'Tochter der Angst' - Seiten 282 - Ende

  • Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich nicht alle Zusammenhänge verstanden habe. V.a. wo Baptiste immer wieder so schnell seine Informationen her hat und wie der Mossad, vertreten durch Katzmann, da eigentlich mit drinhängt, ist mir nicht wirklich klar geworden.


    Aber egal, der Showdown war gut; dass Jean stirbt, hat mich nun nicht wirklich überrascht - wenn Marion ihn nicht erschossen hätte, hätte das sicher in Kürze jemand anders übernommen. Dass es allerdings ausgerechnet Marion war, tut mir schon ein bisschen leid für sie, weil sie jetzt auch noch mit dieser (vermeintlichen) Schuld zurechtkommen muss.


    Dass das Ende relativ offen ist, stört mich nicht, und ich brauche auch keine Fortsetzung. Ich hoffe einfach für Marion, dass sie mit sich wieder ins Reine kommt und ihren Frieden mit ihrer Vergangenheit machen kann. Dass es für sie und Paul wohl keine gemeinsame Zukunft mehr geben wird, zeichnet sich ja schon ab, aber ob Baptiste da so der richtige ist? :gruebel


    Für Zahra hoffe ich einfach, dass sie jetzt zur Ruhe kommen und endlich wieder Kind sein kann, ohne für irgendwelche Machtspielchen missbraucht zu werden. Das arme Kind hat wahrlich genug mitgemacht!


    LG, Bella

  • :waveUiuiuiuiui...... Nu hab ich mich doch glatt in einer anderen LR festgelesen und übersehen, dass ich hier noch gar keinen abschließenden Kommentar geschrieben hab... .....


    Mir hat das Buch total gut gefallen, da freu ich mich ja direkt (schmunzel) dass einige hier meinten, schon bessere von Dir gelesen zu haben, alex :lache
    Ich fand es spannend und wenn ich auch Anfangs wie einige andere mit dem Ende nicht ganz eins war, sehe ich nun doch mit etwas Abstand klarer und verstehe die Figur Jeans etwas besser, gerade auch nach der Erklärung wie Du, alex , ihn siehst.... :wave


    Zahra... Ja, armes Mäuschen :-( nun musste sie nach all den Dramen in ihrem noch so kurzem Leben auch noch das alles miterleben... Ob sie bei ihrer Tante bleiben kann, zumindest vorläufig - auch nach der Zeit bei "Ärzte ohne Grenzen"?


    Wird Marion Élaine irgendwann treffen?
    Werden Baptiste und Marion ein Paar? Und Paul hat wohl verloren.... Hmmmm... :-(
    Viiiiiiiiiiel Spielraum für eigene Fantasie (und - wenn auch nicht fest eingeplant - die Möglichkeit, nochmal eine Fortsetzung dranzuhängen ;-))


    Zur Zeit liest übrigens meine Freundin das Buch und ist auch schon völlig gefesselt :fingerhoch

  • @ belladonna
    Freut mich, dass ich dich fesseln konnte - zum einen während der kurzen Lesung beim Eulentreffen und dann auch noch langfristig mit dem Roman, obwohl der Politthriller nicht deins ist :-). Falls du es noch nicht kennst und noch etwas von Alex Berg lesen möchtest, das zu Herzen geht und definitiv überhaupt nichts mit Politik zu tun hat, empfehle ich dir einen Blick in "Dein totes Mädchen".


    @ Grinse
    Schön, dass wir uns auf diesem Weg etwas besser kennengelernt haben :-). Und falls du Gefallen an weiteren Alex-Berg-Romanen findest und beim Lesen noch die ein oder andere Frage auftaucht - gern per pn ;-) - das gilt übrigens auch für alle anderen!

  • Wow … was für ein Ende. Da war ja noch mal alles bei an Spannung und Dramatik. Ein offenes Ende und doch wiederum nicht. Einige Sachen sind offen, aber ich denke, das ist in diesem Fall auch gut nachvollziehbar, allein aufgrund der Thematik. Eine Fortsetzung? Ich bin mir nicht sicher. Natürlich würde ich gerne mehr über Marion, Baptiste und Zahra lesen, aber im Moment spielt sich da halt viel in meiner Phantasie ab.


