'Weiter Himmel, wilder Fluss' - Seiten 254 - Ende

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  • Unerwartet schnell ist es 1812 und der Krieg steht ganz im Vordergrund.
    Christian Walter lebt ja doch noch und befindet sich auf dem Feldzug. Seine Überzeugungen hat er nicht geändert, doch die vielen Verletzungen und Kriegsgetümmel haben seine Kriegsbegeisterung wenigstens etwas gedämpft. Es wird deutlich geschildert, wie die Soldaten sich abgerissen, hungrig und erschöpft vorankämpfen. Auf der anderen Seite ist es Philipp, der in den Krieg einrückt und auf dem Schlachtfeld verletzt wird.
    Diese Schilderungen aus Sicht der einfachen Menschen empfinde ich als sehr glaubwürdig und decken sich mit Berichten von deutschen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, die ich mal gelesen habe. Schwankend zwischen Kriegsbegeisterung, einer Faszination vom Geschehen und den Eindrücken der grausamen Kämpfe.


    Weiter geht es bei mir in Kapitel 25, das Finale ist nahe.

  • Zitat

    Original von Herr Palomar
    Diese Schilderungen aus Sicht der einfachen Menschen empfinde ich als sehr glaubwürdig und decken sich mit Berichten von deutschen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, die ich mal gelesen habe. Schwankend zwischen Kriegsbegeisterung, einer Faszination vom Geschehen und den Eindrücken der grausamen Kämpfe.


    Tatsächlich hatte ich auch bestes Recherchematerial über "Napoleons Fußsoldaten", zum Teil authentische Zeitzeugenberichte.
    Für einen Gesamtüberblick besonders zu empfehlen: Eckard Kleßmann: Die Verlorenen. Die Soldaten in Napoleons Russlandfeldzug.

  • Hier im letzten Leseabschnitt, spielt der Kriegbeine sehr große Rolle, all dieses Elend auf den Schlachtfeldern, die Verwundeten und toten, man könnte es förmlich vor sich sehen. Hat den Gestank der Verwesung in der Nase. Den Hunger die Kälte. Selbst Christian hat die Nase voll nur sein Selbsterhaltungstrieb, hält ihm am Leben und durchhalten. Philipp , der auch so Kriegs begeistert war bezahlt es teuer, er verliert sein Bein und seinen Freund in diesem sinnlosen Krieg. Nur weil Napoleon so größenwahnsinnig war.
    Ich musste an das Buch Krieg und Frieden, von Tolstoi denken und an den Film. Der ging mir damals schon unter die Haut.


    Inna, Franneks Frau, hat sich zu seinem Leidwesen, nach dem Tod seiner Pfegeeltern wieder zum Nachteil verwandelt. Aber er ist ihr noch immer verfallen, und wird sie nie verlassen, er ist abhängig von ihr, sie ist wie eine Droge, er braucht sie.
    Das Ende fand ich schön und versöhnlich, der Kreis schließt sich, Christian findet Gefallen an Henny.
    Zwei Menschen die sich gefunden haben und glücklich und zufrieden sind.
    Klara ist die einzige der Schwestern die noch am Leben ist, und glücklich ist das bei den Kinden alles im Lot ist.

  • Zitat

    Original von Herr Palomar
    Unerwartet schnell ist es 1812 und der Krieg steht ganz im Vordergrund.
    Christian Walter lebt ja doch noch und befindet sich auf dem Feldzug. Seine Überzeugungen hat er nicht geändert, doch die vielen Verletzungen und Kriegsgetümmel haben seine Kriegsbegeisterung wenigstens etwas gedämpft. Es wird deutlich geschildert, wie die Soldaten sich abgerissen, hungrig und erschöpft vorankämpfen. Auf der anderen Seite ist es Philipp, der in den Krieg einrückt und auf dem Schlachtfeld verletzt wird.
    Diese Schilderungen aus Sicht der einfachen Menschen empfinde ich als sehr glaubwürdig und decken sich mit Berichten von deutschen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, die ich mal gelesen habe. Schwankend zwischen Kriegsbegeisterung, einer Faszination vom Geschehen und den Eindrücken der grausamen Kämpfe.


    Weiter geht es bei mir in Kapitel 25, das Finale ist nahe.


    Im ersten Weltkrieg waren die Schlachten auch sehr schlimm, besonders an der somme in Frankreich, dort kehrten viele Männer traumatiesiert zurück. Aber was für ein Krieg ist nicht schrecklich.
    Ich muss sagen ich habe mich viel mit Napoleon beschäftigt, auch wenn er größenwahnsinnig war, ging von ihm etwas faszinierendendes aus.

  • Leider bin ich auch schon durch mit dem Buch!


