Zeitenzauber - Die magische Gondel von Eva Völler [14 - 17 Jahre]

  • Mehr oder weniger zufällig bin ich über dieses Buch gestolpert. Ehrlich gesagt war ich skeptisch, die Edelstein Triologie und Kerstin Gier hatte ich verschlungen und deswegen wusste ich nicht ob eine andere Zeitreisegeschichte wirklich daran heran kommt.


    Irgendwann hat mich doch die Neugier gepackt, das Resultat: eine ziemlich schlaflose Nacht.


    Der Schreibstill des Buches hatte mich gefesslet, außerdem wurde die Geschichte schön erzählt. Desweiteren gefiel mir das die Autorin sich mit der Zeit befasst und nicht einfach irgendwas niederschrieb.


    Fazit: Den zweiten Teile werde ich mir sicher auch noch holen.

  • Die 17jährige Schülerin Anna macht mit ihren Eltern Ferien in Venedig. Im Hotel lernt sie Matthias kennen, der ebenfalls mit seinen Eltern dort Urlaub macht. Ungefragt schließt Matthias mit Anna Freundschaft und begleite sie auf ihren Streifzügen durch Venedig, während die Eltern ihren eigenen Interessen nachgehen. Dabei stoßen sie auf eine merkwürdige rote Gondel, beachten sie aber nicht näher.
    Zusammen mit Matthias findet Anna einen kleinen Maskenladen und ehe sie es sich versieht, ist sie im Besitz einer wunderschönen und passgenauen Katzenmaske. Abends berichtet ihr Vater von aktuellen Ausgrabungen. Als Archäologe hat er natürlich ein Interesse daran, vor allem an dem geheimnisvollen Brief, dessen Echtheit geprüft werden soll. Anna nimmt das alles nur am Rande wahr.


    Tags drauf gehen alle gemeinsam zu einer Bootsaustellung. Mitten im Gedränge fällt Anna Sebastiano auf. Auch die rote Gondel ist wieder da und ehe Anna diese Information verarbeiten kann, fliegt sie schon im hohen Bogen in den Kanal.
    Als sie wieder zu sich kommt, muss sie zwei Dinge feststellen. Erstens, sie ist nackt und zweitens, sie ist nicht mehr im 21. Jahrhundert.


    Anna ist total verwirrt, war sie eben noch von iPod, Autos und Facebook umgeben, so kann sie diese Worte dank einer Sperre nicht einmal mehr aussprechen. Das Venedig im Jahre 1499 kennt diese Dinge schlichtweg nicht. Andere Wörter werden automatisch umgewandelt.
    Anna wird von einem Mann zu einer Familie gebracht, bei der schon ein weiteres Mädchen lebt, das einen unfreiwilligen Zeitsprung hinter sich hat. Dort erfährt sie, dass sie nur wieder zurück kann, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat. Doch was ist ihre Aufgabe? Und wie kann sie diese erfüllen? Schnell erkennt Anna, dass nicht nur ihr Leben in Gefahr ist…



    Eva Völler schreibt unter vielen Pseudonymen, doch mir am bekanntesten sind ihre historischen Romane unter Charlotte Thomas. Auch hier spielt sehr oft Venedig eine große Rolle.
    In diesem Buch entführt die Autorin den Leser nach Venedig des 15. Jahrhunderts. Die Geschichte ist aus der Sicht von Anna geschrieben. Ihre Gedanken, Gefühle und Überlegungen sind dem Leser daher nicht fremd, sondern machen ihm die Verwirrung und den Willen zurück ins 21. Jahrhundert zu kommen, sehr schnell deutlich.


    Anna kämpft um eine Möglichkeit, wieder nach Hause zu kommen, doch dafür muss sie ihre Aufgabe erfüllen, wie auch immer diese lauten mag. Und während sie auf diese Erkenntnis wartet, hat sie genug Gelegenheit, die Zeit in der sie gelandet ist, kennen zu lernen. Auch der Leser kommt in den Genuss und lernt nicht nur alte italienische Begriffe kennen, die in einer Fußnote erklärt werden, sondern auch, wie man damals z.B. zu einer Toilette (Abtritt) gesagt hat. Der „intergalaktische Translator“ macht es möglich. Fallen die Begriffe, die Anna verwendet, nicht der Sperre zum Opfer (z.B. Facebook), so werden sie zeitgemäß angepasst. Als Leser sieht man dabei, was Anna eigentlich sagen wollte und danach, was sie tatsächlich sagt.
    Annas Wortwitz und ihre Schlagfertigkeit ist davon unberührt und so musste ich, trotz der Spannung der Geschichte, immer wieder schmunzeln oder kurz auflachen.


