'Romeo und Romy' - Seiten 001 - 107

  • Da war wohl jemand ganz begierig was zu posten :lache


    Ich habe mit dem Buch vor einigen Tagen begonnen und ehe ich hier was zum Inhalt sage, erst mal großes Lob an die Aufmachung!
    Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut. Die Tatsache, dass es sich um eine Klappbroschur handelt zwar nicht so, aber optisch ist es echt schön!! :-]

    Some People just need a high five - in the face with a chair

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  • Zitat

    Original von LauraJane
    Das Cover gefällt mir auch, passt aber nicht so ganz zum Klappentext.


    Ja, das stimmt. Der Buchhandel verlangt (leider) nach Labeln. Damit jedes Buch möglichst einfach zuzuordnen ist. Das schafft Ordnung sorgt aber auch dafür, das es Bücher schwer haben, die thematisch zwischen gängigen Genres liegen oder gar außerhalb.


    Meine Bücher werden offiziell als "Frauenbücher" vermarktet. Dabei geht es - wie bei den anderen Titeln auch - nur am Rand um Liebe und Romantik.


    Ich hoffe aber, es gefällt trotzdem ;-))


    LG
    A.

  • Aber genau das finde ich Schade. Wenn man wie ich noch nichts von dir gelesen hat kann das Cover schon in die Irre führen.
    Ich bin jetzt gerade mit Kapitel 7 fertig und bis jetzt finde ich es wirklich gut. Kapitel 6 ist der Knaller. Ich hatte schon fast einen Knoten im Gehirn von den vielen "Kleinzerlitsch" und "Großzerlitsch". Zum Glück muss ich das nicht laut lesen. :anbet :rofl

  • Ich muss sagen, rein vom Klappentext hätte ich das Buch niemals gekauft. ;)
    Aber da ich vom "Club" so begeistert war, und eine Buchhandlung im Urlaub das Buch rein zufällig da hatte, habe ich ihm hier mit der LR zusammen eine Chance gegeben.


    Und siehe da, der erste Abschnitt ist schon vorbei, na sowas. Romy kann ich noch nicht so ganz einschätzen, anscheinend hat sie riesengroßes Talent, aber die Überzeugung ist ihr irgendwie abhanden gekommen, oder? Ben mag ich (noch) nicht besonders. Erst flirten und dann den Schwanz einziehen, das habe ich gern! :rolleyes Und als Schauspieler scheint er wohl eher der Marketing-Vorzeigefritze zu sein und gehört nicht unbedingt auf die Bühne. ;)


    Das Dorfleben ist herrlich! Noch ein Pluspunkt. Dass das Ganze im Erzgebirge spielen soll, kann ich - bis auf die Pyramiden und das Neinerlaa - noch nicht so richtig "glauben". ;) Immerhin wohne ich seit 10 Jahren hier, aber Groß- und Kleinzscherlitsch klingen eher nach meiner alten Heimat in Thüringen, wo es noch solche klitzkleinen Dörfer mit einem Bus pro Tag gibt...

  • Dieses ist mein erster Roman von Andreas Izquierdo und anhand des Covers hätte ich es am ehesten als Jugendroman eingeordnet, so bin ich neugierig was mich erwartet. Da ich erst heute begonnen habe, kann ich noch nicht allzu viel sagen.

  • Nachdem mir das Glücksbüro so gefallen hat, hätte ich alles aus der Feder des Autoren gelesen, egal wie der Klappentext lautet oder das Cover aussieht. Aber das Cover ist toll und der Klappentext stimmt. Dass beides nicht so zusammenpasst finde ich jetzt nicht so tragisch. Ich hatte so eine Vorstellung, wie eine derart seltsame Story in diesem unverwechselbaren Stil erzählt werden könnte und die hat sich glücklicherweise bestätigt, denn sonst wäre ich ganz schön angeschmiert gewesen. Romeo und Julia in einem Dorf voller Alten im Erzgebirge klingt ja nicht gerade nach einem unterhaltsamen Reißer oder einer tollen Lovestory, oder? Aber wenn man den Autor kennt oder sich von dem Cover verführen lässt, dann wartet eine Wundertüte voller toller Sätze auf einen.


