Beiträge von Zack

    Bei uns gibts diesen Monat ein DRACHEN-Gewinnspiel mit "Feuerstimmen" von Christoph Hardebusch, "Die Chroniken von Maldea" von Jasmin Rollmann und "Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen" von Akram El-Bahay (signiert!): klick :) ...

    Also mir hats ganz gut gefallen, wobei man natürlich nichts gegen Liebesgeschichten zwischen Männern haben sollte - und gleichzeitig nicht erwarten sollte, dass hier sofort die großen Gefühle aufflammen.


    Das alles entwickelt sich sehr langsam und wirklich viel passiert (noch?) nicht. Der Roman konzentriert sich eher auf die Fantasywelt, die an die Antike angelehnt ist, und wo Homosexualität etwas ganz Normales ist. Wobei es da Unterschiede zwischen den Ländern gibt - für die einen ist es einfach ganz natürlich, die anderen wollen dadurch eher uneheliche Kinder vermeiden.


    Es geht in "Der verschollene Prinz" viel um das Leben am Hof von Vere, um Intrigen und den Umgang mit Sklaven, der in Damens Heimat offenbar deutlich respektvoller ist als in Vere.


    Ich fand es ganz spannend zu lesen, wie der stolze Damen sich zähneknirschend in seine Rolle fügt und nie aufhört, über Fluchtmöglichkeiten nachzudenken. Gleichzeitig ändert sich sein Blick auf Laurent und er erkennt, dass der erste Eindruck täuscht. Zudem entwickelt er Freundschaften am Hof, was ich auch ganz nett fand.


    "Der verschollene Prinz" ist mit Sicherheit KEIN Porno, der sich als Fantasy tarnt, aber eben ein homoerotischer Roman, der manchmal explizit wird.

    Ich würde die "Das Licht hinter den Wolken" von Oliver Plaschka empfehlen, High Fantasy mit vielen klassischen Elementen, aber auch vielen angenehmen Eigenheiten. Und vor allem mit sehr sympathischen Protagonisten :) ... eine ausführliche Rezension findest du hier.


    Interessant wäre vielleicht auch "Imperium der Drachen - Das Blut des schwarzen Löwen" von Bernd Perplies. High Fantasy mit dem Charme der Antike, toll geschrieben und einfach mal bisschen was anderes. Da kommt allerdings noch ein zweiter Band - die zwei Bände bilden dann aber eine abgeschlossene Story. (Danach sind weitere Romane in der Welt möglich, aber jeweils zwei gehören zusammen und sind abgeschlossen. Rezi findest du hier).

    magali : Ich meine Phantastik als Überbegriff für alle phantastischen Genres und man sollte meinen, da gibts genug, aber irgendwie werden die Neuveröffentlichungen, die mich interessieren, immer weniger.


    Ich lese bevorzugt Science Fiction (Cyberpunk, Steampunk, Dystopien) und Dark Fantasy, darf aber auch mal klassische, mittelalterlich angehauchte Fantasy sein. Prinzipiell interessiert mich aber fast alles, was wenigstens einen Hauch Phantastik hat, sowas wie "Der Nachtzirkus" zum Beispiel, ein wirklich atemberaubender Roman.


    Eine Zeit lang waren einfach oft auch etwas ausgefallene Sachen in den Programmen, leider wurden viele solcher Trilogien und Reihen abgebrochen und jetzt liefern die Verlage nur noch Einheitsbrei. Vielleicht hab ich einen zu speziellen Geschmack *schulterzuck*


    Zwischendrin lese ich auch sehr gerne Comics und Mangas, aber auch die neuen Mangaprogramme sind, naja, blub ...


    Klar, mein Geldbeutel freut sich, aber da ich nicht so viele ungelesene Bücher habe, werden ich wohl anfangen, ein paar alte Sachen nachzukaufen (ich mag es nicht, wenn viele ungelesene Bücher rumliegen, das macht mich wahnsinnig *g* ) ...


    Buchdoktor : Ich lese eigentlich schon in allen Genres, die mich interessieren, aber mit vielem kann ich auch nichts anfangen (Historik nur bedingt, Thriller und Krimi gar nicht). Aber auch in meinen Nicht-Stammgenres erscheint es mir, als würde das Angebot weniger bzw. einheitlicher und dadurch langweiliger werden.

    Das tue ich und entdecke auch immer viele tolle Sachen bei Kleinverlagen :) ... Mir gings jetzt auch eher um den Gesamteindruck und der hat mir einen deutlichen Abwärtstrend und ich frage mich, woher das kommt und ob es nur mir so geht oder ob andere das auch wahrnehmen ...


    Bei den Indie-Sachen ist es schwierig, da muss man teilweise wirklich lange suchen, bis man was Besonderes findet.

    Hallo zusammen,


    ich möchte mal ein Thema ansprechen, was mich inzwischen schon ein paar Monate beschäftigt: Irgendwie finde ich immer weniger zum Lesen ...