    Annas Reise nach Venedig im 15. Jahrhundert scheint wie der kleine Ableger der großen Romane zu sein. Denn auch in diesem Buch merkt man an, dass die Autorin viel zu Venedig und dem 15. Jahrhundert recherchiert hat. Ihre Liebe zu Venedig kommt deutlich beim Leser an und reißt ihn förmlich mit.
    Die Hauptprotagonisten sind sehr farblich. Anna ist eine typische 17jährige, leicht naiv noch, aber durch ihren Wortwitz einfach nur liebenswert. Auch Sebastiano wird immer farblicher und gegen Ende hat man gleich zwei neue Freunde gefunden.


    Die Geschichte spielt ausschließlich in Venedig, wenn auch zu verschiedenen Zeiten. Die Schauplätze, die Umgebung und auch das Leben der Menschen, sei es nun das Leben einer kleinen Familie oder eines Politikers werden so anschaulich beschrieben, dass man es sich als Leser sehr gut vorstellen und hineinversetzen kann.
    Das Buch beginnt mit dem geheimnisvollen Brief und weckt beim Leser die Neugierde, wie es zu diesem Brief wohl kam und was dahinter steckt.


    Beginnt die Geschichte zunächst ruhig, steigt der Spannungsbogen spätestens ab dem unfreiwilligen Bad von Anna im Kanal spürbar an.
    Der Roman ist in sich abgeschlossen, die Aufgabe gelöst. Jedoch gibt es gerade im Epilog einen kleinen Hinweis, dass es noch mehr Abenteuer mit Anna und Sebastiano geben könnte. Ein zweiter Teil ist übrigens am 14.03.2013 erschienen.



    Fazit:


    Eine spannende Zeitreise, die sowohl Jugendliche wie Erwachsene in ihren Bann ziehen wird.

  • Einmal Zeitreise gefällig? Kein Problem! Aussuchen wohin? Nicht möglich!


    Wir bekommen diese tolle Geschichte aus Sicht der Protagonistin Anna erzählt. Mehr als einmal war ich dafür sehr dankbar, weil ich den Eindruck hatte, mitten im Geschehen zu sein. Auch ihre Gefühle sind durch diese Erzählweise klarer und verständlicher, weil für mich doch die ein oder andere Sprunghaftigkeit in ihrem Verhalten überrascht oder sehr unvorhersehbar ist.


    Am Anfang hatte ich ein Problem, mich in den Schreibstil einzufinden. Dabei kann ich noch nicht mal genau sagen, woran dies lag. Das Lesen ist mir einfach schwer gefallen. Nach der Hälfte hat sich das aber gelegt und ich kam schneller bzw. flüssiger voran. Die Beschreibung der Umgebung war sehr bildlich und ich hatte mehrmals das Gefühl den Kanal wirklich riechen oder das Wasser plätschern zu hören. Das Venedig von 1499 ist also tatsächlich vor meinem inneren Auge erschienen und dafür gibt es einen dicken Pluspunkt.


    Die Spannung hat sich erst nach ca. 150 Seiten wirklich aufgebaut. Vorher werden die Charaktere beschrieben und wir lernen Venedig näher kennen. Richtig spannend wurde es für mich erst danach, weil dann auch die Geschichte dynamischer wurde und sich einige Fragen geklärt haben. Beispielsweise wie es mit den Zeitreisen funktioniert oder welche Rolle Anna in der ganzen Sache inne hat. Zum Ende bekommen wir noch einen Cliffhanger und ich freue mich schon auf Band 2, weil die Geschichte von Anna und Sebastiano noch sehr interessant zu werden scheint.


    Anna als Charakter war sehr angenehm. Während sie sich am Anfang nur für ihren iPod interessieren kann, lernt sie schon bald die Vorzüge von einem Stück Seife oder einem Kamm kennen. Ihr Verhalten war für mich zum größten Teil nachvollziehbar und realistisch. Jeder, der sich 500 Jahre in der Vergangenheit wiederfindet, muss diese Welt wohl neu entdecken und genau dieses Abenteuer erleben wir durch Annas Augen. Einziger Kritikpunkt an ihrem Charakter waren ihre Gefühle für die Männerwelt. Von manchen Geständnissen war ich dann doch sehr überrascht, weil es vorher keine Anzeichen gab. Vielleicht war Anna aber genauso überrascht, dann würde ich meine Kritik wieder zurücknehmen ;)


    Insgesamt ein magisches Zeitreiseabenteuer, mit einer starken, mutigen Protagonistin, die ihren Weg geht und sich gleichzeitig für andere einsetzt. Dabei fehlt auch der Held nicht, der hier durch sein sympathisches Grinsen besticht. Gelungen, aber kleine Steigerungen sind noch möglich. Ich bin auf Band 2 gespannt.

