'Das vergessene Kind' - Seiten 373 - Ende

  • Schade, aber trotzdem Danke. Vielleicht fällt dir ja noch etwas dazu ein...
    Ist auf jeden FAll tröstlich, dass es nicht an uns liegt, wir also nichts überlesen haben :-]

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Das Buch hat mich nachher doch noch so gefesselt, das ich Teil 3 + 4 gleich in einen Rutsch gelesen habe und daher nur hier im letzten Teil meinen Eindruck poste.


    Ich hatte immer überlegt, warum das Buch "Das vergessene Kind" heißen mag. Courtney wurde ja irgendwie nicht vergessen, sondern nur einfach nicht gut behandelt, zumindest als sie bei Kelly war. Und Hope war ja adoptiert, also nicht wirklich vergessen.


    Auf die Idee das die Tote 2 Kinder haben könnte, bin ich irgendwie nicht gekommen. Aber daraus ergibt sich dann der Titel ... das vergessene Kind ist Michael.


    Beim Täter hab ich ja vollkommen daneben gelegen. Ich dachte ja das Ray der Mörder ist, dabei war es Len. Naja, auf jeden Fall war es Amtsmißbrauch, das der Mord nicht weiter verfolgt wurde.


    Irgendwie gefällt mir das offene Ende nicht so wirklich. Aber vielleicht gibt es ja noch einen Folgeband, in der dann einige Dinge aufgeklärt werden.


    Wer ist nun z.B. Courtneys Mutter? Tracy lebt ja mit ihr jetzt unter falschen Namen woanders, kommt sie nach dem Tod von Barry wieder zurück? Und wer war noch einmal Jennifer aus München? Und was hat es mit dem Muttermal in der Form Afrikas auf sich?


    Auch wenn am Ende noch viele Fragen offen sind, hat mir das Buch doch recht gut gefallen. Und ich hatte auch keine Probleme mit den Zeitsprüngen.


    Ich werde auf jeden Fall noch ein Kate Atkinson Buch lesen, wahrscheinlich Familienalbum. Mal sehen, ob da am Anfang auch so ein Personen-Wirrwarr ist und ob das Ende offen ist.

    Kein Buch ist so schlecht, dass es nicht auf irgendeine Weise nütze.
    (Gaius Plinius Secundus d.Ä., röm. Schriftsteller)

  • Zitat

    Original von Sabine_D
    Tilly??!!
    Es hat sich mr noch nicht erschlossen, was Tilly in dieser Geschichte zu suchen hatte.
    Es macht den Eindruck auf mich, als wenn die Autorin sie als Füllerin hineingeschrieben hat.
    Eine wirkliche Rolle im Geschehen konnte ich ihr nicht zuordnen. :gruebel
    NIchtsdestotrotz hat mich ihr Schicksal berührt.


    Tilly hat im Einkaufszentrum gesehen, wie Courtney von Kelly schlecht behandelt wurde. Sie kann das nicht vergessen, weil sie sie im Prinzip im Stich gelassen hat, weil sie ihr nicht geholfen hat. Sie vergleicht das ja irgendwie mit ihrem abgetriebenen Baby, das sie ja auch im Stich gelassen hat.
    Tilly spielt am Ende die entscheidende Rolle, in dem sie Courtney von Tracy entführt, weil Tilly immer noch glaubt das Courtney schlecht behandelt wird. Sozusagen eine Entführung von der Entführung. :-]
    Und als sie merkt das Len Courtney was Böses will, sieht sie rot und kämpft mit ihm, bis sie durch einen Zug ums Leben kommen.


    Tilly ist also verantwortlich dafür, das Tracy nicht mehr von Len und seinen Schlägern verfolgt wurde. Gut, durch die Verhaftung von Ray hätte sich das eh aufgeklärt.


    Aber für mich spielt Tilly da schon eine größere Rolle, mehr als z.B. Leslie und ??? vom Sicherheitsdienst z.B.

