Die Liste der vergessenen Wünsche - Robin Gold

  • Klappentext:
    Früher war alles einfacher. Abschiede zum Beispiel. Als die achtjährige Clara Black – in einem schwarzen Badeanzug – ihren Kater »Schweinebraten« beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben noch einen viel größeren Verlust für sie bereithalten würde: Jahre später stirbt ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit. Es bricht Claras Herz. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollten. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker – und zum Weg zurück ins Glück …


    Autorin:
    (Quelle: blanvalet)
    Robin Gold (geboren 1974) wollte sich schon als Kind all ihre Herzenswünsche erfüllen. Sie arbeitete zunächst beim Film, bevor sie ihren größten Traum wahr werden ließ: Schriftstellerin zu werden. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrem kleinen Sohn und elf Fahrrädern in Chicago.


    Eigene Meinung:
    Plötzlich den Liebsten zu verlieren ist ein großer Schock. Schier unüberwindbar scheint die Trauer, wenn dieser verstorben ist. So ergeht es auch Clara Black, deren Verlobter kurz vor der Hochzeit bei einem Unfall ums Leben kommt. Die Trauer ist unbeschreiblich groß. Und nicht nur das, Claras ganzes Leben ist durcheinander, denn sie und Sebastian hatten alles genau durchgeplant. Wann sie heiraten, wieviele Kinder sie bekommen und wie ihr Hund heißen soll. Doch nun steht Clara vor einem großen Scherbenhaufen.


    "Einen Hund haben! (Wen kümmert`s wenn er haart? AUSSER Mama)"


    Die einzigen Menschen, die sie in dieser Situation um sich ertragen kann sind ihre Mutter Libby und ihr Bruder Leo, die sich große Sorgen um Clara machen, die nur noch Haut und Knochen und so apathisch ist, dass sie nicht einmal merkt, wann Wochenende ist. Selbst ihr Boss hat ihr geraten eine Auszeit zu nehmen. In ihrem alten Kinderzimmer entdeckt Clara ihre Zeitkapsel. Ein Monument aus Kindertagen, eine Idee ihrer Lehrerin. Darin steckt eine Liste der Dinge, die Clara erledigen möchte bis sie 35 Jahre alt ist. Das ist nicht mehr allzu lang und eine plötzliche Konfrontation mit einem ihrer Wünsche bringt sie dazu die Umsetzung dieser sofort anzugehen. Und außerdem in die ein oder andere prekäre Situation ...


    "Leos Blockflöte im Garten ausgraben (& mich dafür entschuldigen, dass ich sie eingegraben und zugesehen habe, wie er dafür bestraft wurde, sie verloren zu haben)."


    Die Kombination Tod + Liste ist von der Idee her nicht gänzlich neu, aber von Robin Gold einfach herzlich umgesetzt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, gelang es mir dann jedoch recht schnell in die Geschichte hinein zu finden. Ein bisschen bei mir angeeckt ist der Schreibstil der Autorin, der eher locker, flockig, aber zunächst auch ein wenig simpel wirkt. Doch egal mit welcher Genauigkeit und Fehlerguckerei ich die Geschichte betrachtet habe, ich finde keinen weiteren Haken. Robin Gold hat einen Roman geschrieben, den sie mit sehr viel Liebe zum Detail ausgeschmückt hat. Immer wieder gibt es kleine Leckerchen für den Leser, dem bei diesem Buch das Herz aufgehen wird. Humor und rührende Momente gehen Hand in Hand, was die Geschichte einfach hervorragend abrundet. Und auch die Protagonisten sind mit so viel Herzenswärme ausgearbeitet, dass man sie einfach mögen muss.


    "Billy Warrington küssen (Clara+Billy = DIE GROSSE; EWIGE LIEBE)"


    Fazit:
    "Die Liste der vergessenen Wünsche" ist für mich das Buch das man auf seine Weihnachtsverschenk-Liste setzen sollte. Ein Roman, der dem Leser ans Herz geht, der voller schöner, aber auch trauriger Momente steckt und mit viel Liebe zum Detail und sympathischen Protagonisten eine wundervolle Wärme ausstrahlt.


    Buchinfo:
    blanvalet (Oktober 2013)
    352 Seiten
    14,99 €
    Originaltitel: Once upon a List
    Übersetzer: Carolin Müller

  • x Autorin: Robin Gold
    x Übersetzerin: Carolin Müller
    x Titel: Die Liste der vergessenen Wünsche
    x Originaltitel: Once Upon a List
    x Genre: Roman
    x Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2013
    x bei Blanvalet
    x 352 Seiten
    x ISBN: 3764504846
    x Erste Sätze: Prolog. Clara betrachtete mit großen Augen die rechteckige, in Geschenkpapier eingewickelte Schachtel in ihren Händen und lächelte von einem Ohr bis zum anderen. “Ein Geschenk?”, fragte sie ihren Verlobten. “Für mich? Aber warum?” Sie hatte weder Geburtstag, noch war Weihnachten. Zum Henker, es war nicht mal Flaggen-Gedenktag.


