Beiträge von sasaornifee

    PROLOG


    Der Kirkeveien beginnt am Frogner plass, genau da, wo die Straßenbahn nach Osten zum Elisenberg und nach Solli abbiegt, natürlich nur, wenn man in diese Richtung geht und weg will aus Fagerborg, aus Majorstua, weg aus dieser Stadt, die ich trotz allem liebe, in guten wie in schlechten Zeiten. Gut: Ihre Größe und die Anzahl ihrer Bäume passen zu meiner Stimmung. Schlecht: Ihr Wille, immer größer zu werden, rüttelt genau an dieser Stimmung.


    Tolstio gefällt mir mittlerweile so gut, dass ich dachte, ich hätte wieder ein Abschnitt beendent; dabei waren es aber gleich zwei. ^^


    Deshalb kann ich im Abschnitt davor nichts schreiben und schreibe alles hier hinein.


    Als Natascha (noch bei ihr Zuhause) Andrej vermisst, ist sie sehr davon überzeugt, dass sie Andrej liebt. Ich dachte mir nur so: "Ja ne, ist klar. Die Bedeutung von Liebe muss früher wohl sehr anders gewesen. Die 'Liebe' von früher ist nicht mit der Liebe von heute zu vergleichen."

    Ich war dann überrascht, wie dieses Thema doch sehr als Handlung vertieft wird; nämlich als Natascha Anatol begegnet. Auf einmal wird Natascha dann doch klar, dass nicht von von solch einer Liebe zwischen ihr und Andrej die Rede sein kann. (Hier könnte man ja mal darüber nachdenken, was Liebe eigentlich ausmacht. :gruebel ) Aber, dass sie dann total den Kopf und Verstand verliert und mit Anatol durchbrennen will, ist dann doch zu viel; auch für meine Nerven. Zum Glück kommt es nicht dazu.


    Ich bin jetzt sehr gespannt, wie sich Natascha weiterentwickeln wird. Und überhaupt wie es weitergehen wird.
    Das erste Buch ist jetzt auch beendet. Die Hälfte ist geschafft. Auf geht es zum zweiten Buch...

    Ich fürchte nicht. Ich besitze ein Ebook und ein Print und beide sind komplett unterschiedlich. Ich habe versucht mein Ebook nach dem Print einzuteilen, aber gerade in diesem hinteren Bereich ist es mir nur schwer gelungen, und wie sich herausstellte, habe ich die Abschnitte tatsächlich falsch gekennzeichnet. Ich persönlich finde das nicht so schlimm, poste aber halt jeweils in dem Abschnitt, den ich zuletzt gelesen habe, um Spoiler in den anderen zu vermeiden.

    Nagut. ?(


    Ok :wave

    Ja, die Umstände in der jeweiligen Zeit sind immer ganz andere. Alles entwickelt sich weiter. Ich muss mir das auch immer vor Augen halten.


    In etwa ist es auch so, wenn ich die verschiedenen Länder in der heutigen Zeit mit ihren Kulturen, Einstellungen und Verhalten vergleiche. Von außen betrachtet kommen mir manche Dinge nicht nachvollziehbar vor. Aber wenn ich dann erfahre, was vor der Zeit war oder dahinter steckt, kann ich manches doch dann eher nachvollziehen.

    Schön, dass hier so fleißig geschrieben wurde. :-)


    Ich selbst erwische mich auch immer wieder dabei, wie ich versuche die Menschheit oder Gesellschaft von früher und heute zu vergleichen. Was sie so bewegte, dachte, wie sie lebte, miteinander umgegangen ist, was ihre Ziele waren etc. etc. Und wohin sich unsere Gesellschaft in den nächsten 50 Jahren wohl bewegen wird.


    Ja, ja. Geschichte ist sehr interessant. Nur verstehen tue ich sie leider nur selten.

    * Schleicht sich hier mal herein *

    Immer wieder gerne :-)


    Aber dazu fiel mir - wieder einmal - Gustav Freytag und sein (heute vergessener) Roman "Die verlorene Handschrift" ein. Als der Professor und sein Freund Fritz auf dem Gutshof ankommen, werden sie Zeuge der Beerdigung eines Kindes. Die Menschen haben genauso sehr getrauert wie wir heute, doch der Tod war Bestandteil des Lebens, viel mehr als bei uns heute. Und er trat, wie Brigitte schrieb, viel häufiger ein als wir es heute gewohnt sind.

    Meinst du damit, du glaubst, dass zu der Zeit weniger über früh Verstorbene gesprochen/gedacht wurde, weil der frühe Tod damals 'gewöhnlicher' war.

    Ich habe die starke Vermutung, dass Mrs. Gibson im Buch viel stärker herüber kommt als im Film. :gruebel


    Wie ist es so, wird die Geschichte in ihrem Fortschreiten besser, interssanter, erträglicher, etc.? Anfangs hatte doch jeder so seine Schwierigkeiten oder auch nicht. Gab/Gibt es da eine Veränderung bei euch?

    Ich bezweifle, dass es überhaupt möglich ist, eine Persönlichkeit völlig realistisch wiederzugeben.

    Ja, denn 1. ist es nicht immer von Nöten und 2. ist es auch gar nicht möglich, denn dafür müsste man perfekt schreiben können und selbst dann passiert es, dass jemand es so aufnimmt und andere wiederum so.


    Jetzt kommt mir ein Blitzgedanke: Jeder kann sehr gut schreiben, nur der passende Leser muss (noch) gefunden werden. :narrenkappe

    (Es ist Wochenende und ich bin k.o., ich weiß gar nicht mehr, was ich hier schreibe.)