Beiträge von sasaornifee

    Titel: Die Kreuzträgerin - Jenseits des Feuersturms

    Autorin: Lydia Schwarz

    Band 2 von 3

    Verlag: Fontis - Brunnen Basel, 2016

    496 Seiten

    ISBN: 978-3-03848-103-4

    ASIN/ISBN: 3038481033



    Hinweis: Spoileralarm! Es handelt sich hier um Band 2. Für die Rezension zu Band 1 hier klicken.


    Inhalt: (Buchrücken)

    Das europäische System des 22. Jahrhunders und sein totalitäres Regime fordern den Menschen alles ab. Wie kann man als Individuum noch leben, wie seine Seele schützen, wie seine Bestimmung finden? Auch Anna muss die brutale Härte der Regierung am eigenen Leib erfahren. Es bleiben ihr nur noch die Flucht und ein einziger Wunsch: Endlich in Frieden leben und Freiheit kosten. Auf afrikansichem Boden trifft sie ihre Eltern wieder - es könnten glückliche Tage sein. Doch der Kontakt zu ihrem Freund Felix ist abgebrochen. Und ihre erste große Liebe Adonis wird immer noch bedroht von dem rücksichtslosen Regime, aus dessen Fängen er sich kaum befreien kann. Der Verlust ist groß. Zu groß?


    Über die Autorin: (aus dem Buch entnommen):

    Lydia Schwarz ist die Tochter einer Finnin und eines Schweizers. Schon immer war sie vom Schreiben fasziniert und verfasste seit dem Grundschulalter eigene Geschichten. Ihr Debütroman, der erste Teil der Zukunfsgeschichte Die Kreuzträgerin, erhielt sehr viele positive Rückmeldung und wurde bereits ins Holländische übersetzt.

    Lydia Schwarz lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im Schweizer Mittelland. Außer dem Schreiben liebt sie das Lesen historischer Romane, beschäftigt sich gerne mit Fremdsprachen und macht Musik.


    Warum wollte ich dieses Buch lese:

    Siehe dazu Rezension Band 1


    Meine Meinung:

    Zwischen Band 1 und 2 gibt es keine zeitliche Lücke. Es geht nahtlos über und spannend weiter, so, als ob man nur das nächste Kapitel aufgeschlagen hätte. Dennoch werden die Gegebenheiten aus Band 1 wiederholt, sodass man wieder auf dem Laufenden ist, falls man eine Pause zwischen den beiden Büchern eingelegt haben sollte.


    Bei ihrer Familie angekommen, geht das Buch schon etwas ruhiger weiter: Anna muss sich erst mal an ihre neue Situation gewöhnen, was ihr nicht leicht fällt. Gleichzeitig erkennt sie die Unterschiede zwischen ihrem Europa und der Freiheit in Afrika, die sie jetzt hat. Sie lernt neue Leute kennen u.a. auch welche in etwa ihrem Alter. Es läuft aber eher mehr schlecht als recht.

    Ihrem Vater versucht sie sich anzunähern. Aber es gelingt nicht so, denn er scheint ein Geheimnis zu haben. Sie bekommt auch mit, dass einige Leute, die in sein Geheimnis eingeweit sind, nicht einverstanden sind. Es bahnt sich etwas Heikles an. Zudem wartet sie sehnsüchtig auf die Ankuft von Adonis und Felix.

    Anna ist dadurch weiter in einer eher unsicheren Situation. Bei mir als Leser kommt wieder das Gefühl auf, dass auch hier der Schein trügen könnte. Es kommt wieder Spannung in die Geschichte.


    Anna scheint etwas weniger hitzig geworden. Aber es dauert nicht lange, da expolidiert sie und sie kommt mir häufig wie eine Pupertierende vor. Dabei ist sie ja bereits 21. Zum Teil kann ich es ihr nicht verübeln. Es liegt einfach an ihrer Situation. Zudem setzt sie sich mit ihrem Liebesleben auseinander. Ein Wechselbad der Gefühle.