    Kein Buch ist so schlecht, dass es nicht auf irgendeine Weise nütze.
    (Gaius Plinius Secundus d.Ä., röm. Schriftsteller)

  • Zitat

    Original von Sabine_D
    Das Michael in der Wohnung zurückgelassen wurde damit er verhungert oder verdurstet, ist für mich das Schlimmste am Buch überhaupt.
    Das ist für mich unendschuldbar und durch nichts zu erklären. Eine Kaltblütigkeit, die mir kalte Schauer über den Rücken treibt.


    Da geht's mir genauso. So eine feige Memme, den Jungen da bei seiner toten Mutter zurückzulassen. Unfassbar.
    Und ob es nun Len oder Ray war, der Carol ermordete, ist mir am Ende egal. Die sind beide gleich schlimm.


    Schade, dass wir nicht erfahren, wer Courtneys Mutter ist. Ich verstehe Jackson am Ende so, dass irgendeine Erinnerung bei ihm aufblitzt, die er aber nicht greifen kann und die könnte mit Courtney zu tun haben.



    Jackson Brodie als Figur hat mir gut gefallen. das langt aber nicht, um ein weiteres Buch von Atkinson lesen zu wollen. Schält man das ganze verwirrende Drumherum ab, streicht die Personenliste zusammen und strafft die Geschichte durch, dann hat sie mir gefallen :-) Die Story war okay, die Ausführung aber macht mich nicht gerade zu einem Kate Atkinson Fan. Sorry, Lumos ;-):wave


    Das offene Ende, was Tracy anbelangt, ist schon okay. Dem Kind geht es gut, soll Tracy sehen, wie sie mit ihr weiterhin klarkommt. Ewig auf der Flucht macht auch mürbe.

  • Zitat

    Original von JaneDoe


    Da geht's mir genauso. So eine feige Memme, den Jungen da bei seiner toten Mutter zurückzulassen. Unfassbar.
    Und ob es nun Len oder Ray war, der Carol ermordete, ist mir am Ende egal. Die sind beide gleich schlimm.


    .....



    Irgendwie habe ich die Szene ganz anders aufgefaßt. Len war derjenige, der das Verhältnis mit Carol hatte. Er hatte die Tochter mit ihr zusammen, er wußte, das es noch einen Jungen gab. Michael hat Len gesehen, wie er seine Mutter ermordet hat.


    Später hat Len Ray den Auftrag gegeben, das Mädchen aus der Wohnung zu holen. Dafür hat er ihm den Schlüssel gegeben. Diesen Auftrag hat Ray auch erfüllt und soweit wie ich das verstanden habe, wußte er nichts von dem Jungen, hat ihn wohl auch nicht bei der Mutter gesehen ( warum auch immer ).


    Deshalb war Ray auch so geschockt als es beim Auffinden von Carol hieß, das dort in der Wohnung sich ein Kind befunden hat.
    Der Einzige, der wirklich bewußt Michael seinem Schicksal überlassen hat, wahrscheinlich in der Hoffnung das er verhungert, ist Len.

    Kein Buch ist so schlecht, dass es nicht auf irgendeine Weise nütze.
    (Gaius Plinius Secundus d.Ä., röm. Schriftsteller)

  • Ich habe das Buch gestern abend ausgelesen. Ich bin ein bisschen zwiegespalten. An sich fand ich es nach und nach immer besser. Die Geschichte wurde immer spannender und nahm an mehreren Stellen überraschende Wendungen für mich. Zum Beispiel habe ich damit gerechnet, dass Barry seinen Schwiegerschon und nicht sich selber umbringt. Und ich bin von Ray als Carols Mörder ausgegangen. Es ist schön wenn nicht alles vorhersehbar ist.


    Andererseits ärgere ich mich ein bisschen über das teils offene Ende. Ich hätte zu gerne gewusst wer Courtneys Mutter ist. Das hat mich das ganze Buch über beschäftigt und nun fehlt mir hier die Aufklärung. Wird sie vielleicht gesucht und vermisst? Wer war der Anrufer auf Tracys neuem Handy? Ob die beiden im nächsten Band auch auftauchen? Oder nur Jackson. Was meinen die die schon mehrere Bände gelesen haben?