    Soll nicht heißen, dass ich nicht genug finde, es gibt immer noch mehr tolle Bücher, als ich sie überhaupt jemals alle lesen kann.


    Aber die letzten Jahre war es immer so, dass ich in vielen Verlagsprogrammen eigentlich fast alle Titel hätte lesen wollen. Es gab eine Zeit lang wahnsinnig viele Veröffentlichungen, die mich begeistert haben - aber seit circa 2 Jahren nimmt das rapide ab. Wenn ich jetzt ein Verlagsprogramm durchschaue, interessieren mich manchmal nur noch 2-3 Bücher.


    Ich lese bevorzugt phantastische Bücher, bin aber auch für andere ausgefallene Sachen offen. Ich finde nicht, dass die Menge phantastischer Veröffentlichungen stark nachlässt, aber die Qualität ... man bekommt immer wieder die gleichen Themen vorgesetzt und vieles langweilt mich nur noch.


    Gehts nur mir so oder sind die Verlagsprogramme momentan wirklich etwas mau?


    Viele Grüße


    - Zack

    Bis Ende April verlosen wir 3 x "Tougard - Seelenseher" von Cornelia und Dominic Franke: [url=http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=54&Itemid=152]klick(/url] ...

    Egmont Lyx (August 2014)
    Paperback, Klappbroschur
    736 Seiten, 12,99 EUR
    ISBN: 978-3802584596


    Rezension


    Bewaffnet mit dem legendären Schwert Bhalvris, das einst den Teufel verletzte, machen sich Nando und seine Gefährten auf den Weg in die Hölle. Zunächst müssen sie dafür den Dämon und Nandos Lehrer Drengur befreien – nur er kann ihnen einen „sicheren“ Weg zum Palast des Fürsten zeigen. Beim Durchqueren der Höllenkreise müssen sich Nando und seine Freunde durch brennende Wüsten kämpfen, doch sie erwartet auch kältester Frost in der Unterwelt, deren Finsternis mit all ihren Farben ein schillerndes Wunder ist. Auch in der Hölle gibt es freie Dämonen, die sich Luzifer widersetzen – und es gibt Menschen, die den Legionen des Teufels trotzen. Nicht alles ist Dunkelheit dort unten, doch Nando kommt dem Abgrund in ihm selbst immer näher. Luzifer weiß genau, welche Versprechungen er machen muss, um Nando zu locken, wie er ihn in Zweifel ziehen kann. Wird sich Nando seiner eigenen Finsternis stellen können – ohne zu fallen?


    Wie bereits im zweiten Band gestaltet sich Nandos Reise beschwerlich. Immer wieder stellen sich ihm alte und neue Gegner in den Weg, doch wie bereits in „Angelos“ erhält er auch unerwartete Hilfe. Viele setzen große Hoffnungen in ihn, den Sohn des Teufels, doch viele fürchten ihn auch – sie fürchten seine Macht und sie fürchten, was passiert, wenn er selbst zum Teufel wird. „Wir werden zu dem, was wir jagen“ - dieser Satz wird mit zunehmender Seitenzahl immer wahrer. Für Nando scheint es bald keinen anderen Weg mehr zu geben, als der Grausamkeit der Hölle mit Dunkelheit zu antworten. Auch seine Gefährten schwanken im Zwielicht der Hölle: Drengur, der einst an der Seite Luzifers stand, kämpft mühsam gegen die Verlockungen des Fürsten, an den er immer noch gebunden ist. Und Avartos, der Engelskrieger, fällt immer tiefer in seine eigenen Schatten. Einzig Noemi hält das Licht der Hoffnung hoch, doch es wird immer schwerer für sie, die Finsternis in den Herzen ihrer Freunde zu ertragen.


    Nicht nur die Protagonisten haben Licht- und Schattenseiten: Auch die Gegenspieler sind als vielschichtig zu bezeichnen, auch wenn manche von ihnen auf den ersten Blick rein boshaft wirken. Kymbra beispielsweise, die Nando und seinen Freunden immer noch auf den Fersen ist und sie mehrmals beinahe getötet hätte, verbirgt in ihrem Herzen tiefe Trauer und Einsamkeit. Es gibt einen tragischen Grund dafür, dass sie die Schatten gewählt und sich in ihnen verloren hat. Auch ein General der Hölle wirkt erschreckend menschlich, dann seine Motivation erwächst ebenso aus Trauer über einen Verlust. Doch anders als Nando und seine Freunde haben die Höllendämonen der Finsternis nachgegeben und sind ein Teil von ihr geworden. Sie fluten sich selbst mit Schatten, um den Schmerz zu betäuben. Wer zwischen den Zeilen liest, wird ein vielschichtiges und positives Menschenbild entdecken.