    In meiner Rezension zu Band 1 hatte ich kritisiert, dass nur über Christen geschrieben wurde. Das hat sich in Band 2 nicht geändert. Ich finde das etwas schade,


    In diesem Band werden ein paar politische Themen angesprochen, die heute Thema sind und gedanklich ein wenig in die Zukunft weitergesponnen wurden. Mir kam es so vor, dass die Autorin hier versucht, ein wenig ihre Meinung kund zu tun.


    Im Zusammenhang mit Thema Gott werden hier die Themen 'Verzeihen können und ihre Folgen', 'Gewalt und Rache als Ziel?' und 'Warum lässt Gott das Leid zu' in die Geschichte mit eingeflochten.

    Außerdem wird der Punkt Gott als Vater betrachtet. Das hatte mir in Band 1 gefehlt.


    Mit der Zeit liest sich das Buch schon besser. Aber phasenweise kommen mir die Emotionen so überladen vor und die Gespräche lesen sich manchmal doch noch etwas holprig. Ich glaube, es liegt an den vielen Eigenschaftswörten, die die Autorin verwendet, weshalb vieles auch intensiv wirkt. Es hat auf jeden Fall etwas Spezielles ans sich.


    Nach ca. der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf. Und später geht es sogar nach Finnland in die Kälte. Es kommen wieder viele Überraschungen und am Ende der dicke Hammer.

    Während des Lesens des Buches hatte ich immer die Befürchtung, dass die Liebesgeschichte so typisch Verläuft wie in anderen Jugendbüchern, die erfolgreich wurden. Aber es ist doch etwas anderes. Und das wird hoffentlich auch im dritten Buch weiter ausgebaut.


    Und überhaupt, bin ich sehr gespannt auf den letzten Teil.

    Auch, weil ich in Band 2 die Christen aus Band 1 vermisse. Ich gehe davon aus, dass sich das nun ändern wird.


    Achja, es wird hin und wieder Englisch gesprochen und in der zweiten Hälfte auch Finnisch. In der ersten Hälfte des Buches muss man für sich selbst übersetzten. In der zweiten Hälfte wird sowohl das Englische als auch das Finnische für den Leser übersetzt.


    Fazit:

    Ein christlicher Jugendroman. Spannend und pupertierend. Es hat Ansätze einer typischen Liebesgeschichte, aber es ist dennoch etwas andere. Es geht ein bisschen um Weltthemen und es geht um Gott.

    Edit: Ich vergebe 7,5 von 10 Eulenpunkten.

    Wir sind doch eigentlich in der Klinik um es uns so rich-tig gut gehen zu lassen. :grin

    Z. B. müssen wir uns hier nicht vor unserem (hochbleibenden) SuB schämen. Wir verstehen uns alle gegenseitig. Hier können wir uns so richtig austoben.


    OH, Achtung, ich glaube da kommt jemand vom Personal.

    Hab ich was gesagt? :engel


    Ich gehe mal zum Eingang. Es müsste jeden Moment der Postbote kommen. *flüstert: er bringt mir ein Teil meiner bestellten Bücher* Hi-Hi-Hi-Hi :schnellweg

    Also, ich kann jetzt echt nichts dafür. :lache Ich wurde regelrecht dazu gezwungen noch ein Buch für mein SuB zu kaufen. Dabei habe ich noch nicht mal mit meiner SuB-Abbau-Liste und SuB-Wette angefangen können.

    Ich habe vor ein paar Tagen noch gebrauchte Bücher bestellt (William Stuart Long - Australien Saga Band 7-12). Band 8 konnten die aber als 'Zustand akzeptabel' nicht mehr liefern. Von daher habe ich Band 8 als 'Zustand gut' nachbestellt. Und der Zufall (oder auch Fügung) will es, dass ausgerechnet plötzlich das Buch 'Das geflügelte Einhorn: Ein fantastischer Roman' von Andreas Petra zufällig wieder da ist. Da habe ich schon eine Weile darauf gewartet. Da musste ich es doch gleich mitmopsen. Und gleichzeitig habe ich Porto gespart. :engel:chen

    Wie ich mich jetzt aber freue. :chen


    Jetzt will ich aber schön brav sein.:)

    Oooh:huh:, dieses Buch MUSS ich mir mal aus der Bibliothek ausleihen!

