Beiträge von engi

    Bei meinem alten Arbeitgeber sitzt auf dem obersten Stuhl eine Frau. Allerdings gab es dort auch schon immer Programme und Netzwerke, um Frauenkarrieren aktiv zu fördern. Ich hatte dort nie das Gefühl, Frauen in Führungspositionen wären bloß Quotenfrauen. Die sind in ihrer Position weil sie genau die richtige Person für genau diese Stelle sind.

    Und genau so sollte es sein, von Quotenfrauen oder auch anderen Quotenpersonen halte ich sowieso nix.

    Mein erster Mann war bei der US-Army und hat immer gesagt, bevor er als "Weißer" befördert wird, kommt erstmal ein "Schwarzer" (ich weiß, das sagt man nicht mehr), dann eine andere "minority", dann eine Frau und dann er dran. Bestimmt ist das nicht immer so aber sowas kann auch frustrieren.

    Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich für ein tolles Buch mit exzellenter Recherche und wunderbarer Leserundenbetreuung.


    Uuuuuuuuuund ... ich bin natürlich schon sehr gespannt, was als nächstes aus deiner Autorenfeder fließen wird, lieber Titus.

    Es bleibt offen, wie es mit Asta und Leo weiter geht. Das ist für mich i. O., denn die Gedanken kreisen nach der Lektüre viel mehr um das damalige echte Geschehen, weniger um Romanfiguren.

    Ja, da bin ich ganz bei dir ... für mich ist die Geschichte auch auserzählt. Es ging um die Dolmetscherin und natürlich um die Nürnberger Prozesse ... wie es dann weitergeht danach, bleibt unserer Fantasie überlassen. Das wäre ja sonst auch ein ganz anderer Roman von der Thematik her. Es ist gut wie es ist und hat mir sehr, sehr gut gefallen, lieber Titus.

    Das ist hier bei den Eulen die erste Runde mit dir aber ich kenne die meisten deiner anderen Bücher und wurde noch nie enttäuscht :)

    Emmy Göring fand ich irgendwie seltsam. Einerseits weinerlich und dann wieder knall hart. Und von ihrem Mann sieht se nur was ihr in den Kram passt. Edda tut mir wirklich leid, das Mädchen wird kein leichtes Leben gehabt haben. Schön von Asta ihr Malsachen zu besorgen.

    Emmy Göring wurde im Alter von 44 Jahren im Rittberg-Krankenhaus in Berlin-Lichterfelde künstlich befruchtet[2] und brachte Edda im Berliner Westsanatorium zur Welt.


    Das hat mir Wikipedia verraten ... das finde ich interessant ...

    Emmy Göring – das zeigt auch die Geschichte – hat nichts verstanden, was die Geschichte angeht. Auch nicht, was sie Clara Mandel wegen ein paar unbedachten Äußerungen angetan hat.

    Wie auch andere schon gesagt haben ... sie hat es schon verstanden, will es aber nicht wahrhaben. Immerhin war sie mal "First Lady", da ist es schwer von diesem Thron heruntersteigen und Fehler eingestehen zu müssen. Die Schuld anderen in die Schuhe zu schieben ist da wesentlich leichter ;)

    Ich finde übrigens, dass das sehr spannend erzählt wird. Man ahnt, dass es für Rachel schwierig werden könnte und das Gefühl steigert sich von Mal zu Mal, wenn darüber berichtet wird.

    Ja, ich bin auch schon gespannt wie ein Flitzebogen, wie sich die Fernsehdebatte entwickeln wird. Ich habe mir jetzt verboten weiter nach Rachel und ihrem Leben zu googeln, bis ich das Buch zu Ende gelesen habe ;)

    Das Rachels Brust OP alles gewesen sein soll, glaube ich auch nicht so wirklich. Wobei ich mich auch frage, was außer einer OP denn hätte helfen können. Wirksame Chemos gab es doch erst Anfang der achtziger Jahre.

    Ich hatte auch gleich meine Zweifel ... naja, und die Chemos helfen selbst heute noch nicht allen Frauen ...

    DDT wird gehypt, nur ein kleiner kritischer Bericht darüber ist 1944 in der Times zu finden. Ihr eigener kritischer Bericht 1944 in der Daily Sun kostet sie ihren dortigen Nebenjob.

    Unglaublich, gell? Und was sie alles damit eingesprüht haben damals. Wie kann man denn aber so naiv sein zu glauben, dass es das Ungeziefer tötet und für den Menschen komplett harmlos ist? Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln ...

    Ich wusste zwar, dass Rachel nie geheiratet hat, aber das Buch hat mich so gefesselt, dass ich wirklich gehofft habe, dass das zwischen ihr und Dan doch was wird. Leider entpuppt er sich als genauso wie seine Geschlechtsgenossen, unmöglich, dass seine Ehefrau arbeitet, was sollen denn die Kollegen denken?!

    Und dabei glaube ich fast, dass er es noch nicht mal böse gemeint hat. Irgendwie hielt er das für selbstverständlich und fiel ja auch aus allen Wolken, dass Rachel das anders sah ... aber es stimmt schon, er hätte vor den Kollegen und der Gesellschaft sein Gesicht verloren, wenn er sie hätte "arbeiten lassen".

