Flammenwüste - Akram El-Bahay

  • Preis: 9,99 €
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 15.08.2014
    Verlag: Bastei Lübbe
    ISBN: 978-3404207565



    Klappentext


    Die Gerüchte verbreiten sich wie ein Lauffeuer durch das Wüstenreich Nabija: Ein Drache soll Karawansereien und Dörfer niederbrennen! Dabei glaubt kaum noch jemand an die Existenz dieser Wesen. Dem Märchenerzähler Anûr bescheren die Gerüchte ein großes Publikum. Aber auch er hält die alten Geschichten über feuerspeiende Ungeheuer nur für Märchen. Bis er auf Drachenjagd geschickt wird – und in der Tiefen Wüste auf ein uraltes Wesen trifft, so schwarz wie die Nacht selbst ...


    (http://www.luebbe.de/)



    Über den Autor


    Akram El-Bahay hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den HERRN DER RINGE wie an orientalische Märchen erinnern.
    http://www.luebbe.de/)



    Inhalt


    Stimmen werden laut in Nabija – Stimmen von einem feuerspeienden Drachen der die Karawansereien niederbrennt und Dörfer angreift. Anur und sein Großvater riechen das große Geschäft und nehmen die lange Reise auf sich um vor Ort ihre Geschichten über die sagenenumwogenen Drachen zu erzählen. Schließlich werden sie zum Sultan gerufen und ehe sie sich versehen befinden sie sich auf Drachenjagd und in dem wohl größten Abenteuer ihres Lebens…



    Eigene Meinung


    "Flammenwüste" ist nicht die Neuerfindung des Fantasy, aber es hat seine eigene Persönlichkeit. Schnell findet man diverse Parallelen zu "Der Hobbit", dadurch verliert die Geschichte trotzdem nicht ihren Reiz. El-Bahay nimmt uns mit in seine Welt der Wüste, Ghoulas und Drachen. Sein Schreibstil ist sehr bildhaft und erweckt die Figuren und Umgebungen zum Leben.
    Vor allem die Hauptcharaktere wie Anur haben es mir angetan. Von Beginn an war er mir sympathisch und wurde im Laufe des Buches von einigen anderen Charakteren unterstützt. Durch die wunderbare Erzählweise des Autors hat beinahe jeder Gegenstand seine eigene Persönlichkeit und ist somit ein Teil des Ganzen und nicht nur ein langweiliger Teppich. Nur die orientalischen Namen haben mir anfangs etwas zu schaffen gemacht, aber nachdem ich mich dran gewöhnt hatte war alles gut.
    Die Erzählung an sich wurde nie langweilig, immer musste ich unbedingt wissen wie es weitergeht. Sehr verwirrend fand ich jedoch die vielen Handlungsstränge, die parallel laufen und irgendwann zu einem großen Ganzen werden.
    Die Covergestaltung ist sehr gelungen, schön mystisch und doch Aussagekräftig. Die Karte im Inneren hat mir so manches Mal dabei geholfen mich zurechtzufinden und ist fast schon ein wahrer Segen.


    Fazit


    Akram El-Bahays Buch lässt das Herz eines Fantasy-Lesers höher schlagen. Seine liebevollen und lebendigen Beschreibungen machen nahezu jeden Gegenstand zu etwas ganz besonderem und auch seine Geschichte ist wahrhaft meisterlich. Nur die vielen Handlungsstränge verwirren etwas und führen leider zu einem kleinen Punktabzug. Aber ansonsten ein wirklich empfehlenswertes Buch!



    Empfehlung


    Empfehlen kann ich „Flammenwüste“ quasi jedem Leser der schon „Der Hobbit“ verschlungen hat und der keine Scheu vor mehreren Handlungssträngen hat.

    :lesend "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz
    :lesend "Don't kiss Ray" von Susanne Mischke
    :lesend "Plötzlich Fee - Sommernacht" von Julie Kagawa

  • Inhalt


    Im Wüstengebiet Nabija geht ein Gerücht um. Ein Drache soll die ganzen Dörfer niederbrennen. Doch niemand glaubt schon an die Existenz der Drachen. Auch Anur, der Märchenerzähler, glaubt nicht an sie, doch die Gerüchte bringen ihm viele Zuhörer. Doch eines Tages wird er auf Drachenjagd geschickt. Und auf dieser Jagd erfährt er etwas, was er für unmöglich gehalten hat.




    Meinung


    "Flammeswüste" ist ein Fantasyroman mit orientalischer Atmosphäre. Der Roman spielt in der tiefen, weiten Wüste ab. Durch die Wüstenkarte, die sich im Buch befindet, erhält man ein gutes Vorstellungsvermögen im Hinblick auf die unterschiedlichen Orte und die dort stattfindenden Abenteuer.
    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sie passen zu der orientalischen Stimmung in der Geschichte. Besonders Anur und seine Entwicklung haben mir gefallen. Sowie der Schreibstil, mit dem ich keine Probleme hatte und somit auch flüssig lesen konnte.


