Beiträge von Baihu

    Kommt natürlich drauf an, was man will, was man erreichen möchte, was es für Wettbewerbe oder Anthologien aus was für Verlagen sind, aber natürlich bringt es einem etwas. Gibt genug renommierte oder ernstzunehmende Wettbewerbe.

    Zitat

    Original von FrauWilli
    Bald wird es Frühling. Wim Endersson, Literaturagent und Melancholiker, fiebert der neuen Jahreszeit genauso entgegen wie alle anderen Bewohner von Coby-County. Sie warten auf die schönsten Touristen der Welt. Jedes Jahr strömen begabte Menschen aus allen Nationen in den berühmten Ort am Meer, um sich im milden Sonnenschein selbst zu feiern. Wim und sein bester Freund Wesley haben noch nie woanders gelebt, sie studierten an der School of Arts and Economics und erinnern sich gern an die sinnlichen Knutschszenen, tragischen Trennungen und ausschweifenden Tanzpartys ihrer Vergangenheit. Doch als plötzlich, kurz vor Anbruch des Frühlings, Wesley die Stadt in panischer Furcht verlässt, droht sich CobyCounty für immer zu verändern. Wims Freundin, die intelligente Pianistin Carla, geht auf Distanz, der Agenturchef scheint krank vor Sorge, Wim lässt sich verführen. Er muss nachdenken: Ist seine Heimat nur zu retten, indem er ein neues Leben beginnt? Noch wird Wims Apartment vom Licht durchflutet, doch am Horizont kündigt sich bereits ein großes Unglück an ...
    Leif Randt gehört zu den unverwechselbaren Stimmen der jungen deutschen Literatur, und sein zweiter Roman wagt wie kein anderer die Auseinandersetzung mit unserer gesellschaftlichen Gegenwart.


    Sehr gut. Das lob ich mir. :-) Werd es mir auch bald mal holen.

    Hatte vor ein paar Semestern ein ganzes Seminar zum Buch, aber habs seitdem noch nicht geschafft, es auch "privat" zu lesen, aber jetzt wirds wohl bald was.


    Ja, was soll man sagen. Das Ding wird definitiv (wenn es nicht jetzt einfach schon dazugezählt werden sollte) einmal zur ganz großen Weltliteratur gehören.

    Ich hoffe entweder Jan Brandt, Thomas Melle oder Lewitscharoff werden das Rennen machen, aber wenn ich einen Tipp auf den Gewinner abgeben müsste, dann wäre das mehr oder minder klar Jan Brandt.

    amazons Kurzbeschreibung (obwohl unmöglich KURZ zu beschreiben :lache ):
    DAS literarische Ereignis in diesem Jahr!


    Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags. Unendlicher Spaß - so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten, studiert an der Enfield Tennis Academy (ETA), die von seinem Vater gegründet wurde. Hier sowie im nahe gelegenen Ennet-House, einem Entziehungsheim für Drogenabhängige, spielt ein Teil der überbordenden Handlung, die jeden literarischen Kosmos sprengt - in einem leicht in die Zukunft versetzten Amerika, das mit Kanada und Mexiko die Organisation der nordamerikanischen Nationen bildet und von radikalen Separatisten in Kanada bekämpft wird. 1996 erschien Infinite Jest in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der amerikanischen Literatur. Namhafte Autoren von Dave Eggers bis Jonathan Franzen sehen in diesem Buch ein Vorbild für ihr Schaffen. Ulrich Blumenbach hat sechs Jahre lang an der Übersetzung gearbeitet, und seine kongeniale Übertragung ins Deutsche gibt deutschsprachigen Lesern nun endlich die Möglichkeit, das Buch kennenzulernen.

    So, Elmiger ist durch.


