ARENA '89: Die Pitborn-Prinzessin (Band 2) Die Revolution beginnt in der Arena. Sie kam, um zu überleben. Sie bleibt, um das System zu stürzen. Nach dem brutalen Verlust ihrer Familie hat Reva nur ein Ziel: Rache an Cassian Varus, dem Mann, der ihren Bruder vor ihren Augen hinrichten ließ. Als die ehrgeizige Domina Selira Astra ihr die Hand reicht und sie zur Auctora von Haus Astra macht, scheint Revas Weg vorgezeichnet. Doch was als inszenierte Rolle beginnt, wird zur Waffe gegen das System selbst. In den luxuriösen Hallen von Haus Astra wird aus der Performerin der Grube die Pitborn-Prinzessin: ein Symbol der Hoffnung für die Unterdrückten und eine Geldmaschine für die Herrschenden. Während die Megametropole ihren Aufstieg feiert, plant Reva ihren Kampf. Zwischen medienwirksamen Arenakämpfen und politischen Intrigen entdeckt sie Hinweise auf eine Wahrheit, die alles übersteigt: Das System, das sie bekämpft, beruht auf einer viel größeren Lüge, als sie je ahnte. Wer ist der rätselhafte Kaiser wirklich? Warum darf niemand die Grenzen der Stadt überschreiten? Und wie weit muss Reva gehen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen? In den neuen Teamkämpfen muss Reva nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Freunde schützen. Die seltene Chance, den mysteriösen Kaiser zu treffen (die gottgleiche Instanz, die über allem thront) könnte ihr endlich die Antworten liefern, nach denen sie sucht. Doch in einer Welt, in der jedes Gefühl zur Quote wird und jeder Schmerz inszeniert ist, muss Reva erkennen: Manchmal ist der gefährlichste Gegner nicht der, den man bekämpft, sondern der, dem man vertraut. Was als Unterhaltung beginnt, wird zur Revolution. ARENA '89: Die Pitborn-Prinzessin ist der fesselnde zweite Band der dystopischen Trilogie, die Hunger Games und Spartacus verbindet. Intensiver, schonungsloser und emotionaler als der erste Teil führt er in die dunkelsten Abgründe einer Gesellschaft, die Schmerz zur Unterhaltung gemacht hat. Dies ist kein Märchen mit Happy End: Die Pitborn-Prinzessin lächelt nicht, sie schlägt zurück. Für Fans von Hunger Games, Spartacus und 1984: härter, brutaler, erschreckend gegenwartsnah.
Über den Autor:
Stephan Steinthal, Jahrgang 1986, lebt in der Nähe von Bremen und arbeitet als Softwareentwickler - Informatik war schon immer sein Ding. Früher wollte er einfach wissen, wie Computer wirklich ticken, heute begeistert ihn daran vor allem, was alles möglich ist - und was vielleicht nie möglich sein wird. Genau diese Neugier zieht sich auch durch seine Geschichten. Er schreibt Science-Fiction, weil sich dort Physik und Philosophie treffen: Zeitreisen, Quanten, Simulationstheorie, Transhumanismus - und immer wieder die große Frage, was eigentlich Realität ist und warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Schon als Teenager hat er seine ersten Geschichten in Foren veröffentlicht, ohne je darüber nachzudenken, was man daraus machen könnte. Inzwischen hat er das Schreiben mit den Möglichkeiten von Selfpublishing wieder neu für sich entdeckt. Was ihn dabei reizt? Sich in eigenen Welten zu verlieren, Twists zu bauen, die überraschen - und Geschichten zu erzählen, die im Kopf bleiben, auch nachdem man die letzte Seite zugeschlagen hat. Website: https://www.stephan-steinthal.de
Meine Meinung:
„Die Arena lernt – und mit ihr ihre Opfer.“
Band 2 von Arena 89 setzt dort an, wo Band 1 bewusst offengelassen hat: bei den Konsequenzen. Die Spielregeln sind bekannt, die Mechanik der Quote etabliert – doch jetzt verschiebt sich der Fokus. Aus dem reinen Überlebenskampf wird eine Frage nach Haltung, Verantwortung und Kontrolle. Die Arena ist nicht mehr nur ein Ort. Sie ist ein System.
Was mir auch in diesem Band gut gefallen hat, ist die Konsequenz, mit der die dystopische Welt weitergedacht wird. Die Eskalation wirkt logisch, nicht effekthascherisch. Unterhaltung, Öffentlichkeit und Macht greifen noch enger ineinander, und genau darin liegt die beklemmende Stärke des Romans. Die Gewalt ist nicht Selbstzweck, sondern Symptom eines Apparats, der gelernt hat, wie Aufmerksamkeit funktioniert.
Reva bleibt das emotionale Zentrum der Geschichte. Sie ist spürbar gezeichnet von dem, was hinter ihr liegt, und zugleich gezwungen, sich weiter zu behaupten. Gerade diese Entwicklung macht sie interessant: weniger Reaktion, mehr innere Spannung, mehr Brüche. Sie wird nicht zur Ikone stilisiert, sondern bleibt Mensch in einem unmenschlichen Umfeld – ein Balanceakt, der auch im zweiten Band trägt.
Erzählerisch zieht Band 2 das Tempo an, ohne an Klarheit zu verlieren. Die Serie löst sich zunehmend von ihren Referenzen und behauptet ihren eigenen Ton. Man merkt: Arena 89 will nicht nur unterhalten, sondern ein größeres Bild zeichnen – über Medienlogik, Verwertbarkeit und die Frage, wie viel Widerstand ein System zulässt, bevor es ihn einkalkuliert.
Ich habe auch diesen Band gern gelesen.
Nicht, weil er bequem ist –
sondern weil er konsequent weiterdenkt.
Für Leser, die…
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…Dystopien mögen, die sich entwickeln statt zu wiederholen.
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…Figuren begleiten wollen, die an Konsequenzen wachsen.
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…Serien schätzen, die ihre Welt ernst nehmen.
Meine Zeile zum Buch:
„Die Arena verändert ihre Regeln nur dann, wenn es der Quote dient.“