Schweigegelübde - Barbara Bierach

  • Der Todesengel von Sligo


    In dem zweiten Roman um Inspector Emma Vaughn geht es um einen Todesengel, der sein Unwesen im Krankenhaus von Sligo treibt.

    Emma muss zu einem Drogentest ins Krankenhaus, dort trifft sie auf den Chefarzt Michael McCaffrey, den Ehemann ihrer Freundin Laura. Er berichtet Emma von auffälligen Sterbefällen in der Klinik und möchte, dass sie diskret ermittelt.


    Meine Meinung:

    Als erstes ist mir das schöne Cover mit der irischen Burg aufgefallen, über der die Überschrift Schweigegelübde düster prangt.

    Ich fand gut in die Geschichte hinein, obwohl ich Band 1 nicht gelesen habe. Allerdings verrät das zweite Buch viel über die Story des ersten Krimis.

    Die Handlung spielt in der kleinen irischen Stadt Sligo, die nicht weit von Galway entfernt liegt.

    Die Schreibweise der Autorin ist sehr eingängig und so liest sich das Buch sehr schnell. Die Spannung hätte ruhig etwas höher angesiedelt sein können, der Täter war sehr leicht zu erraten und war auch nach 2/3 des Krimis gefasst. Interessant fand ich die ein oder andere Bemerkung über echte Todesengel, wie den Hausarzt Harold Shipman.

    Danach ging es um den alten Fall aus dem ersten Buch, da wurden noch etliche Fragen dazu beantwortet. Daher sollte man Teil 1, wenn man den lesen möchte, unbedingt vorher lesen, sonst nimmt man sich die ganze Spannung.

    Emma ist mir sympathisch, trotz dass sie keine perfekte Polizistin ist. Sie nimmt seit einem schlimmen Unfall Oxycodon, hält brisante Beweismittel zurück und macht viele Fehler. Aber gerade weil sie nicht perfekt ist, finde ich die Protagonistin interessant.


    Fazit: Netter Krimi mit einer nicht perfekten Heldin, der leider die Spannung nicht durchgängig halten kann.


    ASIN/ISBN: 354829023X

  • Ich habe das Buch gerade beendet und kannte auch Band 1 nicht. Wer Interesse hat, dem empfehle auch ich in der richtigen Reihenfolge zu lesen.


    Mit Emma als Protagonistin wurde eine nicht perfekte Figur geschaffen, die vor allem durch Alleingänge auffällt. Durch einen Unfall (aus Band 1) ist sie tablettensüchtig und versucht, sich auf verschiedene Wege Nachschub zu besorgen. Sie war mir auch nicht sonderlich sympathisch, weshalb ich diese Reihe nicht weiter verfolgen werde.


    Spannend war dieser unblutige Krimi für mich leider nur streckenweise. Ein Buch, das ich vermutlich schnell wieder vergessen werde.

  • Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen und war etwas zwiegespalten, vor allem, weil die Sache mit den Todesfällen in der Klinik am Ende wenig überraschend war.

    Gut gefallen hat mir allerdings, dass der Faden des ersten Buches nochmal aufgenommen wurde. Das hatte ich vorher auch gelesen und ich kann mir vorstellen, dass es schwieriger ist, wenn man den ersten Band nicht kennt.