    Jetzt gibts bei mir:


    Peter Handke - Der kurze Brief zum langen Abschied


    amazon sagt:
    Der kurze Brief zum langen Abschied
    OA 1972 Form Erzählung Epoche Moderne
    Der kurze Brief zum langen Abschied von Peter Handke ist die Geschichte eines Mannes, der sich auf einer Reise durch die USA von bedrückenden alten Denk- und Reaktionsmustern zu befreien lernt und zu einer neuen Art von Lebenslust gelangt.
    Inhalt: Ein etwa 30-jähriger Schriftsteller reist auf der Suche nach seiner Frau Judith, die sich kurz zuvor von ihm getrennt hat, quer durch die Vereinigten Staaten, von der Ost- zur Westküste. Diese Irr- und Verfolgungsjagd – Judith ist auch hinter ihm her und will ihn vielleicht umbringen – ist gleichzeitig die Reise des Helden zu sich selbst, auf der er verschiedene Stationen seiner Entwicklung durchläuft. Langsam kann er sich von einem Ichbewusstsein, das vor allem von Angst, Entsetzen und Erschrecken bestimmt ist, befreien und gelangt durch das Reisen, durch die Begegnung mit Menschen, durch das Schauen und Lesen zu einem neuen, nicht länger selbstentfremdeten Bewusstsein. Als er Judith schließlich trifft, nimmt er ihr wie selbstverständlich den auf ihn gerichteten Revolver aus der Hand. Der Roman endet märchenhaft mit einem Besuch der beiden bei dem alten Westernregisseur John Ford, der sie auffordert, ihm ihre Geschichte zu erzählen. Durch dieses Erzählen gelingt es dem Paar, sich nunmehr friedlich zu trennen.
    Aufbau: Handke kombiniert für die recht einfache Geschichte, die von einem Ich-Erzähler vorgetragen wird, die traditionellen Formen des Kriminalromans, des Entwicklungsromans und des empfindsamen Reiseromans. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, die mit Der kurze Brief und Der lange Abschied überschrieben sind, Letzteres eine Anspielung auf den Kriminalroman Der lange Abschied (1953) von Raymond R Chandler. Die Mottos für die Kapitel hat Handke dem Roman Anton Reiser (1785–90) von Karl Philipp R Moritz entnommen; der Ich-Erzähler liest auf seiner Reise in Der grüne Heinrich (1853–55) von Gottfried R Keller. Der Roman, den Handke als »Fiktion eines Entwicklungsromans« bezeichnete, ist also vielfach literarisch vermittelt.
    Wirkung: Der kurze Brief zum langen Abschied erzählt von den Identitäts- und Lebenskrisen der Protagonisten, wobei das Hauptinteresse des Autors der jeweiligen subjektiven Befindlichkeit gilt. Damit wurde Handke zu einem der wichtigsten und einflussreichsten Autoren der so genannten neuen Innerlichkeit, einer literarischen Strömung der 1970er Jahre, deren vorrangiges Interesse – nach der engagiert ideologischen Literatur um 1968 – der Selbsterfahrung und Innenschau des Individuums galt. R. Mi. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

    Dorothee Elmiger - Einladung an die Waghalsigen


    Kurzbeschreibung von amazon:
    In den Stollen eines Kohlereviers ist vor Jahrzehnten ein Feuer ausgebrochen und noch immer lodern unter Tage die Flammen. Margarete und Fritzi sind die übrig gebliebene Jugend einer verschwindenden Stadt. Ihr Erbe ist nichts als ein verlassenes Gebiet, in dem Verwüstung herrscht. Frühere Ereignisse sind nur bruchstückhaft überliefert. Doch die beiden Schwestern wollen diesen Zustand nicht hinnehmen. Entschlossen brechen sie auf zu einer Expedition, um ihre eigene Herkunft zu erforschen. Denn nur wer seine Geschichte kennt, kann sich eine hoffnungsvolle Zukunft aufbauen
    Mit der Wiederentdeckung eines längst vergessenen Flusses wird für Margarete und Fritzi nicht nur ein neues Leben greifbar. Endlich gibt es auch einen Anlass, Einladungen für ein großes Fest zu verschicken: "Kommt auf euren Fahrrädern gefahren! Kommt auf euren weißen Pferden geritten!"

    So, gerade Ausweitung der Kampfzone von Houellebecq beendet und bin doch ein wenig überrascht, dass es so relativ spurlos an mir vorüber ging, was nicht wertend gemeint ist.


    Ja, und jetzt werde ich nach einer kurzen Pause gleich mit Cormac McCarthys Die Straße beginnen.

