Beiträge von SvenKoch

    Irgendwas passt da nicht beieinander. Der van Gogh und der Cezanne sind offenbar aus dem Bergwerk im Direktvertrieb an den ermordeten Kunstsammler verkauft worden. Das vom Museum gestohlene Werk war zuvor in Paris im Museum.

    Mmmm, nein :-) Zwei verschiedene Paar Schuhe: Der van Gogh und der Cezanne sind unbekannt und stammen wohl aus einem Diebstahl, - aber nicht dem Raubüberfall auf den Transporter. Es ist ein Zufallsfund von Castel - aber man ist sich sicher, dass auch diese Bilder aus einem Diebstahl stammen müssen - wenngleich nicht aus dem Überfall auf den Transporter.


    Die Cezannes, die die Gangster klauen wollten, aber es nicht schafften, stammten aus dem Museum in Aix und sind dem Museum als Leihgabe aus Paris gegeben worden. Die wurden ja aller sichergestellt.


    Grundsätzlich hat aber Cezanne sehr viele Bilder von den St. Victoire gemalt.

    Ja, da kööönte es einen Zusammenhang geben mit den Montagnes usw :-) Hinsichtlich der Panzerfaust habe ich übrigens eine längere technische Diskussion mit meinen Schwiegervater darüber gehabt, wo genau man hinschießen müsste, damit nicht alles in Flammen aufgeht. Er kennt sich aus. Er war Offizier bei den Panzern und auch bei der Nato :-)

    Ja, es gibt einen Hegdefond-Manager, einen alten Wissenschaftler und einen Pierre Lagrange, der auch Autor ist - da bekam ich einmal einen Anruf von unserer Lippischen Landesbibliothek, weil sie für die Deutsche Nationalbibliothek nach mir fahndeten - um zu klären, ob ich denn das sei oder der andere... Fand ich sehr lustig.

    Ich hatte bislang immer bei Droemer/Knaur veröffentlicht. Da die Provence-Reihe bei Fischer erscheint, sagte Knaur: Wenn Du anderswo auch Krimis schreibst, dann aber bitte mit Pseudonym. Fischer sagte dann: Oh, wir möchten sowieso eines, und zwar einen französischen Namen. Dann haben wir endlos lange zusammen gehirnt: Was klingt gut? Was passt? Wozu habe ich einen Bezug? Womit kann ich mich identifizieren?


    Am Ende hatte ich schon gesagt: Ich kann nicht mehr, ist mir latte. Nennt mich, wie ihr wollt. Dann kam Pierre Lagrange heraus. Mein zweiter Vorname ist Peter - passt zu Pierre. Ich habe viel Rockmusik gemacht - "La Grange" ist ein Klassiker von ZZ Top. Ich bin ein Fan der Bücher von Jean-Christophe Grangé - das "Grange" kommt vor.


    So war das :-)

    Das stimmt. Das ist eine Gratwanderung. Aber die Dummheit der Polizei zu nutzen, um den Protagonisten als Genie darzustellen - das mag ich nicht. Albin zb hält die Kollegen nicht für blöd oder so. Ich glaube auch nicht, dass ich sie als doof darstelle - und Albin findet die auch nicht doof oder so, ganz im Gegenteil. Er kann allerdings außerhalb des Systems agieren und damit alternative Wege flexibler beschreiten. Das ist sein Vorteil, das weiß er, und da macht er eben sein Ding.

    Danke - und da freue ich mich, wenn es Euch allen gut gefallen hat :-)


    Albin kann den Leuten schon gewaltig auf die Nerven gehen - was ja auch der Grund dafür ist, dass sie ihm Tyson geschenkt hatten. Aber insgeheim weiß Albin schon, dass er manchen auf den Senkel geht. Ihn kümmert das bloß nicht so sehr. An einer Stelle wird er ja auch gefragt, ob es denn klappt mit dem Mops, dass er was zu tun hat und die Leute nicht mehr nervt. "Nein", sagt er da trocken.


    Aber es in der Tat eine Eigenschaft, die dosiert einzusetzen ist - eben wie der Witz und Klamauk mit Tyson -, um die Balance zu halten und es nicht zu überreißen. Und ich freue mich super, dass Ihr das Gespann mögt und die gute Cat (ich gebe zu: Ich bin ein großer Fan von taffen Ermittlerinnen).


    Und das Strickmuster: Ich versuche tatsächlich, in jedem meiner Bücher die Geschichten anders zu erzählen und auch jeweils andere Geschichten. Weil: Ich will nicht a) langweilen und b) vor allem mich selbst beim Schreiben nicht langweilen ;-)

    Zitat

    Original von EmmaBzy


    Einziger Punkt den ich bei den Postern seit meiner letzten Antwort kritisieren kommt von SvenKoch.
    Man zahlt immer in irgendeiner Form. Entweder man gibt Prozente an den Einnahmen ab oder man muss für Leistungen zahlen.


    Das kommt auf die Sichtweise an. Wenn du davon ausgehst, dass man als Autor eigentlich alle Einnahmen bekommen müsste, der Verlag und der Handel eigentlich nur deine Dienstleister sind, dann gibt man was ab. Und für Leistungen muss man zahlen, was ja normal ist.


    Faktisch ist es aber anders. Denn der Autor wird für seine Leistung, für seinen Roman, bezahlt - er gibt keine Prozente ab. Er wird vielmehr mit Prozenten am Umsatz beteiligt, also: Er erhält Prozente. Das ist die Bezahlung. Er erhält auch Garantievorschüsse auf diese Beteiligung, die vielleicht höher sind als der tatsächliche Umsatz. Sprich: Du bekommst mit Vertragsabschluss einen Garantievorschuss, der evtl. 30.000 verlauften Büchern entspricht - egal, ob hinterher nur 5000 verkauft werden. Und von allem anderen, dass oberhalb deiner Beteiligung liegt, finanziert sich der Verlag, der Vertrieb, die Druckerei, der Handel, die Werbeagenturen... Jede Menge Leute, die alle eine Leistung erbringen und ebenfalls am Bucherlös beteiligt sind. Aber: Denen gibst du nichts ab, gar nicht.


    Du gibst nur einer Agentur Prozente von deinem Vorschuss und später den Tantiemen ab und bezahlst damit ihre Leistung, die sie für dich erbringt. Aqkuise, Beratung, Verträge, Lizenzen, Abrechnungen usw. Die bezahlst du, aber sonst keinen.

    Da freue ich mich, dass Dir die Dünenbücher so gefallen :-] Für das nächste kann man ja mal was machen, aber vorher kommt erst noch ein ganz neuer Standalone-Thriller raus.


    Grange mag ich ja supergerne, Fan hier, großer Fan - in gewisser Weise taucht er ja im Pseudonym auch auf, hehe... Er ist weitaus brutaler, ja - aber das meine ich nicht so. Brutal könnte ich auch, wenn ich wollte, hehe.


    Die Franzosen schreiben ganz anders, fällt mir immer wieder auf. Und das höre ich auch aus Verlagen, dass im Verhältnis gesehen aus diesem Grund französische Autoren eher unterrepräsentiert sind im Markt. Denn eigentlich sollte man ja meinen, dass die besser und authentischer über ihr Land schreiben als Deutsche - aber vielleicht ist der Blick von außen auch interessanter...