Beiträge von sasaornifee

    Ich fürchte nicht. Ich besitze ein Ebook und ein Print und beide sind komplett unterschiedlich. Ich habe versucht mein Ebook nach dem Print einzuteilen, aber gerade in diesem hinteren Bereich ist es mir nur schwer gelungen, und wie sich herausstellte, habe ich die Abschnitte tatsächlich falsch gekennzeichnet. Ich persönlich finde das nicht so schlimm, poste aber halt jeweils in dem Abschnitt, den ich zuletzt gelesen habe, um Spoiler in den anderen zu vermeiden.

    Nagut. ?(


    Ok :wave

    Ja, die Umstände in der jeweiligen Zeit sind immer ganz andere. Alles entwickelt sich weiter. Ich muss mir das auch immer vor Augen halten.


    In etwa ist es auch so, wenn ich die verschiedenen Länder in der heutigen Zeit mit ihren Kulturen, Einstellungen und Verhalten vergleiche. Von außen betrachtet kommen mir manche Dinge nicht nachvollziehbar vor. Aber wenn ich dann erfahre, was vor der Zeit war oder dahinter steckt, kann ich manches doch dann eher nachvollziehen.

    Schön, dass hier so fleißig geschrieben wurde. :-)


    Ich selbst erwische mich auch immer wieder dabei, wie ich versuche die Menschheit oder Gesellschaft von früher und heute zu vergleichen. Was sie so bewegte, dachte, wie sie lebte, miteinander umgegangen ist, was ihre Ziele waren etc. etc. Und wohin sich unsere Gesellschaft in den nächsten 50 Jahren wohl bewegen wird.


    Ja, ja. Geschichte ist sehr interessant. Nur verstehen tue ich sie leider nur selten.

    * Schleicht sich hier mal herein *

    Immer wieder gerne :-)


    Aber dazu fiel mir - wieder einmal - Gustav Freytag und sein (heute vergessener) Roman "Die verlorene Handschrift" ein. Als der Professor und sein Freund Fritz auf dem Gutshof ankommen, werden sie Zeuge der Beerdigung eines Kindes. Die Menschen haben genauso sehr getrauert wie wir heute, doch der Tod war Bestandteil des Lebens, viel mehr als bei uns heute. Und er trat, wie Brigitte schrieb, viel häufiger ein als wir es heute gewohnt sind.

    Meinst du damit, du glaubst, dass zu der Zeit weniger über früh Verstorbene gesprochen/gedacht wurde, weil der frühe Tod damals 'gewöhnlicher' war.

    Ich habe die starke Vermutung, dass Mrs. Gibson im Buch viel stärker herüber kommt als im Film. :gruebel


    Wie ist es so, wird die Geschichte in ihrem Fortschreiten besser, interssanter, erträglicher, etc.? Anfangs hatte doch jeder so seine Schwierigkeiten oder auch nicht. Gab/Gibt es da eine Veränderung bei euch?

    Ich bezweifle, dass es überhaupt möglich ist, eine Persönlichkeit völlig realistisch wiederzugeben.

    Ja, denn 1. ist es nicht immer von Nöten und 2. ist es auch gar nicht möglich, denn dafür müsste man perfekt schreiben können und selbst dann passiert es, dass jemand es so aufnimmt und andere wiederum so.


    Jetzt kommt mir ein Blitzgedanke: Jeder kann sehr gut schreiben, nur der passende Leser muss (noch) gefunden werden. :narrenkappe

    (Es ist Wochenende und ich bin k.o., ich weiß gar nicht mehr, was ich hier schreibe.)


    Bei dem Jagdausflug und bei der wilden Schlittenfahrt zu Weihnachten hatte ich jedesmal die Befürchtung, dass es nun zu einem Unfall kommt. Dass also eventuell Natascha bei der Jagd angeschossen wird oder Sonja vom Schlitten stürzt. Solche dramatischen Wendungen waren aber anscheinend damals noch nicht so sehr gewohnte Stilmittel in der Literatur wie sie es heute (bei Thrillern) sind.