    Bei Tilly hatte ich das Gefühl, dass sie nur in das Buch geschrieben wurde um sich zum Ende hin für Courtney und Tracy opfern zu können. Das fand ich irgendwie befremdlich. Ich kann das ganz schlecht erklären. Sie hatte ja irgendwie keine andere "Aufgabe" als die beiden zum Schluß mit ihrem eigenen Leben zu schützen. Das fühlt sich für mich merkwürdig an.


    Trotz allem ist es meiner Meinung nach ein lohnenswertes Buch und ich überlege ob ich die vorigen Bände lesen sollte. Bin mir noch nicht sicher, weil ich eigentlich lieber der Reihe nach lese. Auf jeden Fall würde ich aber einen neuen Band lesen. Das Buch hat mich schon neugierig auf mehre gemacht. :-)

  • Ich habe den letzten Abschnitt am Wochenende fertig gelesen und bin allerdings etwas enttäuscht. Leider war die Auflösung für mich nicht ganz so gut und hinterlässt bei mir einige offene Fragen.


    Wir wissen z.B. nicht wer jetzt schlussendlich Courtney ist und ob Kelly nun ihre Mutter war oder nicht.. "Das vergessene Kind" könnte meiner Meinung nach sowohl Courtney (da sie ja anscheinend von niemanden vermisst wird) als auch Michael (da er ja damals in der Wohnung "vergessen" wurde) sein..


    Dann weiß ich immer noch nicht welche Rolle schlussendlich Tilly gespielt hat?? War sie tatsächlich einfach nur eine Randfigur, wegen der dann Lomax gestorben ist? Aber warum wurde sie dann so im Detail beschrieben?


    Und hatte der Mörder dieser ganzen Prostituierten irgendeine bedeutsamere Rolle?? Das Kapitel am Schluss,
    als von diesem geschrieben wurde fand ich ziemlich verwirrend und unnötig.. Genauso unnötig wie die Anfangsszene als Jackson (?) (oder wer auch immer) und Steve im Auto sitzen...


    Sehr schlüssig fand ich den Charakter von Barry - er plagt sich mit Gewissensbissen und begeht daher Selbstmord.. Außerdem denkt er bis zum Schluss, dass Ray der Mörder von Carol ist..


    Insgesamt bin ich noch sehr zwiegespalten - das war mein zweites Buch von Frau Atkins aber bestimmt auch mein letztes. "Die vierte Schwester" hatte mir sehr gut gefallen, doch dieses war eher nicht so meins..
    Der Anfang war sehr schleppend und zugepackt mit vielen, für mich teils unnötigen Informationen, die sich über das ganze Buch gezogen haben. In der Mitte hat es mir zusehends besser gefallen, doch der Schluss ist wieder eher unbefriedigend. Der Schreibstil selbst hat mir eigentlich sehr gut gefallen - dieser ist erfrischend anders - vor allem die Gedanken der Protagonisten bringt sie sehr gut rüber.

    Einige Bücher soll man schmecken, andere verschlucken und einige wenige kauen und verdauen.

  • Fuer mich ist dies der 3. Band von Kate Atkinson, den ich zu lesen bekam. Und da kann ich durchaus gewisse Themen sehen, die sich wiederholen. Und das ohne dass man Leser das Gefuehl bekommt, sie schriebe nach Schema F.


    Zum einen haben ihre Romane einen aehnlichen Aufbau: Teil 1 gibt ne Menge Hintergruende ueber die Personen. Das sind ne Menge und das kann fuer viele Leser langweilig werden. Teil 2 bringt endlich Action und macht Spass, ich kann den Wortwitz geniessen. Teil 3 ist dann die Aufloesung, nach und nach bilden alle Puzzleteile ein Gesamtbild. Dieser Teil ist fuer mich allerdings auch meist der traurigste und was an Wortwitz da ist, macht es nur ein klein wenig ertraeglicher.


