'Bertrams Hotel' - Kapitel 13 - 20

  • Dass sie dann noch in Bess´ Arme stürzt und Mama ruft ist sehr verwirrend.

    Wenn ich mich recht erinnere, passiert dies im Film nicht. :gruebel

    Allgemein ist (wenn ich mich richtig erinnere) die Situation eine andere, wo Elvira auf ihre Mutter stößt!?


    Dieser Abschnitt hat mehr mit Scotland Yard als mit Miss Marples sonst üblichen Ermittlungen zu tun. Aber irgendwie gefällt mir das Buch dennoch und die kleinen Hinweise von Miss Marple finde ich wirklich super.


    In diesem Abschnitt haben wir dann auch unser Opfer. ;) Ob es sich dabei tatsächlich um einen angeblichen Anschlag auf Elvira handelt?


    Ich bin der Meinung - unabhängig davon, dass ich den Film kenne - dass Pennyfather nichts mit dem Tod von Michael oder den Raubüberfällen zu tun hat. Auch er wird Opfer der ganzen Machenschaften sein.


    Ich bin am Überlegen, ob die Herren Hoffmann auch im Film vorkommen!? Ich glaube mich zu erinnern, dass Miss Marple sich an den Anwalt (einer der Verwalter von Elviras Vermögen) wendet und dort einen Hinweis bekommt.

    Also im Film nimmt Miss Marple definitiv eine größere Rolle ein, die ihr im Buch nicht gegeben ist.


  • So ganz glücklich bin ich diesmal auch nicht mit dem Buch. Ich habe lieber einen sauberen Mord am Anfang und dann folgen die Ermittlungen. ;)


    Sehr schön formuliert!!! Ein sauberer Mord und Ermittlungen ... Gefällt mir sehr sehr gut und ich schmunzle gerade vor mich hin. Absolute Zustimmung!!!

  • Als Elvira ins Hotel geleitet wird, kommt Bess gerade aus dem Lift. Elvira rennt auf sie zu, mit den Worten 'Mutter, Mutter'. Woher weiß sie das, also das Bess ihre Mutter ist? Habe ich was überlesen???? Das verstehe ich gerade nicht.

    Das fand ich zunächst auch merkwürdig, schließlich sind sich die beiden wohl die ganze Zeit über auch nicht begegnet. Und von dem Colonel wird sie die Info sicher nicht erhalten haben. Aber womöglich hat sie diese Information aus Irland mitgebracht. Sie kam ja um irgendein Detail schlauer zurück.


    Ob tatsächlich Elvira das Ziel war? Oder sollte Micky von Anfang an das Opfer sein?

    Also hier denke ich schon, dass Elvira das eigentliche Ziel des Anschlags war und Micky sich tatsächlich heldenhaft um ihre Rettung bemüht hat. Elvira weiß ganz sicher irgendwas, sonst hätte sie im Vorfeld nicht mehrfach gefragt, was passiert, wenn sie stirbt. Und Micky steht ihr sicher näher als man glauben soll. Vielleicht ist was Wahres dran, dass er tatsächlich der Vater ist/war? Und deswegen von Sedgwick ein Schweigegeld bekommen hat?


    Also, mir fehlt Miss Marple.

    So richtig "fehlt" sie mir nicht, ich finde die Ermittlungen, die Davy und Campbell anstellen, auch sehr spannend. Miss Marple ist hier eher eine Randfigur, aber ich schätze, sie wird zum Ende hin den entscheidenden Hinweis geben. ;)


    Auf jeden Fall ist etwas ganz faul an dem Hotel. Ist vielleicht auch ein reines Geldwäsche-Modell. Die Brüder Hoffman haben so viele Investitionen und nicht alles scheint 100% legal zu sein... Da könnte man doch so ein über Jahre angesehenes Etablissement für solche Zwecke missbrauchen. Und irgendwie müssen die Gelder von den Raubzügen ja weiß gewaschen werden.

    Dass das Zimmermädchen eigentlich eine Schauspielerin ist, passt da ganz gut rein. Und auch sonst: Man braucht sich um viele Gäste nicht zu kümmern, kommen doch genügend ältere Herrschaften zu billigen Preisen gerne dort unter, um ihren Nachmittagstee einzunehmen. So wirkt das Haus immer voll, auch wenn es vielleicht kaum Gäste gibt. Sehr geschickt.


    Der Rennwagen findet immer wieder Erwähnung. Dieser soll wohl auf Malinowski verweisen. Aber man darf natürlich nicht aus den Augen verlieren, dass auch Bess einen solchen Wagen fährt. Sie könnte eher Drahtzieherin in diesem Spektakel sein, Malinowski wird ja eher als etwas einfach gestrickt dargestellt, meine ich.


    Dass Pennyfather noch lebt freut mich. Ich hatte schon das schlimmste befürchtet. Er ist der Polizei allerdings keine große Hilfe. Wie auch, bei diesem Gedächtnis. Wobei derjenige, der ihm den Schlag zugefügt hat, das auch nicht sicher hätte vorhersehen können. Schon ein gewisses Risiko, schließlich hätte sich Pennyfather auch sehr genau an den "Überfall" erinnern können... Interessant ist, dass eine Dame ihn beim Eisenbahnraub gesehen haben will - offenbar gibt es in der Reihe der Verbrecher jemanden, der ihm ähnelt.


    Nun geht's also auf in den letzten Abschnitt. Ich bin schon sehr gespannt, wie alles zusammenhängt und aufgelöst wird (und welche Rolle Miss Marple dabei spielt)!

  • Also, ich hatte durchaus auch schon den Verdacht, dass Miss Marple quasi nachträglich ins Geschehen geschrieben wurde, weil sie hier nur eine recht kleine Rolle spielt. Dennoch ist der Krimi unterhaltsam und gut lesbar.


    Dass es sich bei Bertrams Hotel um eine Kulisse für viele Verbrechen handelt, tritt hier immer klarer zutage. Interessant finde ich, wie hier getäuscht wurde.

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Also, ich hatte durchaus auch schon den Verdacht, dass Miss Marple quasi nachträglich ins Geschehen geschrieben wurde, weil sie hier nur eine recht kleine Rolle spielt. Dennoch ist der Krimi unterhaltsam und gut lesbar.

    Das Gefühl hatte ich nicht. Es gibt doch auch andere Bücher mit ihr, in denen sie auch eher im Hintergrund, als Beobachterin fungiert und erst am Ende dann der Polizei die entscheidenden Hinweise gibt. Ich könnte im Augenblick zwar keinen Titel nennen, aber ich hoffe, dass mich meine Erinnerung da nicht täuscht.