    „Du liegst in Ketten, rief Luzifer ihm zu. Und du fühlst es selbst. Du verfällst deiner eigenen Illusion, obwohl du weißt, dass du nichts ungeschehen machen kannst. Hör auf, dich selbst zu knechten! Tu, was du willst! Vertraue mir nicht, nein, ich weiß, dass du das nicht kannst. Aber, zur Hölle noch eins: Vertraue dir selbst!“ (Seite 492)


    Je öfter Luzifer Nando seine Verlockungen in die Gedanken flüstert, desto mehr fragt man sich als Leser, ob am Ende der Reise wirklich ein herzloser und grausamer Dämon wartet – oder ob der Teufel nicht doch ganz anders ist. Luzifer verspricht Nando grenzenlose Macht, aber nicht, um die Schattenwelt und die Welt der Menschen zu unterjochen, sondern um sie neu zu gestalten. Er bietet Nando einen Ausweg aus seinem schier endlosen Kampf, eine Versöhnung mit der Finsternis in seinem Herzen. Und all das tut er mit sanftem Blick, wie ein Vater, der seinen verlorenen Sohn endlich in die Arme schließen will. Doch Nando wehrt sich gegen die Stimme des Teufels und in diesen Momenten erhascht man einen kurzen Blick hinter die sanfte, golden schimmernde Fassade, hinter der Zorn und Hass lauern. Trotzdem ist Luzifer mehr als Finsternis, mehr als der Fürst der Hölle und das Übel der Welt.


    Die kunstvoll verschachtelten Sätze brennen geradezu vor Leidenschaft für die Schönheiten der Schattenwelt – aber sie lesen sich mitunter auch anstrengend. Man muss sich in den schillernden Schreibstil von Gesa Schwartz erst einlesen und wenn man das tut, wird man Bilder sehen, die man nie mehr vergisst. Die Trilogie um den Teufelssohn Nando bietet noch mehr als „Grim“ träumerische Welten, in denen sich Licht und Schatten zu Wundern vermengen. Und so blickt man als Leser staunend auf den Mohn vor den Toren Bantoryns, auf die goldenen Kuppeln der Engelsstadt und die eisblaue Wüste, die die Festung des Teufels umgibt. Man bereist mit Nando und seinen Freunden die Flüsse der Unterwelt, schlägt sich durch verwunschene Wälder und klettert mit ihm in düstere Schluchten, wo uralte Kreaturen ihm helfen oder ihn vernichten können. Nie hätte man sich die Hölle so „schön“ vorgestellt.


    „Daimon“ und seine beiden Vorgänger wirken bereits jetzt wie das Meisterstück von Gesa Schwartz und man fragt sich, was da noch kommen mag. Auch wenn ihr ausschweifender Schreibstil Geschmackssache ist, kommt man nicht umhin, die Perfektion ihrer Sprache und ihre außergewöhnlichen Ideen zu bewundern. Bei aller Begeisterung bleiben jedoch zwei kleine Kritikpunkte: Im Mittelteil wird eine Figur eingeführt, die Nando sehr schnell sehr viel bedeutet und die für die Geschichte extrem wichtig ist – allerdings hat man zu wenig Zeit, ihre Wichtigkeit auch zu verinnerlichen. Andererseits gibt es in der ersten Hälfte des Romans zu viele Hindernisse, Angriffe und knappe Fluchten, die Geduld vom Leser fordern. Zudem fragt man sich, wie Nando den Teufel besiegen soll, wenn seine Schergen ihm bereits so zusetzen. Die Antwort ist am Ende relativ einfach: Nando braucht diesen steinigen Weg samt seiner Niederlagen, um die Stärke zu erlangen, Luzifer gegenüberzutreten.


    Fazit


    „Daimon“ ist der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Trilogie, die wie keine andere das Spiel mit Licht und Schatten beherrscht und aus den Zwischentönen träumerische Welten schafft. Nando stürzt immer tiefer in seine eigene Finsternis und letztlich bleibt ihm nur der Blick in diesen Abgrund, um gegen den Teufel zu bestehen. Viele Erwartungen wurden erfüllt, andere auf den Kopf gestellt – doch als Leser ist man am Ende hochzufrieden und blickt voller Staunen auf die einzigartigen Bilder zurück, die Gesa Schwartz mit ihrer kunstvollen Sprache gemalt hat.

    Bei uns läuft noch bis zum 1. August ein kleines Manga-Gewinnspiel :) ...


    Ich warte gerade sehnsüchtig auf "Fesseln des Verrats" Band 12, der im September erscheinen soll, aber wahrscheinlich haut das nicht hin :( ... leider erscheint die Serie nur noch sehr unregelmäßig. (Und ja, der Titel ist doof, aber die Story ist wirklich toll :) ) ...


    Zu "Death Note" gibts jetzt bei KAZÉ eine Neuveröffentlichung des Anime, der sehr gelungen ist! :) Und die neuen Sammelboxen sind schön gestaltet, wers noch nicht hat, sollte da zugreifen.