    Zitat

    Original von Arietta
    Hier im letzten Leseabschnitt, spielt der Krieg eine sehr große Rolle, all dieses Elend auf den Schlachtfeldern, die Verwundeten und toten, man könnte es förmlich vor sich sehen. Hat den Gestank der Verwesung in der Nase. Den Hunger die Kälte. Selbst Christian hat die Nase voll nur sein Selbsterhaltungstrieb, hält ihm am Leben und durchhalten. Philipp , der auch so Kriegs begeistert war bezahlt es teuer, er verliert sein Bein und seinen Freund in diesem sinnlosen Krieg. Nur weil Napoleon so größenwahnsinnig war.


    Ja der letzte Abschnitt handelt vor allem von den Kriegsgeschehnissen. Ich lese solche Kriegsgeschichten gar nicht gerne, das ist mir immer zu heftig mit dem ganzen Leiden was im Krieg geschieht. :-( Aber es gehört nun leider mit dazu und man kann sich ihm nicht verschließen.


    Um so schöner fand ich dann das Happy-End mit Henny und Christian. Die beiden haben es wirklich verdient endlich die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Mir hat das Ende sehr gut gefallen. Ich hätte auch gerne noch etwas länger über die Kolonie Waidbach und die liebgewonnenen Personen gelesen.
    Schade, dass die Geschichte der Wolga-Siedler nun zu Ende ist. Ich mochte sie wirklich sehr gerne.

  • Auch von mir vielen Dank für den Link, Arietta! :anbet
    Ja, ein versöhnliches Ende zeichnet diese Geschichte aus, dass Christian und Henny einander fanden, gefällt mir, vor allem, nachdem letztendlich doch etliche vertraute Personen starben, von den realen Toten im geschilderten "Moskauabenteuer" Napoleons ganz abgesehen.
    Familienmensch Eleonore starb, passend. im Kreise ihrer Lieben, Christina, irgendwie immer eine Einzelkämpferin, hatte ein paar schöne Monate bei den alten Freunden und Verwandten, konnte sogar noch Gutes bewirken (Philipp), und dürfte von ihrem einsamen Sterben hoffentlich ohnehin nicht allzuviel bemerkt haben.
    Übrig bleibt Klara, es sei ihr von Herzen gegönnt, noch einige Sprößlinge aufwachsen zu sehen.
    Rezension erfolgt wie immer zeitnah.
    Danke, Tina, falls du hier noch mal reinschaust, für ein paar angenehme und interessante Lesestunden. :anbet
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Zitat

    Original von Rouge


    Um so schöner fand ich dann das Happy-End mit Henny und Christian. Die beiden haben es wirklich verdient endlich die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Mir hat das Ende sehr gut gefallen. Ich hätte auch gerne noch etwas länger über die Kolonie Waidbach und die liebgewonnenen Personen gelesen.
    Schade, dass die Geschichte der Wolga-Siedler nun zu Ende ist. Ich mochte sie wirklich sehr gerne.


    Ich habe dieses Ende sehr gern geschrieben. Ich hatte das Gefühl, zu einem guten Abschluss mit einer Hoffnungsperspektive für die Zukunft gelangt zu sein. Auch mir liegen alle Figuren sehr am Herzen, aber erst einmal lasse ich sie in Frieden ruhen ;-)

  • Zitat

    Original von maikaefer


    Rezension erfolgt wie immer zeitnah.
    Danke, Tina, falls du hier noch mal reinschaust, für ein paar angenehme und interessante Lesestunden. :anbet
    :wave


    Ich bin schon sehr gespannt auf eure Rezensionen! Und klar schaue ich hier regelmäßig rein und erfreue mich an euren Kommentaren! :knuddel1 Ich kann nur nicht immer sofort antworten. Hier brennt gerade schreibtechnisch der Block :-) Bis Ende des Jahres muss ich ein Mammutprojekt zum Abschluss bringen.

  • Zitat

    Original von Herr Palomar
    Das Christian und Henny zueinander finden ist eine erfreuliche Überraschung.
    Ein versöhnliches Ende nach all den Schicksalsschlägen!


    Deine Rezension habe ich inzwischen gefunden, und ich finde sie ganz außerordentlich ansprechend formuliert und aussagekräftig. Ich habe sie mit großem Vergnügen gelesen. Herzlichen Dank dafür!
    Magst du sie oben noch verlinken?


    Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn der eine oder andere von euch seine Rezension auch bei Weltbild einstellt. Dort bin ich zwar gut bekannt mit meinen Büchern, aber solche professionellen Rezensionen gibt es da noch zu wenig, finde ich.


    Hier der Link zum Buch:


    https://www.weltbild.de/artike…l-wilder-fluss_20443731-1


    LG