Wildeule - Annette Wieners

  • Klappentext:
    Die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes hatte sich nach dem Tod ihres kleinen Sohns aus ihrem alten Leben zurückgezogen. Erst in der Arbeit als Friedhofsgärtnerin fand sie Trost. Doch ihre geliebte Idylle wird jäh gestört, als während einer Beerdigung entdeckt wird, dass der Sarg nicht richtig geschlossen ist. Und nicht der erwartete Leichnam im Sarg liegt, sondern ein bekannter Bestattungsunternehmer - er wurde ermordet.
    Gesine ermittelt undercover auf dem Friedhof und kommt skandalösen Praktiken im Bestattergewerbe auf die Spur. Bald gerät ausgerechnet ihr bester Freund, der Bestatter Hannes, unter Verdacht. Als sie zögert, ihn in ihre Ermittlungen einzuweihen, verschwindet er spurlos.
    Gesine muss sich entscheiden: Wird sie sich weiter vor der Welt verstecken? Oder kann sie Hannes retten, den Mord aufklären und womöglich sogar in ihr altes Leben zurückkehren?


    Meine Meinung:
    "Wildeule" ist der dritte Kriminalfall rund um Ex-Kommissarin und Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes. Ich habe die beiden Vorgängerbände nicht gelesen, hatte aber dennoch nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen.


    Auf der Beerdigung einer alten Dame entdeckt Gesine, dass im Sarg statt der erwarteten Frau die Leiche des Bestatters Carsten Schellhorn liegt. Schnell gerät ihr Kumpel Hannes unter Verdacht, seinen Konkurrenten ermordet zu haben. Gesine versucht Hannes' Unschuld zu beweisen, auch wenn ihr immer wieder Zweifel kommen. Hannes verhält sich gegenüber Gesine und der Polizei sehr ungeschickt, was sich durch das ganze Buch zieht. Außerdem nehmen die Scharmützel zwischen Gesine und der Ermittlerin Marina Olbert viel Raum ein. Die Auflösung habe ich bereits einige Zeit vor dem Ende geahnt, dennoch fand ich sie gut gemacht. Der Krimi ist nicht übermäßig brutal, dennoch ist die Stimmung im Buch insgesamt recht düster.


    Fazit:
    Ein solider Bestatter-Krimi rund um komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen mit durchaus überraschender, aber nicht übermäßig spannender Auflösung. Ich vergebe acht von zehn Eulenpunkten.

  • Das Coverbild und der Buchtitel passen recht gut zum hier erzählten Geschehen, genauso gut aber auch zu den beiden vorausgegangenen Büchern.
    Bereits mit dem ersten Roman ihrer Reihe über diese Protagonistin, die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes, "Kaninchenherz", konnte mich die Autorin Annette Wieners voll und ganz überzeugen.
    Ebenso erging es mir mit dem Nachfolger, "Fuchskind".
    Auch im dritten Anlauf hier war ich schnell wieder mitten in der Geschichte drin und sehr gespannt, wie es denn wohl einerseits mit Hannes und andererseits mit Marina Olbert, beide seit "Kaninchenherz"an dabei, weiter gehen würde.
    Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte ich eine Idee, wie es ausgehen könnte, jedoch tat dies meiner Lesefreude nicht den geringsten Abbruch.
    Wie gewohnt kam ich mich dem Schreibstil gut klar.
    Leseempfehlung für Freunde gepflegter Krimiunterhaltung ohne übertriebene, effekthascherische Gewaltszenen.
    Ich vergebe 8 von 10 möglichen Punkten!
    :wave

  • Eine Friedshofsgärtnerin (mit bewegter Vergangenheit) der Polizei bei den Ermittlungen zur Seite zu stellen, fand ich einmal etwas anderes und das gefiel mir auch in diesem Band gut, ebenso die beschriebenen Giftpflanzen zu Kapitelbeginn. Der Täter stand für mich allerdings schon nach relativ kurzer Zeit fest. Was mir fehlte war eindeutig das Tempo und die Spannung.


    Dieser 3. Band war für mich ein solider, deutscher Krimi, der sich flüssig und flott lesen ließ.