    Unverhofft kommt man mit Romy in ein Dorf, dass Idylle pur ist, aber ich kann Romy gut verstehen, dass diese Idylle sie derart lähmt, dass sie eine Woche lang nicht aus ihrem Bett kommt. "Romy hatte einen Grad innerer und äußerer Verwahrlosung erreicht, der es verdient gehabt hätte, in schulmedizinischen Büchern besprochen zu werden." :chen Nach und nach kommt ans Licht, dass nicht nur die Oma, sondern das ganze Dorf die kleine Romy groß gezogen hat und dass sie zu allen eine Verbindung hat. Die Alten sind sehr liebenswert in ihren Schrullen und so akzeptiere ich den wahnsinnigen Plot, dass sie ihren Tod beschleunigen wollen, um in Großzerlitsch begraben zu werden, auf einem der letzten beiden heiß umkämpften Plätze. Die Art und Weise wie sie sich unauffällig um die Ecke bringen wollen ist Slapstick pur. Köstlichst.


    Meine Lieblingsszene in diesem Abschnitt ist Romy netzsuchend auf dem Baum kurz vor dem Gewitter auf Seite 63. Ich grinse jetzt noch von einem Ohr zu anderen, wenn ich mir das bildlich vorstelle. "Ich stehe auf einem Baum! Echt? Ist das eine Art Kunst-Performance? Wenn ich hier runterfalle, ist es eine Art Notaufnahme-Performance." :lache. Auch sehr schön ist die Beschreibung von Schnapsdrossel Bellas Alltagskunst oder die Art, wie sich Bertram umbringen will oder Hilde. Zum Ende des Abschnitts erlebt Romy beim Vorsprechen in Dresden ein Desaster und Bella pflanzt in Romys Kopf den Samen der Idee, selbst ein Theater zu bauen. Jetzt wird es ernst.

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    "Es hat alles seine Stunde und ein jedes seine Zeit, denn wir gehören dem Jetzt und nicht der Ewigkeit."

  • Ich habe gerade "Der Club der Traumtänzer" als Hörbuch beendet und bin total begeistert und tief berührt davon. Deswegen freue ich mich jetzt ganz arg auf dieses neue Buch und hoffe mal sehr, dass es mit dem "Club" mithalten kann. :-]
    "Der Club der Traumtänzer" hätte ich jetzt aber niemals unter "Frauenlektüre" eingeordnet. Da muss ich doch schon sehr staunen.


    Ich habe es leider erst geschafft bis Seite 50 zu lesen , aber bis jetzt finde ich es schon sehr nett. Romy mochte ich von Anfang an sehr. Ich hoffe mal, ich komme die nächsten Tage mehr zum Lesen.
    Das Cover gefällt mir auch gut, es ist auch etwas ähnlich wie das von dem "Club". Das dient wohl so als Erkennungszeichen für die Romane des Autors.

  • Zitat

    Original von Rouge
    Das Cover gefällt mir auch gut, es ist auch etwas ähnlich wie das von dem "Club". Das dient wohl so als Erkennungszeichen für die Romane des Autors.


    Das nächste Buch wird Im Cover anders - versprochen. Marketing hin oder her ;-)

  • Zitat

    Original von Blackie
    Dass das Ganze im Erzgebirge spielen soll, kann ich - bis auf die Pyramiden und das Neinerlaa - noch nicht so richtig "glauben". ;) Immerhin wohne ich seit 10 Jahren hier, aber Groß- und Kleinzscherlitsch klingen eher nach meiner alten Heimat in Thüringen, wo es noch solche klitzkleinen Dörfer mit einem Bus pro Tag gibt...


    Es war ein harter Kampf, es dort spielen zu lassen. "Man" war nicht begeistert - auch unter Vermarktungsgründen. Aber ich war stur - und jetzt Erzgebirge.


    Das Glücksbüro im Amt.
    Die Traumtänzer in einer Förderschule.
    Romy im Erzgebirge.


    Kann keiner sagen, dass ich es mir leicht mache ;-))

  • So wie ich das verstanden habe ist Oma Lene nach einer zu fetten Mahlzeit gestorben die sie nicht hätte essen dürfen. Allerding könnte sie sich auch noch was ins Essen gemischt haben. Es wird angedeutet das der Tod eventuell nicht nur aufgrund des Essens eingetreten sein könnte.


  • Dafür ein dickes Dankeschön! Egal, wie ich das Buch im Endeffekt finde (so schlimm kann es nciht mehr werden! :grin), dafür gibt es von mir auf jeden Fall ein dickes Plus.
    Ich verstehe die Vermarktungsgründe, aber es ist doch wirklich toll, endlich ein Buch zu finden, das quasi vor der Haustür spielt - und nicht immer in München, Hamburg, einer Großstadt da und dort.
    Außerdem sind die Erzgebirgler ein ganz besonderer Menschenschlag - vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber auf den zweiten oder dritten.
    Ich bin optimistisch, dass das Romy neben dem verqueren Friedhofsbingo auch noch aufgeht! :lache

  • Zitat

    Original von Sandrah
    Dieses ist mein erster Roman von Andreas Izquierdo und anhand des Covers hätte ich es am ehesten als Jugendroman eingeordnet, so bin ich neugierig was mich erwartet. Da ich erst heute begonnen habe, kann ich noch nicht allzu viel sagen.


    Dem stimme ich voll und ganz zu!
    ich hätte es ohne Autor und Klappentext auch sofort in die Jugendbuchecke "ab 13 - Liebe, Triebe, Tralala" gesteckt.

  • Ben ist imho eine Männerstereotype.
    Große Klappe, aber kein Rückrat.


    (Möchtest Du uns mit diesem Charakter etwas sagen? :grin)


    Ich gehe mal der Reihe nach..


    S.11
    ehe sich die erste Szene als eben solche entpuppt, ging ich kurz von einem rituellen Selbst-/Sektenmord aus.. war das Absicht, oder ist das meiner morbiden Vorstellung geschuldet ?


    Auf S. 17 heißt es .."Einstieg nach Graf Paris´Tod!" ich dachte genau diesen Tod haben sie gestrichen? ich bin da etwas verwirrt... :gruebel

  • S.11
    ehe sich die erste Szene als eben solche entpuppt, ging ich kurz von einem rituellen Selbst-/Sektenmord aus.. war das Absicht, oder ist das meiner morbiden Vorstellung geschuldet ?


    Ich wollte mal anders einsteigen, gegen jede Erwartung. Im übrigen wird bei Shakespeare grundsätzlich viel gemordet. Ich fand es passend so einzusteigen - eine kleine Querverbindung zu Shakespeare zu legen. Hier und da habe ich mir auch erlaubt, ein paar berühmte Zitate einzustreuen, beziehungsweise sie anzupassen: "Der Rest war Schmollen" zBp. entspricht dem letzten Satz in Hamlet - Der Rest war Schweigen. Es gibt überall so kleine Anspielungen. Bin gespannt, ob ihr sie alle findet ;-)



    Auf S. 17 heißt es .."Einstieg nach Graf Paris´Tod!" ich dachte genau diesen Tod haben sie gestrichen? ich bin da etwas verwirrt... :gruebel[/quote]


    Ja, haben sie, daher steigen sie IM TEXT nach dessen Duell (und Tod) mit Romeo im Mausoleum/Krypta/Grabstätte der Capulets ein.

  • Ich bin jetzt auch mit dem ersten Teil fertig.
    Am Anfang werden ziemlich viele Personen auf einmal vorgestellt. Ich musste später des Öfteren zurück blättern, weil ich nicht mehr wusste wer wer ist. Besonders Bella und Bertha verwirren mich immer.
    Ich finde die alten Leutchen einfach nur süß und zum knuddeln. So gar nicht wie die älteren Herrschaften die ich so kenne. Die sind einfach nur verbittert, reden über Krankheiten und schimpfen über die Jugend, die Nachbarn und überhaupt Alles und Jeden.
    Im Buch sind Alle eine Gemeinschaft (auch wenn sie heimlich versuchen einen der letzten Plätze auf dem Friedhof zu ergattern), beschweren sich nicht und es gibt keine Streitereien. Die beden Damen die nicht miteinander reden mal ausgenommen. (die Namen fallen mir schon wieder nicht ein, eine war glaube ich Bertha :-))
    Die Beziehung von Romy und Ben habe ich noch nicht ganz verstanden, am Anfang sah es für mich so aus als wären sie ein Paar aber das stimmt wohl nicht.
    Bis jetzt finde ich das Buch toll. Die Überalterung der Gesellschaft ist ein Thema über das man viel mehr nachdenken sollte.

  • Zitat

    Original von LauraJane
    So wie ich das verstanden habe ist Oma Lene nach einer zu fetten Mahlzeit gestorben die sie nicht hätte essen dürfen. Allerding könnte sie sich auch noch was ins Essen gemischt haben. Es wird angedeutet das der Tod eventuell nicht nur aufgrund des Essens eingetreten sein könnte.


    Ja an Gift im Essen, oder Schlafmittel habe ich auch gedacht, denn Arterienverkalkung und daraus folgend Herzinfarkt oder Schlaganfall treten ja nicht aufgrund von einer einzigen Ausnahme auf.

  • Naja, fest steht, dass sie mit voller Absicht ein Essen zu sich genommen hat, das für jemanden wie sie absolut nicht geeignet ist.


    Gift passt irgendwie nicht zu dem Bild was ich von ihr habe :gruebel


    Was mich interessieren würde:
    wie kommt man auf solche Ortsnamen?