    Anur ist ein junger Protagonist. In seinem Leben spielt sein einziger Verwandter, sein Großvater, eine besondere Rolle. Sein Großvater ist Märchenerzähler und reist von einem Ort zum anderen. Und Anur begleitet ihn. So ist Anur auch zu einem Märchenerzähler geworden. Eines Tages wird ihm eine große Aufgabe zugewiesen und anschließend auf Drachenjagd geht. Auf der Reise erlebt er nicht nur viel Abenteuer, sondern auch mythische Wesen. Vor manchen hat er riesige Angst, manchen fühlt er sich hingezogen. Und so sieht er mit eigenen Augen und erfährt persönlich über diese mächtige, große Wesen.
    Zu Beginn der Geschichte verhält Anur sich jugendhaft und leichsinnig. Als Leser fällt seine Unreife schnell ins Auge. Doch im Verlauf der Geschichte wächst er zu einer starken, verantwortungsbewussten Persönlichkeit heran. Er trifft Entscheidungen überlegter und verhält sich gewissenhafter.


    Drachen an sich kommen schon in "Flammenwüste vor, dennoch habe ich es etwas zu wenig empfunden. In der ersten Hälfte der Geschichte habe ich sie vermisst. Erst danach sind sie aufgetreten, aber auch nicht so oft und lange. Sie sind nicht so präsent gewesen, wie ich es mir gehofft habe. Schade eigentlich.





    Fazit


    "Flammenwüste" ist eine spannende Geschichte über Magie und Abenteuer im Fernen des Orients. Märchenhafte Elemente mit mythischer Unterzeichnung machen die Geschichte außergewöhnlich und meisterhaft. Ein Muss für Fantasy-Fans!

  • Anur gibt sich als sein Großvater, der Geschichtenerzähler Nur ed-Din, aus, als dieser zum Sultan von Nabija gerufen wird. Immer schon einmal wollte er den Palast von innen sehen – und Geschichten kann er auch erzählen. Doch der Sultan braucht eigentlich einen Berater – aber auch dabei kann Anur ihm helfen. Plötzlich findet sich Anur als Chronist einer Drachenjagd wieder, doch damit ist das Abenteuer noch lange nicht zu Ende. Unbekannte Städte und Völker warten auf ihn, viele Gefahren und mehr oder weniger hilfreiche Gefährten sowie ein lange gehütetes Geheimnis.


    Fast meint man, man hätte ein modernes Märchen aus 1001 Nacht in der Hand. Akram El-Bahay hat seine ganz eigene Welt entwickelt, mit interessanten Geschichten, Orten und Charakteren. Dabei bedient er sich zwar altbekannter Wesen wie z. B. Ifriten oder Drachen, entwickelt aber auch Neues, wie z. B. die Sammler, menschenähnliche Wesen, die besondere Dinge sammeln und tauschen und u. a. die „Bibliothek der ungeschriebenen Bücher“ besitzen, eine wunderbare Erfindung, die mein Leserherz erfreut.


    Um die erschaffene Welt anschaulicher zu machen, findet sich auf den inneren Umschlagseiten eine Karte, ein schönes Extra, mit dem man sich Anurs Weg anschaulicher machen kann – um ehrlich zu sein, habe ich sie aber nicht benötigt, ich konnte mir alles auch so gut vorstellen.


    Die Charaktere gefallen mir gut, vor allem Anur lernt man als Leser gut kennen, mit ihm erlebt man zitternd und staunend eine ganze Reihe Abenteuer. Wie es sich für einen High-Fantasy-Roman gehört, stehen ihm einige Gefährten zur Seite, von denen mir vor allem der fliegende Teppich ausgesprochen gut gefallen hat, der, magisch erschaffen, sein ganz eigenes Leben entwickelt hat.


    Erzählt wird vorwiegend aus Anurs Perspektive, hin und wieder wird aber auf die Antagonistenseite gewechselt, wobei aber nicht direkt aus Sicht des Widersachers erzählt wird. Die Wechsel sind gut gelungen und passend eingesetzt, der Leser weiß so zwar ein bisschen mehr als Anur, es bleiben aber immer ausreichend Fragen offen, die Spannung wird so eher noch gesteigert. Immer wieder gibt es eingestreute Geschichten und Legenden, die die Welt noch lebendiger wirken lassen.


    Das Ende ist sehr gelungen und ohne Cliffhanger, obwohl die Geschichte weitergehen wird; der zweite Band ist gerade erschienen. Anurs Abenteuer ist noch nicht zu Ende, ich freue mich auf die Fortsetzung.


    Nicht nur Nur ed-Din und Anur sind begnadete Geschichtenerzähler, auch der Autor ist es. Schon die Prequel-Kurzgeschichte „Das Geheimnis der goldenen Stadt“ hatte mich sehr begeistert. Der Roman glänzt mit der gleichen eingängigen, sehr bildhaften Sprache, einer spannenden Geschichte, die man kaum aus der Hand legen mag, und viel Phantasie. Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt und immer mehr in seinen Bann gezogen, er hat mich entführt in seine eigene Welt – und am liebsten wäre ich noch länger geblieben.


    Insgesamt ein spannender, phantasievoller High-Fantasy-Roman, der vor allem durch seinen orientalischen Bezug einen ganz besonderen Charme entwickelt. Ein wahres Lesehighlight, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann.