Das weiß ich auch nicht, desgleichen kam mir in den Sinn, daß möglicherweise das Überreichen eines Bechers einen weiteren Sinn hatte als nur den, etwas Trinkbares zu geben (etwa als "versteckter" Hinweis, man wäre einer Beziehung nicht abgeneigt)? Dies ist allerdings reine Spekulation von mir, der Gedanke kam mir gestern Abend.
Ich glaube, da liegst du möglicherweise gar nicht falsch.
Kapitel III (Buch IV): "Da nahm Esther den Becher und sagte: "Der Wein kommt aus dem Land, das wir alle so lieben. Ich bitte dich, trinke!" Ihre Stimme war so süß, wie die Rebekkas am Brunnen von Nahor gewesen sein mag. Er sah Tränen in ihren Augen und trank."
Im Anhang wird auf die Textstelle in der Bibel hingewiesen Gen. 24,15f. https://www.die-bibel.de/bibel/GNB/GEN.24
Dass Esther Ben Hur den Becher reicht, könnte also wirklich viel mehr bedeuten. Allerdings hat ihr Vater sie aufgefordert, ihm zu trinken zu geben. Dabei wollte er aber bestimmt nicht seine Tochter verkuppeln. 
Für Ben Hur hat es wohl aber auf jeden Fall eine Bedeutung, dass Esther im den Becher gereicht hat. Ganz zum Schluss des 4. Buches steht da ja: "Esther hatte ihm einen Becher geboten. Das Gleiche hatte die Ägypterin getan. Und beide waren zu ihm gekommen, zur gleichen Zeit unter den Palmen. Welche sollte er wählen?"
Aber abgesehen davon ging mir die Verliebtheit auch vieeeeeel zu schnell. Auch bei Esther. Sie geht aber davon aus, dass ihre Liebe nicht erwidert wird. (Ende Kapitel XI)
Achja, ich mag den Namen Esther. Einfach so vom Klang her. 
Jetzt noch ein paar Gedanken, die ich mir beim Lesen notiert habe:
Ich finde es äußerst bemerkenswert, dass Simonides trotz der heftigen Foltern nichts preisgegeben hat.
Simonides kennt jemanden, der bezeugen kann, dass Juda Ben Hur die Wahrheit spricht. Wer könnte das sein? Wohl leider nicht Judas Amme. Das wäre schon eine Überraschung.
Der Aufenthalt im Hain war schon ein merkwürdiger Trip. Ich kann damit nicht so recht etwas anfangen. Außerdem frage ich mich, was mit folgender Aussage gemeint ist: "Besser ein Gesetz ohne Liebe als eine Liebe ohne Gesetz." (Kapitel VI vorletzter Absatz) Ich verstehe nicht wirklich, um was es in diesem Absatz geht. Mir fällt es auch gerade total schwer, mich da hineinzudenken was ich da lese. Nein, also ich verstehe einfach gar nicht, zu welcher Erkenntnis Ben Hur während seines Aufenthalts im Hain kommt. Aber das hat vermutlich etwas mit seiner Religion zu tun.
Mit den Erzählungen von Balthasar konnte ich schon eher etwas anfangen und fand ich auch in dem Moment interessant. Allerdings ist danach dann irgendwie wieder alles weg. Aber ich dachte auch beim Lesen, das will ich mir noch einmal durchlesen und darüber nachdenken.
Dann noch etwas anderes: Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll, dass Ben Hur schon so oft errötet ist. Es fällt mir halt ganz schön auf. Ob man früher einfach so geschrieben hat? Also, dass da immer Leute waren, die oft rot wurden.
Mein Buchcover passt wohl nicht so recht zum Inhalt was die Anzahl der Pferde angeht. Im Buch ist von vier Pferden die Rede. Im Bild gibt es nur drei.