    Hallo,


    wie bereits im Thread 'SuB und RuB ab 01.01.2016' angekündigt, werde ich mich bei euch anschließen. Ich bin wirklich sehr gespannt, inwieweit das funktionieren wird. Auf jeden Fall bin ich aktuell sehr motiviert und zuversichtlich, dass es klappen wird. :-)


    Hier ist meine Liste:


    -Tamara Ramsya - Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott; (wenn es mir gefällt, besorge ich mir noch Band 2 und 3 als Belohung)
    -Joycel Carol Oates - Die Schwestern von Bloodsmoor (subt seit Jahren in der Bibliothek)
    -Cornelia Funke - Reckless: Lebendige Schatten (Band 2), Das Goldene Garn (Band 3) (Trilogie); (wenn ich Band 3 gelesen habe, kaufe ich mir Band 4 als Belohnung :chen Da freue ich mich schon darauf)

    -Diana Gabaldon – Echo der Hoffnung (Band 7, schon angefangen)

    -Nik Ripken, Gregg Lewis – Gottes unfassbare Wege

    -Sebastian Pirling – Der Planet der verbotenen Erinnerungen

    -R.B. Mitchell – Alleine weinst du wütender

    -Doris Dörrie - In einem fremden Wald

    -C.C. Hunter – Shadow Falls Camp (Geboren um Mitternacht) (erst mal nur anlesen, und dann entscheiden, ob ich es wirklich lesen will)

    -Jane Teller – Nichts

    -Kuhn – Schneewitchenfalle

    -Elizabeth Haran – Im Tal der flammenden Sonne / Am Fluss des Schicksals (2 Romane in 1 Band; Im Tal der Flamenden Sonne eignetlich schon so gut wie fertig. Das ist meine Notfalllektüre, falls ich mal so gar nichts lesen kann. Würde ich aber doch gerne mal beenden.)


    Parallel lese ich englische Bücher für zwsichendurch:

    -David Levithan – Someday (eBook) (schon vor längerem angefangen)

    -Jane Austen – Pride and Prejudice

    -Elizabeth Haran – Flight of the Jabiru (onleihe; auch schon vor längerem angefangen und ungefähr schon die Hälfte gelesen)


    Zur Weihnachtszeit:

    -David Baldacci – Das Geschenk (als Belohnung das nächste Weihnachtsbuch)



    Im Prinzip ist das eigentlich auch meine geplante Leseliste für dieses Jahr. Ich habe nicht vor, noch etwas anderes zu lesen, außer meine Belohnungen. Aber falls ich auch die gelesen haben sollte, werde ich in die Bibliothek gehen und ganz schnell für Nachschub sorgen. :grin


    Ich beginne mit der Liste, wenn ich meine aktuelle Trilogie beendet habe.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es für einige auch ein Lebensprojekt ist.


    Und ja, ich finde es dann auch schade, dass ich Bücher kaufe, die ich dann doch vielleicht gar nicht lese. Und diese Gefahr besteht immer mehr. Deshalb muss ich das jetzt mal angehen.


    Ich kann ja übrigens noch gar nicht einschätzen, wie viele ich wohl in einem Jahr so lesen könnte. In den letzten Jahren bin ich auch kaum zum Lesen gekommen. Und ich kann nicht absehen, ob sich das die nächsten Monate ändern wird. Also, was ich damit sagen will: Ein Ziel, inwieweit mein SUB in einem Jahr schumpfen soll, kann ich mir noch gar nicht setzten. Dazu braucht man wahrscheinlich erst mal Erfahrung.


    Auf jeden Fall tut es gut, das mit euch zusammen durchzustehen. :-) Wenn ich damit alleine wäre, wüsste ich jetzt nicht, ob ich das wirklich so konsequent durchziehen könnte. Allein auf die Idee mit der SuB Abbau Wette wäre ich nie gekommen.

