Basar der bösen Träume - Stephen King

  • Originaltitel: The Bazaar of Bad Dreams
    Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
    Verlag: Heyne Verlag (18. Januar 2016)
    ISBN: 3453270231



    Über den Autor
    Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. [SIZE=7](Quelle: Amazon)[/SIZE]



    Über das Buch
    Abermals legt Stephen King, u. a. Träger des renommierten »O.-Henry-Preises«, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Von den insgesamt 20 Storys wurden bislang erst drei auf Deutsch veröffentlicht. Die Originale erschienen teilweise in Zeitschriften; andere sind bislang gänzlich unveröffentlicht.


    Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.«
    [SIZE=7](Quelle: Amazon)[/SIZE]



    Meine Erfahrung
    In der Kurzgeschichtensammlung sind folgende 20 Geschichten enthalten:


    Raststätte Mile 81
    Premium Harmony
    Batman und Robin haben einen Disput
    Die Düne
    Böser kleiner Junge
    Ein Tod
    Die Knochenkirche (Gedicht)
    Moral
    Leben nach dem Tod
    Ur
    Herman Wouk lebt noch
    Ein bisschen angeschlagen
    Blockade Billy
    Mister Sahneschnitte
    Tommy (Gedicht)
    Der kleine grüne Gott der Qual
    Jener Bus ist eine andere Welt
    Nachrufe
    Feuerwerksrausch
    Sommerdonner


    (Für die, die mehr über den Inhalt der Kurzgeschichten wissen möchten, gibt es beim King-Wiki weitere Infos)



    Manche von den Geschichten hatte ich bereits vorab gelesen. Trotzdem gab es noch genügend neuen Stoff für mich. ;-)


    Wie immer fand ich einige sehr eindringlich und erinnerungswürdig.
    Raststätte Mile 81 mit dem klassischen King-Charme.
    Batman und Robin[…], Moral und Ein bisschen angeschlagen haben mich tief bewegt.
    Und - last but not least - Ur. Ich steh einfach auf Parallellwelten. :heisseliebe


    Die anderen Stories waren gut bis mittelmäßig.
    Tommy, Blockade Billy und Ein Tod fand ich am schwächsten.
    Ich bin weder Fan von Gedichten, Baseball noch Western.



    Solide Geschichtensammlung des Meisters


    8 Punkte

  • Titel: Basar der bösen Träume
    OT: Bazaar Of Bad Dreams
    Autor: Stephen King
    Übersetzt aus dem Amerikanischen von 16 Übersetzern
    Verlag: HeyneErschienen: Januar 2016
    Seitenzahl: 765
    ISBN-10: 3453270231
    ISBN-13: 978-3453270237
    Preis: 22.99 EUR


    Stephen King ist ohne Frage einer der Meister der phantastischen Literatur. Er steht in diesem Genre gleichberechtigt neben Autoren wie beispielsweise H. P. Lovecraft. Es wäre falsch, Stephen King nur als Autor von Horrorgeschichten zu bezeichnen. Sein Können reicht weiter, viel weiter.


    In diesem Buch legt er nun 20 Kurzgeschichten vor, von denen bisher erst drei Geschichten auf deutsch veröffentlicht wurden.
    Und wieder einmal besticht Stephen King durch seinen unglaublichen Einfaltsreichtum. Es sind Geschichten, die den Alltag schildern – einen Alltag, in dem dann irgendwann das Unerklärliche, das Dämonische, das Gänsehautmachende einbricht. Und aus dem Alltag wird dann schon ganz schnell mal ein echter Alptraum.


    Im Klappentest ist zu lesen:
    „Nicht immer blanker Horro, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube.“
    Diese Beschreibung trifft es sehr gut.


    Wiedereinmal blickt Stephen King – und mit ihm seine Leserinnen und Leser – in menschliche Abgründe; menschliche Abgründe die mehr real als fiktiv sind. Menschliche Verhaltensweisen halt. Und Menschen verhalten sich eben zumeist sehr menschlich, menschlich jetzt im negativen Sinne der Bedeutung dieses Wortes.
    Die handelnden Personen in diesen Kurzgeschichten sind normal, Menschen wie du und ich – bis sie dann durch das was ihnen geschieht, nicht mehr normal sind – wenn das Begreifen nicht mehr möglich ist, und der Verstand aufhört zu arbeiten.


    Stephen King hat jeder Geschichte ein kleines Statement vorangestellt, wie er auf die jeweilige Idee gekommen, was ihn inspiriert hat. Auch das ist sehr interessant.


    Sehr lesenswerte Kurzgeschichten von Stephen King. Eine bunte Palette seines unglaublichen Einfaltsreichtums, eine bunte Palette seines exzellenten Könnens. 8 Eulenpunkte für 765 Seiten Lesevergnügen pur.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall) ich wünsche allen einen schönen Tod und eine geruchslose Verwesenung.

