen, es gab einige sehr amüsante Szenen, war aber auch über lange Strecke durch Constances Versessenheit etwas nervig, gewann dann aber massiv durch den letzten Teil. Insgesamt gefiel es mir besser als am Anfang erwartet.

    :lesend Heike Koschyk - Das Glück unserer Zeit. Das Vermächtnis der Familie Lagerfeld

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    Hörbuch: Diana Gabaldon - Ein Schatten von Verrat und Liebe

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