'Sommernacht auf Mallorca' - Kapitel 01 - 04

  • * Hetzt ganz außer Atem hier hierein * ;-)


    Tut mir leid, wenn ich jetzt erst zum Posten komme, doch bin ich derzeit beruflich stark belastet und familiäre Fragen drängen sich in den Vordergrund, verlangen also Zeit und Lösung. Na ja, wie bei vielen eben. Was solls.


    Ich gehöre vermutlich nicht unbedingt zur Zielgruppe des Buches (an so manchen Formulierungen ist mir das auch aufgefallen), aber einem Buch von Lea Korte konnte ich denn doch nicht widerstehen (ich hatte das schon hier, bevor diese Leserunde angekündigt wurde), dafür habe ich „Die Maurin“ einfach in zu guter Erinnerung behalten.


    Auffallend gleich zwei Sinnsprüche (oder wie nennt man sowas sonst?) zu Beginn von George Sand. Von der weiß ich nicht sehr viel. Hatte die nicht einen berühmten literarischen Kreis, in Paris vermutlich, wie alles in Frankreich - von einem kleinen aufmüpfigen Dorf mal abgesehen ;-) ?


    Meine Geschichte, wäre ich der Protagonist, wäre vermutlich auf Seite 7 schon zu Ende gewesen. Würde mich jemand dermaßen zu etwas überreden versuchen, wie hier Uschi, wäre es ziemlich sicher, daß das Ergebnis ein granithartes „Nein“ wäre. Aber dann gäbe es das Buch ja nicht. ;-)


    Seite 14 noch ein Grund dagegen: (...) das Meer, das wunderschöne Meer (...) Das kann überhaupt nicht sein. Ich entsinne mich, als ich - da war ich so etwa 15 - nach Norddeich Mole fuhr, nicht nur wegen der 012 (Anm: ölgefeuerte Schnellzugdampflok) vorne am Zug, sondern weil ich zum ersten Mal im Leben das Meer sehen wollte, noch an den panischen Schrecken, der mich ergriff, als ich an der Mole stand, aufs Meer hinaus schaute - und da war nichts außer Wasser. „Nie wieder“ habe ich mir vorgenommen, und das bis vor wenigen Jahren durchgehalten, als unsere Tochter unbedingt mal ans Meer wollte. Und da habe ich mich von der Nordsee ziemlich fern gehalten. Ich kann die Faszination nicht nachvollziehen. :rolleyes


    Ansonsten finde ich das Verhalten von Isabella etwas ... seltsam? Fliegt in Urlaub, um sich von einer gescheiterten Beziehung zu erholen, will nix mit Männern zu tun haben - und hat doch immer wieder ein Auge auf sie. Andererseits, Freundinnen von „Axels“ scheinen etwas seltsam zu sein. ;-) Ich denke da an die Sara aus „Frühling in Saltön“, deren Mann Axel gestorben war (ich habe allerdings mehr einige Folgen der nach dem Buch gedrehten TV-Serie vor Augen) und die sich auch etwas ... seltsam benahm.



    Zitat

    Original von Cornelia Lotter
    (Wenn sie eine fernbrille hat, müsste sie ja in die Nähe gut sehen, und so kann ich kaum nachvollziehen, dass sie den Mann, der ihr aus dem Geschäft entgegenkommt, nicht richtig sieht.


    Das kann ich schon nachvollziehen. Ich habe auch eine „Fernbrille“. Alles, was weiter als etwa 25 - 30 cm von mir entfernt ist, beginnt langsam, dann zusehends zu verschwimmen, bis es schließlich nur noch ein „Farbenmeer“ (sic!) ist. Jemanden über eine Straße hinweg zu erkennen wäre für mich ohne Brille ziemlich schwer bis unmöglich.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • Lieber Sicollier,


    Isabella kann ja, wie man später sieht, sogar Auto fahren ohne Brille, nur die Details bekommt sie nicht mit. Was beim Autofahren ansonsten schon wünschenswert ist ;-)
    Sie sieht den Mann ja auch, erkennt ihn als solchen, nur eben ... ;-)


    Dass das Meer einen erschrecken kann, kann ich nachvollziehen, obwohl ich es liebe. Es ist unheimlich, vor allem der Atlantik. Wenn man z.B. in Südspanien, in Conil, am endlosen Strand läuft, nichts als Wasser, das auf einen zudonnert ... schon beklemmend. Trotzdem liebe ich das Meer. Allerdings steht unser Haus BEWUSST etliche Meter ÜBER dem Meeresspiegel und nicht direkt am Meer. Da hätte auch ich Angst.


    Herzlich
    Lea

  • Zitat

    Original von Lea Korte
    Isabella kann ja, wie man später sieht, sogar Auto fahren ohne Brille, nur die Details bekommt sie nicht mit.


    Das könnte ich nicht (und würde es aus Sicherheitsgründen nie tun, davon abgesehen, daß ich im Führerschein einen entsprechenden Vermerk habe). Allerdings wundert sich meine Frau immer, daß ich meist der erste bin, der auf die Entfernung Schilder lesen kann. Mit Brille habe ich 100% Sehkraft.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895)

  • Zitat

    Original von Lea Korte
    Talent, Talent! Willst du nicht in meine Schreibkurse kommen? ;-)
    Spaß beiseite: Die Idee ist wirklich gut. Aber ob ich die Gleiche hatte ... ;-)
    Herzlich
    Lea


    :yikes Ich und schreiben :rofl Ich glaube jeder Verlag wäre pleite mit mir ;-)



    Nö ich lese nachher einfach mal weiter mal sehen was mir noch so für Ideen kommen. :lesend


    Nun muss ich erstmal mit schnatter Junior spielen

  • Auf Mallorca war ich noch nicht. Meine Vorstellungen decken sich aber mit denen von Isabella :grin, trotz begeisterter gegenteiliger Berichte diverser Bekannten und Kolleginnen.


    Und wenn ich auf fremden Flughäfen die Kofferbänder suche, dann gehe ich auch immer davon aus, dass die, die zielstrebig geradeaus gehen, schon wissen, wo sie hinmüssen = Herdentrieb :-) Isabella scheint ja recht verwirrt und mitgenommen zu sein, eigentlich gibt es doch immer Hinweisschilder, auf welchem Laufband sich die Koffer des Fluges XY befinden.


    Die Frau ist chaotisch. Will wandern und hat keine passenden Schuhe dabei? Hoffentlich kommt sie auf Mallorca zur Ruhe und kann sich neu sortieren.


    Eric hätte ich entschiedener abgewiesen, so ein aufdringliches Verhalten mag ich gar nicht. Und ich wundere mich immer wieder, wie klein Frauen sich machen. Statt diesen Axel in den Wind zu schießen, läßt sie sich von ihm demütigen. Wie alt ist Isabella eigentlich? Steht das irgendwo?


    Mallorca scheint ja voller merkwürdiger Männer zu sein. Was ist wohl mit Guillem los? Gibt es eine Frau in seinem Leben?