    Klappentext:


    Wenn ich groß bin… …will ich glücklich sein!


    Früher war alles einfacher. Abschied nehmen zum Beispiel. Als die achtjährige Clara Black ihren Kater “Schweinebraten” beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben einen noch größeren Verlust für sie bereithalten würde. Denn Jahre später bricht Claras Welt zusammen, als ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit stirbt. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollen. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker – und zum Weg zurück ins Glück …


    Rezension:


    “Die Liste der vergessenen Wünsche” war wieder einmal eines der Bücher, die ich aufgrund des tollen Buchtrailers unbedingt lesen wollte – und auf den ersten Blick knüpfte das Layout des Buches schon daran an. Denn auch die Innenseiten der Buchdeckel sind rosa gehalten und außerdem mit Notizzetteln übersäht, auf denen steht, was die Protagonistin, Clara Black, alles erleben möchte, bevor sie 35 wird.


    Robin Gold schreibt so, dass ich mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen konnte und sogar die ganze Zeit über etwas geknickt war, da mich Claras Verlust ihres Verlobten so mitgenommen hat. Dass der Partner stirbt, ist eine furchtbare Vorstellung und so fühlte ich mit der Protagonistin und schloss sie sofort ins Herz.


    Einige Zeit nach diesem einschneidenden Ereignis besucht sie ihre Mutter und bekommt ein Paket in dem sich eine Zeitkapsel befindet, in der sich eine Liste mit den Dingen befindet, die sie als Kind vor ihrem 35. Geburtstag erleben wollte. Durch einen Zufall beginnt sie mit dem Abarbeiten der Liste und findet darin neuen Halt.


    Und dementsprechend sind dann auch die Kapitel aufgebaut. Clara bleibt in dieser Zeit in ihrer alten Heimat, die Geschichte entwickelt sich weiter und am Ende (fast) jeden Kapitels steht der durchgestrichene Punkt auf der Liste, der erledigt wurde.


    Wer denkt, dass in einer solchen Geschichte die Liebe nicht zu kurz kommen darf, wird voll und ganz auf seine Kosten kommen, denn nach einem anfänglichen Desaster schleicht sich dann doch still und heimlich ein Mann in Claras Herz, auch wenn dies erstmal von weiterer Trauer um ihren verstorbenen Verlobten begleitet wird.


    Mir hat die Geschichte an sich gut gefallen und sie hat mich auch sehr berührt, aber ich glaube, dass sie bei mir als Vielleser nicht soo lange im Gedächtnis hängen bleiben wird. Ich habe mich dabei erwischt, wie ich immer wieder Vergleiche zu Büchern von Cecelia Ahern, die ich auch sehr mag, gezogen habe – dadurch steht “Die Liste der vergessenen Wünsche” nicht mehr alleine da, sondern rutscht eher in meine gedankliche “Geliebter Herzschmerz”-Sparte.


    Trotzdem ist es aber für den Lesemoment ein richtig gutes Buch.


    Fazit:


    Eine berührende Geschichte zum gemütlich aufs Sofa kuscheln und mitfühlen.


    Bewertung:


    8 von 10 Sternen

  • Und ab auf die Weihnachtswunschliste damit... seufz. Der arme Weihnachtsmann hat dieses Jahr schwer zu tragen... danke für die Rezis! :grin

    liebe Grüße
    Nell


    Ich bin zu alt um nur zu spielen, zu jung um ohne Wunsch zu sein (Goethe)

  • ein lesenswertes Buch, das sich in einem Rutsch verschlingen lässt.
    Ergänzend zu den Beiträgen weiter oben:
    bemerkenswert ist, dass die Protagonistin eine weitere Liste schreibt, über die nichts weiter zu erfahren ist, eine schöne Idee, sich seiner Wünsche bewusst zu werden.. und sie durch das Formulieren und Erfassen zumindest zu konkretisieren..

  • Ich fand es nicht so toll ;-)


    Als Claras geliebter Mann Sebastian kurz vor der geplanten Hochzeit bei einem Unfall ums Leben kommt, ist die junge Frau am Boden zerstört. Sebastian war ihr Seelenverwandter und ohne ihn erscheint ihr ihr Leben leer und sinnlos. Sie kapselt sich ab und lässt sich gehen.