    Ja, ich habe dabei auch festgestellt, dass es mittlerweile auch Bücher gibt, wo ich mir gar nicht mehr so sicher bin, ob ich sie noch lese will. Aber ich habe mich dennoch dazu entschlossen, mich in diese Bücher einzulesen und sie deshalb mit auf die SUB-Liste gesetzt; ganz unten. Aber vielleicht habe ich in der Zeit wieder mehr Motivation, auch diese Bücher zu lesen. Auf jeden Fall wird das hier ein Langzeitprojekt werden. :/

    Hallo,


    ich habe mich nie wirklich um meinen SUB gekümmert. Ich wusste nur, dass ich einen habe. Aber ich hatte keine Ahnung, wie viele Bücher das eigentlich sind. Aber irgendwie wusste ich schon, das ich einen großen Stapel habe. Und ich merke immer wieder, dass er mich schon ein wenig stört. Denn diese Bücher habe ich ja schließlich mal gekauft, weil ich sie unbedingt lesen wollte. Ich merke aber immer wieder, dass ich auch viele Bücher aus der Bibliothek ausleihe und eher diese lese als meine gekauften Bücher. Und das will ich jetzt mal ändern. Mein SUB muss kleiner werden.


    Deshalb habe ich in den letzten paar Stunden eine Liste angelegt. Und dabei wurde mir dann doch ehrlich gesagt zwischendurch ein bisschen komisch...

    Mein Ergebnis: 120 (117 Bücher, 3 eBooks) (Beginn 2021)
    Ich muss sagen, ich bin von mir selbst schockiert. 8| Ich hatte mit deutlich weniger gerechnet. Kein Wunder, dass mir meine Bücher immer mehr im "Im Nacken sitzen".


    Damit ich das jetzt mal schaffe, meinen SUB ordentlich zu verkleinern, werde ich mich jetzt bei euch in zwei Threads anschließen: 'Alt-SUB-Abbau 2021' und 'SuB Abbau Wette NEU'. Ich glaube, vor allem die 'SuB-Abbau-Wette' wird mir helfen.


    Dann mal auf die kommenden und hoffentlich auch erfolgreichen Jahre :korken:)

    Ich lese die Trilogie "Die Kreuzträgerin" von Lydia Schwarz weiter. Es geht weiter mit Band 2 "Jenseits des Feuersturms".


    ASIN/ISBN: 3038481033



    Das hier ist Band 1


    ASIN/ISBN: 3038480517

    Die Kreuzträgerin - Lydia Schwarz


    Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden auf Erden: der ewige Menschheitstraum. Im Europa des 22. Jahrhunderts ist er wahr geworden. Dank dem lückenlosen Vorsorgesystem gibt es im einheitlich geführten Europa keine Krankheiten und keine Arbeitslosigkeit mehr. Die Länder arbeiten Hand in Hand, alle Gründe für Kriege wurden eliminiert. Es gibt keinen Menschen, für dessen Dasein nicht gesorgt wäre, dessen Identität nicht erfasst wäre und dessen Schritte nicht gezählt sind. Mitten in diesem "System Europa" lebt die Studentin Anna. Eine wie alle? Vielleicht. Aber was niemand weiß: Sie versteckt zu Hause ein Geheimnis, das ihr Verfolgung und sogar den Tod einbringen könnte.


    Anmerkung noch von mir: Es ist eine christliche Dystopie. Es geht also schwerpunktmäßig um die Christen.

    Doch, ich denke schon, dass ich verstehe, was du meinst.


    Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass man nicht alles mit dem menschlichen Verstand erklären kann. Man kann mit dem Verstand viel begreifen und erklären, aber nicht alles.

    Ich finde es z.B. immer faszinierend, darüber nachzudenken, dass Gott schon immer da war. Wenn ich mir versuche, das vorzustellen, stoße ich sehr schnell an meine Grenzen. Da denke ich, dass der menschliche Verstand wohl nicht dafür gemacht ist, das zu begreifen. Allerdings führen die Theorien zum Thema Existens Gottes immerhin zu solch eine Idee.


    Was hat Tolstoi nur aus Natascha gemacht! Ein Hausmütterchen! Ich verstehe natürlich, dass in einer Ehe die Anziehungskraft nicht nur auf äußere Reize beruhen, sondern sich auf einer tieferen Ebene abspielen soll. Aber dass Natascha alles aufgibt, was sie äußerlich attraktiv macht, sogar das Singen, finde ich einfach zu viel. Und die Aussage ihrer Mutter, dass sie in jungen Jahren nur deshalb so lebhaft war, weil sie auf der Suche nach genau diesem Leben war, ist doch ausgesprochener Unsinn. Aber das war wohl Tolstois Ideal einer Ehefrau, oder zumindest eine Variante.