    Auch diesmal ist der Schluss einfach nur unendlich traurig.
    Traurig, dass Tillys schwarzer Freund sie nicht finden konnte und noch trauriger, dass ihre "Freundin" ihn vergraulte.
    Traurig, dass Barry mit Schuld am Unglueck seiner Tochter traegt, traurig, dass er weder damit leben kann noch mit seinem schlechtem Gewissen ueber seine Rolle im Mord von Carol Braithwater.
    Traurig, dass Courtney von niemanden vermisst gemeldet wurde (Tracy hatte sich ja extra danach erkundigt).
    Traurig, dass Michael erst lange Jahre im Waisenhaus und im Suff verbringen musste.


    Atkinsons Hauptthema in ihren Romanen ist das Schicksal von Kindern mit traumatischer Kindheit - und dessen Folgen. Und auch das steht hier wieder im Vordergrund. Es wird wie in ihren anderen Romanen auch an verschiedenen Personen und nicht nur an einem Kind verdeutlicht. So gesehen spielt auch Tilly eine Rolle, zeigt sie doch auch eine spezielle Variente dieses Themas - die Folgen eines traumatischen Schwangerschaftsabbruches. Und das ist auch eine Parallele zu Kitty.


    Dabei schafft es Atkinson durchaus sehr differenziert Ursache und Folgen zu verdeutlichen. "Nur weil ein Nagel fehlte ...." hat nicht immer die gleichen Folgen. Tillys Schwangerschaftsabbruch hatte andere Folgen als Kittys. Und Michael und Hope hatten beide die gleiche ermordete Mutter, aber doch nicht automatisch ein verkorkstes Erwachsenenleben.


    Und weil Ursache und Folgen nicht automatisch voraus zu sehen sind, ist es eigentlich auch sehr passend, dass Atkinson einige Straenge offen laesst. Es ist eben nicht voraussehbar wie sich Courtney weiter entwickeln wird. Und auch wenn wir wuessten, ob Jackson nun Louises Anruf annimmt oder nicht, so waere es doch nicht voraussehbar welche Folgen sich draus entwickeln.


    Nur weil ein Nagel fehlte ... muss man nicht die Hoffnung aufgeben. So verbinden sich dann die Weisheit vom Anfang des Buches mit dem Gedicht am Ende.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

  • Zitat

    Original von Macska
    Len war derjenige, der das Verhältnis mit Carol hatte. Er hatte die Tochter mit ihr zusammen, er wußte, das es noch einen Jungen gab. Michael hat Len gesehen, wie er seine Mutter ermordet hat.


    Später hat Len Ray den Auftrag gegeben, das Mädchen aus der Wohnung zu holen. Dafür hat er ihm den Schlüssel gegeben. Diesen Auftrag hat Ray auch erfüllt und soweit wie ich das verstanden habe, wußte er nichts von dem Jungen, hat ihn wohl auch nicht bei der Mutter gesehen ( warum auch immer ).


    Deshalb war Ray auch so geschockt als es beim Auffinden von Carol hieß, das dort in der Wohnung sich ein Kind befunden hat.
    Der Einzige, der wirklich bewußt Michael seinem Schicksal überlassen hat, wahrscheinlich in der Hoffnung das er verhungert, ist Len.


    Ray ist in dieser Situation recht einfach zu erklaeren. Len faellt mir da wesentlich schwieriger.


    Ich bin mir ganz sicher, dass Ray Michael einfach nicht gesehen hat. Und da er von Michaels Existenz auch nichts wissen konnte, hatte er sich auch nicht weiter in der Wohnung umgesehen - sonst haette er den wahrscheinlich schlafenden Michael vielleicht gesehen und gehandelt.


    Meine Vermutung zu Len: er hat Michael einfach ausgeblendet und "vergessen". Vielleicht einfach gehofft, dass der Junge zu dem Zeitpunkt gar nicht in der Wohnung war. Und da Ray den Jungen auch nicht mehr erwaehnt hatte, hat er diese Hoffnung in seinen Gedanken in Gewissheit umgewandelt. Eiskalt berechnend war er zu dem Zeitpunkt wohl eher weniger. Denn dann haette er bewusst gehandelt um sicher zu gehen, dass kein Zeuge ueberlebt.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

  • Zitat

    Original von Beatrix


    Traurig, dass Courtney von niemanden vermisst gemeldet wurde (Tracy hatte sich ja extra danach erkundigt).


    Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern :gruebel

    Einige Bücher soll man schmecken, andere verschlucken und einige wenige kauen und verdauen.

  • Zitat

    Original von Beatrix


    Ich bin mir ganz sicher, dass Ray Michael einfach nicht gesehen hat. Und da er von Michaels Existenz auch nichts wissen konnte, hatte er sich auch nicht weiter in der Wohnung umgesehen - sonst haette er den wahrscheinlich schlafenden Michael vielleicht gesehen und gehandelt.


    Meine Vermutung zu Len: er hat Michael einfach ausgeblendet und "vergessen". Vielleicht einfach gehofft, dass der Junge zu dem Zeitpunkt gar nicht in der Wohnung war. Und da Ray den Jungen auch nicht mehr erwaehnt hatte, hat er diese Hoffnung in seinen Gedanken in Gewissheit umgewandelt. Eiskalt berechnend war er zu dem Zeitpunkt wohl eher weniger. Denn dann haette er bewusst gehandelt um sicher zu gehen, dass kein Zeuge ueberlebt.


    Genau so habe ich das auch interpretiert! :write


    ""Das vergessene Kind" könnte meiner Meinung nach sowohl Courtney (da sie ja anscheinend von niemanden vermisst wird) als auch Michael (da er ja damals in der Wohnung "vergessen" wurde) sein.." (Verena)


    Es könnte auch Hope sein, denn deren bloße Existenz wurde von jenen, die von ihr wussten, bewusst "vergessen" und Tracy, die aufgrund von Michaels Frage "Wo ist meine Schwester?" (das fällt ihr ja ganz zum Schluss ein) von ihr hätte wissen können, hat sie auch irgendwie vergessen.

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Hope hatte ja sozusagen gar nicht existiert. Carol ist immer wieder umgezogen und durch jedes Raster gefallen, sodass fast niemand von ihr wusste. Deswegen ist es ja nicht aufgefallen, dass sie einfach verschwunden ist. Für mich würde da eher das "nicht existierende" Kind passen.

    Und manchmal ist ein Buch die Welt für mich!


    Mein Blog



    :lesend Laini Taylor - Daughter of Smoke and Bone - Zwischen den Welten



    Langzeitprojekte:
    Margaret George - Maria Stuart LR

  • Zitat

    Original von Minny
    Hope hatte ja sozusagen gar nicht existiert. Carol ist immer wieder umgezogen und durch jedes Raster gefallen, sodass fast niemand von ihr wusste. Deswegen ist es ja nicht aufgefallen, dass sie einfach verschwunden ist. Für mich würde da eher das "nicht existierende" Kind passen.


    Aber ihr Bruder Michael wusste von ihr.
    Und hat Tracy, als sie ihn zu Beginn auf dem Arm hielt, nach ihr gefragt.
    Das hat Tracy aber, wie sie sich am Ende des Buches erinnert -> vergessen.
    Genau werden wir wohl nie wissen, wen die Verfasserin meinte.
    Deswegen finde ich ja Leserunden mit Autorenbegleitung besonders gut :grin :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Zitat

    Original von maikaefer
    genau werden wir wohl nie wissen, wen die Verfasserin meinte.
    Deswegen finde ich ja Leserunden mit Autorenbegleitung besonders gut :grin :wave


    Hier duerfen wir aber nicht vergessen, dass der Autor in der Regel wenig Einfluss auf den Titel des Buches hat. Und in diesem Fall sogar noch weniger, da es eine Uebersetzung ist, die mit dem Originaltitel nun gar nichts mehr gemein hat.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

  • "Started early, took my dog"


    Das ist der Originaltitel und die erste Zeile eines Gedichts von Emily Dickinson. Das komplette Gedicht und eine Interpretation dazu kann man z.B. hier finden. Und eine deutsche Uebersetzung dazu hier

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

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