    Ich bin froh!, dass es zu keinen Unfällen kommt. Zu viel Aufregung könnte ich bestimmt nicht ertragen. (Ich habe aber auch gar keine solchen Zwischenfälle erwartet.) Mir reichen da schon völlig die Anspannungen zwischen den Leuten, die entstehen, als eine weitere Jagdtruppe dazustößt.


    Die Kapitel 1-7 habe ich jetzt gelesen und es war erstaunlich schön.

    Erstens, weil ich mich als Leser draußen bewegt habe 'an der frischen Luft' zu Pferd und eine gewisse Aufregung herrschte. Und zweitens fand ich es richtig faszinierend, wie viele Hunde man doch zum Jagend mitgenommen hat. Drittens aber hat mir der Wolf leid getan. Ich vermute mal, sie haben den Wolf und Fuchs gejagt, weil sie in ihnen Konkurrenten sahen. Und speziell den Wolf, weil er den Menschen vielleicht zu gefährlich wurde. Aber muss man den Wolf dann so quälen? Furchtbar! Ich hätte es lieber gesehen, wenn sie ihn sofort, nachdem sie ihn zu fassen bekamen, schnell getötet hätten, wenn sie ihn doch eh töten wollten; davon gehe ich aus.

    Und da sie nur fleischfresser gejagt haben, gehe ich auch davon aus, dass es eher ein Spaß- und Zeitvertreib für sie war. Die Nahrung jagte vermutlich ihr Personal?


    Täusche ich mich, oder wurde da nicht einmal erwähnt, dass die Gräfin Rostow 12 Kinder geboren hat? Bisher war aber nur von Vera, Nikolai, Natascha und Petja die Rede. Was ist mit den anderen? Zuerst habe ich vermutet, dass die alle schon verheiratet und außer Haus sind. Aber sie müssten doch auch gelegentlich erwähnt werden.

    Doch jetzt kam mir der Gedanke, der uns heutzutage völlig fremd ist: Sind die anderen vielleicht alle im Kindesalter gestorben?

    Ich fände es ehrlich gesagt zu viel, wenn noch mehr Namen auftauchten, die aber (zunächst?) gar keine Rolle spielen. Ich finde es so schon anstrengend genung. Abgesehen davon, erwarte ich gar nicht, dass man alle Namen erwähnt.

    Gut, ich gebe zu, realistisch betrachtet redet oder denkt man ja hin und wieder über bzw. an Menschen, die aber keine aktive Handlung haben. Im realen Leben.

    Also würde ich mir die Frage stellen: Ist es üblich, dass in einer Geschichte Namen auftauchen, die nicht wirklich zum Verlauf der Geschichte beitragen?

    Tolstoi wollte ja - so habe ich es zumindest aufgefasst - aus dem wahren Leben erzählen. Viele wahre Persönlichkeiten aus seinem nahen Umkreis sind Vorlagen für seine Figuren. Aber sollten die Figuren auch zu 100% realistisch wie im wahren Leben dargestellt werden. Bzw. soll der Erzähler etwas erwähnen, dass eher nur die Neugierde befriedigt?



    Was den Urlaub angeht, habe ich mich vorher auch schon immer beim Lesen gefragt, wie lange bei denen ein Urlaub damals war.


    Ich muss dazu sagen, ich fände es, glaube ich, besser, wenn ich meinen Urlaub an einem Stück nehmen könnte. Ich stelle mir das viel erholsamer vor, als immer diese eine Woche hier, zwei Wochen da, ein Tag dort, etc..

    Stimmt, das wird später noch klarer, dass er da im Wesentlichen Scherze macht; im nächsten Abschnitt, wo diese Geschichte weitergeht, scheint aber vielleicht auch eine wirkliche entsprechende Zuneigung gegenüber Mlle Bourienne dazuzukommen:

    Ich werde jetzt für eine Stunde noch im nächsten Abschnitt lesen. Ein bisschen hatte ich vor kurzem schon angefangen.



    "Wenn Sie irgendein Kummer befällt (...), ich bitte Sie, und auch Sie, Fräulein Sonja, was auch immer vorfallen mag, wenden Sie sich an ihn, nur an ihn, um Rat und Hilfe. Er ist ein sehr zerstreuter, komischer Mensch, aber er hat ein wahrhaft goldenes Herz."