  • Die 17-jährige Anna verbringt ihre Ferien mit ihren Eltern in Venedig. Dort wird sie auf eine rote Gondel aufmerksam.
    Als Anna kurz darauf bei einer Bootsparade ins Wasser fällt, wird sie von einem gutaussehenden Unbekannten gerettet – Sebastiano. Im gleichen Augenblick verschwimmt die Welt vor Annas Augen und sie kommt im Jahr 1499 wieder zu sich.
    Ich war mir zuerst nicht sicher, ob mir „Zeitenzauber 01: die magische Gondel“ von Eva Völler wirklich gefallen könnte, diese Zweifel haben sich aber schnell in Luft aufgelöst.
    Die Geschichte fesselt von Anfang an und man taucht in eine atemberaubende Welt ein.
    Venedig wird durch detaillierte Beschreibungen gut in Szene gesetzt und alles wird durch die bildhafte und fesselnde Sprache sehr greifbar.
    Auch die Charaktere fand ich sehr sympathisch und authentisch. Anna fand ich zu Beginn zwar etwas naiv, aber im weiteren Verlauf des Buches wirkt sie deutlich reifer.
    Die Handlung ließ mich dann auch nicht mehr los und das Ende war nicht nur packend, sondern auch sehr überraschend.
    Zudem lernt man interessante, historische Fakten über das Venedig im Jahr 1499.
    Es bleiben zwar noch einige Hintergrundinformationen zum Zeitreisen im Allgemeinen und bestimmten Personen im Besonderen offen, aber ich hoffe, dass das im Verlauf der Serie noch geklärt wird.
    Für mich rund um ein gelungenes und schönes Buch mit einer guten Idee, tollen harmonierenden Charakteren und witzigen Stellen, das mir Lust auf die Fortsetzung bereitet und mir angenehme Lesestunden beschert hat.


    10 von 10 Punkten!

  • Bewertung: 4 von 10 Büchereulen


    Kritik: Schon sehr lange ist dieses Buch in meinem Besitz und erneut wurde ich mal wieder sehr stark von dem wunderschönen Cover angezogen, dass ich es nun endlich einmal geschafft habe, es zu lesen. Doch leider muss ich sagen, dass das tolle Cover das einzige war, das mich bei dieser Lektüre umgehauen hat. Anfangs kam ich noch ganz gut in die Geschichte rein, doch irgendwann schweiften meine Gedanken ständig ab, weil der Schreibstil der Autorin leider nichts hatte, was mich auf lange Zeit fesseln konnte. Auch inhaltlich war ich nicht sonderlich begeistert, weshalb ich mir auch die nächsten Teile nicht mehr gönnen werde. Auch die versprochene Romantik konnte ich leider nirgends finden. Insgesamt leider eine sehr große Enttäuschung für mich.

    "Katzen achten nicht drauf, welche Namen wir ihnen geben. Sie haben ihre eigenen Namen und brauchen unsre nicht. Darum schaut einen eine Katze auch immer so mitleidig an, wenn man sie beim Namen ruft, den man ihr gegeben hat, als ob man es nie lernt.

  • Bewertung: 10 von 10 Büchereulen


    Meine Meinung:
    Anna verbringt ihre Ferien in Venedig mit ihren Eltern, als sie bei einer Bootsparade ins Wasser fällt beginnt die spannende Zeitreise...
    Mir haben alle 3 Bände sehr gut gefallen und ich konnte einfach das Buch kaum noch weglegen.
    Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und zieht einen schnell in seinen Bann. Die Protagonisten gewann ich gleich am Anfang lieb, nur der einäugige José war nicht mein Liebling.
    Die Reise durchs alte Venedig hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend mit einer Portion Liebe.

  • Ich war auch zuerst skeptisch, als ich gelesen habe, dass es ein Zeitreiseroman ist, weil mir gleich die Bücher von Kerstin Gier in den Sinn gekommen sind.
    Aber außer der Idee des Zeitreisens haben die beiden Trilogien nichts miteinander zu tun! Vor allem die Idee, dass Anna moderne Wörter wie iPod nicht aussprechen kann, hat mich immer wieder zum lachen gebracht beim lesen :lache


    Es ist schon etwas her, dass ich die Bücher gelesen habe, aber ich glaub, ich muss sie diese Woche wieder lesen :lesend


    Von mir 10/10 Punkten für das Buch.

    Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden,

    ist auch nicht wert, daß man's einmal liest.
    (Jean Paul, 1763 - 1825)