    Um auf die Frage zurückzukommen, die früher mal in dieser Leserunde gestellt worden ist: Wären Andrej und Natascha glücklich miteinander geworden? Ich glaube nicht, dass Andrej eine solche Natascha gefallen hätte. Ich denke, er hätte sehr gern eine Frau gehabt, mit der er tiefere Gespräche hätte führen können. Aber vielleicht hätte sich Natascha mit Andrej anders entwickelt.

    Pierre hat seine Visionen und braucht es, dass Natascha hinter ihm steht. So gesehen passt es also.

    Ich habe eher den Eindruck gewonne, dass Natascha sich allgemein sehr schnell den Dingen fügen kann. Wie schnell hatte sie sich damals in Andrej verliebt. Und wie schnell wollte sie mit Anatol durchbrennen.

    Und so schnell hat sie sich mit Andrejs Tod abgefunden und sich für die Ehe mit Pierre geöffnet.


    In der Verfilmung war ich irgendwie entsetzt darüber, dass Natascha so schnell in eine (Liebes)Heirat eingewilligt hat, kaum, dass sie Pierre wiedergesehen hatte. Im Buch ging es dann nicht so salopp. Und im Buch hat Marja meine kleine Enttäuschung über Nataschas Liebe zu Andrej wiedergespiegelt. (Das hatte mir im Film gefehlt.) Also, ich meine damit, wenn Natascha so schnell in eine Heirat einwilligt und dabei meint, sie liebe Pierre schon jetzt, könnte man schnell meinen, ihre Liebe zu Anderj war gar nicht so stark/ehrlich, wie sie die ganze Zeit schien; nur so eine kindelei.

    Deshalb bin ich dann beim Lesen zum Entschluss gekommen, dass Natascha sich einfach generell schnell den Dingen anpassen kann. Insgeheim trauert sie ja dennoch um Andrej. (Und das fehlt m.M.n. im Film gänzlich. Und darum war ich dann so enttäuscht von Natascha am Ende des Filmes.)

    Ich habe es nach etwas mehr als 2 Monaten nun auch geschafft. Der Epilog war noch mal harte Kost und eher ein Sachbuch.


    Der belletristische Teil des Epilogs dagegen war gut, auch wenn alle nun sehr gesittete Eltern geworden sind und nicht mehr so viel Schwung wie vorher haben.

    So habe ich das Buch dann in der zweiten Hälfte empfunden: Belletristik mit Sachtexten umrahmt. Ich habe dann nur noch den belletristischen Teil gelesen.


    Falls ich jemals wieder Krieg und Frieden lesen sollte, werde ich mich auf jeden Fall mit einer kürzeren Version probieren.


    Insgesamt hat mir "Krieg und Frieden" ganz gut gefallen, manche Szenen sind sehr unterhaltsam, es gab etwas zum Schmunzeln und etwas zum Weinen. Der Krieg gegen Napoleon einmal aus russischer Sicht zu sehen, ist ganz interessant.

    Mir ging es mindestens genau so. (Ich muss immer noch an die Tanzeinlage von Denissow - ich glaube, dass war Denissow - denken. :-] Auf jeden Fall ein interessantes, unterhaltsames (dickes) Buch.



    Und zum Schluss: Ach Sonja, ... ich hoffe, du hast das alles gut wegstecken können und konntest auch glücklich werden.

    Das Buch ist fast zu Ende. Ist das nicht schrecklich?:cry Gibt es überhaupt ein Leben danach?

    Das habe ich mich da auch gefragt.

    Antwort: das habe ich noch nicht herausgefunden (obwohl ich vor über drei Wochen ausgelesen habe). ;-)


    Und wie ist es euch diesbezüglich die letzten drei Jahre ergangen? :schuechtern




    Ich bin jetzt doch ganz froh, dass ich das Buch durch habe. Es warten noch sooo viele andere Bücher darauf, von mir gelesen zu werden. :lesend

    Ich habe mir gerade mal die Beiträge im ersten Abschnitt durchgelesen. Man, oh, man, da ging ich ja noch richtig enthusiastisch an die Sache ran...