    Ja (Hand auf's Herz legend) Die Stelle finde ich auch sehr schön. :-)

    Ich habe es jetzt auch gelesen. Allerdings habe ich mich eher halb damit gequält. Trotzdem musste ich das Buch für mich fertig lesen, weil ich mich sonst immer gefragt hätte, wie die Geschichte wohl verläuft.


    Ich glaube, es liegt einfach daran, dass mein Gehirn bei den Themenkobinationen Autos, Öl/Chemie, Politik, Wirtschaft und Geschichte einfach auf Durchzug schaltet. Es ödet mich blöderweise an. Obwohl mir eigentlich klar ist, dass es wichtige Themen sind. Um das Buch nicht abzubrechen, habe ich ab der Hälfte des Buches größtenteils quer gelesen. Nur wenn die Protagonisten agiert haben, wurde es doch interessant für mich.


    Ich vermute, vor 10 Jahren hätte es mir besser gefallen. Da waren die Umstände noch andere. Ich war wengier reif und die möglichen Szenarien hätten mich mehr gefesselt. Oder - ich wage es zu behaupten - das Buch hat möglicherweise ein Stück seiner Aktualität verloren.

    Denn heute machen wir uns eher wieder Gedanken darüber, wie wir unabhängiger von fossilen Ressourcen werden. Wir wurden denke ich schon aufgerüttelt. Aber sicher noch nicht aufgerüttelt genug. Auch sensibilisiert man sicher heute mehr auf regionale Produkte. Vieles versucht man wieder selbst zu machen, wo es geht. (Diese Aspekte tauchen u.a. im Buch auf)


    Abgesehen davon, fand ich gewisse Nebenfiguren lustig und hin und wieder musste ich doch laut auflachen über die Komik gewisser Vorfälle.


    Trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig überzeugen. Wenn ich daran zurückdenke, denke ich in erster Linie an die Anstrengungen, dieses Buch überhaupt zu lesen.


    Daher bekommt das Buch von mir nur 5 von 10 Eulenpunkten.


    Das nächste Buch, dass ich von Eschbach lesen werde, muss definitv ein aktuelles von im sein. NSA habe ich ja schon gelesen. Dann muss ich wohl eine Weile warten, bis es ein neues von ihm geben wird.

    Ich habe schon befürchtet, dass ich dem Lesen jetzt endgültig den Rücken gekehrt habe. Ich war jetzt zwei Wochen so lustlos, aber in allen Bereichen.

    Gestern habe ich mich endlich wieder den Buchstaben gewidmet und jetzt sind Bücher und ich wieder Freunde. Puh :S

    Sehr schön. :) Ich freue mich für dich.


    Das ist doch eigentlich ein Grund, hier wieder eine Party steigen zu lassen.


    :fete

    Ein Hoch auf die Büchersucht!

    "Mein Vater hat recht: Egoismus, Selbstverliebtheit, Hohlheit, Beschränktheit in allem, das sind die Frauen, wenn sie sich zeigen, wie sie sind. Wenn man sie in der Welt sieht, könnte man glauben, es sei etwas anderes in ihnen. Aber nein, es ist nichts, nichts! Ja, mein Freund, ich sage dir, heirate nicht!" (sein Vater sollte sich auch mal an die eigene Nase fassen)

    Oh-haaa, das wusste ich gar nicht mehr. Ganz schön heftig, was sein Vater da sagt.


    Warum dann aber der alte Graf Bolkonski jetzt plötzlich die Mademoiselle Bourienne heiraten möchte?? Oder ist sie die rühmliche Ausnahme von der Regel?

    Was, er wird noch einmal heiraten! :yikes Da bin ich ja mal gespannt, wie es dazu gekommen ist!

    "Speranski hörte zu und lachte schon im Voraus über das, was Magnizki sagen wollte. In dem Augenblick, als Fürst Andrei ins Zimmer trat, wurden gerade wieder Magnizkis Worte durch Gelächter übertönt. Stolypin, der an einem Stück Brot mit Käse kaute, lachte laut und in tiefen Tönen, Gervais leise und zischend und Speranski hell und deutlich."

    :lache


    Tolstoi ist schon lustig auf seine Art.