    Und dann Roberts Vorhaltungen, sie sei egoistisch, weil sie Dan nicht heiraten will, ausgerechnet dieser Taugenichts, der so gar nix auf die Reihe bringt.

    Jep, den Typen kannste wirklich in der Pfeife rauchen !!!

    Marys Vergleich mit der Glaswand für den ewigen Kampf der Frauen um Anerkennung fand ich sehr passend und so traurig es ist, dass sie den Kampf aufgegeben hat, ist es doch verständlich.

    Oh ja, die Stelle hat ich mir auch markiert ... es gibt sie aber auch heute noch, die sogenannte "Glass Ceiling". Dort wo ich arbeite, besteht die fünfköpfige Geschäftsleitung ausschließlich aus Männern ... Frauen sind erst in der nächsten Ebene vertreten. Einmal "traute" sich eine Frau ... die wurde dann aber irgendwann regelrecht rausgemobt, seitdem ist alles wieder fest in männlicher Hand. Wenn Geschäftsleiterversammlung ist, meine ich immer Brunftgeschrei hinter geschlossenen Türen zu vernehmen ;)

    Ach du liebe Zeit, nun sitze ich hier im Büro mit dicken Kullertränen in den Augen ... gut, dass die Kolleginnen in der Mittagspause sind ...


    Mary hat Rachel geliebt, irgendwie hatte ich schon so eine Ahnung ... wie schade, dass sie das zu spät offenbart hat aber das hätte den Beiden wahrscheinlich nur noch weitere Probleme bereitet in der damaligen Zeit.

    Ihre Familie finde ich ja eher so mäh, also gerade den männlichen Teil. Weder Vater noch Bruder haben ihr Leben sinnvoll auf die Reihe bekommen und grad der Bruder, lässt die Familie nach dem Tod des Vaters ja komplett hängen. Und Rachel ist schuld und soll daher die Familie alleine ernähren????? Die Mutter gibt ihr bestes und vermutlich war auch sie die treibende Kraft hinter Rachels Möglichkeiten. Aber der Rest der Familie hat wohl beschlossen, es Rachel so richtig heimzuzahlen….

    Ganz so streng wie du sehe ich das hier nicht ... für mich ist der Bruder ein absolut fauler Hund, der sich in Selbstmitleid badet und allen anderen, natürlich besonders seiner klugen und fleißigen Schwester, die Schuld an seiner Misere zuschiebt. Kein Wunder, dass seine Frau ihn verlassen hat!

    Bei der Schwester sehe ich die Lage ein wenig anders ... sie ist ja ständig krank und kann deshalb nicht wirklich, vielleicht würde sie, wenn sie könnte?

    Der Vater würde glaube ich wollen und versucht ja auch wieder neue Wege zu ergründen, wie er die Familie ernähren kann. Er scheint mir schwach zu sein, gepaart mit einer Portion Pech, das ist keine gute Kombination.

    Fazit ist und bleibt jedoch, die Aufrechterhaltung an der Mutter und Rachel hängen, ergo an Rachel ...

    Der Name Rachel Carson sagte mir nichts, nun gelernt: es gab sie, es ist keine fiktive Person.

    Genau so ging es mir auch ... wieder eine Bildungslücke geschlossen ...

    Rachel Carson und ihr Buch "Der stumme Frühling" waren mir schon vorher ein Begriff, auch wenn ich es noch nicht gelesen habe, kommt man als (Bio)Landwirt mit ein bisschen Interesse an der Geschichte des Pflanzenschutzes nicht ganz an ihr vorbei.

    Ich habe Rachels Buch auch noch nicht gelesen, ich gestehe, ich hatte davon noch nicht einmal gehört und bin nun natürlich umso neugieriger geworden.

    Zum Thema Pflanzenschutz kenne ich mich schon eher aus. Wir haben bis Ende letzten Jahres noch einen Steillagenweinberg bewirtschaftet und auch da kommt man durch die vielen Spritzungen an diesem Thema nicht vorbei. Gott sei Dank hat sich aber auch in dem Bereich vieles zum Guten verändert.

    Hier ist eine beeindruckende Liste von Frauen, die davon betroffen sind.

    Ohhhh ... von diesem Matilda Effekt hatte ich nun wirklich noch nie gehört ... danke für die Bereicherung und Aufklärung!

    Die Liebe zur Natur und die Sehnsucht nach dem Meer sind einfach wunderschön und sehr einfühlsam beschrieben.

    Ob absolut, mein meint fast den Wald und natürlich das Meer riechen zu können ... einfach nur großartig beschrieben !!

    Was mir gleich wirklich gut gefallen hat ist, wie Theresia Graw die Natur beschreibt. Man hat sofort ein detailreiches Bild vor Augen und man spürt die tiefe Liebe zur Natur, die Rachel Carson in sich trägt.