    Zu Thanksgiving kann sie jedoch einen Besuch zuhause nicht vermeiden. Ihre Mutter und ihr Bruder sind entsetzt über ihren Zustand und tun alles, um sie aus ihrer Trauer und Lethargie herauszureißen. Dabei kommt ihnen der Zufall in Form einer Zeitkapsel zu Hilfe. Ihre frühere Lehrerin hat ihr das Päckchen geschickt, in dem sich eine Liste befindet, die die Kinder damals mit 10 Jahren geschrieben haben. Darauf stehen Wünsche, die sich bis zu ihrem 35. Geburtstag erfüllen haben sollen. Mehr durch Zufall kann Clara den ersten Punkt dieser Wunschliste spontan erfüllen, doch dann packt sie irgendwie der Ehrgeiz und sie will die komplette Liste abarbeiten. Ob sie so den Weg zurück ins Leben findet?


    Die Idee einer derartigen Liste zur Trauerbewältigung ist nicht neu, es gibt bereits diverse Bücher und Filme mit ähnlichem Inhalt.
    Dennoch war ich neugierig und hoffte auf eine romantisch-bittersüße Lektüre. Allerdings wurde ich herb enttäuscht.


    Clara als Figur fand ich einfach nur kindisch und nervtötend. Ihr schrecklicher Verlust tat mir leid, aber ihr anstrengendes Verhalten im Verlauf des Buches ließ jegliches weitere Mitgefühl für sie vergehen.


    Die Nebenfiguren blieben alle relativ blass und unscheinbar, dabei wäre hier durchaus noch eine Menge Potential gewesen.
    Am enttäuschendsten fand ich jedoch die Abarbeitung der Liste. Teilweise schien es, als hätte die Autorin zu manchen Punkten selbst keine Lösung gewusst, aber sie hat ja schließlich die Liste entworfen, wozu diese Dinge dann überhaupt draufschreiben? Manche Nebensächlichkeiten wurden seitenlang behandelt, andere Punkte in einem Satz einfach abgehandelt.


    Der Verlauf der Handlung war größtenteils sehr vorhersehbar, oberflächlich und kitschig. An einigen Stellen musste ich mich wirklich zwingen, weiterzulesen, so sehr haben mich das Buch und die Charaktere geärgert. Positiv zu sagen bleibt da eigentlich nur, dass es sich zügig liest und man es nach ein paar Stunden wenigstens durchhat.

  • Der Roman lässt sich zügig "weglesen", hinterlässt aber auch nur wenig bedeutende Erinnerung an die Geschichte. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Das allerdings erst, nachdem ich diesen kitschig-schnulzigen Prolog überstanden hatte. Die Passage, die Sebastian zu Lebzeiten beschreibt, war für mich kaum aushaltbar. Der bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommene Ehemann wird als der perfekte Lebenspartner glorifiziert, als jemand, der stets aufmerksam, zuvorkommend, humorvoll, ohne Ecken und Kanten daher kommt. Wäre es in diesem Stil weitergegangen, ich hätte das Buch spätestens nach dem ersten Kapitel abgebrochen.


    Zum Glück hebt sich der Stil. Claras Verwandte, also ihr Bruder Leo und ihre Mutter Libby, sind beide sympathisch. Das Buch ist durchzogen von Claras Trauer, zu Anfang mehr, zum Ende weniger, aber diese ist immer vorhanden und steht irgendwie vor jeder Entscheidung. Ihre Entwicklung hin zu einem wieder selbst bestimmten Leben, die sie dank der Liste in Angriff nimmt, war unterhaltsam zu lesen. Es gibt die ein oder andere lustige Szenen und natürlich darf die Anbahnung einer neuen, erfüllenden Liebe nicht fehlen. Das Ende ist daher auch geradezu märchenhaft (à la "und wenn sie nicht gestorben sind"). Aber das gehört bei dieser Art Büchern einfach dazu, genau das habe ich als Leserin erwartet. ;-)


    Zitat

    Original von Gronik
    Am enttäuschendsten fand ich jedoch die Abarbeitung der Liste. Teilweise schien es, als hätte die Autorin zu manchen Punkten selbst keine Lösung gewusst, aber sie hat ja schließlich die Liste entworfen, wozu diese Dinge dann überhaupt draufschreiben? Manche Nebensächlichkeiten wurden seitenlang behandelt, andere Punkte in einem Satz einfach abgehandelt.


    Ähnliche Überlegungen hatte ich auch. Manche Punkte werden nicht abgehandelt bzw. einfach gestrichen, weil Clara sie bereits in der Vergangenheit "erledigt" hat. Das kann ja sein, aber irgendwie nimmt das einen Teil der Spannung. Andere fallen einfach unter den Tisch und wieder anderen wird sehr viel Raum gegeben. Dabei erscheint nicht alles logisch.


    Mir hat dieser Roman dennoch ein kurzweiliges Lesevergnügen bereitet, allerdings kann ich das ein oder andere Augenrollen nicht verschweigen. Ich vergebe daher 7 Eulenpunkte.

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