    Ja, und im Nachhinein muss ich sagen, dass die Verfilmung wohl einfach nicht zur Übersetzung passt, die ich lese. (Ich schreibe das jetzt einfach mal in diesem Abschnitt hier. Auch wenn völlig aus dem Kontext gegriffen.) Deshalb bin ich wohl etwas enttäuscht von der Verfilmung, die ich gesehen habe. Aber nein, das Ende ist immer noch so ein Ding, das ich beim schauen nicht so nachvollziehen konnte. Beim lesen aber wohl eher.

    Hm, die philosophischen Gedanken finde ich eigentlich schon interessant. :gruebel (Aber nicht die kapitellangen Kriegsausführungen. :kreuz) Nur verstehen tue ich die philosophischen Ausführungen nicht immer. Es ist auch anstrengend, dem Ganzen zu folgen. Und ich denke auch, weil ich das Buch mit so großen Pausen gelesen habe. Obendrein habe ich mir keine Notizen gemacht. Was ich einerseit bereue, andererseits aber auch nicht.


    Falls ich aber 'Krieg und Frieden' noch einmal lesen sollte, werde ich es vielleicht einfach mal mit einer gekürzten Version versuche.

    Jetzt vertreiben die Freischärler die Franzosen endgültig. Ehrlich interessiert mich das weniger.

    Es hat mich so wenig interessiert, dass ich diese Kapitel gar nicht gelesen habe. Diese ganzen Gedankengänge zum Krieg, Strategien, warum der Krieg so verlaufen ist, etc., etc. da landet man bei mir an der falschen Adresse. Ich finde es eher interessant darüber nachzudenken, warum es zu einem Krieg kommt, damit man daraus lernen kann. Wie der Krieg dann im Detail ausgeführt wird, interessiert mich dann wenig. Vermutlich auch, weil mir die Sache viel zu Hoch ist.

    Das einzige Fazit ist, was ich darauß lese, dass Tolstio sich mit den Vorgängen von damals sehr gut auseinandergesetzt haben muss. Oder war das früher vielleicht sogar eine Art Pflichtprogramm? :gruebel

    Ich erinnere mich dunkel daran, dass mal ein Lehrer so etwas gesagt hat wie, früher hätte man die ganzen einzelnen Schritt im Kriegsgeschehen mit Datum(!) lernen müssen. Heute ist das eher weniger gefragt. Nur die wichtigsten Daten sollte man wissen. Nur welche Kriege mit 'früher' gemeint sind, weiß ich nicht mehr ganz so genau. Aber es könnten auch noch der 1. und 2. WK gemeint sein.


    Dass Petja in sein Verderben rennt, ist einfach nur überflüssig, aber sicher ist so etwas schon immer vorgekommen.

    Für mich war es im ersten Moment (schon im Film) merkwürdig, dass auch noch Petja sterben musste. (Abgesehen davon, fand ich es aber traurig und es hat mich überrascht, wie Denissow das so mitgenommen hat.) Aber jetzt, beim Lesen, und da ich das Ende ja bereits kenne, hat es vermutlich doch einen großen Einfluss auf den Abschluss. Vielleicht hast du es ja später dann auch so gesehen. Ich habe die Beiträge in den späteren Abschnitten noch nicht gelesen.


    Ich war da zunächst sehr entäuschtvon Pierre. Aber ich denke, das ist unbewusster Selbstschutz.Irgendwie muss Pierre diese lebensbedrohliche Situation überstehen.

    [Kurze wiedergabe des Kontextes, um besser zu verstehen: Platon hatte mit seinem Gesichtsausdruck Pierre darum gebeten, zu ihm zu kommen. Denn Platon wurde schwach und ging nicht mehr weiter.]


    Ich war auch ein wenig enttäuscht. Aber anders herum war Pierre vermutlich sehr klar, dass er selbst auch erschossen wird, wenn er zu Platon geht. Diese ganze Situation war einfach nur grauenhaft.