    Thomas Mann - Buddenbrooks


    Kurzbeschreibung (amazon):
    Thomas Mann hat sich mit seinem ersten Roman Buddenbrooks in die Herzen seiner Leser geschrieben. Der Geschichte von Reichtum und Erfolg, von Ehrgeiz und Verzicht, aber auch von Lebenslust, Nachlässigkeit und Krankheit verdanken wir zahlreiche unvergessliche Figuren: die unbeschwerte, aber unglücklich liebende Tony, ihre rivalisierenden Brüder Christian und Thomas, schließlich der arme Hanno, der sich der Familie verschließt und einen frühen Tod sterben muss. Wie aus vergangener Zeit entsteht in diesem reichen Roman ein Bild des alten Lübeck und des Badeorts Travemünde eine Kulisse, die jeden Leser zu einer Reise ins 19. Jahrhundert entführt.

    Gerade vom Flohmarkt gekommen und unter den ganzen Linds, Konsaliks, Aherns, Danellas und was weiß ich nicht zwei ordentliche Sachen gefunden:


    Ernest Hemingway - Über den Fluss und in die Wälder


    Kurzbeschreibung (amazon):
    Wie in seinem berühmten Roman "In einem andern Land" greift der amerikanische Nobelpreisträger auch hier das Thema Krieg und Italien, Liebe und Tod auf. Sein Oberst Cantwell ist zwar den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs entronnen, aber er ist gezeichnet. Im kahlen und harten Licht des winterlichen Venedigs erfüllt sich ein männliches Schicksal.

    Die letzten 5:
    Markus Heitz - TAKC 3000 ( :uebel)
    Charles Bukowski - Opfer der Telefonitis: Erzählungen
    Sybille Lewitscharoff - Apostoloff
    JD Salinger - Der Fänger im Roggen
    Leif Randt - Leuchtspielhaus


    Aktuell:
    Michel Houellebecq - Ausweitung der Kampfzone


    Die nächsten 5:
    Cormac McCarthy - Die Straße
    Dorothee Elmiger - Einladung an die Waghalsigen
    Yasunari Kawabata - Tausend Kraniche
    John Fowles - Der Sammler
    Peter Handke - Der kurze Brief zum langen Abschied

    @ Salonlöwin: Achso, dein Post hat mir den Eindruck gemacht, dass du "besser" vom literarischen Standpunkt aus meinst. Ja provokant ist er sicherlich, nur eben habe ich bisher noch nirgendwo Zweifel an Houellebecqs literarischer Qualität gehört/ gelesen, deswegen habe ich mich gewundert.

    Zitat

    Original von Salonlöwin
    Hallo Kirsten,


    nach den ersten knapp 80 Seiten muss ich feststellen, dass Houellebecq besser als sein Ruf ist und ich Gefallen an "Plattform" finde.


    Houellebecq hat einen schlechten Ruf? Wär mir aber neu.

    1. Was liest Du gerade?
    In Swanns Welt von Proust.


    2. Welches Buch hat Dich zuletzt stark beeindruckt?
    Marquez Hundert Jahre Einsamkeit.


    3. Sammelst Du irgendetwas?
    Nein.


    4. Schreibst Du Widmungen in Bücher?
    Nein.


    5. Schreibst Du Deinen Namen in Deine Bücher?
    Nein.


    6. Welches Buch hast Du doppelt?
    Hartmann von Aue - Der arme Heinrich.


    7. Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen
    Keine Ahnung.


    8. Sitzt Du im Kino lieber am Rand oder in der Mitte?
    Eher Mitte.


    9. Welche ist Deine liebste Romanfigur?
    Patrick Bateman oder Werther.


    10. Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
    Kein System.


    11. Lesen: vor dem ins Bett gehen oder nach dem Aufstehen?
    Eher vor dem ins Bett gehen. Mache das aber fast gar nicht mehr. Nach dem Aufstehen bisher nicht oft versucht, weil auch keine Zeit, aber ist angenehm.


    12. Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?
    Helene Hegemann - Axolotl Roadkill.


    13. Hardcover oder Paperback?
    Hardcover.


    14. Zeitung aus Papier oder im Netz?
    Digital. Kaufe mir keine Zeitungen.


    15. Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?
    Der Herr der Ringe.


    16. Deine liebste Literaturverfilmung?
    Der Herr der Ringe.


    17. Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?
    Etwaige Internetseiten, Unizeug.


    18. Bevorzugte Urlaubslektüre?
    Da ich meistens was neues lesen: Unterschiedlich.


    19. Bester Romantitel ever?
    Faust!


    20. Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
    Halte normalerweise nichts von so etwas, aber naja: Goethe - Die Leiden des jungen Werther