Buchmeinung zu Claude Izner – Madame ist leider verschieden
„Madame ist leider verschieden“ erschien 2010 als Hardcover im Piper Verlag. Die französische Originalausgabe erschien 2003 unter dem Titel „Mystère rue des Saint-Pères“. Die Taschenbuchausgabe erschien 2011 ebenfalls bei Piper.
Es ist der Auftakt der Serie um den Buchhändler Victor Legris im ausgehenden 19. Jahrhundert in Paris. Ich habe die Taschenbuchausgabe gelesen.
Klappentext:
Ein rätselhafter Tod auf dem Eiffelturm, der umstrittenen Attraktion der Pariser Weltausstellung des Jahres 1889: Eine der vielen Besucherinnen haucht dort, in luftiger Höhe, ihr Leben aus. Der Buchhändler Victor Legris wird ungewollt zum Zeugen und schließlich zum Ermittler. Denn es gibt noch weitere Opfer, die stets einem mysteriösen Bienenstich erliegen. Und jedes Mal ist Victor dem Tatort nicht fern …
Die Autoren (Quelle krimi-couch.de):
Claude Izner ist das Pseudonym der beiden Schwestern Liliane Korb und Laurence Lefèvre. Die beiden Pariserinnen betreiben seit Anfang der 70er-Jahre einen Bouquinisten-Stand am rechten Seine-Ufer und veröffentlichten zunächst gemeinsam eine Reihe von Kinder- und Jugendbüchern.
Liliane Korb, geb. 1940, arbeitete ursprünglich als Cutterin in der Filmbranche und schrieb für Fernsehen und Theater.
Laurence Levèfre (geb. Korb), geb. 1951, hat Archäologie studiert und zwei Romane veröffentlicht, bevor sie mit ihrer Schwester ins Buchgeschäft einstieg.
Meine Meinung:
Der Auftakt der Serie um den Buchhändler Victor Legris spielt in Paris zur Zeit der Weltausstellung. Es gibt einige Tote, einige bekannte Personen, einige technische Neuerungen, eine Liebesgeschichte und Informationen über antiquarische Bücher. Wir lernen reißerische Zeitungsschlagzeilen und eine bunte Vielfalt von Typen jener Zeit kennen. Victor Legris wird zum Ermittler und der Buchladen wird allein vom Assistenten Joseph am laufen gehalten. Doch eines habe ich im Buch nicht gefunden – Spannung. Die historischen Elemente sind in Ordnung, aber der Kriminalfall hat mich völlig kalt gelassen. Das Geschehen plätschert vor sich hin und es gibt sogar einen Showdown. Aber Spannung kommt nicht auf.
Fazit:
Auf der Vorderseite des Taschenbuchs befindet sich der Aufdruck „EIN PARIS-KRIMI“. Für mich war es einer der spannungsärmsten Krimis, die ich je gelesen habe. Allein durch die historischen Elemente kommt so etwas wie Atmosphäre ins Spiel. So kommt es zu einer Bewertung von zwei Sternen (50 / 100).