  • Dass Stephen King neben großartigen Romanen auch großartige Novellen und Kurzgeschichten schreibt, ist hinlänglich bekannt. Viele seine kürzeren Texte erscheinen in (amerikanischen) Zeitschriften und Magazinen und ich als deutscher Leser freue mich jedes Mal, wenn King genug Material zusammen hat, um alle aktuellen Kurzgeschichten in einer neuen Buchsammlung herauszubringen.
    „Basar der bösen Träume“ heißt der neuste Streich und umfasst von puren Horrorgeschichten („Böser kleiner Junge“) über Suspense („Moral“) bis hin zu düsteren Dramen („Herman Wouk lebt noch) ein ziemlich breites Spektrum. Selbst zwei bizarre Gedichte („Die Knochenkirche“ und „Tommy“) und eine Baseball-Story („Blockade Billy“) sind enthalten. Allerdings sind die Werke nicht alle von gleicher Qualität. Keine Frage, gut geschrieben sind sie durch die Bank durch. Dennoch bleiben einige von ihnen höchst rätselhaft und/oder warten mit einem ebenso abrupten wie unbefriedigenden Ende auf. Was vermutlich bis zu einem gewissen Punkt auch eine Geschmacksfrage ist.
    Highlights vom „Basar“ waren neben Kings Anmerkungen zu jedem Text das eingangs erwähnte „Böser kleiner Junge“, die Amazon-Kindle-Geschichte „Ur“, das rabenschwarze „Nachrufe“ sowie das ebenfalls recht amüsante „Feuerwerksrausch“. Und dass auch Städte wie Castle Rock und Chester‘s Mill an der einen oder anderen Stelle erwähnt werden.
    Bedauerlich ist jedoch, dass es die nachträglich der englischen Taschenbuchfassung hinzugefügten Kurzgeschichte „Cookie Jar“ bisher nicht in die deutsche Ausgabe geschafft hat. Aber vielleicht wird das ja noch.

  • Dieses Werk, mit dem Titel "Basar der bösen Träume", enthält 20 Kurzgeschichten vom Großmeister des Horrors, Stephen King, höchst selbst. Es ist kein Geheimnis, dass der gute Herr nicht nur phantastische Romane, sondern auch Kurzgeschichten schreibt. Umso mehr freute ich mich auf dieses Buch, wobei ich bei dem Titel (+Cover) gleich an seine frühen Werke dachte, wo es doch noch ein wenig mehr um den klassischen Horror (Vampire, Werwölfe, dunkle Friedhöfe) ging. Nun bin ich schon ein wenig enttäuscht, da ich äußerst selten so etwas wie eine Gänsehaut verspürt habe. Klar, King ist nie wirklich schlecht, die Geschichten meist interessant, dennoch fehlt etwas. Ich muss mich dem Vorredner anschließen, auch ich fand es gegen Ende oft konfus, während die Story-Line allzu oft abrupt endete. Schon amüsant, dass die meisten Rezensionen die Titel „Ur“ (Kindle-Reader) und „Böser kleiner Junge“ positiv hervorheben, da auch mir diese beiden Werke, mit Abstand, am besten gefallen haben. Ansonsten fand ich die Gedichte nicht schlecht, aber auch nicht wirklich atemraubend (Bin halt kein großer Lyrik-Fan), die seitenlange Baseballgeschichte ("Blockade Billy"), mit all den Spielzügen, finde ich, als Europäer, nur noch langatmig. Mag sein, dass ein Baseballfan begeistert ist, ich nicht. Auch immer irgendwie ärgerlich, wenn man Geschichten liest, die man bereits aus anderen King-Sammlungen kennt. Meines Wissens wurden unter anderem die Highlights „Ur“, „Kleiner böser Junge“, wie auch "Raststätte Mile 81", bereits vorher veröffentlicht. Was mir, wieder einmal, gefallen hat, ist, wie King mit langen Vorworten seine Inspiration, für die 20 Geschichten, nahebringt. Er versteht es mit seinen Lesern zu kommunizieren und grandios in die jeweilige Thematik einzuführen.


    Persönliches Fazit: Eher „Basar der seichten Träume“. Kein Buch, das dir den Schlaf raubt, auf der anderen Seite auch nicht schlecht, schon irgendwie ein richtiger King. Was hatte ich gestern, in einer anderen Rezension gelesen?
    „Nicht jedes Buch kann ein Meisterwerk sein - auch Stephen King ist nur ein Mensch.“ (… der bei seinen Kurzgeschichten-Sammlungen eventuell nicht so viel aufwärmen sollte.)

  • Sehr gefallen hat mir, wie Stephen Kind vorab zu jeder Geschichte eine kurze Anekdote geschrieben hat.

    Die Kurzgeschichten finde ich sehr gelungen, abwechslungsreich, phantasievoll. Besser gesagt, ich bin mehr als begeistert von dem Buch. Ich liebe Kurzgeschichten vom Meister und kann nicht genug davon kriegen :grin

    Meine Highlights sind ganz klar: "Böser kleiner Junge", "Raststätte Mile 81" (kannte ich schon vorher) und "Ein bisschen Angeschlagen". Geschichten die bewegen und nachhallen.