    Marion: Sie hat ihren Weg gewählt. Sie wird ins Ausland gehen, wenn auch nicht dahin, wo sie einst hin wollte. Sie hat sich mit ihrem „Vater“ ausgesöhnt. Das ist für mich eine sehr schöne Sache, da ich selber einen Erzeuger und einen Vater habe. Heißt: Mein „Vater“ war mehr für mich da, als mein Erzeuger und so etwas darf man niemals vergessen. Er hat sich die ganzen Jahre mit all seiner Liebe um mich gekümmert, obwohl ich nicht sein eigenes Kind war. Und daher gefallen mir diese Szenen sehr gut, da ich es gut nachvollziehen kann.


    Zahra: Wer weiß, wann sie ihre Mutter wiedersehen wird. Ich denke schon, dass diese alle Hebel in Bewegung setzen wird. Aber im Moment hat sie Marion, ihre Tante. Ich denke, für ein Flüchtlingskind wie sie ist das mehr, als manch anderes hat und daher ist hier das offene Ende verständlich. Denn wer weiß, ob ihre Mutter es schafft und so hat Zahra immer noch jemanden aus der Familie bei sich: Marion. Und hier ist sie auf jeden Fall erst mal in Sicherheit.


    Baptiste: Er hat mehr als gewonnen für mich im Laufe des Romans und ich – kleiner Romantiker – wünsche mir, dass Marion und er über die Zeit zueinander finden werden. Die ersten zarten Bande scheinen ja geknüpft zu sein … von beiden Seiten aus. Zudem hat er den Plan ihr zu folgen und sie zu beschützen. Zudem konnte er sich seiner Vergangenheit stellen, wurde regelrecht konfrontiert. Ich denke, dass ist für den seelischen Heilungsprozess von immenser Hilfe und er hat Marion. Mit ihr kann er reden. Er ist auf einem guten Weg … in jeder Beziehung.


    Jean: Der traurigste Charakter in dieser Geschichte. Ich glaube, ihm ging es wirklich nur um Elaine. Er wollte sie unbedingt raus holen und da war ihm jedes Mittel recht, auch gegen Marion. Ob das tatsächlich so war? Das wird er uns nicht mehr sagen können. Er war so hinter dem Code hinterher, dass er nichts anderes mehr im Kopf hatte. Und dann natürlich seine Angst. Da kann "Mann" schon mal unberechenbar werden.


    Elaine: Ihre Rolle kann ich gar nicht einschätzen. Vielleicht ist die Rolle dafür zu klein. Hat sie Jean wirklich geliebt oder war es nur Berechnung mit ihm eine Affaire einzugehen, um erst mal ihre Tochter und dann sich selber außer Landes zu bringen? Okay, sie hat im Anwaltsbüro einiges hinterlegt. Aber so wie ich das verstanden habe, kann trotzdem nur mit Hilfe des Liedes einiges davon genutzt werden. Also doppelte Absicherung. Bei den brisanten Informationen keine schlechte Idee. Nun ist sie untergetaucht … aber ich denke, irgendwann wird sie versuchen nachzukommen oder ihre Tochter wiederzuholen. Ihr Mann ist ja nun tot.


    Und ich hoffe, dass Louise endlich zur Ruhe kommt und alles gut übersteht und sich erholen kann.


    Natürlich lässt sich dieses Buch nicht mit den anderen Büchern von Alex Berg vergleichen. Aber sollte man das? Jedes Buch hat seine eigene Geschichte. Mich haben zwar die anderen Bücher auch mehr berührt, aber deswegen finde ich dieses nicht schlechter. Es ist halt etwas anders. Es ist mehr Roman als Thriller. Und die Mischung hier hat mir gefallen, nicht zu politisch, nicht zu blutig, das Flüchtlingsdrama wurde für mich ausreichend dargerstellt, nicht zu übertrieben. Mehr hätte den Rahmen eines Romans gesprengt (meine Meinung).


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Und ich möchte mich ganz herzlich bei Alex für die Begleitung hier bedanken.

    :lesend Constanze Wilken - Die Frauen der Villa Fiore 1: Giulias Geschichte

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    Hörbuch: Steffi von Wolff - Fremd Küssen

    Hörbuch: Stefanie Gerstenberger - Orangenmond

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