    Da bin ich so bei dir :)

    Was mir gar nicht gefällt, wie über Frauen im Zusammenhang mit Wissenschaft gedacht wird. Diesen männliche Bild auf die Frau und ihre wissenschaftliche Intelligenz, das ist wirklich altertümlich und ich bin froh, dass das heute nicht mehr so ist. Z.B. studieren mehr Frauen als Männer Biologie.

    Bin da ganz bei dir aber das blieb ja leider noch recht lange so. Ich arbeite selbst an einem Institut - wenn auch nicht als Forscher oder ähnliches - und bin immer wieder mehr als erfreut, wenn ich die jungen Frauen bei uns sehe, die sich mit Begeisterung in die Forschung, Entwicklung und Auswertung stürzen und inzwischen natürlich auch genauso wie ihre männliche Kollegen promovieren und sich weiterbilden dürfen. Oft habe ich das Gefühl als ob sie sogar viel zielstrebiger und fleißiger sind als die Herren der Schöpfung ;)

    Trevor verkörpert für mich das Männerbild dieser Zeit: er ist arrogant und überheblich. Er spielt unfair, indem er versucht, ihre Entdeckung als seine auszugeben und er gönnt ihr die Promotionsstelle nicht. Schade, dass er sie letztlich dann doch bekommt.

    Ja, wirklich schade ... das tat mir auch in der Seele weh, denn er hat sie sich ja doch mehr oder weniger ergaunert - auch wenn seine ursprünglichen Pläne GsD in letzter Minute vereitelt wurden - und Rachel hatte sie sich redlich verdient.

    Aber arrogante und überhebliche Männer gibt es leider auch noch in der heutigen Zeit, wenn vielleicht auch nicht mehr so ausgeprägt.

    So, erster Abschnitt gelesen uns schon bin ich "in love". Was für ein wunderbares Buch über eine zielstrebige Frau, die sich trotz herber Rückschläge nicht unterkriegen lässt. Mir war zu Anfang gar nicht bewusst, dass es diese starke Rachel Louise Carson wirklich gibt. Da soll noch einer sagen einen Roman zu lesen bildet nicht! :)


    Was war ich stolz auf sie als sie realisierte, dass ein Literaturstudium doch nicht das richtige für sie war und sie zum Studium der Biologie wechselte - belächelt von der Männerwelt aber stets unterstützt von ihren liebevollen Eltern. Ein Praktikum am Marine Laboratory Woods Hole und die Bekanntschaft mit Mary schien ihr Glück zu komplettieren. Doch leider ist es nicht von langer Dauer, was ich schon befürchtet hatte als ich die Jahreszahl 1929 las ... der Börsencrash zwingt sie aufzugeben ...


    Der Strang, der 1963 spielt, aber zeigt an, dass sie weiterhin ihren Weg gegangen sein muss, denn Rachel Carson erscheint sie zu einer Fernsehdebatte beim Sender CBS ... leider scheinbar schon schwer krank ...


    Bin so gespannt, wie es weitergehen wird und les mal schnell nach, wie ihr das hier alles empfunden habt :)

    Die rauhe Natur und ein gnadenloser Mörder fordern ihre Opfer ...

    Ein Highlight! Eigentlich bin ich ja kein Fan von nordischen Krimis. So dache ich, bevor mir „Die Spur im Fjord“ in die Hände fiel. Die Autorin Satu Rämö schaffte es mich komplett zu überzeugen! Durch sie lerne ich Hildur kennen, die einzige Kriminalbeamtin in den kalten und dunklen Westfjorden Islands. Gemeinsam mit ihrer Chefin Beta und dem jungen finnischen Praktikanten Jakob verfolge ich die Spur eines Mörders, der auf Island sein Unwesen treibt. Wie hängen die Morde zusammen? Welche Botschaft versucht er auszusenden mit seinem grausamen Tun?

    Doch Hildur hat auch privat ihr eigenes Päckchen zu tragen, denn noch immer leidet sie unter dem Verlust ihrer beiden kleinen Schwestern, die vor fünfundzwanzig Jahren auf dem Schulweg spurlos verschwanden. Sie versucht den Schmerz mit Surfen, Joggen und viel Sport zu unterdrücken, doch sie gibt die Hoffnung nicht auf, auch diesen mysteriösen Fall ein für alle Mal aufzuklären, um endlich ihren Frieden finden zu können …

    Mit einer Bildgewalt, die ihresgleichen sucht, bring uns die Autorin ihre Wahlheimat Island näher. Ich konnte mich beim Lesen fallenlassen in die Geschichte und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Satu Rämö hält den Spannungsbogen hoch, so dass ich mit litt, mit fieberte und mich fast selbst durch den tiefen Schnee des dunklen Islands stapfen sah. Ich bin begeistert und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band der bisher fünfteiligen Krimireihe. Aber nun vergebe ich für „Die Spur im Fjord“ erstmal fünf knackig kalte und wohlverdiente Sterne verbunden mit einer absolut überzeugten Leseempfehlung. Auch bei dieser Reihe empfiehlt es sich natürlich mit eben diesem ersten Band zu beginnen um nicht nur Hildur, sondern auch ihr Umfeld verstehen zu können.